Hohes Fingerkraut-Blüte mit Bürstenhornblattwespen

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Die offenen, goldgelben Blütenschalen des Hohen bzw. Aufrechten Fingerkraut Potentilla recta sind bei Insekten allgemein beliebt, sowohl als Nahrung, als auch zur Paarung, und ganz besonders bei den Pflanzenwespen der Art Arge cyanocrocea, denn denen dient das Rosengewächs gleich auch noch als Kinderstube:

2021-05-29 LüchowSss Garten Hohes Fingerkraut (Potentilla recta) + Bürstenhornblattwespen-(Arge cyanocrocea)-Paarung

Auf dem Bild sieht man zwei orangefarben und schwarz gemusterte Pflanzenwespen Arge cyanocrocea aus der Familie der Bürstenhornblattwespen, trotz ihrer Häufigkeit ohne deutsche Artenbezeichnung, bei der Paarung.
Die Imagos der Art fressen Pollen und Nektar verschiedener Blütenpflanzen, gern auch von Doldengewächsen, während sich ihre Larven von den Blättern verschiedener Rosengewächse ernähren.
Sie hielten sich daher bestimmt micht zufällig auf genau der Wieseninsel im Garten auf, sie wo alle erwünschten Pflanzen gemeinsam finden.
Das Foto ist vom 29. Mai 2021, aufgenommen auf einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Keine Fliegen, sondern Wespen

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Wie die Fliegen, sind auch die vielen verschiedenen Insektenarten, die Wespen genannt werden, faszinierend vielfältig und sehr unübersichtlich, wenn man sie bestimmen möchte. In der kleinen Galerie finden sich zwei Blattwespen, eine Schlupfwespe und eine Knotenwespe, die ich innerhalb der letzten Tage beobachten konnte:

 

Blätter von Johannisbeere und Gemeinem Schneeball sowie Blüten von Hohem Fingerkraut und Gelber Sumpfschwertlilie verdeutlichen die Grössenverhältnisse: diese Wespenarten sind sämtlich kleiner als die bekannteren „Gelbjacken“, die Faltenwespen. Die Fotos sind vom 27. Mai bis 5. Juni 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Aufrechtes bzw. Hohes Fingerkraut mit Insekten

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Das Hohe bzw. Aufrechte Fingerkraut Potentilla recta hat bei mir nicht im Beet, sondern auf einer der Wieseninseln seinen Platz gefunden. Die verschiedensten Wildbienen und Käfer mögen die offenen, goldgelben Blüten des Rosengewächses, so dass es dort meistens etwas zu beobachten und zu fotografieren gibt:

Bei dieser Galerie ist meine Freude zumeist grösser als die Kenntnis:
Ob Graugrüner Scheinbockkäfer Oedemera virescens oder Grünlicher Scheinbockkäfer Oedemera lurida auf Bild 1 ist nicht eindeutig: ersterer misst 8-11 mm, der andere 5-7 mm; dieser hier wirkte einfach „klein“.
Die Wildbiene mit dem hell gestreiften Hinterleib auf den Bildern 2 + 3 müsste eine Furchenbiene Halictus spec. sein.
Auf Bild 3 sitzt im Hintergrund ausserdem eine dunkle Schmalbiene Lasioglossum spec., was man leider auf dem Bild nicht erkennt, der Wind hat mir manches Bild verweht und verwackelt.
Die Wildbiene mit hellen Streifen auf Bild 4 ist nicht dieselbe wie die von 2/3, man sieht leider zuwenig von ihr.
Auf den Bildern 5 + 6 ist ein langgestrecktes Insekt zu sehen: wahrscheinlich Cephus spinipes, eine Halmwespe.
Fotos vom 21. Mai 2020, auf einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern und lesen der Bildunterschriften die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Tüpfel und Pünktchen

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Die Blättchen sind getüpfelt, das Tierchen hat schwarze Pünktchen auf dem derzeit noch hellgrauen Leib mit dem orangefarbenen Kopf, auf dem sogar kleine schwarze Punkte niedliche Augen andeuten:

2019-06-07 LüchowSss Garten Tenthredo amoena Blattwespen-Larve an Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Es handelt sich hier nicht um eine Raupe, sondern um auf Johanniskraut spezialisierte Blattwespen-Larve, Tenthredo amoena die sich an Tüpfel-Johanniskraut Hypericum perforatum im Garten satt frisst und dabei später noch etwas bunter wird, so dass man tatsächlich auf den ersten Blick an eine Schmetterlingsraupe denken könnte, wäre nicht die Anordnung der Beinchen verschieden: zwischen Brust- und Bauchbeinen haben sie nur ein einziges freies Segment, während Raupen von Tag- oder Nachtfaltern mindestens zwei freie Segmente besitzen. Es gibt drei Brustbeinpaare und manchmal auch mehr als fünf Hinterleibsbeinpaare, insgesamt also mindestens acht, statt maximal sieben Beinpaare. Diese Larven werden auch „Afterraupe“ genannt. – Foto vom Vormittag des 7. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

> Wikipedia: Tenthredo amoena