Die Zunge des Bienenwolfs (u.a.)

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Hat schon mal jemand die Zunge des Bienenwolfs Philanthus triangulum gesehen? Die weissmakierte Grabwespe zeigt sie zuerst und dann ihr dreieckig gemustertes Hinterteil :

Darunter sind weitere Insekten-Besucher der Strand-Grasnelken Armeria maritima zu sehen: eine Bienenjagende Knotenwespe Cerceris rybyensis, eine kleine, dunkle Wildbiene, eine Goldwespe Hedychrum rutilans, eine Hain-Schwebfliege Episyrphus balteatus, sowie eine männliche Gemeine Seidenbiene Colletes daviesanus:

Die Fotos sind vom 29. Juni 2020, aufgenommen auf einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in den Galerien zum Vergrössern anklicken.

Nachtkerzenblüten mit Insekten

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Zuvor zeigten sich schon erste, vereinzelten Blüten, aber erst um den Sommeranfang herum sind sie unübersehbar geworden im Garten. Schon vor ein paar Jahren habe ich ganz Gewöhnliche Nachtkerzen Oenothera biennis im Garten angesiedelt. Sie nicht nur für Nachtfalter da, die leuchtendgelben Blüten stehen auch tagaktiven Insekten offen, wenn sie nicht gerade mittags in der Sonne stehen. In der Galerie sind eine kleine Wildbiene, eine Gemeine Goldwespe Chrysis ignita, eine Grosse Schwebfliege Syrphus ribesii und eine Hain-Schwebfliege Episyrphus balteatus zu sehen:

Leider ist aus dem Zeitraum kein gelungenes Hummelfoto dabei, was aber nicht bedeutet, dass sie bei denen nicht beliebt wären – ganz im Gegenteil, siehe > hier, sogar bei Regen.
Die diesjährigen Fotos oben in der Galerie sind vom 21.-29. Juni 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Gewöhnliche Nachtkerzen wurden im 17. Jh. aus Nordamerika nach Europa und als Zierpflanze in die Gärten gebracht. Sie hat sich inzwischen aber als Wildpflanze etabliert. Ihre Samenstände werden im Winter gern von kleinen Singvögeln aufgesucht, deshalb lasse ich sie stehen. Das bedeutet natürlich auch Nachkommenschaft, und zugegebenerweise viel davon. Aber der Überschuss lässt sich leicht herauszupfen, man muss es auch nicht gleich, solange sie noch sämlingsklein sind, man kann sie später auch noch gut herausziehen und sogar verpflanzen. Und wer richtig viel, vielleicht sogar zuviel davon hat, kann sie sogar > aufessen.

Zeit der Vexier- oder Kronen-Lichtnelken

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Hier kommt noch eine starke Farbe: Purpur! Die Vexier- oder Kronen-Lichtnelken Lychnis coronaria versäen sich schon seit Jahrzehnten im Garten selbst, schon zu Zeiten meiner Eltern, lange vor der umwälzenden Veränderung durch Neubau und Neuanlage. Die Samen, die sich an den weniger stark beeinträchtigten Stellen halten konnten, haben sich wieder gut vermehrt. Die Pflanzen versäen sich gut und vertragen es, woanders hin versetzt zu werden. Seit ich vor zwei oder drei Jahren auch eine weisse Sorte gepflanzt habe, erscheinen nun immer häufiger auch marmorierte Blüten, wegen der Mischung beider Sorten. Sie haben ihre Blütezeit zwar mit einzelnen Pflanzen bereits vor dem Sommeranfang eröffnet, aber danach ging es erst richtig los:

Gerade die stark purpurfarbenen Blüten sorgen durch die willkürliche Selbstaussaat oft für Farberlebnisse, die kein Gartenratgeber empfehlen würde, aber in der Natur wirken sie fantastisch So manches Insekt findet sich dort gern ein. Vor allem kleine Wildbienen und Stiftschwebfliegen „bohren“ sich kopfüber hinein. Manchmal sitzen Käfer darauf und auch für Spinnen sind sie ein lohnender Aufenthaltsort. Leider fehlen bisher die Zitronenfalter, die sonst immer sehr begeistert von den Purpurblüten waren.
Die Fotos sind vom 21. Juni bis 3. Juli 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Nach so viel Weiss ist es wieder Zeit für eine bunte Mohn-Schwelgerei

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Nach den vielen Bildern von weissen Blüten ist es wieder Zeit für eine bunte Mohn-Schwelgerei mit Klatschmohn Papaver rhoeas, Saatmohn Papaver dubium, Sandmohn Papaver argemone & Co., jetzt, da diese Zeit deutlich dem Ende entgegengeht. Inwischen stehen viel mehr noch grüne und schon trockenbraune Samenkapseln auf den Stängeln als Blüten. Diese helfen ebenfalls beim Erkennen der Arten, aber nicht immer ist eindeutig nachvollziehbar, woher sich besondere Pflanzen ihre Gene wohl geholt haben mögen. Aber seht selbst :

Klatschmohn und seine Gartensorte, der Seidenmohn, stellen die grösste Vielfalt, in der Galerie finden sich aber auch Sandmohn, ausnahmsweise fleckenlos auf den hellroten Blütenblättern (Bild 5), und ein noch verwirrenderer Mohnbastard mit weissgerandeten, ebenfalls hellroten knittrigen Blütenblättern rund um eine helle, plättchenartige Narbe und auffallend langgestreckten, dunklen Staubfäden, ein „Mohnwolpertinger“(Bild 12).
Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen besuchen den Mohn. Auf einem Bild drängeln sich sogar zwei Hummeln in derselben Blüte (Bild 20). Seit Tagen schwirren emsige Grüppchen von Hain-Schwebfliegen Episyrphus balteatus rund um die Mohnblüten, mehrheitlich Männchen. Wo so viele Insekten herumschwirren, kann natürlich auch eine weisse Veränderliche Krabbenspinne Misumena vatia nicht fehlen (Bild 13).
Die Fotos sind vom 20.-29. Juni und vom 2. Juli 2020, an verschiedenen Stellen im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Die Blütezeit der Wiesen-Schafgarbe und das grosse Krabbeln darauf haben wieder begonnen

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Die Blütezeit der Wiesen-Schafgarbe Achillea millefolium im Garten und das grosse Krabbeln darauf haben wieder begonnen, deshalb ist es mit ihr nie langweilig. Sie zieht viele kleinere Insektenarten an, die sich gern auf den weissen, manchmal auch rosa gefärbten Scheindolden niederlassen. Betrachtet man die Bilder, zeigt sich bald, dass sich auf den Schafgarbenblüten bei Pollen und Nektar sowohl Jäger als auch Beute, Brutschmarotzer und Harmlose versammeln, Wildbienen, Bienenkäfer, Goldwespen, die Bienenwölfe, womit die Grabwespe gemeint ist, Bock- und Scheinbockkäfer, die allgegenwärtigen, kleinen Speckkäfer, gelegentlich eine Spinne und weitere – dafür bitte die Untertitel lesen:

 

Die anpassungsfähige Wiesen-Schafgarbe sollte in Gärten wirklich nicht länger als Rasen-Unkraut verfolgt werden, statt ihr an einer Stelle Platz einzuräumen, wo sie hochwachsen und blühen kann. Besonders schön finde ich sie, wenn sich hohe Gräser daruntermischen. Ich nehme mir aber auch gern einige Blättchen mit in die Küche und mische mir einen Kräutertee damit. Die Liste der Anwendungsgründe von Schafgarbe ist so lang, dass es zu keiner Zeit falsch sein könnte; davon wäre > hier zu lesen. Man kann die Blätter auch als frisches Gewürzkraut verwenden, aber dann wäre es gut, einigen Pflanzen einen weniger trockenen Halbschatten-Platz zu geben, wo die Blätter grösser werden, aber zarter und milder bleiben. – Fotos vom 23.-29. Juni 2020, auf Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Ein Solo für die Veränderliche Krabbenspinne

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Nach der Galerie mit verschiedenen Insekten und einer Veränderlichen Krabbenspinne auf Magerwiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare im vorangegangenen Artikel bekommt leztere noch einen Solo-Autritt mit diesem Einzelbild:

2020-06-23 LüchowSss Garten Magerwiesen-Margeriten (Leucanthemum vulgare) + Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia)

Die vorwiegend weisse Veränderliche Krabbenspinne Misumena vatia ist aus der Nähe farbiger, als man bei der normalen Draufsicht im Vorübergehen meint. – Das Foto ist vom Nachmittag des 23. Juni 2020, auf einer der Wieseninseln im Garten fotografiert, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Margeritenzeit nähert sich dem Ende

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Die Margeritenzeit nähert sich dem Ende, die ersten Blüten der Magerwiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare verstreuen bereits reife Samen aus ihren Körbchen, um auf der Wieseninsel Nachwuchs zu bekommen. Hier sind zum Ausklang noch einige Bilder mit verschiedenen Margeriten-Liebhabern:

Als da sind: 1. ein rot-schwarzer Gemeiner Bienenkäfer Trichodes apiarius. 2. eine schwarzgelbe Grabwespe bzw. Knotenwespe Cerceris spec., 3. verblühte Magerwiesen-Margerite ohne Insekt, 4. eine schwarz- und brauner Kleiner Schmalbock Stenurella melanura, 5. eine weisse Veränderliche Krabbenspinne Misumena vatia, und 6. eine honigfarbene und ausgesprochen plüschige Dunkelfransige Hosenbiene Dasypoda hirtipes. – Die Fotos sind vom 14. bis 23. Juni 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

2x ein Bienenkäfer

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Es mag am Unterschied zwischen den Sitzplätzen und dem Morgen- bzw. Nachmittagslicht gelegen haben, das diese beiden Bienenkäfer so irritierend verschieden aussehen liess.

2020-06-14 LüchowSss Garten Gemeiner Bienenkäfer (Trichodes apiarius) + Spindelstrauch

Der obere Bienenkäfer wirkt blaumetallischer, der untere zottiger, trotzdem handelt sich um 2x einen Gemeinen Bienenkäfer Trichodes apiarius, obwohl es tatsächlich auch einen Zottigen Bienenkäfer Trichodes alvearius gibt.

2020-06-14 LüchowSss Garten Gewöhnlicher Bienenkäfer (Trichodes apiarius) auf Johannisbeerblatt

Der Zottige Bienenkäfer ist aber nicht nur noch haariger, sondern in dieser Ansicht von vorne-oben müssten seine Flügeldecken deutlich blauschwarz gerandet sein. – Beide Fotos sind vom 14. Juni 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.