Zögerliches Gartenfrühjahrsgeschehen

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„Zögerliches Gartenfrühjahrsgeschehen“ – der umständliche Titel, das lange Wort sollen mein Empfinden wiedergeben, dass irgendwie so gut wie nichts passiert im Garten, denn es ist zu kalt, selbst die Knospen an den Bäumen und Sträuchern schieben sich nur langsam voran, während einige von ihnen im vorigen Jahr am 10. März 2020 schon erste grüne Spitzen ins Freie liessen, oder sogar blühten. Daran ist momentan noch nicht zu denken.

Trotz des Schutzes von altem Gras und grossen Blättern einer Kandelaber-Königskerze Verbascum olympicum wagen die grünen Spitzen vom diesjährigen Neuaustrieb der Braunroten Taglilien bzw. Bahnwärter-Taglilien Hemerocallis fulva kaum, sich weiter zu entwickeln, siehe Bilder 1 und 2. Weil wir nachts immer noch Frosttemperaturen habe, lasse ich auch jedes Aufräumen bleiben, denn für junge Pflanzen und Insekten gibt es keinen besseren Schutz als die Struppigkeit der Vorjahresgräser und trockenen Kräuterstängel im Verein mit altem Laub.

In zwei Wochen ist es früh genug, vom Wind abgebrochene Birkenzweige und dürre Blätter vom Rasen zu harken, braunes Staudengestängel abzuschneiden, trockenes Gras aus den Wieseninseln zu rupfen und das Ergebnis oben auf der Benjes-Hecke zu verteilen, ein Stück davon sieht man auf Bild 3. Die Vögel haben gerade ihre Nistplatzsuche wegen Kälte eingestellt, dann störe ich dort noch niemanden. – Bilder 4 u. 5: Schneeglöckchen Galanthus nivalis und die letzte vorjährige Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca erwartet man nicht gleichzeitig blühend, aber wenn’s geht, dann geht’s.

Die rote Zaubernuss Hamamelis x intermedia vom 6. Bild wird immer heller, blüht aber noch weiter. Als wir sie am 11. März 2020 aus der Baumschule holten, war sie schon vollständig verblüht. Auch die Zierquitten Chaenomeles – Bild 8 – hatten schon Ende Februar 2020 dickere Knospen als jetzt, auch sogar erste Blüten. Der Strauch vom 7. Bild kam erst im Mai letzten Jahres in den Garten: die rotblättrige Lambertshasel Corylus maxima (vllt. auch eine Hasel-Hybride) krepelte den Sommer hindurch vor sich hin, bis sie im September einige Blätter zeigte > hier. Weil sie jetzt wieder kleine, rötliche Knospen hervorgebracht, hoffe ich natürlich, dass sie es geschafft hat, endlich richtig Fuss zu fassen.

Die Fotos im Beitrag sind alle von heute Vormittag, dem 10. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Gelb-Skabiosen in der 2. Januarhälfte

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Etwas Schnee hatten wir inzwischen, einige Nächte und Tage hintereinander auch Frost, aber einige unbesiegbare Gallier Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca leisten nach wie vor Widerstand:

2021-01-20 LüchowSss Garten Gelb-Skabiose (Scabiosa ochroleuca)

Im Windschatten zwischen Gebäuden und Gehölzen blühen sie nach wie vor. Die Blüten sehen grünlich statt gelblich aus, manche vom Frost wie angefressen, und Wind und Niederschläge haben die Stängel gebeugt.

2021-01-20 LüchowSss Garten Gelb-Skabiose (Scabiosa ochroleuca)

Aber die Pflanzen halten sogar Knospen bereit und es bleibt spannend zu beobachten, ob und wie lange es ihnen noch weiterhin gelingen wird, blühend die weiteren Wochen zu überdauern.
Die Fotos sind vom 20. Januar 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Im Januar, mit Gelb-Skabiosen

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Eigentlich sieht der Garten ganz normal aus für die Jahreszeit, braun und grün. Neujahrschnee haben wir schon seit vielen Jahren nur selten, Frost gelegentlich, tag- und nachtweise meistens. Für die neugepflanzten, jungen Sträucher und Bäume ist das wahrscheinlich gut so. Die Witterung ist feucht, der Boden auch, und unter dem schützenden Bogen, denen ich mit Reisig und Pflanzenstängeln als wärmenden Wind- und Wetterschutz angelegt habe, sind sie vor extremen Wetterwechseln geschützt.

Spuren darin weisen darauf hin, dass mindestens ein Igel gern darin schlummert oder wühlt, wintergegeschlafen wird wohl bei diesem Wetter nicht so richtig. Unter den niederliegenden Stängelmatten vom Labkraut und an anderen ähnlichen Stellen scheint sich Nahrung zu finden. Auf dem Foto von der Bruchweide Salix fragilis, die einmal eine Kopfweide werden soll, ist links von ihr auch ein dunkler Einschlupf zu sehen. Ob ich die Zweige der Weide in diesem Jahr entferne, oder ein- oder zwei Jahre aussetze, überlege ich noch bis Ende Januar, bevor sie wieder „aufwacht“.

Unermüdlich wach sind die Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca. Einige der Pflanzen auf einer Wieseninsel im Windschatten zwischen Gebäuden und Gehölzen blühen nach wie vor, in diesen lichtarmen Tagen sehen die Blüten nur grünlicher aus, statt gelblich-elfenbeinweiss. Wer sie um diese Zeit besuchen mag – ich weiss es nicht, heute sah ich nach Frost vormittags nur ein paar Mücken fliegen. – Die vier Fotos sind vom späten Vormittag des 2. Januar 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder anklicken.

Gelbskabiosensamenköpfchen

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In unseren eigentlich dauernd winddurchpusteten Garten muss ich wohl einsehen, dass es mir nicht möglich scheint, die igeligen, weniger als fingernagelgrossen Samenköpfchen der Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca noch deutlicher ins Bild zu setzen, solange sie winterlich befroren auch noch besonders hübsch aussehen:

2019-12-05 LüchowSss Garten Gelb-Skabiose (Scabiosa ochroleuca) Samenstand (1)

Es ist das beste Ergebnis von zehn Versuchen mit der 1×10-Vorsatzlinse vom 5. Dezember 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen und ich bin auch zufrieden damit, denn man müsste sich andernfalls die Samenstände der Gelb-Skabiose schon sehr nah vor die Augen halten, um sie ähnlich gut betrachten zu können.
Wie so etwas unbefroren aussieht, sowie auch die Blüten, kann man z.B. in einem Beitrag aus dem späten Oktober nebeneinander sehen > Gelb-Skabiose, unermüdlich.