5 Schwebfliegen

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Hauptdarsteller dieses Beitrags sind Schwebfliegen. Bisher sind sie noch nicht häufig im Garten vertreten, nicht einmal die sonst so üblichen. Erst seit Ende Mai sehe ich „häufiger“ verschiedene Schwebfliegen:

1. Eine Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege Eristalis tenax sitzt gemeinsam mit zwei dunklen Tanzfliegen auf Blättern vom Hahnendorn Crataegus crus-galli, der seit einigen Tagen zahlreiche Insekten anzieht.
2. Eine männliche Stift-Schwebfliege Sphaerophoria scripta besucht eine Blüte des Scharfen Hahnenfuss Ranunculum acris auf einer der Wieseninseln.
3. An den Blüten vom Rosmarin Salvia rosmarinus gesehen: eine Hain-Schwebfliege Episyrphus balteatus, auf der warmen Südseite des Hauses.
4. + 5. sehe ich neuerdings ab und zu Wespen-Schwebfliegen Chrysotoxum cautum an verschiedenen Stellen im Garten, hier am Flachs Linum usitatissimum.
6. Die Hummel-Waldschwebfliege Volucella bombylans var. bombylans tarnt sich mit schwarzem Körper und rötlichem Hinterteil als Steinhummel Bombus lapidarius, aber weil ich auch denen hinterhersehe, habe ich mithilfe des Kamerazooms den Unterschied bemerkt, als sie auf einem Gänseblümchen Bellis perennis landete.

Die Fotos sind zwischen dem 24. Mai und dem 5. Juni 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wieder bei den Fenchelblüten

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Das Insektentreiben an den gelbgrünen Blütendolden des Fenchels Foeniculum vulgare im Garten zieht mich immer wieder zu Beobachtungen an. Ein Bienenwolf Philanthus triangulum ist immer dabei, diesmal von der Seite, wobei man den für die Grabwespen-Gattung Philanthus charakteristischen Rand um das Auge gut erkennen kann:

2020-07-21 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Bienenwolf (Philanthus triangulum)

Und auch diese Totenkopfschwebfliegen Myathropa florea sah ich dort, die von Schwarzen Gartenameisen Lasius niger umkreist wurde – wollten die Ameisem sie womöglich erbeuten und abschleppen? Zumindest wirkte das Ameisenquartett auf mich wie ein absichtsvolles, miteinander agierendes Team mit Kurs auf ein Opfer.

2020-07-23 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Totenkopfschwebfliege (Myathropa florea) + Schwarze Gartenameisen (Lasius niger)

Eine ähnlich grosse Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege Eristalis tenax sah ich von Ameisen unbehelligt. Die Larven beider Arten entwickeln sich in schlammigem Wasser und Pfützen und werden von Ameisen behüteten Blattläusen nicht gefährlich. Aber vielleicht interessiert sie deren Honigtau-Ausscheidungen ebenso wie der Fenchelblütennektar?

2020-07-24 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege (Eristalis tenax)

Dunkle Erdhummeln Bombus terrestris sah ich schon Blätter von Obstbäumen mit Blattlausbefall anfliegen und „ablecken“. Ich weiss deshalb nicht, was in diesem Sommer – nach den vorigen Jahren als überraschendes Novum – die Erdhummeln an den Fenchelblüten besonders lockt, aber sie haben kürzlich den Fenchel für sich entdeckt.

2020-07-24 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)

Die zum Drohn passenden Erdhummel-Jungköniginnen brummeln unterhalb des Fenchels am Immergrünen Gamander herum, wo sie anscheinend besseren Halt finden. – Die Ameise vom nächsten Bild scherte sich nicht um Blattläuse und deren Ausscheidungen oder potentielle Diebe, sondern nahm anscheinend Blütennektar zu sich.

2020-07-26 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Ameise

Aufgrund der Höhe der Fenchelstängel findet leider inzwischen ein beträchtlicher Teil des Geschehens für mich unerreichbar über Kopfhöhe statt, aber ich kann doch feststellen, dass in diesem Jahr mehr Wildbienen, also: Hummeln, Sandbienen und kleinere Arten, den Fenchel besuchen, dafür viel weniger Wespen. Die Fotos sind im Zeitraum vom 21. bis 26. Juli 2020 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Schon wieder fast vorbei: die Blütezeit von Wasserdost und Kandelaber-Ehrenpreis

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Der Juli endet und auch die Blütezeit von Gewöhnlichem Wasserdost und Kandelaber-Ehrenpreis ist nach nur einem Monat vorüber, es ist den beiden feuchtigkeitsliebenden Stauden wahrscheinlich zu trocken und zu heiss, obwohl gerade der Wasserdost hinsichtlich Trockenheit erstaunlich tolerant ist, er verblüht nur extrem schnell.

Auf den Fotos der Galerie sieht man den Kandelaber-Ehrenpreis Veronicastrum virginicum mit einer Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege, auch Mistbiene genannt, Eristalis tenax und den Gewöhnlichen Wasserdost Eupatorium cannabinum mit einem Distelfalter Vanessa cardui. Interessant ist, dass sich am Kandelaber-Ehrenpreis anfangs beinahe nur Hummeln herum trieben, aber nun, wo die kleinen Blütchen weniger geworden sind, vornehmlich Honigbienen, kleine Wildbienen und die Keilfleck-Schwebfliegen daran Interesse zeigen.
Wie sich diese beiden in früheren Sommern so stramm dastehenden Stauden wohl noch weiter entwickeln? Einige werde ich wohl umsetzen, damit sie weniger in der Sonne leiden, denn so toll sehen die verbräunten Blütenstände nun auch wieder nicht aus, vielleicht bekommt ihnen das im nächsten Sommer. Man merkt es an den Blogeinträgen, wie selten Fotos von diesen beiden Staudenarten geworden sind, während in früheren Jahren der Juli ein richtiger Wasserdost- und Kandelaber-Ehrenpreis-lastiger Monat war.
Diese Fotos sind vom 27. und 28. Juli 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Dreierlei Weiss

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Dreierlei Weiss im Garten, mal als Hintergrund und mal als Hauptdarsteller :

1. Der rot-schwarze Bienenkäfer Trichodes apiarius ist auf dem Weiss der Wiesenschafgarbe Achillea millefolium gut auszumachen; inzwischen sind diese Käfer weniger häufig zu sehen als noch vor einigen Wochen, und auch die Blüten der Schafgarben sind am Höhepunkt angekommen. Vor einer Woche standen noch alle, heute habe ich einen Teil davon zurückgeschnitten, damit sie noch einmal blühen.
2. Die weissen, rosa schimmernden Trichterblüten der Ackerwinden Convolvulus arvensis lenken fast ab davon, dass auf dem grossen Stein eine Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege Eristalis tenax sitzt. Im gegensatz zu den Bienenkäfern sind sie nun etwas häufiger zu sehen.
3. Überrascht hat mich der Anblick der bereits reifen und sich schwärzlich-tintig verfärbenden Schopf-Tintlinge Coprinus comatus in einer etwas schattigeren Ecke; die müssen ihre Chance turbomässig schnell ergriffen haben, denn zuvor sind sie mir nicht aufgefallen, obwohl ich doch eigentlich täglich die Runde mache.

Die Fotos sind von drei verschiedenen Stellen im Garten vom 21. Juli 2019, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.