Gemeine Breitstirnblasenkopffliege auf Strand-Grasnelke

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Die Gemeine Breitstirnblasenkopffliege Sicus ferrugineus Art wird manchmal auch ‚Rostbrauner Krummleib‘ genannt: das beschreibt ihr Aussehen mit dem unter den Leib gezogenen Hinterleib perfekt. Auf diese Weise verbirgt die Fliege ihren Legestachel, denn nach der Paarung überfällt das Weibchen eine vorbeikommende Hummel, in injiziert ihr damit ein Ei in den Hinterleib, aus dem sich eine innenparasitische Larve entwickelt.

2021-06-16 LüchowSss Garten Strand-Grasnelke (Armeria maritima) + Gemeine Breitstirnblasenkopffliege (Sicus ferrugineus)

Die Gemeinen Breitstirnblasenkopffliegen Sicus ferrugineus fliegen zwischen Mai und August, ihre Aufenthaltsorte sind von Wald oder Gehölzen begleitete Wegsäume, Brachen und Wiesen, also gibt es sie auch seit Jahren immer wieder auf den Wieseninseln im Garten. Dort besuchen sie Blüten wegen des Nektars und um dort ankommende Hummeln zu erwarten. – Auf dem Foto vom 16. Juni 2021 habe ich so eine Gemeine Breitstirnblasenkopffliege auf einer Strand-Grasnelke Armeria maritima im Garten angetroffen,  Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Der Kleine Klappertopf ist immernoch da.

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Vor einigen Tagen entdeckte ich eine einzelne Pflanze vom Kleinen Klappertopf Rhinanthus minor auf einer Wieseninsel im Garten wieder und freute mich, denn schliesslich habe ich ihn 2015 oder ’16 selbst von einem Spaziergang mitgebracht und in die Halbtrockenrasen-Wieseninsel gepflanzt, obwohl oder besser: weil es sich bei ihm um eine schmarotzende Pflanze handelt, sogar an „über 50 Pflanzenarten aus mindestens 18 Familien […], wovon der größte Teil Süßgräser (Poaceae) mit etwa 30 Prozent und Hülsenfrüchtler (Fabaceae) mit etwa 22 Prozent sind.“ aus: Wikipedia – Kleiner Klappertopf.

2021-06-14 LüchowSss Garten Kleiner Klappertopf (Rhinanthus minor)

Ganz korrekt müsste die Rede sein von einem fakultativen Halbschmarotzer, denn der Kleine Klappertopf Rhinanthus minor kann auch ohne, nur lieber ist ihm beispielsweise Graswurzelanschluss, weshalb er bei der Umwandlung ehemaligen Rasens in eine wildkräuterreichere Wiese als Helfer wirksam werden kann, indem er dafür sorgt, dass die Gräser nicht mehr die Fläche dominieren.
Dabei ist er keiner, der sich selbst in grösserer Zahl vermehrt und die Herrschaft an sich reisst: auch nach etwa sechs Jahren ist die Vermehrung der einjährigen Pflanzenart an dieser Stelle nur knapp selbsterhaltend: es haben sich auch in diesem Jahr wieder nur zwei Exemplare gezeigt.
Das Foto ist vom 14. Juni 2021, aufgenommen auf „seiner Wieseninsel“ im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Acker-Witwenblumen mit Besuchern (2)

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Es ist Zeit für einen weiteren Beitrag zu den Acker-Witwenblumen Knautia arvensis auf einer der Wieseninseln, wo sie sich in diesem Sommer endlich richtig ausgebreitet zeigen, aber inzwischen langsam verblühen.

Das obere Foto ist von heute Morgen, darauf sind nicht mehr viele der rosa-lila Blütenköpfchen zu erkennen, denn sie haben sich schon zum grossen Teil in kleine grüne Knöpfe verwandelt, die an Miniatur-Nadelkissen erinnern, die Insekten- und Krabbenspinnen-Nahaufnahmen darunter habe ich zwischen Mitte Juni und vorgestern aufgenommen:

Die Fotos sind zwischen dem 13. und 27. Juni 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Eine Schnake mit „Mondflecken“ Tipula lunata

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Den weisslichen, „mondförmigen“ Abzeichen auf dem äusseren Drittel ihrer Flügeln verdankt die Schnaken-Art ihren lateinischen Namen Tipula lunata, einen deutschen hat man ihr anscheinend nicht gegeben, obwohl „Mondfleckenschnake“ doch gut zu Aussehen des langbeinigen Insekts passen würde.

2021-06-11 LüchowSss Garten 'Mondflecken'-Schnake (Tipula lunata) Männchen

Bei den männlichen Tipula lunata erkennt man das Geschlecht am verdickten, abgestumpften Hinterleibsende. Er muss sich beeilen, ein Weibchen zu finden:  erwachsene Schnaken leben nur zehn bis fünfzehn Tage.  – Foto  vom 11. Juni 2021, aufgenommen am Rand der grossen Wieseninsel im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Kohlschnake, männlich

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Die langbeinigen Schnaken im Garten lassen sich ebenso schwer vollständig scharf aus der Nähe abbilden wie Langfühlermotten. Ich bin immer froh, wenn es für eine Bestimmung reicht. Einfach es ist es meist, das langbeinige Insekt an der Form des Hinterleibes als Männchen zu identifizieren.

2021-06-05 LüchowSss Garten Kohlschnake (Tipula oleracea) männl.

Hier handelt es sich um eine männliche Kohlschnake Tipula oleracea. Bei meinen täglichen Rundgängen mit der Kamera finde ich in den letzten Jahren weniger Schnaken im Garten, wahrscheinlich aufgrund der Trockenheit. Die Imago ernährt sich von Wasser und Nektar, die Larve von Falllaub oder Pflanzenwurzeln, das erklärt, weshalb sie im Garten stets zwischen der Wieseninsel und der Gehölze entlang der Benjeshecke zu finden sind, wo die Bedingungen dafür am besten und am nächsten beieinander sind. – Das Foto ist vom 5. Juni 2021, aufgenommen wie beschrieben im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Acker-Witwenblumen mit Besuchern

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Wieder ein Beitrag zu den Acker-Witwenblumen Knautia arvensis, die in diesem Jahr auf einer der Wieseninseln in grosser Zahl blühen und vor allem Wild- und Honibienen, Hummeln und Käfer anziehen, und gelegentlich einen Schmetterling, meistens Kleine Kohlweisslinge.

  1. ein Weissling Pieris …
  2. unbestimmte dunkle Wildbiene
  3. Honigbiene Apis mellifera
  4. Raufüssige bzw. Braunbürstige Hosenbiene Dasypoda hirtipes
  5. Gebänderte Furchenbiene Halictus tumulorum
  6. Dunkle Erdhummel Bombus terrestris
  7. Felsen-Kuckuckshummel Bombus rupestris
  8. Trauer-Rosenkäfer Oxythyrea funesta
  9. Gemeiner Bienenkäfer Trichodes apiarius
  10. Hummel-Waldschwebfliege Volucella bombylans var. bombylans
  11. Grüner Scheinbockkäfer Oedemera nobilis
  12. Baumhummel Bombus hypnorum

… und gestern, am 11. Juni, sah ich sogar einen ersten und einzigen Kleinen Fuchs Aglais urticae an den Blüten, nur hatte ich die Kamera nicht zur Hand.
Die Fotos sind zwischen dem 31. Mai und dem 12. Juni 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Acker-Witwenblumen, gleich noch einmal

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Ich hätte meinen Beitrag zu den Acker-Witwenblumen Knautia arvensis auf einer der Wieseninseln nur ein paar Stündchen zu verschieben brauchen, um die neuen Bilder mit hineinzunehmen, aber ich hatte nicht erwartet, heute nur wegen ein bisschen Sonnenschein gleich etliche Blüten mehr zu sehen und  noch dazu die ersten Gelbbindigen Furchenbienen Halictus scabiosae sofort zur Stelle.

Also gibt es gleich noch einmal zuerst einen Anblick der Wieseninsel und dann drei Fotos von einer Gelbbindigen Furchenbienen Halictus scabiosae, die ihrem Namen nach zwar den Eindruck weckt, sie sei spezialisiert, aber tatsächlich würde sie auch andere Blüten akzeptieren.

Eigentlich bevorzugen die Gelbbindigen Furchenbienen Pollen aus 3 Pflanzenfamilien: Korbblütler Asteraceae, Windengewächse Convolvulaceae und Kardengewächse Dipsacaceae; Acker-Witwenblumen gehören zu letzteren, sind aber von den drei genannten die ersten, die blühen – das erklärt vermutlich den Namen.
Die Fotos sind vom 29. und 30. Mai 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Acker-Witwenblumen

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In diesem Jahr ist der Bestand an Acker-Witwenblumen Knautia arvensis auf einer der Wieseninseln zu meiner Überraschung um ein Vielfaches grösser als im vorigen. Die gute Regenversorgung hat sie reichlich und hoch wachsen lassen, und es zeigen sich auch schon erste offene Blüten:

2021-05-29 LüchowSss Garten Wieseninsel m. Acker-Witwenblumen (Knautia arvensis)

Einzelne Blüten haben sich schon im Laufe der letzten beiden Woche geöffnet, aber noch fallen sie won weitem nur wenig auf. Ich freue mich schon darauf, viele von ihnen zugleich zu sehen, und die Insekten mit Sicherheit auch, wie auf dem nächsten Foto eine kleine Wildbiene am oberen Rand:

2021-05-28 LüchowSss Garten Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)

Skabiosen- und Witwenblumen-Arten dienen den Raupen der Skabiosen-Langhornmotte Nemophora metallica, auch Metallischer Langfühler genannt, als Futterpflanzen. Im vergangenen Jahr haben sich die kleinen Falter mit den unglaublich langen Fühlern vermehren bzw. ihren Bestand erhalten können, denn eine erste sah ich bereits:

2021-05-24 LüchowSss Garten Skabiosen-Langhornmotte (Nemophora metallica) + Gänseblümchen (Bellis perennis)

Das Foto ist nicht das geworden, was ich mir gewünscht hätte, aber es ist das erste Langfühler-Bild des Jahres im Garten. Es müsste sich um ein Weibchen handeln, denn deren Fühler sind kürzer als die der Männchen. Zum Vergleichen kann man ein Männchen in einem Beitrag vom Juni 2020 ansehen > hier. – Die Fotos sind vom 24., 28. und 29. Mai 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.