Zum Sommeranfang sind die Jungstare ausgeflogen

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Zum Sommeranfang sind die mattbraunen Jungen aus der Nisthöhle der Stare Sturnus vulgaris in der Eiche ausgeflogen, und auch die jungen Spatzen Passer domesticus aus dem benachbarten Nistkasten. Sie alle haben den Torso schnell als ideale Start- und Landebasis erkannt und suchen sie auch Wochen später immernoch gerne auf, genau wie ihre Eltern.

Wenn allerdings dann auch noch die Ringeltauben Columba palumbus angerauscht kommen, leistet höchstens noch ein erfahrener Altvogel einen kleine Weile trotzigen Widerstand. Er hat dann aber auch seinen Platz geräumt. Die Tauben sind zwar nicht aggressiv, aber haben doch so eine gewisse raumgreifende Ausstrahlung. – Die Fotos sind vom  28. Juni und 11. Juli 2021, auf dem Eichen-Torso im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Birken retten sich anscheinend noch weiterhin

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Die beiden Birken Betula im Garten sind in den drei vorangegangenen, trockenen Sommern in den Kronen kahler geworden, vor allem die schmalere der beiden, weniger schwarzweiss gezeichnete, eher weiss-graue hat viele bedeutende Äste, nicht nur Zweige, eingebüsst. Darüber schrieb ich schon früher in: > Schneiden, bitte, aber nicht zu kurz | veröffentlicht 2019/05/20, und im Dürresommer 2019 kam es noch schlimmer. Im Juni 2019 machte ich zunächst nur besorgte Fotos:

Im Juli 2019 ergriff ich Massnahmen, um die Birken-Ecke besser mit Wasser zu versorgen, denn es zeigten sich ein paar winzige Zweig-Ausschläge direkt am Stamm der linken Birke. So bearbeitete ich die trockene Ecke mit dem „Sauzahn“ / Kultivator und entfernte einen grossen Teil des Unterwuchses, und bepflanzte die Ecke neu mit robusten Stauden, siehe Link > hier, damit sie nur ja nicht beim gelegentlichen Wässern vergessen wurde.

Im Frühling 2020 war der Stamm der „Sorgenbirke“ gut besetzt mit Stammausschlägen, zuerst auf der wetterabgewandten Schattenseite, dann auch, sogar dicht bei dicht, auf der sonnigen, dem Wetter härter ausgesetzten Seite des Birkenstammes, auf der viele grosse Äste im oberen Kronenbereich abgestorben sind. Diese kleinen Hoffnungsträger haben sich seitdem gut weiterentwickelt, weil durch das dürre, trockene Birkengeäst tatsächlich mehr Licht und Regen bis zum Boden gelangt.

Im Sommer / Herbst 2020 pflanzte ich am Rande der Wieseninsel unterhalb der Sorgen-Birken junge Sträucher, die beim drohenden Verlust der Birken schon bereitstehen sollen. Ihnen gab ich einen Wall aus Ästen, Zweigen sowie grob und lang belassenem Schnittgut bei, um ihren Wurzelbereich gegen Austrocknung zu schützen, ähnlich meiner grossen „Nicht-ganz-richtigen Benjeshecke“, die sich schon beim Erhalten und Fördern der anderen wetterseitigen Gehölze sehr bewährt hat. Die beiden Fotos, auf denen man diesen Wall sieht, sind jeweils von Ende Oktober 2020 und März 2021:

Davon und von der Versorgung der jungen Gehölze mit Wasser zum Anwachsen profitieren die Birken mit Sicherheit ebenfalls. Ausserdem habe ich die Wieseninsel unterhalb der Birken im Herbst nicht gemäht, und so wurde der Boden grossflächig vor Austrocknung durch Sonne, Wind und Frost geschützt. Die Birken sehen in diesem Jahr bis jetzt, Anfang Juli 2021, erfreulicher aus, als ich es während der blattlosen Jahreszeit bange befürchtete. Zum Glück ist dieses Jahr bisher weniger trocken, die Regenfälle häufig genug, so dass ich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden bin.

Den abgestorbenen Birkenteilen verdanke ich ausserdem seit 2020 die ziemlich regelmässigen Besuche von Buntspechten Dendrocopos major im Garten – auf dem Foto war es im April ’21 – und seit diesem Frühsommer neuerdings auch die Anwesenheit von Pinselkäfern im Garten, auf dem Foto ist es wahrscheinlich ein Glattschieniger Pinselkäfer Trichius gallicus, der am Feinstrahl Pollen frisst, aber jeden Abend zu den Birken zurückkehrt, wo die Larven im weissfaulen Holz heranwachsen. Man kann es positiv sehen, dass verfallende Bäume nur ein anderer Lebensraum werden.

Auch sind schon genug Sturmböen aufgetreten, um die Bruchgefahr zu testen, die sich aber zum Glück nur auf einzelne Teile beschränkt. Es fallen bei jedem stärkeren Wind oder Regen zwar immer wieder trockene Zweige und Aststücken herunter, auch ist die Krone der rechts stehenden, weniger beeinträchtigten Birke lichter geworden. Was wirklich abgestorben ist, belebt sich nicht wieder und die Lebensdauer der Bäume wird dadurch sicher beschränkt sein, aber im Grossen und Ganzen scheint es, als liessen sich die beiden Bäume doch noch eine Zeitlang erhalten:

Alle Fotos sind zwischen Juni 2019 und Anfang Juli 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die letzten beiden Birken-Bilder mit dem Anblick der Birken über die Wieseninseln hinweg und mit der blühenden Ecke, die weiter oben auf Bild 3 + 4 von Ende Juli 2019 frisch bepflanzt zu sehen war, sind von gestern, dem 5. Juli 2021, der Zeitraum umfasst also zwei Jahre. Bilder bitte zum Vergrössern anklicken.

Bluthänfling im Birkenwipfel

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Heute Morgen sah ich wieder den männlichen Bluthänfling Carduelis bzw. Linaria cannabina im Birkenwipfel sitzen, denn seine karmesinrote Brust leuchtete auffallend im Sonnenschein vor Blattgrün und Himmelblau, während er abwechselnd um sich sah und zwitscherte:

Bluthänflinge lieben vielfältigen Wildkräuterrasen, in dem Samenbildung erlaubt ist, und ich glaube, sie nisten im dichten Efeumantel der Birke. Es lebt schon seit Jahren immer ein Pärchen im Garten. Die nicht ganz sperlingsgrossen Finken suchen auf dem Boden Nahrung und kommen auch die Vogeltränken. – Diese Fotos sind vom 27. Juni 2021 im Garten, Lüchow im Wendland. Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Mal wieder Marienkäfer-Fotos

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Die Marienkäfer-Population im Garten erholt sich langsam, auch mithilfe der Blattläuse-Büffets auf Schwarzem Holunder Sambucus nigra und Hahnendorn Crataegus crus-galli. Wem die gelben Eier unter dem Holunderblatt unten gehören, ist ungewiss, die der meisten Marienkäferarten sind gelb oder orange.

Die Anzahl von Asiatische Marienkäfern Harmonia axyridis sind nun gegenüber den heimischen Siebenpunkt-Marienkäfern Coccinella septempunctata in der Mehrzahl, und sie arbeiten daran, sie zu vermehren.

Schwarz mit roten Punkten sah ich bisher nur diesen einen „Asiaten“: die helle Kopfzeichnung verrät ihn (zum Vergrössern anklicken), sonst könnte man ihn mit der schwarzen Variante des heimischen Zweipunkts verwechseln.

Das braune, hellgefleckte Paar Sechzehnfleckiger Marienkäfer Halyzia sedecimguttata war bisher in diesem Jahr die erste und einzige Sichtung der Art, und auch der kleine Totenkopf-, Schachbrett-, Vierzehnpunkt- od. Schwarzgefleckter Marienkäfer Propylea quatuordecimpunctata in Schwarz und Gelb auf einem Schneeball-Viburnum opulus-Blatt ist mir in dieser Saison erst zweimal begegnet.

Die Fotos sind zwischen dem 30. Mai und dem 4. Juni 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Ein Gemeiner Strauchdieb

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Einen Gemeinen Strauchdieb Neoitamus cyanurus  männlichen Geschlechts  konnte ich auf den gerade aufgehenden Blütendolden vom Gewöhnlichen Schneeball Viburnum opulus erwischen, wo er auf der Lauer sass.

2021-06-02 LüchowSss Garten Gemeiner Strauchdieb (Neoitamus cyanurus ) männl. + Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus) (1)

Dass es sich um ein Männchen handelt, erkennt man am verdickten Ende seines Hinterleibs, das Weibchen wäre hinten wegen des langen Eiablageapparates schmal zulaufend.

2021-06-02 LüchowSss Garten Gemeiner Strauchdieb (Neoitamus cyanurus ) männl. + Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus) (2)

Anscheinend ist der kleine Strauchdieb mit dem drolligen Schnauzbart seinerseits in ein Getümmel geraten, denn irgendwann ist er eines Teils des linken Beines vom zweiten Beinpaar  verlustig gegangen.

2021-06-02 LüchowSss Garten Gemeiner Strauchdieb (Neoitamus cyanurus ) männl. + Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus) (3)

Ausserdem kann man auf Bild 3 erkennen, dass er den Namenszusatz „cyanurus“ der blauschwarzen Färbung der letzten Hinterleibsglieder verdankt.
Die Fotos sind vom 2. Juni 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Hahnendorn mit Besuchern

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Im späten Mai entdecket ich auf dem Laub vom Hahnendorn bzw. Hahnensporn-Weißdorn Crataegus crus-galli eine kleine, haarige und schwarze Raupe, für eine Bestimmung noch klein, aber sonst war noch nicht viel „Insektenverkehr“ zu beobachten. Heute früh fand ich die weissen Blüten mit den purpurfarbenen Pollensäckchen geöffnet, und bis mittags habe ich einige Fotos für diese Besucher-Galerie gesammelt:

 

Und das sind nur die Fotos, die recht gut ausgefallen sind, es waren noch einige weitere Insekten „an Bord“, Käfer, Fliegen und Bienen, bei denen ich mit den Aufnahmen weniger Glück hatte.
Die Hahnendorn-Dornen, die hier und da auch zu sehen sind, sind etwa 5 cm lang, so dass ich manchmal einfach nicht zwischen die Zweige greifen mochte, um Bilder zu bekommen.
Das Raupen-Foto ist vom 23. Mai, die anderen Insektenbilder sind vom 4. Juni 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

‚Trailblazer‘-, ‚Nigra‘ und andere Blutpflaumen

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Es wird mal wieder Zeit für einen Artikel mit Bildern der verschiedenen Blutpflaumen im Garten. also den rotlaubigen Sorten von Kirschpflaumen Prunus cerasifera, zwei davon mit Ansätzen junger Früchte :

Es sind, in der Reihenfolge der Bilder: 1. die Blutpflaumensorten ‚Trailblazer‘ mit reichlichem Fruchtansatz, aber auch 2. die kaum fruchtende Sorte ‚Nigra‘ weist hier und da dunkelrote Früchte auf. 3. habe ich drei kleine, eingetopfte Sämlinge von dem Blutpflaumenbaum in der Feldmark, von dem ich bereits einen Wurzelschössling hege. Dieses Jahr muste etwas besonders günstig gewesen sein, denn in all den Jahren habe ich dort noch nie Jungpflanzen gefunden. Es heisst, Sämlinge wachsen schneller als abgenommene Wurzelschösslinge, darum bin ich nun sehr gespannt.
Die Fotos sind vom 23., 29. und 31. Mai 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Stare im Garten

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Auch in diesem Jahr brüten wieder Stare Sturnus vulgaris im Garten, diesmal sind es sogar zwei Paare, die sich jeweils an zwei entgegengesetzten Ecken des Gartens einen Nistplatz ausgewählt haben, beide so gut verborgen, dass man sie nicht direkt sehen kann, sondern nur aus dem Verhalten und den Geräuschen schlussfolgern kann.

 

Eines hat seinen Nistplatz im Efeumantel der einen Birke verborgen, so dass ich nur An- und Abflüge beobachten kann und das singende Männchen auf einem Birkenast in gewissem Abstand, das zweite Starenpaar brütet wieder in der Höhlung des Eichentorsos, inzwischen durch den Goldregen davor auch vollkommen den Blicken entzogen.

 

Anfliegen mit Futter, lautes Warnen der Altvögel und Geschrei der Jungen in den Nestern verrät, dass es gut läuft bei ihnen. Kommt man zu nahe, suchen die Alten das Nest nicht auf, um seine Position nicht zu verraten. So kam es zu dem Foto mit dem Star, der mit einem grossen Insekt im Schnabel wartete, dass ich endlich verschwinde.

Die Fotos vom 15. und 23. Mai 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.