Die Birken im September

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Die Birken haben schon im Spätsommer, Wochen vor dem September, zahlreiche Blätter gelassen, vor allem im Vergleich mit anderen Bäumen auffallend viele. Sie sehen schon lange „durchsichtig“ aus. Nun fallen die Blätter weiter, aber weil sich auch andere Gehölze herbstlich färben, stehen sie damit nicht mehr allein.

Die Bachstelze Motacilla alba wird auch bald in den Süden abreisen, aber momentan findet sie noch recht gut Insektennahrung. Die Ringeltaube Columba palumbus bleibt hier. – Fotos vom 21. und 22. September 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Die NABU-Stunde der Gartenvögel 2020 – meine Liste

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Vom 8. bis 10. Mai 2020 war wieder die grosse > Vogelzählaktion „Stunde der Gartenvögel“ des NABU angesagt, also habe auch ich eine Stunde am Nachmittag Ausschau gehalten. Fotografiert habe ich nur das Haussperlingsmännchen Passer domesticus auf dem Weg zum Nest, denn diese Vogelväter füttern fleissig mit:

Hier ist meine alphabetisch unsortierte Liste mit den gesamten Sichtungen:

  • Amseln Turdus merula : 4, davon 3 Männnchen und 1 Weibchen – zu sehen sind meistens mehrere Männchen und nur ein Weibchen; letztere haben anscheinend mehr zu tun und kaum mal Zeit für sich selbst, passend zum Muttertag.
  • Haussperlinge Passer domesticus : 8, wobei es schade ist, dass man das Vorhandensein von Nestlingen nicht erwähnen konnte, denn es gibt mindestens vier Nester von denen ich weiss, weil darinnen krakeelt wird.
  • Feldsperlinge Passer montanus : 4, und auch hier gäbe es zwei besetzte Nistkästen an der Eiche zu erwähnen
  • Rabenkrähen Corvus corone corone : 2, die leider zur Zeit andauernd geraubte Vogelbabies in einer der Vogeltränken im Garten zerlegen – so war es zuvor noch nie! Sie beschimpfen uns ausserdem rüpelhaft von der Birke herunter, wenn wir auf der Terasse sitzen und sie daher nicht tun können, was sie wollen.
  • Ringeltauben Columba palumbus : 3, die auf dem kürzeren Teil des Rasens und der Wieseninseln herumpicken und Grünzeug zupfen.
  • Bluthänfling Linaria cannabina : 2, wovon das Männchen auf dem obersten Zweig des kleinen Apfelbaums ausgiebig ein Liedchen sang.
  • Hausrotschwanz Phoenicurus ochruros : 2, auch ein Männchen und ein Weibchen, und das Männchen betätigte sich vom Wipfel Scheinzypresse als ausdauernder Sänger.
  • Bachstelze Motacilla alba : 1, die keine Zeit hatte.
  • Stare Sturnus vulgaris : 2 + ein Nest voller von Tag zu Tag lauter schreiender Nestlinge in einer Höhlung der morschen Eiche. Die Altvögel fliegen nonstop im Wechsel und meistens ist es das Weibchen, das den Müll als weisses Päckchen mit hinausnimmt und vom Nest fortträgt.
  • Grünfinken Chloris chloris : 5, mindestens – das ist der Nachteil, wenn die Bäume schon dicht belaubt sind. Jedenfalls waren es erfreulich viele, ich sehe sie jeden Tag, einzeln zu zweit oder zu mehren, und im Efeu an der Birke gibt es ein Nest.
  • Blaumeisen Cyanistes caeruleus: 2, an anderen Tagen sind es allerdings mehr. Am Nistkasten im Feldahorn haben sie allerdings nach den Frostnächten Ende April aufgegeben.
  • Kohlmeisen Parus major : 1, die ich sehen konnte, sonst auch mehr. Dass die Zählerei von Vögeln und Insekten einem Nebenparagrafen von Murphy’s Law unterliegt, ist inzwischen meine feste Überzeugung.
  • Rauchschwalben Hirundo rustica : 6, davon 5 die über dem Garten herumsausten, und 1 auf der Satellitenschüssel zwitschernd, dem erklärten Lieblingsplatz.
  • Buchfinken Fringilla coelebs : 2, auf dem Rasen pickend – auch sie müssten im Efeu an der Birke brüten.
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    Dass irgenwo ein Kuckuck rief und ausser Sicht noch einige andere Vogelstimmen zu hören war, und den kreisenden Mäusebussard erwähne ich nur, um die Beschreibung des Gefühls beim Draussensitzen abzurunden, die kann man ja nicht mitzählen. Gezählt habe ich nachmittags, den Spatzenvater habe ich heute Mittag fotografiert, am 10. Mai 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

    Mittagsschnee

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    Ein paar Fotos vom gestrigen Mittagsschnee habe ich noch, vom Rand des „grossen Nichts“ hinter dem Gartenzaun, der im Weiss des Schneetreibens verschwimmenden, offenen Feldfläche jenseits des Ortsrandes:

     

    Fotos von mittags um 12 Uhr, am 30. März 2020 bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

    Sperlinge, Blaumeisen, Kohlmeisen, …

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    Heute ist der letzte Tag zum Vögelzählen für die „Stunde der Wintervögel“, zu der der NABU auch in diesem Jahr wieder einlädt. Infos zur Teilnahme und hilfreiche Downloads findet man auf der NABU-Webseite einsehbar > hier, man auch bereits erste Ergebnisse für das Vorkommen einzelner Arten der diesjährigigen Zählung aufrufen.
    Meine Zählung habe ich heute Morgen um zehn Uhr begonnen und dabei vorwiegend Sperlinge, Blaumeisen und Kohlmeisen gesehen, keinen einzigen der Finkenarten – die sind aber dennoch da, beim Spazierengehen mit Bongo habe ich Grünfinken, Buchfinken und Distelfinken gesehen. Aber die gehören eben nicht mit ins Ergebnis hinein – es soll dieses Jahr wieder nur auf den Siedlungsbereich beschränkt gezählt werden, und so ist das Zählergebnis aus meinem Garten in diesem Jahr, wahrscheinlich auch wegen des milden Winters, an Arten ziemlich arm .

     

    In absteigender Reihenfolge waren heute Morgen während 10 und 11 Uhr folgende Arten im Garten zu sehen:
    1. + 2. Die oft auch gemischte „Spatzenbande“ hat sich anscheinend auf die Futterplätze in den Gärten spezialisiert, und sowohl Haussperlinge Passer domesticus als auch Feldsperlinge Passer montanus stürmen in Scharen hin und her. Weil unser Garten am Feldrand liegt, sind es oft sogar mehr Feldsperlinge, und so auch heute, 20 : 15.
    3. + 4. Blaumeisen Cyanistes caeruleus, Kohlmeisen Parus major halten sich während der vergangenen Wochen zu etwa gleichen Teilen und an verschiedenen Stellen im Garten auf, nutzen die Futterplätze, finden aber in diesem bisher eher warmen Winter auch abseits davon Nahrung. Sie nutzen die Gelegenheiten, wie sie sich eben gerade bieten. Heute habe ich in meiner Zählstunde von jeder Art gleich viele zur gleichen Zeit gesehen, nämlich jeweils 5 Blaumeisen und 5 Kohlmeisen.
    5. Zu meinem grossen Glück wurde plötzlich ein Knödelkörbchen von 5 Schwanzmeisen Aegithalos caudatus in Besitz genommen, und wie ein Spuk waren sie nach höchstens ein oder zwei Minuten wieder verschwunden.
    6. Ringeltauben Columba palumbus kommen täglich, um unter den Futterhäuschen nach Heruntergefallenem zu suchen, heute waren es 4.
    7. + 8. je 2 Amseln Turdus merula und 2 Elstern Pica pica wühlten in den Randbereichen des Garten und unter dem Kirschbaum vehement im Laub herum.
    9. + 10. liessen sich je 1 Rotkehlchen Erithacus rubecula und 1 Sumpfmeise Poecile palustris am Futterhäuschen blicken.

    Leider hat sich der Zaunkönig nicht blicken lassen, ich hätte ihn gern auf die Liste gesetzt, weil ich ein bisschen stolz darauf bin, dass er hier im Garten lebt, aber so sind die Regeln der Zählung: was man in dem Zeitraum nicht sieht, gehört nicht dazu. Weil während der vergangenen Wochen nur wenige anhaltende Frosttage herrschten, haben es viele Vogelarten einfach nicht nötig, sich von den menschlichen Futterangeboten aus der Deckung locken zu lassen und das hat auch Vorteile, weil weniger Vögel sich gegenseitig mit Krankheiten anstecken können oder an den Futterplätzen vor lauter Hunger nicht merken, dass sie von Katzen belauert oder vom Sperber angeflogen werden.
    So gesehen bedaure ich zwar, nichts „richtig Tolles“ beobachten zu können, wie ich in vielen Blogs von anderswo bewundern kann, aber lieber ist es mir, wenn sie ohne Häuschen und Knödel zurecht kommen, so wie eben Amseln, Elstern und der heute unsichtbare Zaunkönig es gezeigt haben.

    Fotos vom 10. und 12. Januar 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.