Kronenlichtnelken mit verschiedenen Insekten

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Es ist wieder Zeit für einen Beitrag mit Vexier- oder Kronen-Lichtnelken Lychnis coronaria und einige Besucher ihrer Blüten. Die weissen und magentafarbenen oder auch karmesinroten Blüten der Kronen-Lichtnelken Lychnis coronaria hatten im Juni noch nicht so viele Insekten angezogen, aber seit Juli-Beginn gab es immer mehr Gelegenheiten, dort Besucher zu fotografieren:

Bilder 1 + 6: Kronenlichtnelken Lychnis coronaria mit einem Zitronenfalter Gonepteryx rhamni,
Bild 2: eine Kronenlichtnelke in Weiss,
Bild 3: ob die Frass-Spuren wohl von der kleinen Heupferd-Tettigonia viridissima-Nymphe stammen?
Bilder 4 + 7: bei dem blauviolett schimmernden Blattkäfer bin ich nicht sicher, ob es sich nicht eventuell um einen wärmeliebenden Himmelblauen Blattkäfer Chrysolina coerulans handelt, der hier im Norden bisher noch wenig verbreitet sein soll.
Bild 5: blaugrün und rot schimmert die Gemeine oder auch Feuer-Goldwespe Chrysis ignita.
Bild 8: und zuletzt hat auch eine Mondfleck-Feldschwebfliege Eupeodes luniger eine Blüte besucht.

Die Fotos sind zwischen dem 4. und 11. Juli 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Feinstrahl mit Insekten im Juli

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Die Blüten des Feinstrahls bzw. des Weissen oder Einjährigen Berufkrauts Erigeron annuus ziehen selten grössere Insekten an, wie Bienen, Hummeln und  Tagfalter. Der Rapsweissling von Bild 1 ist eine Ausnahme. Kleine Bienen, Fliegen, Käfer und Wespen sind die Hauptbesucher der kleinen Blüten:

Seit fast einem Dutzend Jahren lasse ich den Feinstrahl im Garten weitgehend freie Platzwahl. Er erscheint durch Selbstaussaat auf Wieseninseln, zwischen Sträuchern oder Stauden in den Beeten, bevorzugt auf offenem Boden. Deshalb kommt er in den Wieseninseln nur vereinzelt hoch. Aber wenn er einmal blüht, begleiten die weissgelben Blüten das Gartenjahr vom Frühsommer bis in den Spätherbst bzw. zum ersten ernstzunehmenden Frost, wenn der spät eintritt, blüht der Feinstrahl auch bis Weihnachten – ist alles schon vorgekommen.
Die Fotos sind zwischen dem 2. und 24. Juli 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern und besseren Lesen der Untertitel anklicken.

Feinstrahl und Insekten

Allgemein

Feinstrahl Erigeron annuus, auch Einjähriges bzw. Weisses Berufkraut genannt, ist ein Mitglied der Korbblütler-Familie Asteraceae. Im 18. Jahrhundert wurde es als Zierpflanze aus Nordamerika in Europa eingeführt. Verschiedentlich hat es in Europa den Weg auis den Gärten in die Natur genommen und der Zierwert ist in Vergessenheit geraten. Aber ich finde ihn im Garten zusammen mit anderen Sommerblumen sehr attraktiv, vor allem, wenn sie dicht beieinander stehen:

2021-07-04 LüchowSss Garten Feinstrahl + Vexiernelken + Kleinblütige Königskerze (1)

Feinstrahl (Erigeron annuus) + Vexiernelken (Silene coronaria) + Kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus)

Die je nach Standortbedingungen 50-100 hohen Stängel sehen einzeln mager aus, mehr ist mehr. Wie so oft, wenn ich „Unkraut“ wie Zierpflanzen behandle, sei angefügt, dass die Pflanzen sich an unerwünschten Stellen leicht auszupfen lassen, unerwartet, denn sie machen auch recht trockene Sommer gut mit. Für eine üppigere Ansicht stehen sie gut zusammen mit purpur- und karmesinroten Vexier- bzw. Kronenlichtnelken sowie hellgelben Kleinblütigen Königskerzen, wie auf Bild 1, oben …

2021-07-04 LüchowSss Garten Feinstrahl (Erigeron annuus) + Färberkamille (Anthemis tinctoria) + Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) + (Crepis cappilaris)

Feinstrahl (Erigeron annuus) + Färberkamillen (Anthemis tinctoria)+ Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) + Kleinköpfiger Pippau (Crepis cappilaris)

… oder mit den Färberkamillen, dem Echten Eisenkraut und dem Kleinköpfigen Pippau an einer anderen Stelle im Garten, auf dem zweiten Bild, das ich gestern > hier schon einmal zeigte.
Feinstrahl Erigeron annuus bzw. Einjähriges oder Weisses Berufkraut gehört zu den Blütenpflanzen, die selten grosse, aus der Ferne erkennbare Insekten anziehen, aber einer Vielzahl kleiner Insekten Nektar und Pollen bietet, für deren kleine Mundwerkzeuge manche grössere Blüten weniger ideal sind, seien es kleine Falter, Fliegen, Käfer, Schwebfliegen, Wildbienen oder Wespen, wie in der Galerie versammelt:

Dabei sind einige Spezialisten: bei Hedychrum rutilans zum Beispiel handelt es sich bei der hübschen, metallisch-bunten Goldwespe von Galerie-Bild 3 um eine Art, die sich auf das Parasitieren bei der Grabwespen spezialisiert hat, die man „Bienenwolf“ Philanthus nennt, indem sie ihre Eier in das Beutetier ablegt, mit dem die Grabwespe ihre eigene Larve versorgen will. Einen offiziellen deutschen Namen hat die buntschimmernde Goldwespenart nicht, aber wegen der besseren Eingängigkeit findet man sie oft als „Bienenwolf-Goldwespe“. Die Wespe selbst ernährt sich von Nektar und Pollen.

Auch extra bemerkenswert finde ich den eigentlich unscheinbaren, braun und schwarz gefärbten Kleinen Halsbock Pseudovadonia livida, auch Bleicher Blütenbock oder Gelbflügeliger Halsbock genannt, denn seine Larven entwickeln sich innerhalb von zwei Jahren in vom Nelken-Schwindling oder Rasen-Schwindling Marasmius oreades durchwachsener Humuserde (diese Pilze gedeihen bei mir im Rasen) und erscheinen als fertige Imagos zwischen Mai und Anfang Juli. Die Käfer besuchen vor allem Doldenblütler wie Schafgarbe und Skabiosen: Doppelcheck, die wachsen auf den Wieseninseln.

Wegen der im Juni besonders zahlreich blühenden Skabiosenart sind vermutlich auch gerade die flatterhaften, kleinen, metallisch schimmernden Witwenblumen-Langhornfalter bzw. Skabiosen-Langhornmotte Nemophora metallica im Garten rund um diese betreffende Wieseninsel besonders zahlreich, sie tanzen überall um die etwas höhere Vegetation herum und suchen gern die Blüten des Feinstrahls auf, siehe Galeriebilder 13 + 14.

Von einigen der in der Galerie zusammengefassten Arten heisst es, sie würden gern Doldenblütler und Skabiosen, aber auch Korbblütler aufsuchen, und es scheint, der Feinstrahl ist so etwas wie ein idealer Kompromiss, wenn von den anderen gerade nicht so viel blüht. Auch der hier neuerdings ab und zu aufkreuzende Glattschieniger Pinselkäfer Trichius gallicus auf den Galerie-Bildern 19 + 20 gehört zu diesen. Obwohl ich ihn eher auf den Brombeerblüten erwartet hätte, zog er das Plätzchen mit Feinstrahl vor – der duftet aber auch ein bisschen blumig, vielleicht liegt es daran.

Die Fotos sind zwischen dem 18. Juni und 4. Juli 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Kronenlichtnelken, purpurn und weiss

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Die Vexier- oder Kronen-Lichtnelken Lychnis coronaria in den dunklen Farbtönen erhalten und vermehren sich  durch Selbstaussaat schon seit Jahrzehnten, haben auch die Veränderung durch Neubau und Neuanlage überstanden. Meistens lasse ich sie, wo sie erscheinen, die filzigen Blattrosetten der zweijährigen bis länger ausdauernden Pflanze lassen sich aber leicht verpflanzen.

Die weissen und magentafarbenen oder auch karmesinroten Blüten der Kronen-Lichtnelken Lychnis coronaria sowie ihre marmorierten Varianten werden auf ihren filzig behaarten, sich sperrig verzeigenden Stängeln, denen sie den Namen „Vexier-“ verdanken, seit Junibeginn immer mehr. Seit ich vor etwa drei Jahren auch eine weisse Sorte hinzugefügt habe, erscheinen auch hellere, in verschiedener Ausprägung hell marmorierte Blüten. Leider lassen sich die in anderen Jahren doch zahlreichen Insektenbesucher an diesen Blüten momentan eher selten blicken.
Die Fotos sind zwischen dem 16. und 24. Juni 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Kronenlichtnelken zum 1. Advent

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Es gibt noch immer blühende Kronen-Lichtnelken bzw. Vexiernelken Lychnis coronaria  im Garten, vor allem im Schutz  des grossen Bauernjasmin halten sich noch etliche Blüten, die je nach Licht magentafarben oder karmesinrot wirken, mit bräunlichen Stellen wo der Frost sich schon in den roten Samt verbissen hatte.

Die blütentragenden Stängel stehen zwischen braunen mit bereits geöffneten Samenkapseln, für die nächstjährige Generation ist schon gesorgt. – Fotos vom 1. Advent am 29. November 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Purpur und Rosa im November

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Purpur und Rosa gelten nicht gerade als Herbstfarben, aber sie können im November einen beachtlichen Anteil an Farbpunkten für sich verbuchen. Manche davon waren „letzte Blüten“, aber andere haben vor neue Blüten nachzubilden, bis sie von winterlichen Temperaturen gestoppt werden.


Für die Galerie habe ich versucht, trotz formaler Überlegungen die zeitliche Abfolge einigermassen zu berücksichtigen, so dass die ältesten Fotos vom Novemberanfang oben, die jüngsten in der Reihenfolge unten stehen, die letzten Bilder sind sogar von heute. Die meisten von den gezeigten Blütenpflanzen blühen vereinzelt immernoch, lediglich der Schmetterlingsflieder hat sein Blühen nun vollkommen eingestellt, dafür ist der Erdrauch ein ausgesprochener „Spätaufsteher“, der gerade erst richtig in Form kommt.
Die im Beitrag zusammengefassten Fotos wurden im Garten zwischen dem 3. und dem 23. November 2020 aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken, ihre Untertitel sind oft noch genauer als hier auf den ersten Blick erkennbar.

Kronenlichtnelken im Oktober

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Die weithin purpurfarben leuchtenden Blüten der Kronen-Lichtnelken werden weniger und ihre filzigen Stängel braun:

2020-10-01 LüchowSss Garten Kronenlichtnelke bzw. Vexiernelke (Lychnis coronaria)

Ihre goldbraunen Samenkapseln haben sich vielfach schon geöffnet und die Saat verstreut, fürs nächste und übernächste Jahr. – Foto vom 1. Oktober 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Weil sie da sind, muss ich sie fotografieren: die Winterlibellen Sympecma fusca

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Die Winterlibellen Sympecma fusca im Garten kann ich einfach nicht ignorieren, wenn sie herumschwirren, wo ich mich gerade mit der Kamera aufhalte; weil sie da sind, muss ich sie fotografieren, das geht gar nicht anders.

Wie schon in anderen Beiträgen zuvor, z.B. > hier erwähnt, erkennt man Winterlibellen recht leicht daran, dass sie in Ruhe alle Flügel geschlossen auf die gleiche Seite neben ihren Hinterleib legen. – Fotos vom 7. September 2020, an Vexiernelken-Stängeln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.