Gemeine Breitstirnblasenkopffliege auf Strand-Grasnelke

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Die Gemeine Breitstirnblasenkopffliege Sicus ferrugineus Art wird manchmal auch ‚Rostbrauner Krummleib‘ genannt: das beschreibt ihr Aussehen mit dem unter den Leib gezogenen Hinterleib perfekt. Auf diese Weise verbirgt die Fliege ihren Legestachel, denn nach der Paarung überfällt das Weibchen eine vorbeikommende Hummel, in injiziert ihr damit ein Ei in den Hinterleib, aus dem sich eine innenparasitische Larve entwickelt.

2021-06-16 LüchowSss Garten Strand-Grasnelke (Armeria maritima) + Gemeine Breitstirnblasenkopffliege (Sicus ferrugineus)

Die Gemeinen Breitstirnblasenkopffliegen Sicus ferrugineus fliegen zwischen Mai und August, ihre Aufenthaltsorte sind von Wald oder Gehölzen begleitete Wegsäume, Brachen und Wiesen, also gibt es sie auch seit Jahren immer wieder auf den Wieseninseln im Garten. Dort besuchen sie Blüten wegen des Nektars und um dort ankommende Hummeln zu erwarten. – Auf dem Foto vom 16. Juni 2021 habe ich so eine Gemeine Breitstirnblasenkopffliege auf einer Strand-Grasnelke Armeria maritima im Garten angetroffen,  Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Frühjanuarsvormittag

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Die blasse Sonne hat in diesen frühen Januartagen nur wenig Durchsetzungsvermögen. Auch am Vormittag des 2. Januar schaffte sie es kaum, aus dem Wolkenbett und in die Höhe zu kommen, als auf den Bildern zu sehen ist:

Trotzdem habe ich die Taschenkamera auf den Einmal-um-den-Acker-Spaziergang mit Bongo mitgenommen, um ein paar Bilder vom ruhigen Jahresbeginn aus der müdfarbigen Feldmark mit nach Hause zu bringen.

Am lautesten waren Saatkrähen zu hören, die den hellbrüstigen Mäusebussard beschimpften, der sie vom Weidepfahl aus beobachtete und gelegentlich versuchte, ihnen Futter streitig zu machen.

Wir kamen auch an der vom Specht gezeichneten Eberesche vorüber, an der ich zuletzt kurz vor Weihnachten die Arbeiten des Vogels und die Orangeroten Kammpilze genauer fotografiert hatte, vergleiche > hier.

Diese Fotos sind vom Vormittag des 2. Januar 2021, aufgenommen in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Man kann die kleinen Bilder durch Anklicken auf ihr hochgeladenes Mass vergrössern.

2020-12-18 bei LüchowSss Spaziergang Eberesche m. Orangerotem Kammpilz (Phlebia radiata) + Gelbflechten

Spechtarbeiten und Orangerote Kammpilze

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Nicht nur an meiner abgestorbenen Eiche im Garten arbeitet ein Specht, dass die Fetzen fliegen. Auch auf einem Spaziergang durch die Feldmark „riss es mich“ geradezu, als ich nur wenige Tage, nachdem ich zulezt an einer im vorigen Sommer abgestorbenen Eberesche Sorbus aucuparia vorbeikam, diese nun wild zerfetzt vorfand …

… und ausserdem von verschiedenen Pilzen besetzt, die zusammen mit den vorher schon vorhanden gewesenen Flechten auf dem Stamm der Eberesche nun ein buntes Bild abgeben, und zusammen mit dem vom Specht verwüsteten Holz wirkt das, zusammen mit der Geschwindigkeit der Erscheinungen, frappierend.

Die seitlich aus dem Stamm spriessenden, hellbraunen Stammpilze erinnern mit ihrem Wuchs zwar an Austern- oder andere Seitlinge, sind aber nicht so kahl; es könnte sich um eine Knäuelings-Art Panus spec. handeln, Laubholz-Knäuelinge vielleicht. Der sonstige Bewuchs ist auch spannend, Bekanntes und Unbekanntes bunt miteinander:

Die grünlichgelben Farbtöne von Gelbflechten (s.o.) und blaugrünen Blattflechten (s.u.) kontrastieren mit dem Orangeroten Kammpilz Phlebia radiata. Der saprobiontische Krustenpilz erscheint an der Oberfläche in verschiedenen Grössen und Formen, die sich kleinteilig den Löchern und Rissen anpassen, aus denen sie hervorkommen:

Es wird spannend sein, die Entwicklungen an diesem Baum weiter zu beobachten, denn der Stammdurchmesser ist mit 30 cm recht gering, und dem Specht bietet das weiche und pilzmürbe Holz einer Eberesche wahrscheinlich weniger Widerstand als eine zwei- bis dreimal so dicke Eiche. Ich hoffe, er fällt nicht so schnell der Aufräumwut zum Opfer.

Die Fotos sind diesmal vom 18. Dezember 2020, aufgenommen am Wegrand in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Gemeine Breitstirnblasenkopffliege 

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Es ist eine seltsame Gestalt, die rostbraune Gemeine Breitstirnblasenkopffliege Sicus ferrugineus mit der gelblichen Stirnpartie und dem unter den Leib gezogenen Hinterleib. Damit verbirgt die Fliege ihren Legestachel und ihre Absichten, denn nach der Paarung stürzt sich das Weibchen auf eine vorbeikommende Hummel, um ihr ein Ei in den Hinterleib zu injizieren, aus dem sich eine innenparasitische Larve entwickeln wird. Die Vorstellung ist weniger hübsch als der drollige Anblick auf der Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca:

2020-07-21 LüchowSss Garten Gelb-Skabiosen (Scabiosa ochroleuca) + Gemeine Breitstirnblasenkopffliege (Sicus ferrugineus) (1x4)

Die Art wird gelegentlich auch ‚Rostbrauner Krummleib‘ genannt. Sie fliegt zwischen Mai und August an Wald- und von Gebüsch begleiteten Wegsäumen, auf Brachen und Wiesen und eben auch auf den Wieseninseln in meinem Garten.
Da Hummeln gern Blüten von Korbblütlern und Kardengewächsen besuchen, findet man auch die Gemeinen Breitstirnblasenkopffliegen bevorzugt dort, wegen des Nektars und wegen der o.g. Möglichkeiten, den unfreiwilligen Hummeln den tödlichen Fliegennachwuchs aufzudrängen. – Fotos vom 21. Juli 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.