Die Pilze im Garten sind „aufgewacht“

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Die Pilze im Garten sind „aufgewacht“; morgendliche Taubildung und gelegentlicher Regen sowie die nächtliche Kühle haben verschiedene Arten aus dem Rasen und aus der abgestorbenen Eiche gelockt:

 

Verschiedene, hellbraunen Schirmpilze lugen aus dem Rasen; bei den kleineren nehme ich den Nelken- oder Feld-Schwindling Marasmius oreades an, auch oft Rasen-Schwindling genannt. Die kleinen weissen Boviste könnten Wiesenstäublinge Lycoperdon pratense sein. Die faszinierenden Schopftintlinge bzw. Spargelpilze Coprinus comatus sind unverwechselbar, Austernseitlinge Pleurotus ostreatus kamen vor zwei Tagen aus der Eichenrinde hervor.

 

Austernseitlinge kann ich nun schon in der dritten Saison ernten. Mit ihnen gab es eben gerade die erste Pilzmahlzeit aus Gartenernte 2020 zum Mittagessen. Die hellen „Kaugummis“ am Stamm der abgestorbenen Eiche könnten irgendwelche Porlinge sein.- Die Fotos sind entstanden zwischen dem 4. und 16. September 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Spargelpilze zum Brunch

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Weil sie wie Spargelspitzen aus dem Boden erscheinen, tragen die zu den Champignonverwandten zählenden Schopf-Tintlinge Coprinus comatus auch den hübscheren Namen, den ich für Jugendform bevorzuge, wenn ich mir eine Mahlzeit aus dem Garten in die Küche hole, wie heute wieder einmal:

 

An den anderen Namen denke ich eher, wenn ich ihre weniger appetitliche Altersform sehe. Mein Mann kann diesen Anblick für sich nicht ausblenden, darum war die ganze Beute im Durchschlag für mich ganz allein, und in der schlichtesten Zubereitung ein Hochgenuss: nur die Pilze, gleich nach dem Abschneiden und Säubern mit frischen Kräutern (Salbei, Thymian, Rosmarin) und Zwiebel in Butter geschmort und auf Brot … – Foto von heute Vormittag in der Küche, 26. Oktober 2019 in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Hinweis: Keinen Alkohol davor, dazu oder danach zu sich nehmen!
Das sogenannte > Coprinus-Syndrom ist zwar normalerweise nicht gefährlich, aber unangenehm sind die möglicherweise auftretenden Erscheinungen wie Gesichtsrötung, Schweißausbrüche, Herzklopfen, Kreislaufstörungen trotzdem, auch wenn sie bald wieder von allein vergehen.
Darum sei ausdrücklich darauf hingewiesen: wer Spargelpilze alias Schopf-Tintlinge Coprinus comatus essen will, sollte sicherheitshalber weder am Tag zuvor „gefeiert“ und somit noch Restalkohol abzubauen haben, noch in den nächsten Tagen zum Glas greifen.

Frische Pilze aus dem Garten

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Heute frisch aus dem Garten zu einem sehr späten Frühstück in die Küche geholt und keine Viertelstunde später duftend auf dem Teller:

Einer der grossen Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus war schon so gross wie ein Frühstücksteller geworden und kam zusammen mit einigen jungen Spargelpilzen Coprinus comatus bzw. Schopf-Tintlingen ohne viel Aufhebens in die Pfanne, bloss mit Butter, Frühlingswiebel, frischem Salbei und Rosmarin aus dem Garten, gemahlenem schwarzem Pfeffer, etwas Paprika und Salz und dann auf Brot … wie heisst das so schön? Ich könnte mich reinlegen!
Foto vom 5. Oktober 2019, Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Kann man zum Vergrössern noch anklicken.

Sich neigende Schöpfe

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Schopf-Tintlinge Coprinus comatus bis zum Abtropfen der schwarzen „Tinte“ vom sich auflösenden Schirmes zu beobachten, fesselt mich immer wieder.

Beim Schlussbild erinnerte mich die Tintlingsgruppe an hängende Blumenköpfe.
Die Fotos sind vom 28. September und von heute, dem 2. Oktober 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Endlich wieder Spargelpilze!

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Nach dem zweiten trockenen Sommern wagte ich kaum noch auf Pilze zu hoffen, aber vor einigen Tagen zeigten sich wieder die ersten weissen Spitzen im Rasen, wegen deren Jugend-Optik die zu den Champignonverwandten zählenden Schopf-Tintlinge Coprinus comatus ihren Appetit anregenden Namen haben:

Die ersten habe ich noch stehengelassen, einerseits, um das über die Trockenzeiten so strapazierte, aber tapfere Mycel nicht zu entmutigen …

… andererseits, weil ihr Wachstums- und Verfallsprozess vom „Spargelköpfchen“ über das Grauwerden an den Rändern des noch nicht aufgespannten Schirms

… bis zum Abtropfen der schwarzen „Tinte“ vom auf dem hochgeschossenen Stiel sich auflösenden Schirmes zu beobachten mich immer wieder fasziniert.

Wenn es weiterhin so schön regnet und sie sich vermehren, werde ich mir einige davon in die Küche holen, denn solange sie jung sind, schmecken sie sehr lecker!

Die oberen vier Fotos habe ich zwischen dem 25.-27. September 2019 im Garten fotografiert, das vorfreudige Küchenbild unten ist älter, es stammt aus meinem Beitrag vom November 2014 > hier, alle fünf also aus Haus und Garten in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ausser ihrer Essbarkeit im frühen Stadium und ihrer skurrilen Erscheinung in den späteren Entwicklungsstufen der Fruchtkörpers haben die Schopf-Tintlinge aber noch viel mehr spannende Eigenschaften zu bieten, siehe > Wikipedia.