Maulbeeren unter Wintermützen

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Seit Mitte Oktober 2020 stehen im Garten insgesamt drei Maulbeer-„Bäume“ – zumindest sollen sie einmal so gross werden, dass man sie so nennen kann. Die drei verschiedenen Sorten stehen, auf dem Herbst-Foto eingekreist und beschriftet, hier optisch fast in einer Reihe, wie ein verrutsches Maulbeer-tic-tac-toe:

2020-10-13 LüchowSss Garten Rote Pfälzer (Morus rubra) + Weisse Zickzack-Maulbeere (Morus alba) + Schwarzfruchtige Maulbeere 'Collier'

1. die „Rote Pfälzer“, eine Rote Maulbeere Morus rubra, auf dem Bild ganz hinten,
2. die Zickzackmutation einer Weissen Maulbeere Morus alba, genau in der Mitte zwischen 1 + 3, aber auf dem Foto fast neben der zuvor genannten,
3. die Schwarzfruchtige Maulbeere ‚Collier‘ Morus alba x rubra vorn, deren Stütze mehr auffällt als das Pflänzchen.

Die Weisse „Zickzack“-Maulbeere Morus alba hat sich seit 2014 mit Winterschutz schon durch den 7. Winter bringen lassen. Weil damals eine frostempfindlichere Schwarze Maulbeere einging, bin ich jetzt lieber übervorsichtig.
Die Jungpflanzen müssen noch mehr geschützt und gegossen werden, als die ältere Weisse, der nur noch die Knospen bzw. Blätter abfrieren würden, wie schon mehrmals bei Eisheiligen-Frösten im Mai.
Bis neue Blätter und Blüten austreiben, steht so ein Bäumchen dann erbärmlich kahl herum. Mit dem früh einsetzenden Frühsommerwetter voriges Jahr sah das so absurd aus, dass ich ihn gegen meinen Mann verteidigen musste, der ständig unkte: „Der geht ein“, bis endlich eine zweite, eine Ersatzgarnitur Blätter und sogar Blüten ausgetrieben ist – das können die!

Bis die Nachtfrostperiode ausgestanden ist, habe ich jedenfalls allen dreien wieder ihre Wintermützen übergezogen. Da müssen wir optisch nun durch, auch wenn die Säcke aus weissem Winterschutzgewebe optisch zum Frühling und mit ersten blühenden Bäumen daneben unpassend wirken. Auf dem 2. Foto steht links steht die „Rote Pfälzer“, mittig die Weisse „Zickzack“-Maulbeere und rechts, etwas versteckt, die Schwarzfruchtige Maulbeere ‚Collier‘:

An schönen Tagen und wenn wirklich kein Frost ansteht, waren sie auch schon unbemützt, und bisher sehen ihre Knospen noch gesund aus. Es wäre schade, ausgerechnet im Frühling noch etwas zu riskieren.
Gerade nach den vergangenen Dürresommern fällt die Entscheidung bei neuen Gehölzen schwer: nicht zu durstig sollen sie sein und hitzeverträglich, aber der Winter ’20/21 zeigte überraschend, dass nach den vorangegangenen milden Wintern doch noch mit zweistelligen Frosttemperaturen zu rechnen ist.
Rote Maulbeeren gelten als „Klimabäume“, die in späteren Jahren auch dem Winter gut trotzen können. Nachdem man in Nordamerika bemerkt hat, dass die einheimische Rote Maulbeere und die aus Eurasien eingeführte Weisse Maulbeere leicht miteinander hybridisieren, hat man sich dies züchterisch zu Nutze gemacht, denn die Weisse ist noch etwas widerstandsfähiger gegen Frost. Die Schwarzfruchtige Maulbeere Morus alba x rubra ‚Collier‘ ist eine solche Kreuzung, und ich hoffe, alle drei im kommenden Herbst mit der maulbeertypisch goldgelben Laubfarbe zu sehen.

Das Herbst-Foto ist vom 13. Oktober 2020, das Frühlingsbild mit Wintermützen vom 14. April 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Grün, Gelb, Orange und Rot

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Im Grünen wird immer mehr Gelb, Orange, Rot oder Goldbraun sichtbar, obwohl noch einiges blüht, wie Efeu, Fäberkamille, Goldauge, Königskerzen, Löwenzahn, Nachtkerzen, Rainfarn, Ringelblumen und Zaubernuss, die sämtlich die letzten Herbstwochen noch einmal prächtig nutzen.

 

Die Galerie umfasst Fotos aus dem Zeitraum zwischen dem 7. bis 19. Oktober 2020, aufgenommen bei Rundgängen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Nicht bei allen Gelegenheiten schien die Sonne, die hat sich in den letzten Tagen rar gemacht. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Willkommen im Garten, kleine Schwarzfruchtige Maulbeere ‚Collier‘

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Meine zweite Maulbeeren-Willkommens-Notiz gilt der Schwarzfruchtigen Maulbeere ‚Collier‘.
Heute Mittag habe ich mich für einen Pflanzplatz entschieden und hoffe das Beste.
Die drei verschiedenen Maulbeerzuchtsorten stehen fast in einer Reihe, ein verrutsches Maulbeer-tic-tac-toe:

1. die „Rote Pfälzer“, eine Rote Maulbeere Morus rubra, auf dem Bild ganz hinten bzw. oben zu sehen,
2. die Weisse „Zickzack-Maulbeere“, eine Weisse Maulbeeren-Mutation von Morus alba, die verursacht, dass die Zweige nicht geradlinig wachsen, genau in der Mitte zwischen 1 + 3, aber auf dem Foto nur wenig darunter, fast daneben,
3. die Schwarzfruchtige Maulbeere ‚Collier‘ Morus alba x rubra vorn, deren Stütze mehr auffällt als das Pflänzchen:

2020-10-13 LüchowSss Garten Rote Pfälzer (Morus rubra) + Weisse Zickzack-Maulbeere (Morus alba) + Schwarzfruchtige Maulbeere 'Collier'

Nachdem man in Nordamerika bemerkt hat, dass die einheimische Rote Maulbeere und die aus Eurasien eingeführte Weisse Maulbeere leicht miteinander hybridisieren, hat man sich dies züchterisch zu Nutze gemacht, denn die Weisse ist noch etwas widerstandsfähiger gegen Frost. Die Schwarzfruchtige Maulbeere ‚Collier‘ ist eine solche Kreuzung.

Ich freue mich schon darauf, in ein paar Jahren gleich dreimal die schöne gelbe Herbstfarbe sehen zu können.
Dass sie im Frühjahr ihre Blätter erst sehr spät entwickeln, und so lange nackt dastehen, können die umstehenden anderen, dann schon blühenden Obstbäume gut ausgleichen.
Die Jungpflanzen müssen vor Frost geschützt werden und mehr gegossen werden als die schon ältere Weisse Zickzack-Maulbeere, aber ich hoffe, dass ich es nicht verpasse, sie bei Frostalarm einzupacken.

Bei der Weissen ist es seit 2014 ja auch auch immer wieder gelungen, sie ohne grössere Erfrierungen durch den Winter zu bringen, auch wenn, wie dieses Jahr, die ‚Kalte Sophie‘, die letzte der Eisheiligen, die Blätter erwischt. Es sind einfach neue ausgetrieben, und die Weisse hat auch ungerührt geblüht und gefruchtet. Das hat mich darin bestätigt, es mit weiteren Maulbeeren zu versuchen.

Das Foto ist von heute Mittag, vom 13. Oktober 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Willkommen im Garten, kleine Rote Maulbeere

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Willkommen im Garten, kleine Rote Maulbeere Morus rubra der Sorte ‚Ritthalers Pfälzer‘, einer Pfälzer Regionalsorte mit violettschwarzen Früchten, von der ich hoffe, dass sie mit unseren neuen milden Wintern auch hier im Norden Gefallen am Dasein in unserem Garten findet,und sich bald vom Zweiglein zum Bäumchen entwickelt.

Solange sie so jung und zierlich ist, muss sie zwar noch ein bisschen mehr betüddelt werden und muss vor Frost geschützt werden und mehr gegossen werden als die älteren Exemplare, darin sind alle Maulbeeren- Jungpflanzen empfindlich. Andererseits gelten die Roten Maulbeeren als „Klimabäume“, die mit Hitze und Trockenheit gut zurechtkommen und dem Winter in späteren Jahren gut trotzen können.

Die Rote Maulbeere Morus rubra als Ursprungsart stammt aus dem östlichen Nordamerika – vom südlichen Ontario und Vermont bis nach Florida, im Westen bis zum südöstlichen Süd-Dakota und dem mittleren Texas – und wird daher auch Amerikanische Maulbeere genannt, und wird 10 bis 15 Metern hoch, selten mehr. Es heisst, sie bevorzuge Standorte an Flussläufen, komme aber mit allen anderen Bedinungen ebenso zurecht.

Sie bekommt eine ebenso schöne gelbe Herbstfarbe wie die Weisse Maulbeere Morus alba, die schon seit Jahren unweit ihres Standortes gedeiht, zu sehen auf Bild 1, rechts. Diese wächst als besondere, etwas „lockige“ Form wesentlich langsamer, steht aber schon seit 2014 an ihrem Platz.
Weil die Rote Maulbeere auch Halbschatten toleriert, habe ich ihr einen Platz in der den Birken nächsten Wieseninsel gegeben und hoffe, dass sie sich wohlfühlt.

Die Fotos sind vom Tag des Pflanzens, das war am vergangenen Sonnabend, dem 10. Oktober 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Die Rote Maulbeere hybridisiert in Nordamerika häufig mit der aus Eurasien eingeführten Weißen Maulbeere Morus alba, was man sich auch züchterisch zu Nutze gemacht hat und eine solche gezüchtete Kreuzung mit dem Sortennamen ‚Collier‘ wartet ebenfalls noch darauf, gepflanzt zu werden. Bis ich mich zwischen zwei möglichen Standorten entschieden habe, hat sie erst einmal nur einen grösseren Topf bekommen und einen geschützten Standplatz. Einen eigenen Artikel bekommt sie später.

Sumpfmeise zwischen Maulbeerzweigen

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Gestern Vormittag durchs Fenster fotografiert: eine Sumpfmeise Parus palustris zwischen den Zweigen der kleinen Weissen Maulbeere Morus alba. Den Moment, in dem der kleine, flinke Vogel die Öffnung der umgekehrten, kleinen Vase auf dem Holzstab untersuchte, habe ich leider nicht erwischt, den müsste man sich denken.

Überhaupt ist diese Meisenart aus der Gattung der Graumeisen sehr schnell, nicht nur in den Bewegungen, sondern auch im Erkennen der Futtermöglichkeiten. Fast immer ist es eine Sumpfmeise, die mein Erscheinen an den Futterplätzen im Garten mit dem sumpfmeisentypischen „pistjü“ oder einem „zij-dädädäc“ kommentiert.
Ich hoffe natürlich darauf, dass sie auch im kommenden Jahr wieder im Garten brüten, wie im vergangenen Frühling bzw. Frühsommer; den Nistkasten habe ich jedenfalls wieder hergerichtet > hier.
Das aktuelle Foto aus dem Fenster in den Garten ist vom Vormittag des 9. Dezember 2019, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Etwas grösser kann man es noch sehen, wenn man es anklickt.