Akeleien-Vergangenheit und Zukunft

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Die Akeleien Aquilegia im Garten sind längst verblüht, aber die Hummeln und Bienen haben ihnen bei den Anlagen für die Zukunft geholfen; es gibt viele, gut gefüllte Samenkapseln, die sich bereits öffnen:

2021-07-02 LüchowSss Garten Akelei (Aquilegia) Samen in Samenkapsel

Die Samenkapseln weisen, wie die Blüten zuvor, ebenfalls Spitzen auf, die wirken wie kleine Kronen. Wenn sie reifen, verfärben sie sich von Grün zu rötlichen Tönen, bevor sie trocken werden und verbraunen. Springen sie auf, geben sie kleine, schwarz glänzende Samenkörner frei.
Foto vom  2. Juli 2021 im Garten, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Das Blühen und Verblühen der Büschelrose bzw. Vielblütigen Rose Rosa multiflora

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Die üppigen, über blassrosa zu elfenbeinweiss und hitzeblass erbleichenden Blütenrispen der Büschelrose bzw. Vielblütigen Rose Rosa multiflora haben am grossen Strauch im Garten in den ersten Juniwochen wunderbar üppig geblüht und die ihn umgebende Duftwolke war herrlich.

Zahlenmässige Hauptbesucher waren anfangs noch Honigbienen, bis der Imker sie abgeholt hat, weil die Kästen eigentlich für die Rapsblüte aufgestellt worden waren, von ihnen habe ich kein Foto, aber andere Bilder von den häufigsten Arten sind über die Tage doch zusammengekommen:

Nachdem die Honigbienen fort waren, übernahmen die kleinen Baumhummeln Bombus hypnorum mit dem braunen Thorax und dem weisslichen Hinterteil den ersten Platz in der höchsten Besucheranzahl zu allen anderen Arten. Sie sind ausserdem Frühaufsteher und Spätschlafengeher.

Es gab auch ein paar Wiesenhummeln Bombus pratorum, niedliche kleine Hummeln mit dem orangefarbenen Hinterteil und dem gelben Streifen hinter dem Kopf. Die Pollenpakete, die sie an den Beinen gesammelt hatten, waren oft riesig. Wo sie herkommen und wieder hinfliegen, weiss ich leider bei keinen meiner Hummelbesucher.

Ab und zu kamen auch Dunkle und Helle Erdhummeln vorbei – ob es sich bei der Besucherin auf diesen beiden Fotos um eine helle Dunkle Erdhummel Bombus terrestris oder um eine Helle Erdhummel Bombus lucorum handelt, bin ich nicht sicher, der Bombus lucorum-terrestris-Komplex macht es einem nicht leicht. Die Dunklen Erdhummeln sind die zweithäufigsten im Garten.

Ich konnte auch verschiedene Wildbienen an den kleinen Rosenblüten beobachten. Auf dem ersten der Bilder ist eine Pelzbiene Anthophora plumipes zu sehen, auf dem zweiten eine Gebänderte Furchenbiene Halictus tumulorum und auf dem dritten könnte es wohl eine der Mauerbienen Osmia sein, denn sie war relativ gross und sammelte die Pollen am Bauch.

Es kamen auch Schwebfliegen an die Rosenblüten, mehr als ich anderswo im Garten sah. Mehrfach sah ich sowohl Gemeine Keilfleckschwebfliegen Eristalis pertinax und Totenkopf-Schwebfliegen bzw. Gemeine Dolden-Schwebfliege Myathropa florea, sie waren aber meisten zu unruhig, um sie zu erwischen.

Käfer sind in der Hinsicht zum Glück weniger hektisch. Der Grüne Scheinbockkäfer Oedemera nobilis ist an seinen aufgepumpten Schenkeln leicht als männliches Exemplar zu erkennen, der Goldglänzende Rosenkäfer Cetonia aurata lässt sich das so leicht nicht ansehen, ihn müsste man fangen und umdrehen, um auf dem Bauch eine Längsfurche zu entdecken, um ihn als Männchen zu identifizieren, aber so wichtig ist mir das nicht, dass ich ihn deshalb belästigen wollte.

Es könnte eine Skabiosen-Langhornmotte Nemophora metallica sein, die sich zufällig auf einem der Blätter niedergelassen hat, in der Nähe „tollte“ eine ganz Schar Artgenossen umher, die Wieseninsel mit den Acker-Witwenblumen in der Nähe. Wegen einer der kleinen schwarzen Fliegen, die seit dem Gewitterregen in grosser Zahl erschienen sind, hätte man früher kein Foto gemacht. Jetzt denke ich, dass die Insektenfresser unter den Vögeln sich freuen werden.

Die letzten drei Bilder im Beitrag zeigen den Strauch nach dem Gewittersturm. Die Hitze hat die Blüten zum grossen Teil schon vor dem Gewittersturm vergrauen lassen, und Sturm und Regen haben den Strauch so stark gezaust und beutelt, dass Äste niedergebogen und Blüten richtiggehend zerschlagen wurden – die Blüte war danach bis auf kleine Reste vorbei.

Die Fotos sind vom 12. bis 25. Juni 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Taglilien-Knospen

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Die Gelben Taglilien nehmen sich noch Zeit, momentan sind nur grüne Knospen auf langen Stängeln zu sehen:

2021-05-24 LüchowSss Garten Taglilienknospen (Hemerocallis)

Das Foto ist vom 24. Mai 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Behaartes Schaumkraut

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Behaartes Schaumkraut Cardamine hirsuta ist im Frühjahr mit eine der ersten Blütenpflanzen, nur wird es meistens übersehen, weil es a) so winzig und unauffällig ist und es b) nur als „Unkraut“ wahrgenommen wird. Dabei ist es eine hübsche, zarte Pflanze mit rötlich-violetten Stängeln und kleinen, weissen Blüten mit vier Blütenblättern:

Weil es so winzig ist, muss man sich zum Erkennen solcher Einzelheiten entweder hinunterbeugen oder das Kraut einfach mit heruntergehaltener Kamera fotografieren, je nachdem. Dann erkennt man deutlich, dass es sich beim Behaarten Schaumkraut Cardamine hirsuta aus der Gattung der Schaumkräuter Cardamine um ein Mitglied der Familie der Kreuzblütler Brassicaceae handelt. Mehr darüber bei > Wikipedia.

Das Behaarte Schaumkraut gehört zu den Wildkräutern, die einem im Garten mit ihrer Vermehrungsenergie ziemlich auf die Nerven gehen können, solange man nicht weiss, dass man es nicht wegwerfen, sondern aufessen sollte! Alle Teile sind roh essbar und schmecken wegen der enthaltenen Senfölglykoside und Bitterstoffe kresseähnlich. Ausserdem sind viel Vitamin C sowie Mineralstoffe in der so unbeachteten und verkannten Pflanze enthalten.

Die Fotos sind vom 14. April 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Goldglänzender Rosenkäfer, wohlig wühlend

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Diesen Goldglänzenden Rosenkäfer Cetonia aurata entdeckte ich wohlig wühlend und schmausend in den üppigen, blassrosa Blütenrispen der Büschelrose bzw. Vielblütigen Rose Rosa multiflora :

 

Woran es wohl liegt, dass dieser hier so schön rosig schimmert? Ich hatte jedenfalls nichts rot Reflektierendes an, das war er ganz von selbst. Die Fotos sind vom 14. Juni 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.

Falter zu Beginn der zweiten August-Hälfte

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Nachdem ich zuvor schon meinte, mit der Vollmond-Kühle zu Beginn der der zweiten August-Hälfte kaum noch andere Schmetterlinge zu sehen als Kohlweisslinge, sind seit gestern anscheinend wieder einige neue Falter unterwegs, wie z.B. der Schwalbenschwanz, von dem ich gestern > hier im Blog gleich acht Fotos zeigte, unter anderem dieses:

2019-08-18 LüchowSss Garten Schwalbenschwanz (Papilio machaon) + Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) (10)

Schwalbenschwanz Papilio machaon an den purpur-violetten Blüten vom Schmetterlingsflieder Buddleja davidii, aufgenommen gestern Vormittag im Garten. Von den gewohnten, regelmässigen Gästen kommen immer noch die Admirale, die ausschliesslich die Schmetterlingsflieder ansteuern:

2019-08-18 LüchowSss Garten Admiral (Vanessa atalanta) an Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii)

Die meisten dieser Admirale Vanessa atalanta sehen inzwischen „sehr lebenserfahren“ aus, mit verblassten Farben, die Flügel wirken dünner und leicht ramponiert, während die andere Vanessa-Art, die Distelfalter, anscheinen eine neue Generation hervorgebracht hat, die nach dem Beinahe-Verschwinden der alten gestern wie aus dem Nichts auftauchte:

Distelfalter Vanessa cardui mit frischen Farben, unversehrten Flügen und einem wunderschön üppigen, helllbraun und bläulichgrauem Pelz auf dem Rücken. Bei den Kleinen Perlmuttfaltern Issoria lathonia dagegen wirkt der plüschige Rückenpelz, je nach Lichteinfall, ein bisschen grünlich:

2019-08-18 LüchowSss Garten Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia) an Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) (4)

Auch die Kleinen Perlmuttfalter sehen frisch und neu aus, als gäbe es bei ihnen eine neue Generation und noch etwas ist ihnen mit den zuvor genannten Arten gemeinsam: sie wandern ebenfalls mit den klimatischen und Nahrungs-Gegebenheiten, was in diesem und dem noch trockeneren Sommer zuvor offenbar vorteilhaft ist, wie sich im Vergleich mit dem Ausbleiben von Tagpfauenaugen und Kleinem Fuchs leicht folgern lässt.

2019-08-18 LüchowSss Garten Ampferspanner (Timandra comae), Liebling od. Rotrandspanner

Der helle, mit einem braunen Querband und einem rötlich verlaufenden Rand verzierte Ampferspanner Timandra comae, auch Liebling oder Rotrandspanner genannt, hat an scheinen mit seiner Vorliebe für Ampfer-Arten und Knöteriche kein Nahrungsproblem und ist gerade wieder einer der häufigsten Falter im Garten; ständig flattert einer vor den Füssen aus dem Kraut auf: vermutlich die zweite Sommergeneration, wie auch beim C-Falter.

C-Falter Polygonia c-album sind allerdings in diesem Sommer hie auch selten. Den ersten und bis heute Morgen einzigen C-Falter diesen Jahres sah und zeigte ich > hier, am 3. August 2019, die beiden Fotos hier sind von heute Morgen, und vermutlich ist dies schon die Überwinterungs-Generation für’s kommende Jahr. Das macht Hoffnung.
So auch das unscheinbare Kleine Wiesenvögelchen Coenonympha pamphilus, auch als Kleiner Heufalter bekannt, das ich auch heute auf den Blüten der Asiatischen Wildastern Aster ageratoides ‚Asran‘ beobachten konnte:

2019-08-19 LüchowSss Garten spätmorgens Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) auf Asiatischer Wildaster (Aster ageratoides) 'Asran' (11)

Das Kleine Wiesenvögelchen Coenonympha pamphilus ist etwa so klein wie ein Bläuling und ist ein typischer Offenland-Falter. Weibchen legen ihre Eier einzeln an trockenen Stängeln nahe am Boden in niederwüchsigen Grasbeständen ab, wo den Raupen, die sogar als solche überwintern können, später verschiedene Gräser als Nahrung dienen, und Sommerpause machen sie auch, passen ihre Generationen den Klimagegebenheiten an – dieses Jahr sah ich sie im Garten so häufig wie nie zuvor, auch wenn der Kleine Kohlweissling Pieris rapae die absolute Spitzenstellung einnimmt:

Kleine Kohlweisslinge Pieris rapae sind vom Raps- und Zwischenfrucht-Anbau mit anderen Ölssaaten begünstigt, auch wenn sie als Imagos gern purpurfarbene Blüten besuchen, wie hier den Schmetterlingsflieder und die Acker-Witwenblume Knautia arvensis . Sie können hierzulande im Jahr von März bis November in bis zu vier Generationen auftreten, und auch wenn sie in der Landwirtschaft und Gärtnerei nicht geliebt werden, sind sie für mich immer ein heiteres „Plus“ über Garten und Landschaft.

Fotos vom 18. und 19. August 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.