Krete ohne G

Voriges Jahr habe ich zwischen März und Juni lange an einem jungen Baum der Prunus-Gattung herumgerätselt, der sich aus der Unterlage einer kümmerlichen rotlaubigen Schlehe entwickelte, und der wegen seiner vitalen Eigenschaften für mich nun als Hauptakteur gilt. Nachdem Ende Mai > kirschpflaumenähnliche Früchte zu sehen waren, neigte ich zuerst zur Kirschpflaume, aber nachdem er in diesem Jahr sogar noch früher blüht, denke ich, dass es sich um eine Krete Prunus insititia handelt.

Auf den Kalendertag exakt vier Wochen früher als > im vorigen Jahr haben sich zu meiner Überraschung bereits heute, am 19. Februar 2020, trotz eiskalten Windes und Winterjackenwetter, gleich mehrere der zahlreichen weissen Blütenknospen an den hochgewachsenen Zweigen geöffnet und zeigen ihre bräunlichen Staubgefässe, die aber noch von keiner Wildbiene angeflogen werden, wie im vorigen Jahr.

Der Link führt zu einem e-Zeitungsartikel der sh:z (Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag) aus dem August 2017, wegen der ich nun ziemlich sicher bin, es bei meinem „Prunus X“ mit der selten gewordenen Wildobstart namens Krete zu tun zu haben: > Wildfrüchte des Spätsommers: Kreten – die fast vergessenen Früchte am Knick | shz.de.

Fotos vom Vormittag des 19. Februar 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

21 Gedanken zu “Krete ohne G

    • Die Baumschule hat sie als Unterlage verwendet, auf die als Edelreis eine rotlaubige Schlehe gepropft wurde.
      Diese rotlaubigen Schlehen sind im Vergleich zur Wildform schwachwüchsig, hier sogar mickrig, so dass ich froh war, als sich vor einigen Jahren die anscheinend nicht tief genug eingegrabene Unterlage unten aus dem Boden zeigte und frisch losgelegt hat.

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  1. Dankeschön für die Info.
    Habe übrigens bei mir ein kleines Buch wiedergefunden, das mir einfiel beim Anblick all der Flechten und Moose. Es sind Zeichnungen der Gattin von Siegfried Lenz, Liselotte, mit Texten von ihm dazu. Es gibt eines über den Waldboden und eines vom Strand.
    Gruß von Sonja

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  2. Krete, klingt echt wie ein Tippfehler ;-) Wie es aussieht, hast du nun eine Rarität im Garten. Spannend, daß sie mal so verbreitet war, diese „Kirsche“. Mit etwas Glück könnte sie sich nun auch bei dir ausbreiten.

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