Kleine Wildbiene und Gamander-Ehrenpreis

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Die kleinen Wildbienen am Gamander-Ehrenpreis Veronica chamaedrys fotografiere ich oft nur aufs Geratewohl, weil sich „etwas bewegt“. Es gibt mehrere kleine Wildbienen-Arten, die infrage kommen, sogar noch viel kleiner als diese, die ich nach den Bildern nicht identifizieren kann, aber dennoch für eine Sandbiene halte.

In jedem Fall sind die Kleinen aber ein guter Grund, beim Rasenmähen auf die im Rasen blühenden Ehrenpreis-Pflanzen Rücksicht zu nehmen, an solchen Stellen, wenn es schon sein muss, eine höhere Einstellung zu wählen: kleine Wildbienenarten brauchen kleine Blüten, denn sie haben keine langen Zungen. – Die Fotos sind vom 2. Juni 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Klee in Weiss, Purpurrosa und Gelb

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Die Wandlungsfähigkeit des Gartens mit seinen teils gemähten Kräuterrasenflächen und in diesem Jahr erstaunlich hoch und dicht gewachsenen Wieseninseln verblüfft mich immer wieder, dabei spielt sich der Klee gewöhnlich wenig in den Vordergrund, weil er so selbstverständlich scheint. Dass Gartenbesitzer vor allem die weissen und gelben Arten im Rasen als Unkraut verfolgen, ist bedauerlich, denn Klee-Nektar bietet monatelang verlässliche Insektennahrung.

In diesem Jahr beobachte ich, wie meistens, den Weissklee Trifolium repens, auch Kriechklee genannt (Bilder 1 + 2), vorwiegend in den geschorenen Flächen, wenn auch nicht übermässig viel. Er wurzelt zwar bis 70 Zentimeter tief, aber bildet lediglich oberirdische Ausläufer. Dazu war er während der trockenen beiden Vorjahren wahrscheinlich nicht sehr motiviert, auch wenn er sich als ausdauernde Pflanze halten konnte. Am hübschesten finde ich ihn mit frisch erblühten Pompoms, ohne erste braune Blüten unterhalb und vielleicht einem leichten Hauch Rosa untenherum.

Es gibt einige neuen Stellen auf den Wieseninseln im Garten, auf denen sich purpurrosafarben blühender Rotklee bzw. Wiesenklee Trifolium pratense zeigt (Bilder 3 + 4), mehr als in den Jahren zuvor. Er stellt höhere Nährstoffansprüche als die anderen Arten. Vielleicht hat sich mit dem Gedeihen der Wieseninseln dahingehend etwas verändert. Andererseits ist die ein- bis zweijährige Pflanze bei Dürre im Vorteil, denn Rotklee kann bis zu 2 Meter tief wurzeln und unterirdische Ausläufer bilden. Manchmal zeigen sich auch hübsche Doppelblütenstände, wie das „Herz“ auf Bild 4.

Überall in Rasen und Wieseninseln gedeiht einjähriger Fadenklee Trifolium dubium bzw. Kleiner Klee oder Zweifelhafter Klee (Bild 5) in grossen Mengen. Er wurzelt zwar nicht tief, überdauert aber erfolgreich durch 20 Jahre keimfähig bleibendes Saatgut.- Neuerdings findet sich auch ein- bis zweijähriger Hopfenklee Medicago lupulina bzw. Hopfen-Luzerne, Zetterklee oder Gelbklee (Bild 6), der immerhin einen halben Meter tief wurzeln kann, vermutlich mit Heuverpackung vom Lieblings-Staudenversender aus dem Allgäu in den Garten gekommen, die ich stets verteile, um durch mitgereiste Samen die Vielfalt zu vergrössern.

Gar nicht gefunden habe ich hingegen meinen so sehr geliebten Hasenklee bzw. Ackerklee Trifolium arvense mit den plüschigen Blütenständen ( > Bild ), der als einjährige Art sich Jahr für Jahr neu aussäen muss, aber vermutlich in der nun stärker bewachsenen Wieseninsel keinen geeigneten Platz mehr gefunden hat.*

Die Fotos sind alle an verschiedenen Stellen im Garten aufgenommen, in der ersten und zweiten Juniwoche 2021, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

*Nachtrag zum Hasenklee Trifolium arvense: er ist da, entdeckt habe ich ihn Ende Juni.

Stare im Garten

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Auch in diesem Jahr brüten wieder Stare Sturnus vulgaris im Garten, diesmal sind es sogar zwei Paare, die sich jeweils an zwei entgegengesetzten Ecken des Gartens einen Nistplatz ausgewählt haben, beide so gut verborgen, dass man sie nicht direkt sehen kann, sondern nur aus dem Verhalten und den Geräuschen schlussfolgern kann.

 

Eines hat seinen Nistplatz im Efeumantel der einen Birke verborgen, so dass ich nur An- und Abflüge beobachten kann und das singende Männchen auf einem Birkenast in gewissem Abstand, das zweite Starenpaar brütet wieder in der Höhlung des Eichentorsos, inzwischen durch den Goldregen davor auch vollkommen den Blicken entzogen.

 

Anfliegen mit Futter, lautes Warnen der Altvögel und Geschrei der Jungen in den Nestern verrät, dass es gut läuft bei ihnen. Kommt man zu nahe, suchen die Alten das Nest nicht auf, um seine Position nicht zu verraten. So kam es zu dem Foto mit dem Star, der mit einem grossen Insekt im Schnabel wartete, dass ich endlich verschwinde.

Die Fotos vom 15. und 23. Mai 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.

Zögerliches Gartenfrühjahrsgeschehen

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„Zögerliches Gartenfrühjahrsgeschehen“ – der umständliche Titel, das lange Wort sollen mein Empfinden wiedergeben, dass irgendwie so gut wie nichts passiert im Garten, denn es ist zu kalt, selbst die Knospen an den Bäumen und Sträuchern schieben sich nur langsam voran, während einige von ihnen im vorigen Jahr am 10. März 2020 schon erste grüne Spitzen ins Freie liessen, oder sogar blühten. Daran ist momentan noch nicht zu denken.

Trotz des Schutzes von altem Gras und grossen Blättern einer Kandelaber-Königskerze Verbascum olympicum wagen die grünen Spitzen vom diesjährigen Neuaustrieb der Braunroten Taglilien bzw. Bahnwärter-Taglilien Hemerocallis fulva kaum, sich weiter zu entwickeln, siehe Bilder 1 und 2. Weil wir nachts immer noch Frosttemperaturen habe, lasse ich auch jedes Aufräumen bleiben, denn für junge Pflanzen und Insekten gibt es keinen besseren Schutz als die Struppigkeit der Vorjahresgräser und trockenen Kräuterstängel im Verein mit altem Laub.

In zwei Wochen ist es früh genug, vom Wind abgebrochene Birkenzweige und dürre Blätter vom Rasen zu harken, braunes Staudengestängel abzuschneiden, trockenes Gras aus den Wieseninseln zu rupfen und das Ergebnis oben auf der Benjes-Hecke zu verteilen, ein Stück davon sieht man auf Bild 3. Die Vögel haben gerade ihre Nistplatzsuche wegen Kälte eingestellt, dann störe ich dort noch niemanden. – Bilder 4 u. 5: Schneeglöckchen Galanthus nivalis und die letzte vorjährige Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca erwartet man nicht gleichzeitig blühend, aber wenn’s geht, dann geht’s.

Die rote Zaubernuss Hamamelis x intermedia vom 6. Bild wird immer heller, blüht aber noch weiter. Als wir sie am 11. März 2020 aus der Baumschule holten, war sie schon vollständig verblüht. Auch die Zierquitten Chaenomeles – Bild 8 – hatten schon Ende Februar 2020 dickere Knospen als jetzt, auch sogar erste Blüten. Der Strauch vom 7. Bild kam erst im Mai letzten Jahres in den Garten: die rotblättrige Lambertshasel Corylus maxima (vllt. auch eine Hasel-Hybride) krepelte den Sommer hindurch vor sich hin, bis sie im September einige Blätter zeigte > hier. Weil sie jetzt wieder kleine, rötliche Knospen hervorgebracht, hoffe ich natürlich, dass sie es geschafft hat, endlich richtig Fuss zu fassen.

Die Fotos im Beitrag sind alle von heute Vormittag, dem 10. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Stare, paarweise

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Am Morgen des 3. März 2021 fotografierte ich bereits die beiden frühlingshaft bunt und metallisch schimmdernden > Stare im Raureif bei der Futtersuche durch das Gras wuseln. Nachmittags sah ich sie in einem anderen, nachmittagssonnigen Teil des Gartens den Rasen und eine Wieseninsel durchstöbern, meistens Seite an Seite.

 

Hinter dem Fenster und durch Jalousie-Lamellen verborgen konnte ich die Stare Sturnus vulgaris auch an dieser Stelle unbemerkt beobachten und fotografieren, wie sie durch das Gras wackelten und immer wieder mit den langen, spitzen Schnäbeln zwischen Gräsern, Kräutern und Moos herumstocherten. – Fotos vom Nachmittag vom 3. März 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.

Stare im Raureif

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Vor dem Fenster, heute Morgen um neun entdeckte ich zum ersten Mal in diesem Jahr zwei bereits frühlingshaft buntschilldernde Stare Sturnus vulgaris bei der Futtersuche durch das von Raureif weiss bedeckte Gras wuseln:

 

Hinter dem Fenster und durch Jalousie-Lamellen konnte ich sie unbemerkt heranzoomen, am -4°C kalten, aber sonnigen Morgen des 3. März 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Das Jahr 2020 als Beitragspuzzle

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Die Jahreswende naht, die Zeit für Jahresrückblicke ist gekommen, die ersten las ich schon und das ist, zusammen mit dem Mangel an Fotos in diesen dämmerigen Tagen, Grund genug, sich dem schon vor Silvester anzuschliessen, vielleicht mit mehr als nur einer Variante, schliesslich sind noch vier Tage Zeit. Heute beginne ich mit einem Blick in die Statistik meines PUZZLEBLUME ❀-Blogs: für jeden Monat des Jahres 2020 in diesem Blog habe ich ein Bild aus den jeweils am häufigsten geklickten Beiträgen ausgewählt, und durch einen Klick auf das Bild oder den Untertitel-Link kann sich, wer will, zum jeweiligen Artikel führen lassen:

Silberreiher, wieder am Kanal | Veröffentlicht am 2020/01/03 von puzzleblume

Januar > Silberreiher, wieder am Kanal | 2020/01/03

Im Wurzelwerk | Veröffentlicht am 2020/02/04 von puzzleblume

Februar > Im Wurzelwerk | 2020/02/04

Die erste Hummel | Veröffentlicht am 2020/03/01 von puzzleblume

März > Die erste Hummel | 2020/03/01

Hallo, Amselweibchen! | Veröffentlicht am 2020/04/17 von puzzleblume

April > Hallo, Amselweibchen! | 2020/04/17

Maskenträger unterwegs | Veröffentlicht am 2020/05/03 von puzzleblume

Mai > Maskenträger unterwegs | 2020/05/03

Lieblingsblau | Veröffentlicht am 2020/06/02 von puzzleblume

Juni > Lieblingsblau | 2020/06/02

Zwei Gewöhnliche Langbauchschwebfliegen | Veröffentlicht am 2020/07/05 von puzzleblume

Juli > Zwei Gewöhnliche Langbauchschwebfliegen | 2020/07/05

„Und hopp!“ | Veröffentlicht am 2020/08/13 von puzzleblume

August > „Und hopp!“ | 2020/08/13

Nocheinmal: Grashüpfer auf den Wieseninseln | Veröffentlicht am 2020/09/02 von puzzleblume

September > Nocheinmal: Grashüpfer auf den Wieseninseln | 2020/09/02

Nicht das Blockdings | Veröffentlicht am 2020/10/02 von puzzleblume

Oktober > Nicht das Blockdings | 2020/10/02

Herbstastern & Insekten Anfang November | Veröffentlicht am 2020/11/10 von puzzleblume

November > Herbstastern & Insekten Anfang November | 2020/11/10

Ein Mäusebussard als Zuschauer | Veröffentlicht am 2020/12/16 von puzzleblume

Dezember > Ein Mäusebussard als Zuschauer | 2020/12/16

Die hier versammelten Fotos habe ich im Jahreslauf 2020 entweder im Garten oder nur wenige hundert Meter davon entfernt aufgenommen, also bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Das „Blockdings“ im Blog ist eine Ausnahme, und ich überlegte kurz, ob ich nicht den nachrangigen Beitrag mit Foto vorziehen sollte, aber andererseits war das Thema Blockeditor im Oktober von grossem Interesse.
Wie oben schon erwähnt, bringen die verlinkten Bilder oder darunterstehenden Zeilen zu den jeweiligen Beiträgen.

Vielen Dank allen, die sie bereits gelesen und kommentiert haben und denen, die es noch tun werden, ausserdem an alle, deren eigene Blog-Veröffentlichungen und Kommentare mir in diesem Jahr Anregung und Freude bereitet haben.
Weil manche sich gerade für einige Tage verabschieden, um sich über die Tage des Jahreswechsels „blogfrei“ zu nehmen, wünsche ich an dieser Stelle schon mal im Voraus allen ein gutes und gesundes Jahr 2021.

Mal wieder Bongo

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Es wird mal wieder Zeit für eine kleine Serie von Bongo im Garten. Manchmal ist es ihm wichtig, all seine Ländereien frei im Blick haben zu können und er positioniert sich entsprechend, aber oft will er nur in einer gemütlichen Ecke seine Ruhe haben, schlafen und dabei am liebsten nicht gestört werden:

 

Vor elf Jahren fand ich sein Bild auf einer Tiersschutzseite, zwei Wochen später kam er zu uns. Nächsten März wird er zwölf Jahre alt. Er ist ein Hundesenior geworden, der keine Abenteuer mehr sucht und keine Lust mehr hat, mit anderen, ausgelassenen Hunden zu spielen, aber er liebt es nach wie vor, sich mit wohligem Grunzen und Schnaufen genussvoll auf dem Rasen zu wälzen, und nach seinen albernen fünf Minuten wird wieder gechillt.
Die Fotos in der Galerie sind zwischen dem 6. und 14. September 2020 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken