Wegwarten-Himmelblau

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Faszinierend am Wegwarten-Blau ist, dass es sich wie beim Himmelsblau nach Tageszeit und Wetterlage verschieden nuanciert. Man kommt in Versuchung, die Fotos um der ästhetischen Gesamterscheinung miteinander willen anzupassen, aber ich habe dem Jucken in den Fingern widerstanden, und die Verschiedenheit zwischen Aufnahmen im Schatten bzw. bei wolkigem Himmel und Schönwetter und Sonnenschein nicht angeglichen.

Auch die verschiedenen Insektenarten kommen nicht bei allen Lichtverhältnissen gleich häufig, um an den blauen Wegwarten-Blüten Nektar und Pollen zu suchen. Gerade die grösseren Wildbienen und Honigbienen scheinen ausgesprochene Sonnenliebhaberinnen zu sein, Schwebfliegen kommen fast immer, Pollen fressende Käfer gelegentlich, Hummeln tummeln sich hingegen woanders und besuchen die Wegwartenblüten nur selten. Nicht bei allen Wildbienen habe ich auch einen Namen dazu parat.

Die Fotos sind zwischen dem 3. und 11. Juli 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Die Wegwarte hält aus

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Die Wegwarte Cichorium intybus, die sich in die roten Zweige des Sibirischen Hartriegel Cornus alba ‚Sibirica‘ schmiegt, hat schon einige frostige Nächten und Tage ausgehalten; vielleicht geniesst sie mildere Umgegungstemperaturen:

2020-11-29 LüchowSss Garten Wegwarte (Cichorium intybus) + Rotholz-Hartriegel (Cornus alba 'Sibirica')

Das Foto ist vom 29. November 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, aber es sieht heute, am 6. Dezember 2020, erstaunlicher Weise immer noch gleich aus.

Blaublütig

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Blaublütig, aber nicht adelig, nicht veredelt zur Gartenpflanze, sondern auch wild schön, selbst spät noch im November blühen sie in den Wieseninseln – Wegwarten, Natternkopf und Glockenblumen.

 

Die Wegwarte oder Zichorie Cichorium intybus lehnt sich geschickt an schützende Zweige, wie hier die vom Rotholz-Hartriegel Cornus alba ‚Sibirica‘ und macht die Blüten nicht mehr ganz so gross. Auch der Gewöhnliche oder Blaue Natternkopf Echium vulgare kann es doch nicht ganz lassen, die vergrauten Stängel tragen nach wie vor kleine blaue Lichter an den Enden. Statt im September aufzuhören, blühen die Rundblättrigen Glockenblumen Campanula rotundifolia weiter; wegen ihrer kleinen rundlichen Grundblätter unmittelbar am Boden heissen sie so, die oberen Blätter an den Stängeln sind lang und schmal.

Fotos sind vom 3., 7. und 11. November 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Wegwarte, immernoch

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Die Wegwarten-Pflanze Cichorium intybus im Garten blühen noch immer, und auf sehr verschiedenene Weise. Junge Wegwartenpflanzen im Gras blühen auf durch das Mähen kurzen Stängeln im Gras- und Kräutergrün:

2020-09-29 LüchowSss Garten Wegwarte (Cichorium intybus)

Blaue Blütentupfer im Gras sind selten, davon hätte ich gern mehr. Die himmelblauen Blüten kommen auch immer wieder frisch und neu aus dem alten braunen Zweiggewirr der älteren Stauden hervor.

2020-09-29 LüchowSss Garten Wegwarte (Cichorium intybus)

Mit den kürzeren Tagen halten sie nun sogar bei bedecktem Himmel und bei Regen die Blüten offen, sparen nicht mehr an Energie, sonder nutzen jede Gelegenheit, vielleicht noch das eine oder andere Insekt anzulocken – clevere Natur.

2020-09-26 LüchowSss Garten Wegwarte (Cichorium intybus)

Nun, da schon ein Sechstel des Oktobers vergangen ist, zeichnet sich ein Nachlassen ab, wie man auf dem jüngsten und letzten Foto vom heutigen Morgen sieht, zusammen mit dem sich entblätternden Rotholz-Hartriegel:

2020-10-06 LüchowSss Garten Wegwarte (Cichorium intybus) + Rotholz-Hartriegel (Cornus alba ‚Sibirica‘ )

Die ersten drei Fotos sind noch vom 26. und 29. September, das vierte vom Morgen des 6. Oktober 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wegwarte

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Die grosse, inzwischen schon strauchähnliche Wegwarten-Pflanze Cichorium intybus im Garten hat immer noch blaue Blüten zu bieten, aber inzwischen noch mehr reifende Samen, und lockt damit Spatzen an:

2020-09-22 LüchowSss Garten Wegwarte (Cichorium intybus) + 4 Haussperlinge (Passer domesticus), eingekreist

Auf Bild 1 sind vier Haussperlinge Passer domesticus zu sehen, aber im wirren Gezweig so schwer zu finden, dass ich sie eingekreist habe. Der herangezoomte Spatz von Bild 2 ist einer von ihnen, oben sitzt er ganz links am Rand:

2020-09-22 LüchowSss Garten Wegwarte (Cichorium intybus) + Haussperling (Passer domesticus)

Die inzwischen dunkler himmelblauen Blüten bleiben nun ganztags geöffnet. Sie werden immer noch gern von Honigbienen Apis mellifera besucht, die dort Nektar und die sehr hellen, weisslichen Pollen sammeln.

2020-09-18 LüchowSss Garten Wegwarte (Cichorium intybus) + Honigbiene (Apis mellifera)

Wenn die Spatzen einfallen, verscheuchen sie mit ihrem Geflatter und dem eiligen Herumturnen die Insekten. Die Bienen warten lieber, bis das ganze Geschaukel wieder aufhört.
Fotos vom 18. und 22. September 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Wegwarte im September

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Die Wegwarte Cichorium intybus im Garten blüht seit dreieinhalb Monaten, und man sieht der grossen Pflanze durch eine Menge alter und wirr übereinanderliegener Triebe die lange Zeit auch an. Trotzdem bringt sie immernoch himmelblaue Blüten hervor, die nun auch an sonnigen Tagen den ganzen Tag offen bleiben.

Insektenbesucher kommen nach wie vor, nun sind es oft Honigbienen Apis mellifera, manchmal auch Seidenbienen, ich glaube, Colletes similis. – Die Fotos sind zwischen dem 4. und 14. September 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Der August ist zuende, die Wegwarte nicht.

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Die Wegwarte Cichorium intybus im Garten blüht bereits seit beinahe drei Monaten, aber sie bringt immernoch stetig weitere himmelblaue Blüten hervor. Diese Insekten habe ich in den letzten Tagen des August dort fotografiert:

 

1. Die Wildbiene mit der orangeroten Bauchbürste könnte eine Bedornte Schneckenhausbiene Osmia spinulosa oder eine Distel-Mauerbiene Osmia leiana sein. Die Schneckenhaus-Mauerbiene verschliesst die Schneckenhäuser mit Mörtel aus zerkauten Pflanzenteilen. Sie ist nicht häufig, aber in Parks und Naturgärten anzutreffen. Beide Arten sind auf Korbblütler spezialisiert, aber die Distel-Mauerbiene nutzt Hohlräumen in Totholz, z.B. Käferfrassgänge, Schilfhalme und Löcher in Steinen. Erstere hat grünliche Augen, die zweite schwarze, nur leider sieht man hier die Augen nicht. Die weibliche Buntfarbige bzw. Verschiedenfarbige Blattschneiderbiene Megachile versicolor sieht auch so ähnlich aus.

2. Wieder etwas mit Orangerot: Die Europäische Honigbiene Apis mellifera hat offenbar vorher die Kandelaber-Königskerze besucht, und von dort die orangeroten Pollen mitgebracht, und zuvor war sie auf Blüten mit gelben Pollen, wie die darunter an den Enden der Schienen hervorlugende Schicht verrät.

3. Und nochmal die Farbe Orange: Eine so bildschöne und farbfrische Ackerhummel Bombus pascuorum wie diese sehe ich in letzter Zeit nur noch gelegentlich. Möglicherweise ist es ein Männchen. Während der Regentage hatten sich alle Hummeln versteckt; inzwischen sind bis auf die Jungköniginnen anderer Hummelarten die Ackerhummeln die letzten, die im Garten noch vielfach anzutreffen sind.

4. Die Gemeine Sumpfschwebfliege Helophilus pendulus wird auch Gemeine Sonnenschwebfliege genannt. Während der früheren, trockenen Sommerwochen habe ich sie nicht im Garten gesehen. Die Wanderart kann im Laufe des Sommers hierhergelangt sein, aber die Regenfälle haben wahrscheinlich auch die feuchten, fauligen Brutstätten wiederhergestellt, die sie für ihre Larven und somit eine neue Generation benötigt haben.

5.Gemeine Stiftschwebfliegen bzw. Gewöhnliche Langbauchschwebfliegen Sphaerophoria scripta gehören zwar auch zu den wandernden Schwebfliegenarten, sie waren aber schon seit dem Frühling die ganzen zurückliegenden Monate zugegen. Die hier abgebildete ist weiblichen Geschlechts, das kann man bei dieser Art besonders leicht auf den ersten Blick schon sehen, weil der Hinterleib bauchiger aussieht, als bei den wirklich stiftähnlichen Männchen.

6. Auch diese eigentlich in der Landschaft häufige Schwebfliegenart wandert, und soll im Juli / August am häufigsten zu beobachten sein, aber trotz der unmittelbaren Nachbarschaft des Gartens zur offenen Feldmark war die Gemeine Feldschwebfliege Eupeodes corollae nur ein gelegentlicher Gast. Dieses Tierchen mit den hellgelben, mondsichelförmig geschwungenen Flecken müsste auch wieder ein Weibchen sein, denn die der Männchen sind dunkler.

Die Fotos sind zwischen dem 25. und 31. August 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Die Wegwarte blüht weiterhin

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Die Wegwarte Cichorium intybus im Garten blüht und blüht nun schon seit zwei Monaten, genauer: seit dem 16. Juni 2020. Inzwischen hat sich nur die Anzahl der Insekten verringert, die sie aufsuchen; am häufigsten beobachte ich daran immernoch die Braunbürstigen Hosenbienen Dasypoda hirtipes und kleine Wildebienen, die wohl zu den Schmal- und Furchenbienen gehören. Beides ist in der Galerie zu sehen:

Die herausgewachsenen Wegwartenpflanzen haben eine eher „unordentliche“ Optik, neigen sich unter ihrem eigenen Gewicht, hängen schräg oder und liegen sogar teilweise darnieder. Manchmal stütze ich sie, wo sie sonst im Weg wären, und wo sie sich unpassend ausgesät haben, bin ich auch schon mehrfach mit dem Rasenmäher darübergefahren, mit dem überraschenden Ergebnis, dass sie das auch können, das kleine und niedrigblühende Dasein, jedenfalls, wenn man den Mäher nicht zu tief einstellt. Nicht nur ich finde das erfreulich, auch die Insekten. Also: gerne mehr von diesen, auch wo sie nicht hoch hinaus dürfen, denn sie sind trotz Hitze und Trockenheit unerschrocken schön!
Die Fotos sind zwischen dem 9. und 17. August 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.