Fast in Weiss

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Die duftenden Blütendolden des Schwarzen Holunders Sambucus nigra ziehen Insekten an, und infolgedessen auch jene, die Insekten zum Fressen gern haben:

2021-06-07 LüchowSss Garten Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) + Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) + Beuteinsekt (2)

Die Veränderlicher Krabbenspinne Misumena vatia hat auf ihrem perfekten Platz eine Raupenfliege erbeutet , wegen deren orangerotem Hinterleib ich überhaupt erst auf die weisse Spinne zwischen den weissen Blüten aufmerksam wurde . –  Foto  vom 7. Juni 2021, aufgenommen am Schwarzen Holunder im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Eine struppige Erscheinung

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Wahrscheinlich  gehört diese struppige Fliegen-Erscheinung zur artenreichen Familie der Raupenfliegen Tachinidae. Weil ich aber nicht genug von ihre gesehen habe, weiss ich nichts Näheres über sie.

2021-06-07 LüchowSss Garten Gewöhnlicher Schneeball + unbest. Raupenfliege

Charmant sieht sie zwar nicht gerade nicht aus, aber in diesem Jahr sind selbst die Fliegen rar, und daher zählt jede einzelne, die ich zu sehen und vor die Linse bekomme.
Foto vom 7. Juni 2021 auf den Blüten des Gewöhnlichen Schneeballs Viburnum opulus im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Hahnendorn mit Besuchern

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Im späten Mai entdecket ich auf dem Laub vom Hahnendorn bzw. Hahnensporn-Weißdorn Crataegus crus-galli eine kleine, haarige und schwarze Raupe, für eine Bestimmung noch klein, aber sonst war noch nicht viel „Insektenverkehr“ zu beobachten. Heute früh fand ich die weissen Blüten mit den purpurfarbenen Pollensäckchen geöffnet, und bis mittags habe ich einige Fotos für diese Besucher-Galerie gesammelt:

 

Und das sind nur die Fotos, die recht gut ausgefallen sind, es waren noch einige weitere Insekten „an Bord“, Käfer, Fliegen und Bienen, bei denen ich mit den Aufnahmen weniger Glück hatte.
Die Hahnendorn-Dornen, die hier und da auch zu sehen sind, sind etwa 5 cm lang, so dass ich manchmal einfach nicht zwischen die Zweige greifen mochte, um Bilder zu bekommen.
Das Raupen-Foto ist vom 23. Mai, die anderen Insektenbilder sind vom 4. Juni 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Herbstastern & Insekten Anfang November

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Das kräftige Lila der violetten Neubelgischen Glattblattastern Symphyotrichum novi-belgii entlang des Gartenzauns ist nach deren langer Blühphase ab Mitte August bis auf unauffällige Einzelblüten weitgehend und überraschend schnell verblüht und verschwunden. Das ausbleichende Blasslila der Asiatischen Wildastern ‚Asran‘ hält noch immer durch und das hochwachsende und sich dann niederlegende weissblühende „Novemberkraut“ Symphyotrichum spec., wie ich es gern nenne, wahrscheinlich wäre es richtiger als eine sogenannte Bunte Glattblattaster, Aster × versicolor, es breitet sich wie eine grüne, weissgekrönte Welle aus.
Wenn es nicht regnet, bekommen sie alle auch bei bedecktem Himmel immernoch Besuch von Honigbienen, Fliegen, Schwebfliegen und ein paar letzten Kurzkopfwespen.

 

Das Durchhaltevermögen der Ageratum-Astern Aster ageratoides ‚Astran‘ übersteigt in diesem Herbst alle ihre bisherigen Saisons, seit ich sie überhaupt im Garten habe. Gekauft und an den Platz unter den Birken gepflanzt habe ich sie im September 2014, also vor etwas mehr als sechs Jahren. Bisher waren sie im Spätsommer die ersten Astern am Start, aber auch die ersten, die ihre Blütezeit beendeten. Von den kleinen Teppich-Myrtenastern Symphyotrichum ericoides ‚Snowflurry‘ bin ich ein bisschen enttäuscht, die hätten eigentlich nicht so schnell ihren Höhepunkt überschreiten dürfen, aber Regen scheint den winzigen Blüten nicht zu bekommen.

Alles in allem ist aber die spätsommerliche und herbstliche Blüte der Staudenastern trotz des trockenen Sommers in diesem Jahr unerwartet besser als im vorigen Jahr und sogar ganz besonders schön ausgefallen. Im Frühjahr werde ich wahrscheinlich wieder einige Ableger nehmen und meine Reihe entlang des Gartenzauns dort fortsetzen, wo ich bisher noch keine Herbstastern habe. Es sind ja nicht nur die Insekten, die sich gern dort aufhalten, sondern auch Vögel wuseln gern auf Nahrungssuche zwischen den heckenähnlichen Staudenstängeln umher. Weil ich die trockenen Stängel über den Winter stehenlasse, geben sie einen dichten, heckenähnlichen Schutz.

Die Fotos wurden zwischen dem 2. und 8. November 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Goldrutenliebhabergalerie

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An den gelben Blütenwedeln der Kanadischen Goldrute Solidago canadensis sind immer viele, meistens kleinere Insekten zu sehen, und alle so durcheinander wie in der folgenden Galerie: da sind verschiedene, kleine Wespenarten, aber auch unterschiedliche Fliegen und Schwebfliegen fühlen sich von ihnen besonders angezogen. Gelegentlich kommen auch Wildbienen, oder kleine Käfer hinzu. Ich entdeckte auch eine winzige Häuschenschnecke und eine kleine Spinne, die zwischen den verzweigten Blütenstängeln auf einen der anderen Besucher wartete.

 

Der Trockenrasen-Marienkäfer auf dem letzten Bild der umfangreichen Galereie hatte > hier bereits einen Extra-Auftritt, jedoch finden Marien- und andere Käfer eher selten zu den Goldruten. Vorwiegend fallen dort die vielen Wespchen und Raupenfliegen auf, die selbst von Nektar leicht zugänglicher Blüten leben, während ihre Larven mit tierischer Nahrung heranwachsen.
Die Fotos sind zwischen dem 11. und 20. August 2020 an verschiedenen Goldruten-Standorten im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern und Lesen der ausführlicheren Untertitel anklicken.

Auch für den Wilden Dost ist die Hauptblütezeit bald vorüber

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Auch für den Wilden Dost bzw. Oregano Origanum vulgare ist die Hauptblütezeit nach vier Wochen bald vorüber, es stehen inzwischen mehr abgeblühte Stängel im Garten als noch mit Blüten besetzt sind. Dies sind Fotos aus den vergangenen beiden Wochen, inklusive heute Vormittag:

 

Noch sind Hummeln, Bienen, Schmetterlinge, Schweb- und andere Fliegen an den rosa Blüten zugange, aber es stehen bereits ganze Partien der Wildstaude in den Wieseninseln blütenlos.
Mein besonderes Highlight in der Galerie ist mir erst heute Vormittag zum ersten Mal begegnet, nämlich der Kleine Weiden-Glasflügler Synanthedon formicaeformis, auch Ameisen-Glasflügler genannt, der auf den Bildern 15 und 19 zu sehen ist. Der kleine Schmetterling ist in Wirklichkeit sehr klein, 20 mm Flügelspannweite sollen es sein.

Die Fotos sind im Zeitraum zwischen dem 31. Juli und 14. August 2020 aufgenommen, natürlich wieder an verschiedenen Stellen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern und Lesen der Untertitel mit Namen – soweit sie mir bekannt sind – anklicken.

Eine kleine Raupenfliege: Gymnosoma rotundatum

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Sie misst zwar nur 6 – 8 mm, aber durch ihren orangefarbenen, kugeligen Hinterleib mit den schwarzen Punkten kann die kleine Fliege während der Sommermonate dennoch leicht ins Auge fallen. Die Art hat anscheinend keinen deutschen Namen, nur den wissenschaftlichen: Gymnosoma rotundatum, und gehört zur Familie der Raupenfliegen Tachinidae. Die Larven parasitieren aber keine Schmetterlingsraupen, sondern hauptsächlich Baumwanzen.

2020-06-29 LüchowSss Garten Raupenfliege Gymnosoma rotundatum

Die ausgewachsenen Tiere, die Imagos von Gymnosoma rotundatum leben von Nektar und Pollen verschiedener Pflanzen, gerne Doldenblütlern. In der Nähe von Wanzen legen die Weibchen ihre Eier ab. Die Larven schlüpfen und suchen sich eine Wanze als Wirt für die Ernährung während ihrer nächsten Entwichlungstufe. Die Wanze stirbt erst, wenn der ihr innewohnende Endoparasit bzw. Schmarotzer im nächsten Frühjahr den Wirt verlässt, um sich für den letzten Schritt auf dem Weg zur fertigen Raupenfliege zu verpuppen. – Das Bild stammt vom 29. Juni 2020, und ich habe es auf einer der Wieseninseln im Garten fotografiert, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Mit Wiesen-Schafgarbe ist es nie langweilig

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Mit Wiesen-Schafgarbe Achillea millefolium im Garten ist es nie langweilig, denn die weissen Scheindolden der genügsamen Pflanze ziehen zwar nur selten grossen Insekten an, aber viele, nicht weniger interessante, kleine Arten:

 

In der Galerie sind Wildbienen zu sehen, Wespen, Käfer, Schwebfliegen und andere, ganz besondere Fliegen. Manchmal landen auch Falter dort, hier ist nur gerade kein Foto dabei. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken. Die Aufnahmen sind zwar, was Bildqualität und Benennungen der Arten betrifft, suboptimal, aber darum geht es mir nicht, sondern um Vielfalt, Erlebnismöglichkeiten und darum, wie schade es ist, die anpassungsfähige, trockenheitsgeeignete Wiesen-Schafgarbe in Gärten als Rasen-Unkraut zu verfolgen, statt ihr an einer Stelle Platz einzuräumen, wo sie hochwachsen und blühen kann.
Es muss nicht immer die im Fachhandel gekaufte, von dieser oder jener Korphäe empfohlene Saatmischung sein, die in eine aufwändige ausgekofferte und eigens vermagerte Neu-Anlage ausgebracht wird. Manchmal genügt es auch, Vorhandenes genauer anzusehen, ihm etwas Raum und Zeit zu geben und die Natur machen zu lassen.
Fotos vom 10. und 13. Juli 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.