Begegnung zwischen Haselblättern

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Braun auf Grün sitzend entdeckte ich diese beiden sehr verschiededenen, kleinen Tiere auf den Blättern eines Haselstrauchs Corylus avellana im Garten und konnte beobachten, wie sich die Spinne für die Wanze interessierte.

Die braunen Wanze ist eine Lederwanze Coreus marginatus , bei der Spinne handelt es sich um eine aktiv jagende Art, die ihre potentielle Beute ohne Netz angeht, ich denke, eine Wolfsspinnen-Art Pardosa spec..

Bei der Lederwanze hat die Spinne einen Zugriff versucht, jedoch das Unterfangen aber schnell abgebrochen, ohne dass ich eine heftige Gegenreaktion seitens der Lederwanze wahrnehmen konnte.

Allerdings können Lederwanzen ein Gift verspritzen, was vermutlich erklärt, weshalb die Spinne den Rückzug antrat und sich schnurstracks über mehrere Haselblätter hinweg in eine andere Richtung entfernte.
Die Fotos sind vom 7. Mai 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Auf Birnenblüten

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Die Birnen Pyrus communis blühen seit Beginn der zweiten Aprilwoche, seit dem 7. April 2020, um genau zu sein. Seitdem finden sich auf den Blüten die verschiedensten Insekten ein, wie Feldwespen, verschiedene Wildbienen, Honigbienen, Hummeln, Marienkäfer, Ameisen und sogar eine Amerikanische Kiefernwanze:

Es sind zwei kleine Birnbäume der Sorte Vereinsdechantsbirne, im verzwergten sogenannten „Balkonobst“-Format. Beim Pflanzen im Frühling 2011 waren sie gerade mal einen guten halben Meter hoch. Dass sie einmal so üppig blühen und später mit reich beladenen Zweigen fruchten würden, hatte ich nicht erwartet, und die Insektenvielfalt an einem so kleinbleibenden Baum in Reichweite betrachten zu können, ist eine schöne Dreingabe. Auf dem zweiten Bild in der Galerie ist einer der Bäume im Beet vor der Terasse als Ganzes zu sehen; inzwischen, neun Jahre nach dem Pflanzen, misst einer etwa 1,30 m hoch und der andere 1,70 m.
Fotos vom 7. bis 17. April im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern und zum Lesen der Untertitel mit genaueren Namensangaben bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Zwischen Birnenblüten entdeckt: eine Amerikanische Kiefernwanze

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Dieses rotbraune, zwischen den Birnenblüten hockende Insekt verfügt nicht über den vorher mit Gerhard unter dem Beitrag zur plüschigen Rotschopfigen Sandbiene > hier erörterten Niedlichkeits-Faktor bei Insekten. Dennoch handelt es sich nicht um eine beutejagenden Raubwanze, sondern um eine vegetarisch lebende Randwanzen-Art.

Zwischen den Blüten des Birnbaums Pyrus communis entdeckte ich die etwa zwei Zentimeter grosse Wanze, deren Bestimmung mich etwas Zeit kostete, weil die nordamerikanische Art erst seit etwa zwanzig Jahren in Europa auftritt: die > Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze Leptoglossus occidentalis.

Ausgangspunkt ihrer europäischen Ausbreitung war Italien, in Deutschland wurde sie erstmals 2006 dokumentiert. Mein Birnbaum ist vermutlich nur ein vorübergehender Aufenthaltsort, denn zur Eiablage bevorzugt die Art Nadelbäume, nämlich Kiefern und Fichten. Ob ihr auch Thujen bzw. Lebensbäume dienlich sind, ist nicht bekannt.
Fotos vom 12. April 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.