Eine Wespenbiene

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Endlich Fotos von einer der dicht über dem Boden umherfliegenden Wespenbienen Nomada fucata, als sie kurz auf einem trockenen Blatt innehielt. Hübsch sind auch die langen, bunten Fühler:

2021-04-25 LüchowSss Garten Gewöhnliche Wespenbiene (Nomada fucata)

Die Kuckucksbiene sucht die Nähe der Gewöhnlichen Sandbienen Andrena flavipes, denn sie legt ihre Eier in deren Nester, Dort frisst die Nomada-Larve zuerst das Sandbienen-Ei bzw. die Larve, dann deren Vorrat.

2021-04-25 LüchowSss Garten Gewöhnliche Wespenbiene (Nomada fucata)

Die erwachsene Gewöhnliche Wespenbiene hingegen ernährt sich von Nektar, z.B. vom Gundermann Glechoma hederaceae. – Die Fotos sind vom 25. April 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Löwenzahnblüten plus

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Zur Zeit ist der grüne Teppich im Garten schön goldgelb getupft, und vor allem den Wild- und Honigbienen sind die Nektar- und Pollenagebote der gelben Blüten des Löwenzahn Taraxacum officinalehoch willkommen. Vor allem mittags, wenn die Sonne scheint, sind fast alle Blüten besetzt.

Besonders häufig sind es Gewöhnliche Sandbiene Andrena flavipes, die in den Blüten wühlen, bis sie über und über gelb bepudert aussehen, aber auch Europäische Honigbienen Apis mellifera, und obwohl hier im Umkreis meines Wissens niemand imkert, sind erstaunlich viele Honigbienen vorort. :

2020-04-12 LüchowSss Garten 1x10 Löwenzahn (Taraxacum officinale) + Europäische Honigbiene (Apis mellifera)

Mir scheint allgemein, dass es in diesem Jahr bisher um die Insektenwelt – zumindest im Garten – besser bestellt ist, als in den zurückliegenden beiden Jahren, bin mit den anwesenden Bienenarten sehr zufrieden. Ich beobachte zur Zeit auch etliche Wespenbienen, wie diese Nomada goodeniana auf Suchflügen über dem Boden mit Sandbienennestern:

Die Wespenbiene ohne deutschen Namen, Nomada goodeniana, ist eine Kuckucksbiene in Sandbienennestern, die u.a. bei der Grauschwarzen Sandbiene Andrena cineraria schmarotzt, indem sie Eier in die Brutzellen der Wirtsbiene legt, wo die schlüpfende Nomada-Larve zuerst das Ei oder die Larve des Wirts frisst, und dann deren eingelagerte Vorräte. Die Imagines der Wespenbiene ernähren sich dagegen ausschliesslich von Nektar und Pollen.

„Verbänderung“ oder Fasziation nennt sich eine Erscheinung in der Pflanzenwelt, bei der Stängel und Blüten ganz normaler Pflanzen spontan bandförmige Verbreiterungen, kammförmige Enden und Vielfachblüten aufweisen können. Das kann durch Schädigungen verursacht werden, z.B. durch Milben, aber auch genetisch, durch Mutation.

Fotos vom 12. bis 18. April 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Feinstrahl – Weisses Berufkraut

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Es ist in der Regel nicht spektakulär, was sich auf den Blüten des Feinstrahls bzw. des Weissen Berufkrauts oder Einjährigen Berufkrauts Erigeron annuus abspielt, aber verlässlich: irgendetwas ist immer.

Bei mir im Garten treibt es sich seit zehn Jahren herum, mal auf einer der Wieseninseln, mal unter Bäumen und zwischen Sträuchern und mal taucht es zwischen anderen Stauden in den Beeten auf, es versät sich verlässlich selbst. Nicht immer gefällt mir der Platz, den es sich ausgesucht hat, und manchmal finde ich es ganz toll. Zuweilen habe ich es, obwohl nur einjährig, auch schon ausgebuddelt und umgepflanzt, weil es das kann. Es blüht bald darauf weiter und das monatelang, vom Frühsommer: dieses Jahr sogar schon ab Mai, bis Herbst oder sogar bis in den Winter, wie im vergangenen Jahr: zuletzt fotografiert eine Woche vor Weihnachten > hier.
Kleine Bienen, Fliegen, Käfer und Wespen sind die Hauptbesucher der kleinen Blüten. Klickt man die kleinen Bilder in der Galerie zum vergrössern an, sieht man auf Bild 1 zuerst eine kleine Wildbiene, auf Bild 2 eine Feldschwebfliege und eine Nomada-Wespenbiene, auf Bild 3 eine Wanze, die zuvor mit einem Aufmerksamkeit erregenden Aufprall darauf landete. – Fotos vom 13. u. 18. Juli 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wespenbiene Nomada fucata

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Die Fotos sind nicht sonderlich gut, aber immerhin ist erkennbar, dass es sich bei den beiden Insekten um wespenähnliche Wildbienen handelt, die deshalb auch als Wespenbienen bezeichnet werden, in diesem Fall ist es Nomada fucata, manchmal auch deutsch mit „Gewöhnliche Wespenbiene“ benannt:

Ausser der Mimikry-Färbung haben Wespenbienen nichts mit Wespen zu tun, sondern suchen als Wildbienen-Kuckuck die Nähe von Sandbienen. Nomada fucata nutzt die Gewöhnliche Sandbiene Andrena flavipes für ihre parasitischen Zwecke und legt ihr Ei in deren Nest. Die Nomada-Larve frisst später zuerst das Sandbienen-Ei, dann dessen Vorrat.

Sieht man die Gewöhnliche Wespenbiene Nomada fucata bei der Nektarsuche, wie auf den Fotos an den Blüten des Kleinköpfigen Pippau Crepis capillaris, dann nur für den eigenen Appetit. Diese beiden sowieso: es müssten wohl beides Männchen sein. – Die erste ihrer Art in diesem Jahr entdeckte ich bereits Ende März im Garten, zeigte und schrieb davon > hier, demnach müssten diese beiden bereits der zweiten Generation des Jahres angehören, die ungefähr von Juli bis August fliegt. Die Fotos sind vom 21. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern kann man die Bilder anklicken.