Da ist er ja wieder!

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Den Hasenklee Trifolium arvense hatte ich am 12. Juni 2021 vermisst, als ich meinen Beitrag > Klee in Weiss, Purpurrosa und Gelb über die verschiedenen Klee-Arten schrieb , die im Garten wachsen. Dabei war es vermutlich einfach noch zu früh, denn die einjährige Art fällt im Wildkräuterrasen erst dann ins Auge, wenn er seine weichen, Hasenschwänzchen ähnelnden Blütenstände bekommen hat, wegen denen ich ihn so „niedlich“ finde.

2021-07-05 LüchowSss Garten Hasenklee (Trifolium arvense)

Anfang Juli fand ich ihn endlich an verschiedenen Stellen in der magersten und lückenhaftesten Wieseninsel, denn das sind die Bedingungen, die er braucht.
Das Foto ist vom 5. Juli 2021, aufgenommen auf einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Rotklee und Ackerhummel

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In anderen Jahren flogen hier im Garten so viele Hummeln, dass der Reiz gar nicht mehr so gross war, hinter jeder mit der Kamera her zu sein. In diesem Jahr ist das leider anders, und selbst die früher so selbstverständlichen Ackerhummeln möchte ich am liebsten jede einzelne begrüssen.

2021-06-18 LüchowSss Garten Rotklee (Trifolium pratense) + Ackerhummel (Bombus pascuorum) (2)

Aus den Hummel-Jahren zuvor weiss ich, dass es weder an Nistmöglichkeiten noch an genügend hummelfreundicher Blütennahrung mangelt, wie zum Beispiel Klee. Hier ist es Rotklee bzw. Wiesenklee Trifolium pratense, an dem sich die Ackerhummel Bombus pascuorum gütlich tut.

2021-06-18 LüchowSss Garten Rotklee (Trifolium pratense) + Ackerhummel (Bombus pascuorum) (3)

Die beiden Fotos sind vom 18. Juni 2021, aufgenommen auf einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wahrscheinlich hat der frostige Kälteeinbruch im Frühling etliche Hummelköniginnen und begonnene Nester das Leben gekostet, denn binnen 3-5 Tagen Hunger kann ein Hummelstaat sterben.
Die wenigen Hummeln brauchen erst recht hummelfreundliche Gärten und Balkone, in denen vom Frühjahr bis Oktober etwas Passendes blüht, damit es nächstes Jahr hoffentlich wieder besser wird.
> Gestalten Sie Ihren Garten hummelfreundlich!| NABU.

Klee in Weiss, Purpurrosa und Gelb

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Die Wandlungsfähigkeit des Gartens mit seinen teils gemähten Kräuterrasenflächen und in diesem Jahr erstaunlich hoch und dicht gewachsenen Wieseninseln verblüfft mich immer wieder, dabei spielt sich der Klee gewöhnlich wenig in den Vordergrund, weil er so selbstverständlich scheint. Dass Gartenbesitzer vor allem die weissen und gelben Arten im Rasen als Unkraut verfolgen, ist bedauerlich, denn Klee-Nektar bietet monatelang verlässliche Insektennahrung.

In diesem Jahr beobachte ich, wie meistens, den Weissklee Trifolium repens, auch Kriechklee genannt (Bilder 1 + 2), vorwiegend in den geschorenen Flächen, wenn auch nicht übermässig viel. Er wurzelt zwar bis 70 Zentimeter tief, aber bildet lediglich oberirdische Ausläufer. Dazu war er während der trockenen beiden Vorjahren wahrscheinlich nicht sehr motiviert, auch wenn er sich als ausdauernde Pflanze halten konnte. Am hübschesten finde ich ihn mit frisch erblühten Pompoms, ohne erste braune Blüten unterhalb und vielleicht einem leichten Hauch Rosa untenherum.

Es gibt einige neuen Stellen auf den Wieseninseln im Garten, auf denen sich purpurrosafarben blühender Rotklee bzw. Wiesenklee Trifolium pratense zeigt (Bilder 3 + 4), mehr als in den Jahren zuvor. Er stellt höhere Nährstoffansprüche als die anderen Arten. Vielleicht hat sich mit dem Gedeihen der Wieseninseln dahingehend etwas verändert. Andererseits ist die ein- bis zweijährige Pflanze bei Dürre im Vorteil, denn Rotklee kann bis zu 2 Meter tief wurzeln und unterirdische Ausläufer bilden. Manchmal zeigen sich auch hübsche Doppelblütenstände, wie das „Herz“ auf Bild 4.

Überall in Rasen und Wieseninseln gedeiht einjähriger Fadenklee Trifolium dubium bzw. Kleiner Klee oder Zweifelhafter Klee (Bild 5) in grossen Mengen. Er wurzelt zwar nicht tief, überdauert aber erfolgreich durch 20 Jahre keimfähig bleibendes Saatgut.- Neuerdings findet sich auch ein- bis zweijähriger Hopfenklee Medicago lupulina bzw. Hopfen-Luzerne, Zetterklee oder Gelbklee (Bild 6), der immerhin einen halben Meter tief wurzeln kann, vermutlich mit Heuverpackung vom Lieblings-Staudenversender aus dem Allgäu in den Garten gekommen, die ich stets verteile, um durch mitgereiste Samen die Vielfalt zu vergrössern.

Gar nicht gefunden habe ich hingegen meinen so sehr geliebten Hasenklee bzw. Ackerklee Trifolium arvense mit den plüschigen Blütenständen ( > Bild ), der als einjährige Art sich Jahr für Jahr neu aussäen muss, aber vermutlich in der nun stärker bewachsenen Wieseninsel keinen geeigneten Platz mehr gefunden hat.*

Die Fotos sind alle an verschiedenen Stellen im Garten aufgenommen, in der ersten und zweiten Juniwoche 2021, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

*Nachtrag zum Hasenklee Trifolium arvense: er ist da, entdeckt habe ich ihn Ende Juni.

Goldregen-Notiz

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Voriges Jahr notierte ich die ersten Goldregenblüten am 26. April 2019, und auf diese ersten hin folgte eine Blütenpracht, die den deutschen Namen Goldregen und Goldrausch des alten, zu einem kleinen Baum herangewachsenen Laburnum alle Ehre machte. In diesem Frühling rauscht nichts, da springen bei Wind nur einzige goldgelbe Fünkchen aus dem Grün, und mehr ist auch nicht zu erwarten.

Das über 50 Jahre alte Gewächs steht seit Mitte der 70er Jahre im Garten, es wurde damals von meinem Vater gepflanzt, gleichzeitig mit der nur fingerdicken Eiche, die ihn später allzusehr überschattete. Nach dem Entkronen der Eiche vor drei Jahren hat der Goldregen eine späte, aber prächtige Entwicklung durchgemacht, doch offenbar braucht er nun zumindest hinsichtlich der Blüte ein Erholungsjahr. Bedauerlich für die Insekten, denn es sind viele Arten, die ich an den Blütentrauben beobachten konnnte, z.B. > hier, im Mai 2018. Das aktuelle Foto ist vom 10. Mai 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.
Leider ist Goldregen so giftig, dass ich mit Bedauern davon Abstand nehme, auch an anderer Stelle im Garten noch einen zu pflanzen, denn ausgerechnet dort, wo ich es schön fände, kommen allzu häufig Kinder vorbei.