Auch die Asiatischen Wildastern Aster ageratoides ‚Asran‘ blühen schon

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Wie die Neubelgischen Glattblattastern zeigten auch die Asiatischen Wildastern Aster ageratoides ‚Asran‘ zeigte bereits Anfang August erste lila Blüten mit gelbem Körbchen, inzwischen sind es mehr geworden. Die Art entdeckte ich im Sommer 2014 für unseren Garten, und ab da bis einschliesslich 2017 startete sie ihre Blütezeit stets Ende August; seit dem Sommer 2018 rückte sie damit drei Wochen vor, auf Anfang August.

2020-08-11 LüchowSss Garten Asiatische Wildaster 'Asran' (Aster ageratoides) + kl. Wildbiene

Momentan beobachte ich vorwiegend kleinere Wildbienen und Schwebfliegen an den Blüten. Auf dem oberen Bild ist eine kleine, bauchsammelnde Wildbiene zu sehen, auf dem unteren eine weibliche Stift-Schwebfliege bzw. Gewöhnliche Langbauchschwebfliege Sphaerophoria scripta. Im Gegensatz zu anderen Arten fliegen diese kleinen Schwebfliegen gerade im Garten besonders häufig umher.

2020-08-11 LüchowSss GartenAsiatische Wildaster 'Asran' (Aster ageratoides) + weibl. Stift-Schwebfliege bzw. Gewöhnliche Langbauchschwebfliege (Sphaerophoria scripta)

Vorigen August wunderte ich mich > hier noch, dass die Wildastern sich trotz des zweiten heissen und trockenen Sommers besser entwickelten, als in den Jahren zuvor, inzwischen denke ich, dass sie wegen der dürrebedingt geringeren Laubkrone der Birken mit Licht und gelegentlichem Regen besser versorgt werden als zuvor.
Auch in diesem Sommer sind die Fotos von der Asiatische Wildaster Aster ageratoides ‚Asran‘ wieder vom 11. August, nur eben 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Nicht selten, aber seltsam: die Gemeine Sandwespe

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Die lange, schwarz und orangerot gefärbte Grabwespe ist nicht selten, aber seltsam – die Gemeine Sandwespe:

Gemeine Sandwespe Ammophila sabulosa an Wildem Dost Origanum vulgare mit Wiesen-Schafgarbe Achillea millefolium im Garten, fotografiert am 3. August 2019, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Als Grabwespe fängt Gemeine Sandwespe Ammophila sabulosa für ihren Nachwuchs bevorzugt Raupen von Eulenfaltern, die unbehaart sind. Die erbeutete Nachtfalter-Raupe lähmt sie mit einem Stich, packt sie mit ihren Mundwerkzeugen, den Mandibeln, und schleppt sie über mehrere Meter hinweg, bis auf wenige gelegentliche Flugsprünge, zu Fuß zum in den sandigen Boden gegrabenen Nest. Dieses kann zwischen 5 und 20 cm tief gelegen sein. Ist die Raupe gross genug, genügt eine, bei kleinerer Beute finden sich auch zwei Raupen in einer Brutkammer, wobei das Ei auf der ersten Raupe abgelegt wird. Der Nestverschluss erfolgt mit kleinen Pflanzenteilen, Sand und Steinchen. Zum Abschluss folgt Sand, und dieser wird mit dem Kopf oder einem als Werkzeug verwendeten Steinchen zusätzlich festgestampft.
Diese Arbeit macht sie sich für nur eine einzige Brutzelle, bis zu zehnmal in einem Umkreis von etwa 150 m. Meist enthalten etwa die Hälfte der Nester eine grosse Raupe, die andere Hälfte ist mit zwei kleinen Raupen versehen. Gelegentlich kommt es vor, dass sich die Weibchen derselben Art gegenseitig die Beute aus der Brutkammer rauben, oder das fremde Ei entfernen und durch ein eigenes ersetzen.