Purpurrote Taubnessel mit Baumhummel oder Pelzbiene

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Die Purpurroten Taubnesseln Lamium purpureum bieten nektarreiche Blüten, auch bei kühlen Temperaturen lassen diese Wildkräuter einfach nicht nach. Gestern konnte ich die erste Baumhummel Bombus hypnorum -Königin von der dunklen Sorte daran beobachten – wenn es kein Pelzbienen-Anthophora plumipes-Weibchen war.

Ein gutes Zeichen war, dass sie bereits auch Pollen sammelte: das bedeutet nämlich bereits eine Nestgründung im Falle der Hummel, bei den Pelzbienen zwar auch, aber jede für sich, nur in Aggregationen. – Die Fotos sind vom Nachmittag des 14. April 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Acker-Gelbsterne, Purpur-Taubnesseln und eine Feldhummel

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Heute Morgen war es zwar rollkragenpullover- und mützenkalt, aber gab es etwas Sonne und blauen Himmel zwischen Wolkenhaufen in allen möglichen Schattierungen von Grau, und daher nahm ich die Kamera auf den Spaziergang .

Die Blüten der Blutpflaumen Prunus cerasifera am Wegrand strahlten ihrem weisslichen Rosa weithin vor den sonst noch nahezu kahlen anderen Gehölzen. Zwischen den vom kräftigen Wind geschüttelten Zweigen war aber wegen der Kälte bis auf eine einzelne Erdhummel-Königin kein weiteres Insekt zu sehen.

Am von der Sonne besser gewärmten Wegrand blühten etliche Acker-Gelbsterne Gagea villosa, Scharbockskraut Ficaria verna und Purpurrote Taubnesseln Lamium purpureum. An den Blüten der Purpur-Taubnesseln entdeckte ich auch die erste Feldhummel-Königin Bombus ruderatus dieses Frühlings, unerwartet früh unterwegs, aber wer sonst?

Eigentlich wollte ich Bongo zurückbringen und noch einmal losgehen, aber die Wolken verdichteten sich. Nach einem letzten Weidenkätzchen-Bild blieb auch ich zuhause und bald darauf graupelte es wieder kräftig drauflos.
Die Fotos sind vom 14. April 2021 in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ende März / Anfang April: Quer durch den Garten

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Blauer Himmel und Sonnenschein wechseln sich zur Zeit ab mit finsteren Wolken, Sturmböen, Schneestürmen und Graupelschauern, und die Blüten müssen dem und auch noch nächtliche Frosttemperaturen überstehen. Trotzdem sehe ich täglich kleine Fortschritte. Dies ist eine Galerie aus den vergangenen 7 Tagen:

 

Durch die frostigen Nächte und kalten Tage des Osterwochenendes haben sich die zwischenzeitlich fliegenden Insekten erstmal wieder zurückgezogen, aber die Blüten können sich nicht verstecken, und ich hoffe, alle kommen gut über diese unangenehm kalte Phase hinweg! – Die Fotos sind vom 31. März und vom 2.-6. April 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern und Lesen der ausführlicheren Bild-Beschriftungen bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Die ersten Blüten und Sandbienen im Garten

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Durch die Tageswärme und Sonnenschein kommen immer mehr Blüten hervor. Gleich nach der rot blühenden Zaubernuss-Sorte Hamamelis x intermedia, die schon bei Schnee und Frost angefangen hat, folgten schon Tage zuvor die Purpurroten Taubnesseln Lamium purpureum, von denen jetzt immer mehr im ganzen Garten verstreut blühen – sie waren sogar schneller als die Schneeglöckchen Galanthus nivalis.

Seit zwei Tagen blühen die Haselkätzchen Corylus avellana an dem älteren Strauch mit dem sonnigeren Standplatz. Ein paar hellviolette, frühe Elfenkrokusse Crocus tommasinianus zeigen sich an verschiedenen geschützten Plätzen, und gestern Mittag besuchten die ersten Gewöhnlichen Sandbienen Andrena flavipes diesen Jahres die Gänseblümchen Bellis perennis im Rasen. 2019 entdeckte ich die ersten Sandbienen im Garten am 26. Februar 2019, zu finden > hier, und voriges Frühjahr war es der 4. März 2020 > dort. Diesmal fotografierte ich sie und – bis auf die Purpurnessel – alle Blüten am Mittag des 24. Februar 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Mittagsrunde

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Zur Zeit ist es wirklich spannend, die kleinen Dinge zu beobachten, an denen sich ablesen lässt, wie schnell die Tageswärme im Garten wirkt, vor allem am frühen Nachmittag, wenn die ersten Blüten in der Sonne geöffnet sind und frühe Insekten umherschwirren und die Möglichkeiten erkunden.

Bild 1: Immer mehr Schneeglöckchen Galanthus nivalis erscheinen auf kurzen Stängeln aus dem Gras entlang der Gehölzränder. Inzwischen habe ich den Überblick verloren, ob es Restbestände aus dem früheren Garten meiner Eltern sind, oder Zwiebelchen, die ich selbst mal in den Boden gebracht habe, denn sie erscheinen einfach „irgendwo“, wie es den Wühlmäusen gefallen hat, sie herumzuschieben, auf der Suche nach anderen, ungiftigen Blumenzwiebeln, die ihnen vermutlich besser geschnmeckt haben, weil sie keine Lebenszeichen mehr anzeigen.

Bild 2: Das Sparrige Kranzmoos Rhytidiadelphus squarrosus mit dem lustigeren Alias Sparriger Runzelpeter strotzt nur so von Lebenskraft, erinnert beinahe an Wasserpflanzen. Auf dem Foto bietet es den graubraunen Samen der Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca ein feuchtes Bett, wie man in der rechten Bildhälfte sehen kann. Ich hoffe auf Nachwuchs, denn von den überzeugend robusten Wildblumen habe ich noch längst nicht genug.

Bild 3: die rot blühende Zaubernuss-Kultursorte Hamamelis x intermedia blüht mit weitoffenen, nun etwas helleren Blüten, die als Besucher Fliegen und erste Blattläuse anziehen. Direkt in gerader Linie unterhalb der Fliege lässt sich eine hellgrüne Blattlaus mit langen Fühlern und Beinen entdecken. Ich vermute eine Grüne Pfirsichblattlaus Myzus persicae, von denen hatte ich bisher immer die meisten.

Bild 4: Die Europäische Stechpalme Ilex aquifolium weist bereits rosige Knospenanlagen für ihre diesjährige Blüten zwischen den glänzenden Blättern vor, obwohl es noch etliche Wochen dauern wird.
Spannend ist daran, dass ich im Spätherbst Zweige als Stecklinge in einen geschützt stehenden Kasten gesteckt habe, und hiermit anscheinend erste Zeichen des Erfolgs zu sehen bekomme, so dass ich sie hoffentlich im Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, auspflanzen kann.

Bild 5: Purpurrote Taubnessel Lamium purpureum in Blüte entdecke ich nach und nach auch an anderen Stellen im Garten. Diese Blüten stehen eventuellen Honigbienen oder Hummeln schon eher zur Verfügung, als die Winter- bzw. Schneeheidepflanzen Erica carnea Blüten hervorbringen können.
Eine erste Honigbiene sah ich bei dieser Mittagsrunde tatsächlich schon, aber das Blütenangebot in unserem Garten lohnt bisher noch keinen Besuch, da sind die geschützteren Nachbargärten wahrscheinlich schon einen Schritt weiter.

Die Fotos sind am 21. Februar 2021 bei einem Mittagsrundgang durch den Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in den Galerien anklicken.

Quer durch den wieder schneefreien Garten

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Das Tauwetter hat in kürzester Zeit den Garten vom Schnee befreit. Der Schnee hat zum Glück Gras und Kräuter grün zurückgelassen, anders als auf den Feldern ausserhalb des Gartens. Es ist faszinierend, wie schnell alles ganz anders aussehen kann, darum habe ich schnell einen Gartenrundgang unternommen und einige Fotos gemacht.

Auf dem ersten blickt man quer über Wieseninseln zur abgestorbenen Eiche hin. Es ist ganz erstaunlich, wie schnell aus dem Holz bzw. unter der Rinde junge Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus hervorkommen, kaum dass der Frost geschwunden ist und die Sonne diese Seite des Baumes erwärmt und auch die Umgebung:

Unweit des Eichenstamms muss sich die vom Schnee niedergedrückte Rosette einer Kandelaber-Königskerze Verbascum olympicum erst noch von seiner Last erholen, während die Purpurrote Taubnessel Lamium purpureum daneben schon wieder blüht, oder womöglich immernoch Blüten trägt, frisch aussehend, als wäre nichts gewesen.

Den Moment der ersten Knospenöffnung der roten Blüten an meiner „doppelte Zaubernuss“ habe ich zwar verpasst, ihre rote Seite blüht schon seit Anfang Februar: eine rot blühende Kultursorte Hamamelis x intermedia. Aber ohne Frost entspannen und entfalten sich die Blüten sichtlich, wirken grösser und „blumiger“.

Dass Mücken umherfliegen hat mich weniger erstaunt als das Erscheinen von Spinnen und Insekten auf den warmen Feldsteinen in der Gabionen-Mauer. Das erste Tierchen ist eine Listspinne Pisaura mirabilis, die wahrscheinlich sehr zufrieden war damit, gleich undweit von sich Fliegen und auch diese mir unbekannte Wanzenlarve vor sich zu haben.

Die Fotos sind sämtlich am 19. Februar 2021 bei einem Mittagsrundgang durch den Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in den Galerien anklicken.

Dezemberblüten

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1. Feinstrahl bzw. Weisses Berufkraut Erigeron annuus, 2. Grüne Rose Rosa chinensis Jacq. ‚Viridiflora‘, 3. Gewöhnlicher Erdrauch Fumaria officinalis, 4. Purpur-Taubnessel Lamium purpureum, 5. Wiesen-Schafgarbe Achillea millefolium.
Alle Blütenfotos sind gestern im Garten beim Vormittagsrundgang aufgenommen, am 23. Dezember 2019, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.