Eine Feldwespe auch …

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Gestern zeigte ich > eine Dunkle Erdhummel-Bombus terrestris-Königin beim Besuch von Flechtenbewuchs am Ast einer Kolkwitzie, heute eine Gallische  bzw. Französische oder auch Haus-Feldwespe Polistes dominula, die sich ebenfalls angelegentlich mit denselben Gelbflechten Xanthoria parietina beschäftigte, als gäbe es dort etwas Besonderes:

2021-03-30 LüchowSss Garten Gallische Feldwespe (Polistes dominula) an Gelbflechte (Xanthoria parietina)

Bisher habe ich noch keinen Text gefunden, in dem von nahrhaften Absonderungen der Flechten die Rede gewesen wäre, aber weder die Feldwespe noch die Hummel wären die einzigen Insekten, die ich je auf Gelbflechten beobachtet hätte, auch > Fliegen sind mir dort schon aufgefallen. – Das Foto ist vom 30. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ex Eberesche

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Dieser Beitrag widmet sich noch einmal der Eberesche Sorbus aucuparia, die ich im Artikel über den jüngsten Spaziergang mit Bongo schon zeigte, siehe > Kleine Veränderungen . Ihre Verwandlung vom gesunden Baum in Totholz hat sich schnell vollzogen, geschädigt war er vielleicht schon seit 2018. Auch die Eberesche in unserem Garten wurde in dem Jahr krank und stand grösstenteil kahl, 2019 haben wir sie gefällt: Ebereschen sind hitzeempfindlich.

2013-07-21 LüchowSss 087 Eberesche | Veröffentlicht 2013/09/01 in'Wenn Hasen und Kühe sich „Guten Abend“ sagen', zu finden auf dem Puzzle❀-Blog

Zum Vergleich habe ich ein älteres, sommerliches Foto herausgesucht, auf dem sich die Position des Baumes gleicht. Es ist vom Juli 2013 und findet sich im Beitrag >Wenn Hasen und Kühe sich „Guten Abend“ sagen auf dem Puzzle❀-Blog. Der damals glatte, braune Stamm ist nun von einem Flechtenkleid in verschiedenen Grüntönen übezogen und von oben bis unten drängen sich immer wieder neue, hellbraune Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus aus dem toten Holz.

Zumindest glaube ich, dass es sich um solche oder Angehörige der Gattung Seitlinge Pleurotus handelt, nicht alle haben genau dieselbe Farbe, wenn sie aus dem Holz erscheinen, wie man auch auf den anderen Fotos mit kleinen und grossen Exemplaren erkennen kann, die zwischen den Flechten hervor ans Licht kommen: das macht die Bestimmung der saprobiontisch lebenden Baumpilze nicht einfacher. > Saprobiont | Wikipedia

Unter den Flechten, die auf der Obefläche siedeln, nimmt die Gewöhnliche Gelblechte Xanthoria parietina den grössten Anteil ein, eine stickstoffliebende Laubflechte, die man hier auf dem gutgedüngten Lande besonders häufig sieht. Die anderen Flechten sind meist grüne und silbrig-blaugraue Blatt- oder Laubflechten, auch etwas olivgrünes Krustiges, ohne Lupe schwer Erkennbares sah ich hier und da.

Obwohl nur mit der kleinen Taschenkamera, fotografierte ich viel, denn womöglich verschwindet der Baum bald. Wir haben immerhin schon fast Mitte Januar, und Ende Januar / Februar fahren normalerweise die „Landschaftsaufräumer“ vom Strassenbau mit schwerem Gerät herum, die einen solchen Baum mit Sicherheit beseitigen werden. Beim nächsten Spaziergang mit Bongo dort entlang treffe ich ihn vielleicht nicht mehr an.

Ausserdem lag unterhalb der abgestorbenen Eberesche ein grosser, heruntergefallener „Platschari“, mit der Oberseite zuunterst, die helle Unterseite mit den Lamellen nach oben gekehrt, mit kleinen Eisbröckchen überzogen.
Die Fotos sind vom 10. Januar 2021, aufgenommen in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Farbenpracht auf Stein

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Seit Ende November die Witterung feuchter geworden ist, „blühen“ die Flechten förmlich auf und zeigen vor allem auf den Feldsteinen im Garten eine fantastische Farbigkeit. „Lager“ nennt man die vielgestaltigen Vegetationskörper der Flechten, und allein auf diesem Bild sind mehrere Arten miteinander zu finden, am deutlichsten lassen sich unscheinbare, näpfchenähnliche Krustenflechten und gerüschte Laubflechten in Gelb und Blaugrün erkennen.

2021-01-05 LüchowSss Garten Flechten auf Stein

Näher bezeichnen kann ich nach wie vor nur  die Gelbflechte Xanthoria parietina, deren Pilz sich auf die Symbiose mit Grünalgen beschränkt, wärend die Farbe der blaugrünen, dunkel bewimperten Flechten und der kleinen „Näpfchen“ darauf hinweist, dass hier Cyanobakterien als Stoffwechselpartner mitwirken. Ausführlicher schrieb ich im vergangenen Dezember über gewisse Eigenheiten von > Flechten auf Steinen. Das Foto habe ich am 5. Januar 2021 mit der Nahlinse im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Flechten auf Steinen

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Seit Ende November nehmen die Flechten unter dem Einfluss der feuchten Witterung Wasser auf und blühen förmlich auf. Auf den Fotos sind verschiedene Flechten auf Steinen im Garten zu sehen. Lager nennt man die vielgestaltigen Vegetationskörper der Flechten, und unterscheidet Krusten-, Laub-, Strauch- und Bartflechten. Flechten gelten als eigene Lebensform innerhalb der Pilze Fungi, sind also keine Pflanzen. In Mitteleuropa kommen etwa 2.000 Flechtenarten vor, auf den Steinen in meinem Garten nur ein paar, aber doch einige verschiedene.

Namensgebend ist der flechtenbildende Pilz, der über Form und Struktur bestimmt und man in jeder Flechte nur einen Pilz als sogen. Mycobionten vorfindet, während mehrere Photobionten an der symbiotischen Verbindung beteiligt sein können, nämlich Grünalgen und / oder Cyanobakterien. Besonders vorteilhaft ist eine „Menage á trois“, denn einige Cyanobakterien speichern Stickstoff und betreiben darüber hinaus ebenfalls Photosynthese, wodurch grünalgenhaltige Cyanoflechten Licht und Stickstoff maximal nutzen können.

Im Grunde müsste man eher von einem kontrollierten Parasitismus sprechen als von einer von Austausch geprägten, echten Symbiose, denn während der Pilz in den Genuss der Stoffwechselfähigkeiten der einverleibten Grünalgen und Cyanobakterien kommt, haben diese als Partner lediglich einen geschützten Platz für ihre Existenz, aber keine Nährstoffvorteile: über Stoffströme des Primärstoffwechsels vom Pilz zu seinen Photobionten ist bisher nichts bekannt.

Die Gelbflechte Xanthoria parietina, deren Pilz sich auf die Symbiose mit Grünalgen beschränkt, ist daher ein Hinweis auf einen reichhaltigen Stickstoffgehalt der Luft. Die blaugrünen Flechten daneben werden demzufolge wohl im Nährstoff-Luxus schwelgen. – Die Fotos sind vom 29. November 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Es ist wieder Gelbflechten-Zeit

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„Es ist wieder Gelbflechten-Zeit“ denke ich jedes Jahr im November, genau wie es Veilchenzeit oder Maiglöckchenzeit wird im Frühling. Die beiden Fotos zeigen Gelblechten-Gemeinschaften auf einem abgesägten, dicken Haselast, dem ich wegen der Flechten einen nur wenig besonnten Platz im Garten gegeben habe, so dass sie weitergedeihen können.

2020-11-29 LüchowSss Garten Gelbflechte (Xanthoria parietina) auf Haselholz

Auf Bild 1 sind auch kleine Blasenflechten Hypogymnia physodes zu entdecken. Die Gelbflechten Xanthoria parietina sitzen auf einem alten Hasel-Ast. Auf Bild 2 sieht man sie dank der vergrössernden 1 x 10-Nahlinse noch etwas näher:

2020-11-29 LüchowSss Garten Gelbflechte (Xanthoria parietina) auf Haselholz

Flechten sind die Erscheinungsform einer Symbiose zweier Spezies, von Pilzen mit Algen, manchmal auch mit Cyano-Bakterien, so dass der Pilzpartner in den Genuss von durch Photosynthese gebildetem Zucker bzw. Glucose kommt. Ausführlicheres dazu kann man > hier bei Wikipedia im Artikel über Flechten lesen.
Die Fotos sind vom 29. November 2020, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Fliegen auf Gelbflechten

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Am letzten Tag im April, einem kühlen und bedeckten Tag, fand ich eine ganze Menge von Fliegen auf regennassen Gelbflechten Xanthoria parietina sitzend. Auf diesen beiden Bildern sind nur drei davon zu sehen. Was tun die da?

Als ich sie über den vom Regenwasser gefüllten, grünlichgelben „Näpfchen“ fotografierte, waren ihnen keine nennenswerten Aktivitäten anzusehen. Worum mag es ihnen gegangen sein: Wasser? Nahrung?

Oder ging es um Eiablage für mycetophagen, d.h. von Pilzen lebenden Larvennachwuchs? Ich hatte eigentlich erwartet, über die Nahlinsenaufnahmen saugende Rüssel oder ähnliches zu sehen, aber da war nichts erkennbar. Die Fotos sind vom 30. April 2020, auf einem alten Hasel-Ast im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wieder einmal Flechtenfreude

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Es ist schon eigenartig, wie sich meine Aufmerksamkeit bei den derzeitigen Gartenrundgängen dem Gedeihen der Flechten zugewandt hat, seit ich entdeckt habe, dass sie aus der Nähe stets mit Frische und Farbigkeit aufwarten, und auf ihren „Sitzplätzen“ mit einer gewissen Geselligkeit hübsche Miniaturgärtlein formen. Man liest zwar verschiedentlich, dass sich Moose und Flechten nicht am gleichen Platz vermengen, aber sie meiden nicht die Anwesenheit der anderen, wie man auf dem ersten und dritten Bild besonders gut sehen kann.

 

Auf dem ersten Foto scheinen sich neben dem Moos verschiedene Laub- bzw. Blattflechten am gleichen Platz vergesellschaftet zu haben, wahrscheinlich haben sich Blasenflechten Hypogymnia physodes unter die recht grünliche Gewöhnlichen Gelbflechte Xanthoria parietina gemischt, auf dem zweiten dominiert die Gewöhnlichen Gelbflechte Xanthoria parietina in von grünlicheren Partien durchzogenem Messinggelb, uhd auf dem dritten Bild ist wieder einmal die schon so oft auf ihrem Stubben fotografierte Becherflechte Cladonia spec. zu sehen, bei der ich manchmal schon meinte, es handele sich um eine Trompeten-Becherflechte Cladonia fimbriata; weil aber die kleinen Trompeten nicht so lang werden, tendiere ich dazu, die Echte Becherflechte Cladonia pyxidata für wahrscheinlicher zu halten.
Alle vier Fotos sind vom Mittag des 10. Januar 2020, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Eisig geschmückt

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Vor allem, wenn sie eisig geschmückt sind mit Reifkristallen, fallen gewisse Ähnlichkeiten von Blüten und Flechtenformen auf den drei Fotos aus dem Garten noch mehr ins Auge als sonst:

 

Alle drei Fotos – 1. Gewöhnliche Gelbflechte Xanthoria parietina, 2. Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca und 3. Becherflechte Cladonia spec. – sind gestern Vormittag bei einem Gartenrundgang entstanden, am 29. Dezember 2019, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.