Mittagsrunde

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Zur Zeit ist es wirklich spannend, die kleinen Dinge zu beobachten, an denen sich ablesen lässt, wie schnell die Tageswärme im Garten wirkt, vor allem am frühen Nachmittag, wenn die ersten Blüten in der Sonne geöffnet sind und frühe Insekten umherschwirren und die Möglichkeiten erkunden.

Bild 1: Immer mehr Schneeglöckchen Galanthus nivalis erscheinen auf kurzen Stängeln aus dem Gras entlang der Gehölzränder. Inzwischen habe ich den Überblick verloren, ob es Restbestände aus dem früheren Garten meiner Eltern sind, oder Zwiebelchen, die ich selbst mal in den Boden gebracht habe, denn sie erscheinen einfach „irgendwo“, wie es den Wühlmäusen gefallen hat, sie herumzuschieben, auf der Suche nach anderen, ungiftigen Blumenzwiebeln, die ihnen vermutlich besser geschnmeckt haben, weil sie keine Lebenszeichen mehr anzeigen.

Bild 2: Das Sparrige Kranzmoos Rhytidiadelphus squarrosus mit dem lustigeren Alias Sparriger Runzelpeter strotzt nur so von Lebenskraft, erinnert beinahe an Wasserpflanzen. Auf dem Foto bietet es den graubraunen Samen der Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca ein feuchtes Bett, wie man in der rechten Bildhälfte sehen kann. Ich hoffe auf Nachwuchs, denn von den überzeugend robusten Wildblumen habe ich noch längst nicht genug.

Bild 3: die rot blühende Zaubernuss-Kultursorte Hamamelis x intermedia blüht mit weitoffenen, nun etwas helleren Blüten, die als Besucher Fliegen und erste Blattläuse anziehen. Direkt in gerader Linie unterhalb der Fliege lässt sich eine hellgrüne Blattlaus mit langen Fühlern und Beinen entdecken. Ich vermute eine Grüne Pfirsichblattlaus Myzus persicae, von denen hatte ich bisher immer die meisten.

Bild 4: Die Europäische Stechpalme Ilex aquifolium weist bereits rosige Knospenanlagen für ihre diesjährige Blüten zwischen den glänzenden Blättern vor, obwohl es noch etliche Wochen dauern wird.
Spannend ist daran, dass ich im Spätherbst Zweige als Stecklinge in einen geschützt stehenden Kasten gesteckt habe, und hiermit anscheinend erste Zeichen des Erfolgs zu sehen bekomme, so dass ich sie hoffentlich im Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, auspflanzen kann.

Bild 5: Purpurrote Taubnessel Lamium purpureum in Blüte entdecke ich nach und nach auch an anderen Stellen im Garten. Diese Blüten stehen eventuellen Honigbienen oder Hummeln schon eher zur Verfügung, als die Winter- bzw. Schneeheidepflanzen Erica carnea Blüten hervorbringen können.
Eine erste Honigbiene sah ich bei dieser Mittagsrunde tatsächlich schon, aber das Blütenangebot in unserem Garten lohnt bisher noch keinen Besuch, da sind die geschützteren Nachbargärten wahrscheinlich schon einen Schritt weiter.

Die Fotos sind am 21. Februar 2021 bei einem Mittagsrundgang durch den Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in den Galerien anklicken.

Gartenrunde „mit Cladonia und Moos“

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Hier ist noch eine gemischte Gartenrunde, diesmal „mit Cladonia und Moos“ mit Zwinker-😉-Smilie an Almuth – und noch einige weitere Bilder von gestern, von Efeu mit schwarzen Beeren, einem braunen, zotteligen Pilz auf Holz, einer immernoch dem Frost Widerstand leistenden Gelb-Skabiose und dem in meinem Blog berüchtigten, aus dem Schnee wieder freigetauten Nörgel-Zwerg, der offenbar wegen des Wetters gute Laune hatte:

Bild 1: von unten herauffotografiert sieht es aus, als habe der mit schwarzen Beeren besetzte Efeu Hedera helix die gesamte Birke umschlossen, dem ist aber nicht so. Von den vielleicht knapp zwanzig Metern Gesamthöhe trägt nur etwa ein Drittel einen Efeupullover. Nachdem der Efeu schon etliche Jahrzehnte als ist und die neuen Triebe in der Altersform erscheinen, bleibt es wahrscheinlich auch dabei.

Bild 2: der hellbraune, etwas zottelige Pilz auf Holz könnte vielleicht zu den Schüpplingen Pholiota spec. gehören, normalerweise sind das saprobiontische Holzbewohner. Der Klotz, aus dem er hervorgekommen ist, müsste von der vor zwei Jahren, im Sommer 2019 abgestorbenen Eberesche stammen, eine Baumart, die neben Apfelbäumen gern vom Sparrigen Schüppling Pholiota squarrosa genommen wird. Vielleicht ist er’s ja.

Bild 3: trotz des Schnees und der zweiwöchigen, wirklich strengen Fröste ist es einer Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca mit Standort in Hausnähe gelungen, zwar malträtierte, aber immerhin erhaltene Blüten und Knospen zu bewahren. Vielleicht hat das Moosbett aus Sparrigem Runzelpeter Rhytidiadelphus squarrosus um ihren Wurzelbereich herum ihr dabei geholfen?

Bild 4: die silbriggrüne Becherflechte Cladonia pyxidata mit Moos beobachte ich schon viele Jahre auf einem alten Baumstumpf. Zwei Moosarten schmiegen sich um die Flechtentrompeten, nämlich Zypressenschlafmoos Hypnum cupressiforme (in der linken Bildseite) und ein, wie ich meine, Drehzahnmoos Tortula, mit langgestreckten Kapselstielen, ebenfalls ein Laubmoos.

Bild 5: Der Gartenzwerg ist aus dem Schnee wieder freigetaut, vielleicht hatte er sich solange mit Blättern der grünen Blattrosetten vom Fingerhut Digitais purpurea zugedeckt, bis er wieder ans Licht kam. Er wird öfters in meinen Blogs erwähnt, er hat sich schon im Mai 2013 an mich drangehängt. Mehr lesen über > Nörgel, den Gartenzwerg.

Die Foto sind sämtlich von gestern Vormittag, vom 20. Februar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galereie zum Vergrössern anklicken.

Verschieden, aber mit Ähnlichkeiten

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… – zumindest sind mir Gemeinsamkeiten von Formen aufgefallen und deshalb zeige sie in derselben Galerie:

 

1. Die Zweige vom Rosmarin Rosmarinus officinalis-Strauch im Beet am Haus trägt deutlich erkennbare, aber sicherlich noch einige Wochen geschlossen bleibende Blütenknospen.
2. Die purpurnen Blüten vom Gewöhnlichen Erdrauch Fumaria officinalis zeigen sich ebenfalls an einer geschützten Stelle, weshalb daran offenbar auch Blattläuse aktiv sind, und zusammen mit ihnen eine Florfliege im braunen Winterkleid, die dieses Nahrungsangebot nutzt.
3. Saftig vom Regen steht der Sparrigen Runzelpeter Rhytidiadelphus squarrosus da, ein Moos im Rasen, in dem Vögel gern herumpicken, zur Nahrungssuche und als Nistmaterial .
4. Die Fenchel Foeniculum vulgare-Stauden im Garten treiben an ihren geschützten Plätzen bereits wieder unten ihre frischen, hellgrünen und sehr lecker schmeckenden Fieder-Blätter aus.

Fotos vom 27. Februar 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Grün, Weiss und etwas über Moos

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Nach den weissgrünen Schneeglöckchen zuvor habe ich noch mehr Garten-Bilder in den Farben Grün und Weiss, beginnend mit 1. dem niedlichen Polster-Kissenmoos Grimmia pulvinata, neben Flechten auf einem Feldstein am Beetrand, 2. eines der blühenden Gänseblümchen Bellis perennis im Rasen, 3. blühendem Einjährigem Rispengras Poa annua, 4. einer unbestimmten Fliege auf Blättern vom Wollziest Stachys byzantina, und zuletzt 5., das Moos mit dem lustigsten Namen, der Sparriger Runzelpeter Rhytidiadelphus squarrosus.

Sie haben sich während der zurückliegenden, eher milden Winterwochen nie lange vor dem Frost verstecken müssen, und gerade das Moos im Rasen ist prächtig gediehen, was nicht jeden Gartenfreund erfreut. Einige Nachbarn fummeln bereits an ihrem Gartengerät herum, um demnächst mit dem Vertikutierer den Rasen zu bearbeiten, wobei das Schneidwerkzeug oft viel zu tief unter der Erdoberfläche eindringt, obwohl 2-4 mm vollkommen ausreichen, und die tiefen Einschnitte den darunter lebenden Bodenlebewesen zuleibe rücken. Dass ausser Rasendünger noch Chemikalien zur Unkrautbekämpfung ausgebracht werden, ist ebenfalls eine verbreitete Gewohnheit.

Wer Moos im Gras nicht leiden mag, hat sich vielleicht noch nicht bewusst gemacht, wie viele Insekten, Larven, Würmer etc. darunter leben, und dass sie ihren Wert im Gartenleben haben?
Auch wer sich für die Krabbeltiere nicht persönlich begeistert, versteht sicherlich, dass es besser ist für die Singvögel im Garten, wenn sie ihre Nahrung selbst finden, statt sich ganzjährig aus dem Futterspender zu ernähren. Würde jeder Gartenbesitzer nur ein bisschen mehr die Notwendigkeiten seine bisherigen Gewohnheiten hinterfragen, könnten viele Gärten mit weniger Arbeit und geringeren Kosten den Vögeln mehr Nahrung bieten.

Weshalb der Vortrag? Weil heute früh der erste Morgen in diesem Jahr war, an dem ich die Futterhäuschen nicht vollkommen leer gefressen vorfand, und von der Nachbarin dasselbe hörte. Die Vögel finden offenbar nun selbstständig mehr Nahrung, als noch vor einigen Tagen. Nach dem Dürrejahr, in dem der Boden bis in weitreichende Tiefe wie ausgestorben war, ist das ein Anlass zu grosser Freude.

Fotos vom 15. Februar 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.