Immer mehr Pilze an der Eiche

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Der Wilde Wein hat sich rot gefärbt, und immer mehr Pilze erscheinen aus der Eiche heraus. Bis auf die Austern-Seitlinge auf dem letzten Bild in der Galerie sind meine Benennungen unter den Fotos aber nicht wirklich sicher.

Vor allem die „Kaugummis“ geben mir nach wie vor Rätsel auf, denn sie entwickeln sich zwar schnell, aber die Ähnlichkeit sowohl mit manchen Porlingen als auch mit Trameten lässt mich nach wie vor im Ungewissen.
Auf der den Baumpilzen gewidmeten Übersicht vom > Baumportal findet sich vor allem irritierende Zeiten zu denen die Fruchtkörper erscheinen sollen, nämlich im sehr späten Spätherbst und Winter, und in der Hinsicht stimmt überhaupt nichts mit „meinen“ überein. Nicht, dass es mich beunruhigt. Auch ohne Namensnennung ist es für mich spannend, täglich einmal die Eiche aufzusuchen, um ihre Entwicklung zu beobachten.

Fotos vom 17. bis 22. Oktober 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Neues von der Eiche

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Zuletzt schrieb ich Ende Juni über sie, nachdem seit Anfang Juni mit erstaunlicher Geschwindigkeit immer mehr samtige Knubbel vom Eichenfeuerschwamm am Stamm erschienen. Überhaupt hat das Fortschreiten der Prozesse an der Eiche ein Tempo, mit dem ich nicht gerechnet hätte: gestern fiel mir ein grosses Stück Borke vor die Füsse, von einer Stelle, aus der im vorigen Winter Austernpilze sprossen.

Die Eiche als Baum ist zwar tot, aber als Siedlungsraum verschiedenster Lebewesen immernoch zu beobachten interessant. Nie zuvor hatte ich Anlass und Gelegenheit, mich mit dem Beobachten eines solchen Verfalls zu beschäftigen, von dem man sonst höchstens im Zusammenhang mit Totholz in naturschützerischer Hinsicht erfährt. Es bleibt spannend. Hoffentlich lassen sich kommenden Winter die leckeren Austernpilze noch mal blicken. – Foto vom 25. September 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Neues von der Eiche

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Über die nach dem Sturmjahr 2016 wegen Rissen im Stamm entkronten und inzwischen abgestorbenen Stieleiche Quercus robur habe ich lange nicht berichtet, zuletzt mit Fotos von Ende Februar, als die letzten Austern-Seitlinge ihre Saison beendeten und die ersten Spatzen den Nistkasten im Hinblick auf die kommende Frühlings- und Brutzeit inspizierten > hier. Auf dem aktuellen Blick über die Wieseninseln sieht man die Eiche im Hintergrund:

An dem nach rechts weisenden „Arm“ lassen sich Knubbel erkennen, und die sind neu, erst wenige Wochen alt.
Pilze erobern das Eichenholz. Als erste drangen die Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus Mitte Oktober 2018 > hier durch die Rinde an deren Oberfläche. Bei den „Neuen“ müsste es sich bei den bräunlichgrau und samtig aussehenden Fruchtkörpern um die des Eichenfeuerschwamms Phellinus robustus handeln: Anfang Juni erschienen sie mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Mehr Informationen über den Eichenfeuerschwamm bei > www.arbofux.de lesen.

Die Pilze der Gattung Phellinus leben saprobiontisch, indem sie Lignin und Zellulose des Wirtsholzes abbauen und auf diese Weise die sogenannte Weissfäule verursachen, praktisch ausgedrückt wird das Kernholz durch den Entzug dieser Substanzen mürbe. Darum heisst es, wenn ein Baum erst den Feuerschwamm hat, kommt auch bald der Specht. Und tatsächlich: vorige Woche kam überraschend ein Buntspecht in den Garten geflogen, zielsicher an die Eiche, zu einer kurzen Begutachtung. Ich frage mich, ob er die Pilze wohl riechen kann? Woher sonst sollte er plötzlich die „Inspiration“ zur Besichtigung haben? Dass Vögel über Geruchssinn verfügen, weiss man inzwischen. Anscheinend ist das Holz aber noch nicht ausreichend mürbe und der Specht zog wieder unverrichteter Dinge davon.

Nun warte ich natürlich gespannt auf die Saison 2020, denn das Fortschreiten der Prozesse an der Eiche hat ein Tempo, mit dem ich nicht gerechnet hätte, und wenn das so weitergeht, wird der optimistisch gepflanzte Wilde Wein Parthenocissus tricospdata ‚Veitchii‘ – auf dem ersten der drei kleinen Bilder ist etwas von ihm zu erkennen – es kaum schaffen, den Stamm zu begrünen, bevor die Rinde herunterfällt.

Wenn man die kleinen Bilder in der Vierer-Galerie anklickt, kann man sie grösser sehen, und sie sind vom 22. Juni 2019, während ich das obere Foto gestern aufgenommen habe, am 28. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. – Zu den erwähnten Entwicklungen an der Eiche bei Interesse bitte den mit “ > “ gekennzeichneten Links im Text in meinen vorigen PUZZLE ❀-Blog folgen.