Variabler Flach-Marienkäfer

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Die kleinen Variablen Flach-Marienkäfer Hippodamia variegata sind in diesem Garten-Jahr zu meiner persönlichen Marienkäfer-Art des Jahres geworden, denn so viele dieser lediglich 3 – 5,5 mm langen, länglich-ovalen und dabei nur wenig gewölbten Blatt- und Schildlausvertilger wie in diesem Jahr habe ich vorher noch nie gesehen. Auf dem ersten Bild sitzt gerade einer so günstig auf einem Sauerkirschblatt, dass man das Punktemuster gut überblicken kann.

Sie sehen unverwechselbar aus, nicht nur wegen der Form, sondern auch wegen der verschieden grossen, schwarzen Punkten, die nicht bei jedem dieser Käfer gleich gross und gleich viele sind. Typisch sind ausserdem die beiden weisslichen Punkten auf dem Halsschild, wobei das „Weiss“ auch mal geblicher ausfallen kann.
Es heisst, man könne sie bis Oktober beobachten. Es kommen aber auf jeden Fall noch neue Imagos dazu, es gibt auch noch einige Puppen der Art, wie auf Bild 2 und dem Purpursalbei zu sehen:

Fest steht: bei mir im Garten waren im Jahr 2019 ware zwar kurzfristig die Asiatschen Marienkäfer am stärksten vertreten, langfristig und bis jetzt anhaltend sind es aber die heimischen Arten, wie eben der Variable Flach-Marienkäfer und der grössere und bekanntere Siebenpunkt, die durchgehalten und sich sichtlich vermehrt haben. Wäre interessant zu wissen, wie das kommt.
Fotos vom 3. Oktober 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte anklicken.

Variable Flach-Marienkäfern u.a.

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Wohin sie nach dem Aufenthalt auf dem Fenchel nach dessen Reife umgezogen sein mochten, bemerkte ich lange nicht, aber nun habe ich die kleinen Variablen Flach-Marienkäfer Hippodamia variegata unweit davon in grösserer Zahl auf dem Purpursalbei Salvia officinalis ‚Purpurea‘ entdeckt:

Die kleinen Blatt- und Schildlausvertilger sind länglich-oval, lediglich 3 – 5,5 mm lang, nur wenig gewölbt. Die beiden weisslichen Punkten auf dem Halsschild sind typisch, auch mal geblicher, die ohnehin verschieden grossen, schwarzen Punkte sind nicht bei jedem dieser Käfer gleich gleich gross – daher der Name. Bis Oktober kann ich sie wohl noch beobachten, wenn ich die kleinen Dinger nicht wieder aus den Augen verliere. Mit blossem Auge habe ich übrigens nicht erkennen können, welche Beutetierchen den Salbei für die Marienkäfer so interessant macht. Aber auch die Braune Krabbenspinne bzw. Buschkrabbenspinne Xysticus cristatus von Bild 4, und mehr als nur diese eine Listspinnen Pisaura mirabilis von Bild 1 fanden den Aufenthaltsort gut für sich.

Fotos vom 6. und 8. September 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Der Kandelaber-Ehrenpreis gebührt den Variablen Flach-Marienkäfern

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Der erste Kandelaber-Ehrenpreis Veronicastrum virginicum blühte Mitte Juni an einer windgeschützten Stelle hinter dem Bauernjasmin auf, da waren die anderen Knospen noch sehr unterentwickelt. Aber nun geht es nicht nur schneller, sondern die Blütenkerzen präsentieren mir auch überall eine weitere Marienkäfer-Art, die bisher noch nicht aufgefallen war, sich aber nun sehr auffällig benimmt: die Variablen Flach-Marienkäfer Hippodamia variegata.

Bei den Variablen Flach-Marienkäfern bzw. Veränderlichen Marienkäfern Hippodamia variegata handelt es sich um kleine Blatt- und Schildlausvertilger. Es ist eine 3 bis 5,5 mm kleine, wenig gewölbte und vor allem heimische, aber dennoch inzwischen kosmopolitische Art, mit diesen charakteristischen beiden weisslichen Punkten auf dem Halsschild. Die schwarzen Punkte können mal mehr, mal weniger sein, grösser oder kleiner, der Halsschild mal gelblicher oder weisser – daher der Name.
Bevorzugt werden eher trockene Habitate wie Felder, Gärten, Wiesen, Stauden, gewöhnlich etwa von April bis Oktober.
Die Art ist nicht selten, kommt aber weniger häufiger vor als die der Siebenpunkte. Wobei es ganz so aussieht, als würden die Tierchen ehrgeizig an dieser Statistik arbeiten, dafür gebührt ihnen schon ein Kandelaber-Ehrenpreis – und überhaupt: was weiss man schon über das Liebesleben von Marienkäfern?

Einen ersten Käfer dieser Art sah ich übrigens schon Ende März, zwischen den himmelblauen Blüten der Frühlings-Nabelnüsschen > hier, und schrieb unter anderem dazu: „… dass ich voriges Jahr fast keine Marienkäfer gesehen habe, weder im Garten, noch ausserhalb. Ich hoffe in ihrem Sinne, dass es in diesem Jahr besser um die Blattlauspopulation bestellt ist, denn das ist schon ein befremdliches Gefühl, ohne Marienkäfer zu sein.“

Meine Hoffnungen und die Bedürfnisse der Marienkäfer erfüllen sich bisher prächtig, und die beiden Fotos sind von heute Nachmittag, 22. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.