Zum Sommeranfang sind die Jungstare ausgeflogen

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Zum Sommeranfang sind die mattbraunen Jungen aus der Nisthöhle der Stare Sturnus vulgaris in der Eiche ausgeflogen, und auch die jungen Spatzen Passer domesticus aus dem benachbarten Nistkasten. Sie alle haben den Torso schnell als ideale Start- und Landebasis erkannt und suchen sie auch Wochen später immernoch gerne auf, genau wie ihre Eltern.

Wenn allerdings dann auch noch die Ringeltauben Columba palumbus angerauscht kommen, leistet höchstens noch ein erfahrener Altvogel einen kleine Weile trotzigen Widerstand. Er hat dann aber auch seinen Platz geräumt. Die Tauben sind zwar nicht aggressiv, aber haben doch so eine gewisse raumgreifende Ausstrahlung. – Die Fotos sind vom  28. Juni und 11. Juli 2021, auf dem Eichen-Torso im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Vögel im Garten und meine „Stunde der Gartenvögel“-Zählung

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Zur jüngsten „Stunde der Gartenvögel“, der Vogelzählung vom vergangenen, langen Maiwochenende, möchte ich noch meiner Ergebnisse im Blog festhalten, zusammen mit einigen Fotos, die ich während der Zählstunde und in den Tagen vorher und seitdem rundherum aufnehmen konnte. Wie immer, sind mehr Arten im Garten zu beobachten, als sich während der betreffenden Stunde blicken liessen, und auch auf den Fotos sind nicht alle zu sehen.

 

Die Fotos sind zwischen dem 13. bis 19. Mai 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die kleinen Bilder in der Galerie bitte zum Vergrössern anklicken.

Meine Zählstunde für die „Stunde der Gartenvögel“ am 15. Mai 2021
… war anfangs angenehm sonnig; ich hatte eine Tasse Tee neben mir und sass ab 16 Uhr auf der Terrasse, musste allerdings meinen Platz wegen eines heftigen Regenschauers schon nach einer Dreiviertelstunde räumen, und die Vögel zogen sich in geschützte Bereich zurück, statt sich weiter zu zeigen.
Mein Ergebnis aus der verkürzten Zählung war wie folgt:

    Amseln Turdus merula : 4
    Bachstelze Motacilla alba : 1
    Blaumeisen Cyanistes caeruleus : 1
    Bluthänflinge Linaria cannabina : 2
    Distelfinken / Stieglitz Carduelis carduelis : 2
    Elster Pica pica : 1
    Feldsperlinge Passer montanus : 4
    Hausrotschwanz Phoenicurus ochruros : 1
    Haussperlinge Passer domesticus : 6
    Rauchschwalben Hirundo rustica : 7
    Ringeltauben Columba palumbus : 2
    Stare Sturnus vulgaris : 4
    Turmfalke Falco tinnunculus : 1
    Weissstörche Ciconia ciconia : 1

Für eine Dreiviertelstunde war das gar nicht so schlecht.
Weder während der Zählung noch beim Fotografieren innerhalb des Zeitraums, in dem die Bildergalerie zusammenfotografiert wurde, konnte ich Kohlmeisen, Rotkehlchen, Zaunkönig, Rabenkrähen oder Buchfinken erwischen, auch wenn ich sie gelegentlich zu Gesicht bekam. Es hatte ja auch hauptsächlich in diesem Zeitraum geregnet, und das nicht gerade zimperlich, sonderen immer in kräftigen Schauern. Schlecht für Beobachtungen, aber super für den Garten und somit für die Vögel, ob ich sie nun sehe oder nicht.
Der Graureiher und die Störche waren nicht im Garten, sondern jenseits des Gartenzauns, aber sie überfliegen den Garten, immerhin. Ich warte immer noch darauf, dass doch einmal einer von ihnen auf den Wieseninseln landet.

Inzwischen gibt es auf der Webseite des NABU Ergebniss, pro Art in Karte und Rangliste > hier anzusehen.

Mit fremder Feder

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Unter dem grauen Vormittagshimmel wurde ich vorhin nur aus dem Augenwinkelö heraus auf diesen grau-beigen, weiblichen Haussperling Passer domesticus aufmerksam, weil er eine leuchtend weisse Feder im Schnabel trug, um sie irgendwo unter dem grauen Dach unseres Hauses in sein Nest zu bringen:

2021-04-10 LüchowSss Garten bzw. auf dem Hausdach - weibl. Haussperling (Passer domesticus) m. Feder im Schnabel

Die Spatzen sind weiterhin unverzagt mit dem Nestbau beschäftigt, auch wenn ansonsten der Frühling bei uns wegen der kühlen Temperaturen ins Stocken geraten ist. – Das Foto ist vom Vormittag des 10. April 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Vögel an der Totholzhecke

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Verschiedene Vogelarten finden die Totholzhecke = Benjeshecke gut, die ich seit 2018 entlang des feldseitigen Zauns aufgehäuft habe, ganz gleich, ob es dabei um Futtersuche oder Nestbau geht. Es gibt ja nicht nur tote Zweige dort, sondern auch viele abgeschnittene, trockene Stauden. Es ist leichter, sie dabei zufällig zu beobachten, als Fotos von ihnen zu bekommen, daher habe ich nur weit durch das Fenster herangeholte Bilder:

 

Und das sind noch längst nicht alle Vogelarten, die ich dort herumhüpfen und -klettern sehe. Ausser Blaumeisen Zaunkönig, Haussperling, Bluthänfling und Rotkehlchen suchen auch Kohlmeisen, Feldsperlinge und Amseln regelmässig die Totholzhecke ab – letztere suchen allerdings eher daran entlang, am Boden zwischen dem Totholz- und Gründbereich davor. – Fotos vom 6.+7. April 2021, durch das Fenster quer durch den Garten gezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern ggfs. die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Nass- und Trockenbaden

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Spatzen mögen beides, Nass- und Trockenbaden. Auf den ersten beiden Bildern ist ein Haussperling Passer domesticus zu sehen, der so begeistert in einem der gusseisernen Vogelbäder im Garten geplantscht hat, bis er komplett durchnässt war. Erst dann war er zufrieden und sehr lustig anzusehen:

Auf dem 3. Bild sieht man die Staubbadekuhlen unter dem Bauernjasmin ohne Badegäste. Vor einigen Tagen zeigte ich einen sandbadendem Feldsperling Passer montanus > hier, die Bildtafel habe ich als 4. Bild noch einmal zugefügt.

Das neuere Foto zeigt eine weitere Trockenbadestelle, und wie so etwas nach einigen Tagen aussieht. – Die Fotos sind vom 24, 29. und 30. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Mehr rotes Holz mit grünen Knospen

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Den ersten Strauch vom Sibirischen bzw. Rotholz-Hartriegel Cornus alba ‚Sibirica‘ habe ich schon vor zehn Jahren in den Garten gepflanzt, der ist auf den Bildern 1 und 2 zu sehen. Schon häufiger schrieb ich davon, wie beliebt er vor allem bei den Spatzen ist, deshalb habe ich dort auch eine Futterstelle eingerichtet. Wenn sich am leuchtend roten Holz deutlich und aus der Ferne schon sichtbar die grünen Knospen zeigen, finde ich den Strauch ganz besonders schön, auch wenn sich heute früh herausgestellt hat, dass er bei Sonnenlicht schlecht zu fotografieren ist: die glatten Zweige reflektieren offenbar das Licht, aber ich lass‘ das jetzt so: klickt man das kleine Bild zum Vergrössern an, wird es klarer. Nebenbei werden auch die Spatzen niedlicher, denn der eine trägt Hälmchen im Schnabel: der Nestbau ist im Gange.

Auch kann man, wenn man weiss, wonach man sucht, die silbergrau vertrockneten Reste der über 2m im Strauch emporgewachsenen vorjährigen Wegwarte erkennen: ihre Samen sind vielleicht auch einer der Gründe für die Beliebtheit des Rotholz-Hartriegels bei den Spatzen, besser zu sehen auf > Fotos vom letzten November.
Weil ich den Strauch zu jeder Jahreszeit attraktiv finde, dürfen es gerne mehr dieser Art werden im Garten, und die kann man entweder durch Käufe in der Baumschule bekommen – habe ich vorigen März auch getan – oder durch Vermehrung im eigenen Garten, was mehr Glückssache ist, als einfach eine im Topf vorgezogene Pflanze in den Boden zu setzen, aber da man die Hartriegel mit den roten oder gelben Zweigen ohnehin immer wieder zurückschneiden soll, um die Farbigkeit zu erhalten, bekommt man reichlich Abschnitte zum Experimentieren.

Das 3. Foto, also das erste Bild in der Dreiergruppe, zeigt, dass der im Dezember geschnittene Steckling im Boden Wurzeln bekommen hat, das 4. Foto denselben Erfolg in einem Eimer mit Wasser, und beide Stecklinge warten nur darauf, dass ich ihnen einen Platz im Gartenboden gebe. Auf dem 5. und letzten Bild ist ein Jungstrauch zu sehen, den ich im Herbst 2019 auf 2020 als zum Boden heruntergebogenen und darin bewurzelten Zweig von der Mutterpflanze, dem grossen Strauch s.o., abgetrennt habe. Das passiert auch von allein, aber ich könnte nicht sagen, dass dieser abgetrennte, neue Jungstrauch deswegen einen schnellen Start gehabt hätte, daher bin ich sehr gespannt, wie sich meine jüngsten Stecklinge entwickeln werden.

Ausserdem heisst es Daumendrücken, damit nicht wieder die Blütenknospen abfrieren, wie es leider im Frühling des vorigen Jahres geschah; der Hartriegel entwickelt dann keine oder kaum noch Nachblüten, deshalb auch später keine der hübschen hellblauen Beerenfrüchte. Leider kam es bisher nur selten dazu, die Blüten sind empfindlicher als der Strauch selbst, der andererseits immer sehr früh am Start ist, wenn es um das Austreiben im Frühling geht. Das Schönste am Rotholz- oder Purpur-Hartriegel sind aber sowieso die Zweige, deshalb ist es nicht so schlimm.

Die Fotos sind zwischen dem 28.-30. März 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Kaum ist es ein wenig wärmer …

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Kaum ist es ein wenig wärmer, die Nächte frostfrei und sogar ein wenig sonnig, zupfen die Haussperlinge Passer domesticus überall im Garten emsig, beinahe aufgeregt, an den trockenen, weichen Vorjahresgräsern herum:

Links sieht man ein Männchen, rechts ein Weibchen beim Sammeln von Nistmaterial, so dass sie aussehen, als hätten sie borstige Schnurrbärte. – Die Fotos sind vom 23. und 24. März 2021, durch Fenster hindurch gezoomt und aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken. Ohne Bild: auch die Amselweibchen sind heute fleissig in Sachen Nestbau unterwegs.

Kleine Fortschritte Richtung „richtiger Frühling“

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Manche sind der ganzen Frühjahrsblüher-Fotos vielleicht schon überdrüssig, aber bei uns draussen auf dem Lande zieht es sich noch hin mit dem ersehnten frühlingsbunten Anblick in Natur und Garten. Ich feiere noch jeden noch so kleinen frisch-grünen Trieb auf den Wieseninseln, jedes einzelne Schneeglöckchen im Rasen und begrüsse jede Mini-Narzissenblüte persönlich, sogar Grüppchen von Feuerwanzen zu sehen erfreut mich noch – das sagt doch alles!

Auf Bild 1 ist ein gefülltes Schneeglöckchen Galanthus nivalis ‚Flore pleno‘ zu sehen. – Bild 2 zeigt die hellgrünen Blätter einer Gelbrote Taglilie bzw. Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva auf der ihnen eigens gewidmeten Wieseninsel.

Den grössten Farbfleck, die leuchtendsten Blüten im Garten haben derzeit die gelben Mini-Narzissen Narcissus von Bild 3 zu bieten, der Keramikfrosch von Bild 4 hat den Frost heil überstanden und kommt später nochmal dran.

Die Haussperlinge Passer domesticus von Bild 5 besuchen noch die Futterstellen, auch der Buntspecht Dendrocopos major auf Bild 6, mit den Knospen der Blutpflaume Prunus cerasifera ‚Nigra‘ im Vordergrund.

Die Feuerwanzen Pyrrhocoris apterus auf Bild 5 drängen sich um Samen vom Garteneibisch Hibiscus syriacus. Auf Bild 8 schlüpft gerade ein „Rhabarbertierchen“ und wird hoffentlich ein grosser starker Rhabarber Rheum rhabarbarum.

Die Fotos sind alle vom 22. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder der Galerie anklicken.