Goldregen-Notiz

Voriges Jahr notierte ich die ersten Goldregenblüten am 26. April 2019, und auf diese ersten hin folgte eine Blütenpracht, die den deutschen Namen Goldregen und Goldrausch des alten, zu einem kleinen Baum herangewachsenen Laburnum alle Ehre machte. In diesem Frühling rauscht nichts, da springen bei Wind nur einzige goldgelbe Fünkchen aus dem Grün, und mehr ist auch nicht zu erwarten.

Das über 50 Jahre alte Gewächs steht seit Mitte der 70er Jahre im Garten, es wurde damals von meinem Vater gepflanzt, gleichzeitig mit der nur fingerdicken Eiche, die ihn später allzusehr überschattete. Nach dem Entkronen der Eiche vor drei Jahren hat der Goldregen eine späte, aber prächtige Entwicklung durchgemacht, doch offenbar braucht er nun zumindest hinsichtlich der Blüte ein Erholungsjahr. Bedauerlich für die Insekten, denn es sind viele Arten, die ich an den Blütentrauben beobachten konnnte, z.B. > hier, im Mai 2018. Das aktuelle Foto ist vom 10. Mai 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.
Leider ist Goldregen so giftig, dass ich mit Bedauern davon Abstand nehme, auch an anderer Stelle im Garten noch einen zu pflanzen, denn ausgerechnet dort, wo ich es schön fände, kommen allzu häufig Kinder vorbei.

6 Gedanken zu “Goldregen-Notiz

  1. In unserem Garten blüht einer derzeit ganz wunderbar prächtig, aber der Enkel mit seinen kleinen Freundinnen braut manchmal eine Querdurchdengartensuppe, da werde ich sehr aufpassen und es den Kindern künden, dass vom schönen Gelbbaum nix in Frage kommt!

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    • Jemand muss Kindern beibringen, dass es in unserer Umgebung auch Tiere und Pflanzen gibt, die man nicht anfassen oder in den Mund stecken darf, und dass sie nicht in den richtigen Kochtopf gehören, sondern nur in Sandkisten-Eintöpfe und -Kuchen, bei denen man weiss, dass keiner etwas davon essen wird.

      In meiner Kindheit haben wir ständig so etwas angerührt und gebacken, aber niemals hat jemand die Idee gehabt, davon zu probieren, weil die Grossen und die Mütter davor gewarnt haben.

      Wie in meinem Weidenkörbchen-Kommentar schon geschrieben, sind wir damals auchfast alle mit den Eltern in den Wald gegangen, um Beeren und Pilze zu suchen, da waren die warnenden Worte und Hinweise selbstverständlich.

      Gefährlicher finde ich die Kirschlorbeeren und diverse andere modischere Gehölze und Stauden in Gärten von unbedarften Eltern, die gar nicht ahnen, was sich da alles zusammenbrauen lässt.

      Nicht alles tun zu können, zu wissen, dass etwas gefährlich sein kann, ist, glaube ich, ein wichtiges Grundstock für das ganze Leben, der einem hilft, auch Situationen zu akzeptieren, die von etwas anderem Bedrohlichen beherrscht werden, statt später als Jugendliche und Erwachsene vollkommen davon überrascht zu werden, dass es viele Dinge gibt, die Spass machen, aber tödlich sein können.

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