Gelbbindige Schnake Nephrotoma crocata, Weibchen

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2012-06-12 LüchowSss 061 GelbbindigeSchnake_Nephrotoma-crocataLinks ist ein älteres Bild klein eingefügt: eine Gelbbindige Schnake Nephrotoma crocata, deren dottergelben Streifen auf dem schwarzen Körper unverdeckt zu erkennen sind.
Das jüngste Foto von einem Exemplar der Art ist zwar klarer, aber bei dem Weibchen, das ich Anfang Juli diesen Jahres im Garten fand, musste ich mich an den Zeichnungen von Kopf- und Thorax sowie Farbe und Form des Hinterleibs orientieren, bevor ich mir sicher war, dass es sich um eine weibliche Gelbbindige Schnake handelte:

2021-07-07 LüchowSss Garten Gelbbindige Schnake (Nephrotoma crocata) weibl. (1)

Gelbbindige Schnaken kommen vor, wo es sowohl durchlässige Sandböden als auch Gehölzränder gibt, passend für Graswurzeln fressenden Larven und die nektarsaugenden Imagos. Mein jüngstes Foto habe ich aber an einem blütenlosen Buchsbaum am Rande der Rasenfläche aufgenommen.
Wegen der auf beiden Fotos mehr oder weniger gut erkennbaren, rötlichen Hinterleibsspitzen mit Legeapparat sind beide weiblich.
Die Anzahl der Streifen variiert, aber nicht abhängig vom Geschlecht. Leider schimmert beim neueren Bild nicht hindurch, ob sich unter den Flügeln drei oder vier gelbe Binden verbergen.

Bild 1 ist am 12. Juni 2012 in der Feldmark bei Lüchow, Bild 2 am 7. Juli 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die Bilder zum Vergrössern anklicken.

Gewöhliches Ferkelkraut mit Graugrüner Schenkelkäferin

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Die gelben Blüten vom Gewöhlichen Ferkelkraut Hypochaeris radicata sind bei Insekten sehr beliebt, man muss nur bis mittags seine Fotos gemacht haben, denn dann schliessen die Blüten. Auf den Fotos sieht man  ein Graugrünes Schenkelkäfer-Weibchen Oedemera virescens:

2021-06-16 LüchowSss Garten Gewöhnliches Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) + weibl. Graugrüner Schenkelkäfer (Oedemera virescens)

Die erwachsenen Käfer ernähren sich von Blütenpollen. Am geschwollenen Hinterleib kann man erkennen, dass es sicherlich bald irgendwo auf der Wieseninsel zur Eiablage kommt.
Die Larven von Scheinbockkäfern Oedemera entwickeln sich in trockenen Stängeln krautiger Pflanzen. Sie fressen das Gewebe darin und überwintern in dieser Puppenwiege bis zum nächsten Frühsommer.

2021-06-16 LüchowSss Garten Gewöhnliches Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) + weibl. Graugrüner Schenkelkäfer (Oedemera virescens)

Das sollte man wissen, wenn man seine Wiese mäht, oder nach alter Gewohnheit aus ästhetischen Gründen im Garten Stängel nach der Blüte herunterschneidet. Wer die hübschen, nichts schädigenden Scheinbockkäferarten im Garten beobachten möchte, muss dafür auch mal einige trockene Überbleibsel bis zum nächsten Sommer stehenlassen und das aushalten können.

2021-06-16 LüchowSss Garten Gewöhnliches Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) + weibl. Graugrüner Schenkelkäfer (Oedemera virescens)

Dasselbe gilt natürlich auch für Larven vieler anderer Insekten, die in trockenen Halmen und Krautstängeln monatelang bis zur nächste Saison heranwachsen und überdauern.
„Trocken“ heisst also nicht zwangsläufig unbelebt, sondern ist noch wertvoller Lebensraum.
Fotos vom 16. Juni 2021 auf einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Gebänderte Langhornmotte, das Weibchen dazu

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Am 11. Juni 2021 zeigte ich> eine männliche Gebänderte Langhornmotte Nemophora degeerella, auch Degeers Langfühler genannt, deren immens lange Fühler etwa der 4-fachen Flügel-Länge entsprechen; um direkt zu vergleichen, habe ich das Foto als erstes Bild noch einmal in diesem Beitrag eingefügt:

2021-06-04 LüchowSss Garten Degeers Langfühler (Nemophora degeerella), auch Gebänderte Langhornmotte, Männchen

Die Art aus der Familie der Miniersackmotten Incurvariidae ist dämmerungs- und tagaktiv und fliegt mit einer Generation zwischen Mai und Juli. Noch einmal ein besseres Foto von einem Weibchen zu bekommen, ist mir leider nicht gelungen, denn sie lassen sich schon seit einigen Tagen nicht mehr blicken. Dieses zweite Foto muss daher genügen, um zu zeigen, dass die Fühler der Weibchen viel kürzer sind und „nur“ ungefähr die eineinhalbfache Länge  der Flügel aufweisen:

2021-06-13 LüchowSss Garten Degeers Langfühler bzw.Gebänderte Langhornmotte (Nemophora degeerella), weibl.

Auf dem jüngeren, zweiten Foto ist also eine weibliche Langhornmotte zu sehen. Ich nehme an, die Männchen und Weibchen haben einander vor ihrem Verschwinden getroffen, so dass die Nachkommen der seltsamen Tierchen im kommenden Frühsommer wieder an dieser Stelle anzutreffen sein werden. – Das zweite Foto ist vom 13. Juni 2021, aufgenommen im selben schattigen Bereich direkt am Rande von Sträuchern wie das erste, im Garten Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Gewürz-Salbei und Steppensalbei und welche, die ihn mögen

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Zuerst waren es nur die lilafarbenen Blüten des Echten bzw. Garten- oder Gewürz-Salbeis Salvia officinalis, die Anziehungskraft auf sechs- und achtbeinige Tierchen ausübten:

Neuerdings sind die dunkler violetten, kleineren Blüten vom Hain- bzw. Stepensalbei Salvia nemorosa hinzugekommen, die ebenfalls von den Wild- und Wollbienen besucht werden, aber auch von Pollenkäfern und noch mehr von winzigen kleinen, ebenfalls schwarzen Wildbienen oder Wespchen:

Eines meiner Lieblingsbilder ist natürlich wieder die Veränderliche Krabbenspinne Misumena vatia in der Gewürz-Salbeiblüte, aber dass ich fgleich zweimal eine der ruckhaft fliegenden Garten-Wollbiene Anthidium manicatum an beiden Salbei-Arten erwischen konnte, freut mich auch sehr. – Die Fotos sind zwischen dem 9. und 21. Juni 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Bocksbart, Ferkelkraut, Mausohr-und Orangerotes Habichtskraut

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Zum Ende des Monats Mai begann der Wiesen-Bocksbart zu blühen und seit Junibeginn zeigen sich wieder die Blüten von Wiesen-Bocksbart Tragopogon pratensis, Gewöhlichem Ferkelkraut Hypochaeris radicata, Mausohr-Habichtskraut Hieracium pilosella und Orangerotem Habichtskraut Hieracium aurantiacum.

Auf den Bildern 1 + 2 sind Blüten vom Wiesen-Bocksbart Tragopogon pratensis zu sehen, mit einer Goldgelben oder Goldglänzenden Furchenbiene Halictus subauratus, meine ich zumindest.

Die Bilder 3 + 4 zeigen Gewöhliches Ferkelkraut Hypochaeris radicata mit einer kleineren, dunkleren, bauchsammelnden Furchenbiene, sowie vielen kleinen und winzigen Insekten, die besonders vom Ferkelkraut extrem begeistert sind.

Auf den Bildern 5 + 6 leuchten die hellgelben Blüten des Mausohr-, Langhaarigen oder Kleinen Habichtskrauts Hieracium pilosella, auch wieder mit Furchenbiene. Die Blüten schliessen bei sonnig-heissem Wetter gegen Mittag.

Dass sich auf den Bildern 7 + 8 kein Insekt auf dem Orangeroten Habichtskraut Hieracium aurantiacum blicken lässt, ist Zufall oder liegt am Schatten. Leider gibt es kaum welches im Garten, irgendetwas passt nicht mehr.

Die Fotos sind zwischen demm 28. Mai und 10. Juni 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Zierliche bzw. Glänzende Blütenprachtkäfer

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Im Garten sehe ich sie häufiger, aber  die Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula stehen unter Naturschutz, weil sie wegen Pestizideinsatz, der Beseitigung von Totholz bei Obstbäumen und dem häufige Schneiden von Schlehenhecken in der Feldflur kaum noch Lebensraum finden, in dem die Larven bis zur Verpuppung unter der Rinde frisch abgestorbener Äste mehrere Jahre lang heranwachsen können. Manchmal wird der Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula auch Kleiner Kirschbaum-Prachtkäfer genannt.

Seit Ende Mai finde ich die hübschen, metallisch schimmernden Käferchen auf den Blüten der Wiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare und dem Hohen bzw. Aufrechten Fingerkraut Potentilla recta (Bilder 1 + 2 oben), sowie denen vom Scharfen Hahnenfuss Ranunculus acris (Bilder 3 + 4 unten).

Die Käfer sind zwischen etwas mehr als 5 und weniger als 8 mm gross, dabei die Männchen an Kopf, Halsschild und Flügeldecken gänzlich grün bzw- erzfarbig s.o., bei den Weibchen können Kopf und Halsschild rot, goldgrün oder messingfarben sein, sind die Flügeldecken hingewgen immer blaugrün. Bei den grünen Exemplaren auf meinen Bildern denke ich, dass es sich um Männchen handelt.
Die Fotos sind aus dem Zeitraum vom 24. Mai bis 2. Juni 2021, aufgenommen auf den Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Amsel-Wellness

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Es gibt keinen Grund zur Besorgnis, sieht man eine Amsel so in der Sonne liegen: diese weibliche Amsel Turdus merula fand ich morgens im Gras am Rande einer Wieseninsel bei einem wohltuenden Sonnenbad:

2021-05-28 LüchowSss Garten Amsel (Turdus merula) beim Sonnenbaden

Das Weibchen kann es brauchen, denn im nahen Bauernjasmin gibt es bereits wieder ein neues Nest. – Foto vom Morgen des 28. Mai 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Kleine Spinne am Wasserdost

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An den jungen Blättern vom Wasserdost Eupatorium cannabinum entdeckte ich eine kleine, zarte Spinne, weissgrundig der Leib, mit grünlich-gelbem und schwarzem Muster, von der ich vermute, dass es sich um eine weibliche Baldachinspinne handelt, sicher bin ich mir allerdings nicht, in der Grössenordnung finde ich es sehr schwierig.

2021-05-22 LüchowSss Garten vermutl. Baldachinspinne an Wasserdostblatt

Sie ist ja mit ihrem Netzbau auch noch nicht weit gekommen um sich dadurch auszuweisen. Baldachinspinnen Linyphiidae legen sowohl Stolperfäden an, als auch darunter die eigentlichen „Fangteppiche“ aus kuppelförmigen Netzen, in die das Insekt durch das Stolpern herunterfallen soll und somit zur Beute der Spinne wird.

2021-05-22 LüchowSss Garten vermutl. Baldachinspinne an Wasserdostblatt

Solche in Bodennähe horizontal gebauten Baldachinspinnennetze hat jeder schon auf Wiesen gesehen, wenn sie von Wassertröpfchen sichtbar gemacht werden. Vielleicht finde ich die Kleine ja bald an dieser Stelle wieder und kann dann mehr über sie erfahren, falls ein Regenguss sie nicht schon wieder woanders hin geschwemmt hat.
Die Fotos sind vom 22. Mai 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.