Wiesenhummel und Kandelaber-Königskerze

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Sobald morgens die Sonne an Kraft gewinnt, beginnt die Hummelparty an den Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum. Auf den beiden Fotos sieht man eine Wiesenhummel Bombus pratorum beim Besuch der gelben Blüten und mit bereits gesammelten, orangefarbenen Pollenpaketen an den Beinen, denen sie noch weitere Pollen hinzufügen wird:

Trüge sie die Pollenpakete nicht,die sie als Arbeiterin ausweisen, könnte man sie auf den ersten Blick mit einem ähnlich gefärbten Männchen der Steinhummel Bombus lapidarius verwechseln, so aber ist es eindeutig, denn männliche Hummeln tragen nicht zur Versorgung des Hummelnestes bei und sammeln daher auch keine Pollen, um sie ins Nest zu tragen.
Die Fotos sind vom Morgen des 23. Juni 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Europäische Pfeifenstrauch oder auch Bauernjasmin ’21

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Der Europäische Pfeifenstrauch oder auch Bauernjasmin Philadelphus coronarius fing seine diesjährige Blütezeit erst viel später an als im vorigen Jahr, hat aber trotz seines hohen Alters von etwa 50 Jahren noch einmal an Umfang zugelegt. Auf dem ersten Bild vom 14. Juni 2021 sieht man vorerst nur einzelne weisse Blütenpunkte. Zum Vergleich habe ich einen Link zu einem Foto von Anfang Juni 2018 > hier.
Aber dann kam er innerhalb weniger Tage blütenmässig immer weiter in Fahrt, unnd das zweite Bild in der Galerie zeigt ihn am 19. Juni, schon fast voll erblüht:

Interessant ist jedes Jahr, dass immer einige Tage vergehen, an denen ich nach menschlichem Augenschein meine, die Blüten sähen doch voll erblüht aus, und sollten doch Insekten anziehen, die darüber aber offenbar anderer Ansicht sind und immer einige Tage verstreichen lassen, bis sie das Angebot attraktiv genug finden, Bienen, Hummeln und Fliegen gleichermassen. Inzwischen rieseln die Blütenblätter schon wieder zu Boden, es blüht kaum noch mehr als auf Bild 1 der Galerie.
Die Fotos sind vom 14. bis 23. Juni 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Das Blühen und Verblühen der Büschelrose bzw. Vielblütigen Rose Rosa multiflora

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Die üppigen, über blassrosa zu elfenbeinweiss und hitzeblass erbleichenden Blütenrispen der Büschelrose bzw. Vielblütigen Rose Rosa multiflora haben am grossen Strauch im Garten in den ersten Juniwochen wunderbar üppig geblüht und die ihn umgebende Duftwolke war herrlich.

Zahlenmässige Hauptbesucher waren anfangs noch Honigbienen, bis der Imker sie abgeholt hat, weil die Kästen eigentlich für die Rapsblüte aufgestellt worden waren, von ihnen habe ich kein Foto, aber andere Bilder von den häufigsten Arten sind über die Tage doch zusammengekommen:

Nachdem die Honigbienen fort waren, übernahmen die kleinen Baumhummeln Bombus hypnorum mit dem braunen Thorax und dem weisslichen Hinterteil den ersten Platz in der höchsten Besucheranzahl zu allen anderen Arten. Sie sind ausserdem Frühaufsteher und Spätschlafengeher.

Es gab auch ein paar Wiesenhummeln Bombus pratorum, niedliche kleine Hummeln mit dem orangefarbenen Hinterteil und dem gelben Streifen hinter dem Kopf. Die Pollenpakete, die sie an den Beinen gesammelt hatten, waren oft riesig. Wo sie herkommen und wieder hinfliegen, weiss ich leider bei keinen meiner Hummelbesucher.

Ab und zu kamen auch Dunkle und Helle Erdhummeln vorbei – ob es sich bei der Besucherin auf diesen beiden Fotos um eine helle Dunkle Erdhummel Bombus terrestris oder um eine Helle Erdhummel Bombus lucorum handelt, bin ich nicht sicher, der Bombus lucorum-terrestris-Komplex macht es einem nicht leicht. Die Dunklen Erdhummeln sind die zweithäufigsten im Garten.

Ich konnte auch verschiedene Wildbienen an den kleinen Rosenblüten beobachten. Auf dem ersten der Bilder ist eine Pelzbiene Anthophora plumipes zu sehen, auf dem zweiten eine Gebänderte Furchenbiene Halictus tumulorum und auf dem dritten könnte es wohl eine der Mauerbienen Osmia sein, denn sie war relativ gross und sammelte die Pollen am Bauch.

Es kamen auch Schwebfliegen an die Rosenblüten, mehr als ich anderswo im Garten sah. Mehrfach sah ich sowohl Gemeine Keilfleckschwebfliegen Eristalis pertinax und Totenkopf-Schwebfliegen bzw. Gemeine Dolden-Schwebfliege Myathropa florea, sie waren aber meisten zu unruhig, um sie zu erwischen.

Käfer sind in der Hinsicht zum Glück weniger hektisch. Der Grüne Scheinbockkäfer Oedemera nobilis ist an seinen aufgepumpten Schenkeln leicht als männliches Exemplar zu erkennen, der Goldglänzende Rosenkäfer Cetonia aurata lässt sich das so leicht nicht ansehen, ihn müsste man fangen und umdrehen, um auf dem Bauch eine Längsfurche zu entdecken, um ihn als Männchen zu identifizieren, aber so wichtig ist mir das nicht, dass ich ihn deshalb belästigen wollte.

Es könnte eine Skabiosen-Langhornmotte Nemophora metallica sein, die sich zufällig auf einem der Blätter niedergelassen hat, in der Nähe „tollte“ eine ganz Schar Artgenossen umher, die Wieseninsel mit den Acker-Witwenblumen in der Nähe. Wegen einer der kleinen schwarzen Fliegen, die seit dem Gewitterregen in grosser Zahl erschienen sind, hätte man früher kein Foto gemacht. Jetzt denke ich, dass die Insektenfresser unter den Vögeln sich freuen werden.

Die letzten drei Bilder im Beitrag zeigen den Strauch nach dem Gewittersturm. Die Hitze hat die Blüten zum grossen Teil schon vor dem Gewittersturm vergrauen lassen, und Sturm und Regen haben den Strauch so stark gezaust und beutelt, dass Äste niedergebogen und Blüten richtiggehend zerschlagen wurden – die Blüte war danach bis auf kleine Reste vorbei.

Die Fotos sind vom 12. bis 25. Juni 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Verschiedene Schwertlilien im Garten

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Zu den Schwertlilien gehören sie alle, die Gartensorten wie die wilden Sumpf-Schwertlilien, daher bekommen sie einen gemeinsamen Artikel mit Blüten und Insektenbesuchern, beginnend mit den Sumpf-Schwertlilien Iris pseudacorus, Nachkommen aus dem ehemaligen Gartenteich meiner Eltern von Anfang der 70er Jahre.

Gelbe Sumpfiris sind bei Insekten die beliebtesten Schwertlilien. Ohne Teich genügt ihnen zum Dasein auch der in den Boden gesenkte Maurerkübel, in dem sie feuchtere Bedinungen haben, als im freien Boden, aber ich fand auch schon Sämlinge anderswo im Garten, an trockenen Stellen.

Auch die etwas dunklere, blauviolette Bauerngarten-Bartiris Iris x conglomerata kam in den frühen 70er Jahren aus einem bäuerlichen Dorfgarten in den Garten meiner Eltern und überstanden 2009 in Maurerkübeln die Baustelle, bis ich sie für die Neuanlage des heutigen Gartens wieder überall verteilen konnte.

Auch sie bekommen immer wieder Besuch von Insekten auf der Suche nach Pollen und Nektar: Honigbienen, Sandbienen und kleine Hummeln lassen sich immer wieder mal an den Blüten blicken, und auch verschiedene pollen- und nektarfressende Käfer lassen sich immer wieder beobachen, Metallischgrün auf Lila besonders schmuck:

Die schwarzen Irisrüssler Mononychus punctumalbum fressen allerdings direkt von den Blüten und nutzen die Samenstände, vor allem die der Sumpf-Schwertlilien, als Kinderstube für ihre Larven. Es sollte dabei trösten, dass diese Rüsselkäfer in Nordrhein-Westfalen und Thüringen auf der Roten Liste unter „Kategorie 3 = gefährdet“ stehen.

2018 sind zwei weitere Bauergarten-Bartiris aus der Nachbarschaft hinzugekommen, eine mit heller lila-gelblichen Blüten und eine mit gelb-rot geflammten Blüten. Darüber schrieb ich schon einmal > hier Ende Mai 2019, als die Hinzugekommenen zum ersten Mal blühten, auch dieses Jahr wieder einige Tage später als die anderen.

In der Reihenfolge des Aufblühens kommen sie etwa um dieselbe Zeit in Gang wie die Sumpf-Schwertlilien, sowohl die tulpenhaft rot-gelb geflammt blühende Sorte, als auch die gelblich angehauchte, heller violette Sorte, die immer aussieht, als würde die Sonne hindurchscheinen. Diese beiden hatten keinen Insektenbesuch, den ich bemerkte.

Es ist aber auch in anderen Jahren bei meiner altbewähreten und lange beobachteten Sorte nicht regelmässig so zu beobachten gewesen wie in diesem Jahr, so dass ich mich frage, welche Bedingungen es braucht, damit Schwertlilien „appetitanregend“ anziehend auf Insekten wirken.

Die Fotos sind zwischen dem 2. und 13. Juni 2021 im Garten aufgenommen, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Grosse Dunkle Erdhummel-Königin, kleine Wiesenhummel-Königin

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Die erste Königin der Dunkle Erdhummel Bombus terrestris sah ich schon vor mehreren Wochen, recht häufig, wenn Flugwetter war und dann auch deutlich verschieden gefärbte Individuen im Garten unterwegs, die viel kleineren Wiesenhummeln Bombus pratorum hingegen erst ein- oder zweimal, zuletzt vor wenigen Tagen :

Die Wiesenhummel bzw. Kleine Waldhummel Bombus pratorum war weniger als halb so gross wie die grosse Erdhummel. Beide Arten schätzen die die violetten Blüten des Gundermann Glechoma hederaceae, vor allem an windigen Tagen, wo sie lieber nur bodennah umherfliegen, wie eben auch am 21. April 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die Bilder eventuell zum Vergrössern anklicken.

Das Jahr 2020 als Beitragspuzzle

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Die Jahreswende naht, die Zeit für Jahresrückblicke ist gekommen, die ersten las ich schon und das ist, zusammen mit dem Mangel an Fotos in diesen dämmerigen Tagen, Grund genug, sich dem schon vor Silvester anzuschliessen, vielleicht mit mehr als nur einer Variante, schliesslich sind noch vier Tage Zeit. Heute beginne ich mit einem Blick in die Statistik meines PUZZLEBLUME ❀-Blogs: für jeden Monat des Jahres 2020 in diesem Blog habe ich ein Bild aus den jeweils am häufigsten geklickten Beiträgen ausgewählt, und durch einen Klick auf das Bild oder den Untertitel-Link kann sich, wer will, zum jeweiligen Artikel führen lassen:

Silberreiher, wieder am Kanal | Veröffentlicht am 2020/01/03 von puzzleblume

Januar > Silberreiher, wieder am Kanal | 2020/01/03

Im Wurzelwerk | Veröffentlicht am 2020/02/04 von puzzleblume

Februar > Im Wurzelwerk | 2020/02/04

Die erste Hummel | Veröffentlicht am 2020/03/01 von puzzleblume

März > Die erste Hummel | 2020/03/01

Hallo, Amselweibchen! | Veröffentlicht am 2020/04/17 von puzzleblume

April > Hallo, Amselweibchen! | 2020/04/17

Maskenträger unterwegs | Veröffentlicht am 2020/05/03 von puzzleblume

Mai > Maskenträger unterwegs | 2020/05/03

Lieblingsblau | Veröffentlicht am 2020/06/02 von puzzleblume

Juni > Lieblingsblau | 2020/06/02

Zwei Gewöhnliche Langbauchschwebfliegen | Veröffentlicht am 2020/07/05 von puzzleblume

Juli > Zwei Gewöhnliche Langbauchschwebfliegen | 2020/07/05

„Und hopp!“ | Veröffentlicht am 2020/08/13 von puzzleblume

August > „Und hopp!“ | 2020/08/13

Nocheinmal: Grashüpfer auf den Wieseninseln | Veröffentlicht am 2020/09/02 von puzzleblume

September > Nocheinmal: Grashüpfer auf den Wieseninseln | 2020/09/02

Nicht das Blockdings | Veröffentlicht am 2020/10/02 von puzzleblume

Oktober > Nicht das Blockdings | 2020/10/02

Herbstastern & Insekten Anfang November | Veröffentlicht am 2020/11/10 von puzzleblume

November > Herbstastern & Insekten Anfang November | 2020/11/10

Ein Mäusebussard als Zuschauer | Veröffentlicht am 2020/12/16 von puzzleblume

Dezember > Ein Mäusebussard als Zuschauer | 2020/12/16

Die hier versammelten Fotos habe ich im Jahreslauf 2020 entweder im Garten oder nur wenige hundert Meter davon entfernt aufgenommen, also bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Das „Blockdings“ im Blog ist eine Ausnahme, und ich überlegte kurz, ob ich nicht den nachrangigen Beitrag mit Foto vorziehen sollte, aber andererseits war das Thema Blockeditor im Oktober von grossem Interesse.
Wie oben schon erwähnt, bringen die verlinkten Bilder oder darunterstehenden Zeilen zu den jeweiligen Beiträgen.

Vielen Dank allen, die sie bereits gelesen und kommentiert haben und denen, die es noch tun werden, ausserdem an alle, deren eigene Blog-Veröffentlichungen und Kommentare mir in diesem Jahr Anregung und Freude bereitet haben.
Weil manche sich gerade für einige Tage verabschieden, um sich über die Tage des Jahreswechsels „blogfrei“ zu nehmen, wünsche ich an dieser Stelle schon mal im Voraus allen ein gutes und gesundes Jahr 2021.

Auch für den Wilden Dost ist die Hauptblütezeit bald vorüber

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Auch für den Wilden Dost bzw. Oregano Origanum vulgare ist die Hauptblütezeit nach vier Wochen bald vorüber, es stehen inzwischen mehr abgeblühte Stängel im Garten als noch mit Blüten besetzt sind. Dies sind Fotos aus den vergangenen beiden Wochen, inklusive heute Vormittag:

 

Noch sind Hummeln, Bienen, Schmetterlinge, Schweb- und andere Fliegen an den rosa Blüten zugange, aber es stehen bereits ganze Partien der Wildstaude in den Wieseninseln blütenlos.
Mein besonderes Highlight in der Galerie ist mir erst heute Vormittag zum ersten Mal begegnet, nämlich der Kleine Weiden-Glasflügler Synanthedon formicaeformis, auch Ameisen-Glasflügler genannt, der auf den Bildern 15 und 19 zu sehen ist. Der kleine Schmetterling ist in Wirklichkeit sehr klein, 20 mm Flügelspannweite sollen es sein.

Die Fotos sind im Zeitraum zwischen dem 31. Juli und 14. August 2020 aufgenommen, natürlich wieder an verschiedenen Stellen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern und Lesen der Untertitel mit Namen – soweit sie mir bekannt sind – anklicken.

Zweierlei Salbei

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Beide Salbeiarten stehen wärmebegünstigt an der Südseite und haben deshalb schon im Mai zu blühen begonnen. Der Echte Salbei Salvia officinalis bietet seine lila Blüten den Insekten schon seit Mitte Mai an, und ich konnte verschiedene Hummel-Arten wie Dunkle Erdhummel, Wiesenhummel, Ackerhummel und Gartenhummel, aber auch verschiedene Wildbienen daran beobachten. Mein Lieblingsbild ist das vierte:

 

Beim Wolligen bzw. Silberblatt-Salbei Salvia argentea war es erst am 29. Mai soweit, dass Insekten auch die weissen Blüten entdeckten, an ihm versuchen sich vorwiegend Hummeln. Wenn man nur flüchtig hinsieht, fällt es kaum auf, dass sich sowohl in der oberen Galerie als auch unten Dunkle Erdhummeln Bombus terrestris mit Gartenhummel Bombus hortorum an den Blüten abwechseln.

 

Anscheinend sind die Silberblattsalbeiblüten spezieller als die kleineren des Echten Salbei, die Salbeiblüten sind aber insgesamt für die Hummeln und Wildbienen weniger interessant als die vielen roten Mohnblumen daneben, die sind vor allem morgens so frequentiert wie den ganzen Tag über nicht mehr.
Die Fotos zwischen dem 26. Mai und dem 4. Juni 2020 aufgenommen, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in den beiden Galerien zum Vergrössern anklicken.