Verschiedene Schwertlilien im Garten

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Zu den Schwertlilien gehören sie alle, die Gartensorten wie die wilden Sumpf-Schwertlilien, daher bekommen sie einen gemeinsamen Artikel mit Blüten und Insektenbesuchern, beginnend mit den Sumpf-Schwertlilien Iris pseudacorus, Nachkommen aus dem ehemaligen Gartenteich meiner Eltern von Anfang der 70er Jahre.

Gelbe Sumpfiris sind bei Insekten die beliebtesten Schwertlilien. Ohne Teich genügt ihnen zum Dasein auch der in den Boden gesenkte Maurerkübel, in dem sie feuchtere Bedinungen haben, als im freien Boden, aber ich fand auch schon Sämlinge anderswo im Garten, an trockenen Stellen.

Auch die etwas dunklere, blauviolette Bauerngarten-Bartiris Iris x conglomerata kam in den frühen 70er Jahren aus einem bäuerlichen Dorfgarten in den Garten meiner Eltern und überstanden 2009 in Maurerkübeln die Baustelle, bis ich sie für die Neuanlage des heutigen Gartens wieder überall verteilen konnte.

Auch sie bekommen immer wieder Besuch von Insekten auf der Suche nach Pollen und Nektar: Honigbienen, Sandbienen und kleine Hummeln lassen sich immer wieder mal an den Blüten blicken, und auch verschiedene pollen- und nektarfressende Käfer lassen sich immer wieder beobachen, Metallischgrün auf Lila besonders schmuck:

Die schwarzen Irisrüssler Mononychus punctumalbum fressen allerdings direkt von den Blüten und nutzen die Samenstände, vor allem die der Sumpf-Schwertlilien, als Kinderstube für ihre Larven. Es sollte dabei trösten, dass diese Rüsselkäfer in Nordrhein-Westfalen und Thüringen auf der Roten Liste unter „Kategorie 3 = gefährdet“ stehen.

2018 sind zwei weitere Bauergarten-Bartiris aus der Nachbarschaft hinzugekommen, eine mit heller lila-gelblichen Blüten und eine mit gelb-rot geflammten Blüten. Darüber schrieb ich schon einmal > hier Ende Mai 2019, als die Hinzugekommenen zum ersten Mal blühten, auch dieses Jahr wieder einige Tage später als die anderen.

In der Reihenfolge des Aufblühens kommen sie etwa um dieselbe Zeit in Gang wie die Sumpf-Schwertlilien, sowohl die tulpenhaft rot-gelb geflammt blühende Sorte, als auch die gelblich angehauchte, heller violette Sorte, die immer aussieht, als würde die Sonne hindurchscheinen. Diese beiden hatten keinen Insektenbesuch, den ich bemerkte.

Es ist aber auch in anderen Jahren bei meiner altbewähreten und lange beobachteten Sorte nicht regelmässig so zu beobachten gewesen wie in diesem Jahr, so dass ich mich frage, welche Bedingungen es braucht, damit Schwertlilien „appetitanregend“ anziehend auf Insekten wirken.

Die Fotos sind zwischen dem 2. und 13. Juni 2021 im Garten aufgenommen, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Wieder mal die Akeleien

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Inzwischen zeigen sich weitere blühende Akeleien Aquilegia im Garten und ich habe auch Blüten mit anderen Formen und Farbschattierungen wiedergefunden.

Da sind die blassrosa, fast weissen Blüten und die etwas dunkleren, die sowohl Purpur- als auch Violetttöne ins Rosa mischen, und an denen auf Bild 2 und 3 gerade eine Honigbiene die Hörnchen aufbeisst, um einfacher an den Nektar zu gelangen.

Dunkelrote Blüten gibt es in verschiedenen Formen, und dieses Weinrot gefällt mir auch ganz besonders gut. Auffallend ist eine Pflanze mit sehr weit geöffneten Blütenkelchen, die aussehen wie flache Hüte. Ich hoffe, sie versät sich.

Viel komplizierter gerafft und gerüscht sehen die hell-veilchenblauen Blüten aus, wobei sie sich nicht gleichen, und auch die Blüten im klassischen Blauviolett der wilden Akeleien weisen verschiedene Formen auf, es gibt sowohl gefüllte als auch schlichte.

Auch bei den violetten Akeleien sieht man wieder eine Biene beim Aufbeissen. – Die Fotos habe ich zwischen dem 28. Mai und dem 3. Juni 2021 im Garten aufgenommen, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Das blasse Lila vom Rosmarin

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Der Lippenblütler Rosmarin Salvia rosmarinus, bis vor Kurzem noch als Rosmarinus officinalis bezeichnet, zählt trotz seiner nadelähnlichen Laubblätter, zur Gattung Salvia, also zur Verwandtschaft des Salbei. Die Rosmarinsträucher im Garten haben in diesem Jahr erst spät zu blühen begonnen und anfangs war auch das hinsichtlich der Insekten nahezu vergeblich. Erst ab Mitte Mai lohnte es sich, ab und zu mit der Kamera auf Besucher zu warten:

Die vier abgebildeten Wildbienen kann ich nur vage 1. den Sandbienen Andrena, 2. den Mauerbienen Osmia, 3. den Furchenbienen Lasioglossum und 4. den Europäischen Honigbienen Apis mellifera zuordnen, ich sah aber auch kleinere Hummeln um die Blüten turnen, wobei ich von Hummeln am Rosmarin in diesem Jahr bisher kein Foto erwischt habe.
Die Fotos habe ich zwischen dem 23. und 30. Mai sowie am 2. Juni 2021 im Garten aufgenommen, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Die Bauerngarten-Bartiris blühen im Garten

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Diese Galerie habe ich den hell und dunkel blauvioletten Farbtönen der Bauerngarten-Bartiris gewidmet, von denen sich nun täglich mehr Blüten im Garten öffnen.

Besonders gefällt mir die Stelle vor den spanischen Weinreben, wo die Bauerngarten-Bartiris nach und nach Gesellschaft bekommen von Flachs, Klatschmohn und hohen Gräsern. Man sieht der Galerie vermutlich meine Begeisterung an, weil ich mich nicht auf weniger Bilder beschränken konnte.
Die Fotos sind zwischen dem 25. Mai und dem 1. Juni 2021 im Garten aufgenommen, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Wo diese spezielle Bauerngarten-Bartiris botanisch nun genau einzuordnen ist, ob nur bei Iris barbata oder bei den Iris x germanica, oder vielleicht auch bei den noch unbestimmter vermischt gekreuzten Iris x conglomerata – keine Ahnung. Sie stammen eben schon „seit ewig“ aus einem Bauerngarten, aus dem meine Mutter in den 70er Jahren überzählige Wurzel-Rhizome geschenkt bekam. Auf eine Kreuzung mit der Deutschen Schwertlilie Iris x germanica weist hin, dass es einen Ansatz von deren pergamentenem Häutchen unterhalb der Blüte gibt, nur eben geringer ausgeprägt – es ist kompliziert > Wikipedia: Bart-Iris.

Kleine Wildbiene an Rosmarinblüten

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Diese kleine Wildbiene entdeckte ich kürzlich an einem der Rosmarin-Sträucher Salvia rosmarinus im Garten:

2021-05-24 LüchowSss Garten Rosmarin + kl. Wildbiene evtl. Furchenbiene (Lasioglossum)

Worum es sich bei der flinken und mit orange-rötlichen Pollen an Beinen und Bauch beladenen Wildbiene handelt, vermute ich nur: es könnte vielleicht eine Furchenbiene Lasioglossum sein.
Foto vom 24. Mai 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Quer durch den Garten im Mai: Blau und Blauviolett

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Durch den Regen und das warme Wochenende hat sich die vorher so langsame Entwicklung endlich beschleunigt. Diese Galerie habe ich dem Thema Blau und Blauviolett gewidmet und weil es sich so ergab, sind nicht nur Pflanzen in der Galerie zu sehen, sondern auch eine echte Blaumeise und ein Keramikvogel, der auf seinem Stab eine Pflanze in der Wieseninsel markiert, die nicht umgerannt werden soll. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken:

  1. Die regennasse Blaumeise Cyanistes caeruleus suchte eifrig den Feldahorn Acer campestre nach Insekten ab.
  2. Eine Ehrenpreis-Art Veronica spec. mit zartblauen, dunkler gestrichelten Blüten an einer aufrecht stehenden Rispe verbreitet sich im Rasen – Echter Ehrenpreis Veronica officinalis vielleicht.
  3. Einige letzte Armenische Traubenhyazinthen Muscari armeniacum harren noch in einer der Wieseninseln aus, verlieren nun aber auch ihre letzten blauen „Glöckchen“. Hoffentlich versäen sie sich auch.
  4. Der Keramikvogel mit dem blauen Kopf bewacht eine Königskerze in der mit Hilfe des Regens munter spriessenden Wieseninsel.
  5. In diesem Jahr ist der Gundermann Glechoma hederacea im Garten gut vertreten, und bietet den Bienen und Hummeln bei jedem Wetter ein verlässliches Nektarbüffet.
  6. Die erste Blüte der Gewöhnlichen Akelei Aquilegia vulgaris öffnete sich am 10. Mai an einem der wärmsten Plätze im Garten, die anderen Akeleien brauchen noch ein wenig länger.
  7. Den beiden Rosmarin-Sträucher Salvia rosmarinus, bis vor Kurzem noch als Rosmarinus officinalis bezeichnet, haben im vergangenen Februar die Starkfröste ≥ -16°C trotz Frostschutz-„Schlafsäcken“ stark zugesetzt, die zerrupft aussehenden Zweige blühen aber trotzdem bis in die Spitzen, wenn auch nicht üppig.
  8. Der Kriechende Günsel Ajuga reptans, hier mit einer Ackerhummel Bombus pascuorum zu sehen, darf sich auch gerne im Garten noch weiter ausbreiten, weil er aber weniger Trockenheit zu vertragen scheint als der Gundermann, geschieht das bisher kaum.
  9. Zerrupft sieht auch die Garten-Primel Primula x intermedia aus, angefressen von Vögeln oder Insekten – ich habe die Amsel im Verdacht. Dennoch blüht die Primel unbeeindruckt durch, bis es ihr irgendwann zu heiss wird.
  10. Auch den Blüten der sich Jahr für Jahr selbst aussähenden und somit erhaltenden Hornveilchen Viola cornuta und Garten- bzw. Wald-Vergissmeinnicht Myosotis sylvatica setzt erst die Frühsommerwärme ein Ende, wobei der aktuelle Wetterbericht für uns bis Ende Mai eher mit weiteren Blüten rechnet lässt.

Die Fotos von Strauchblüten, Gartenblumen und Wildkräutern sind zwischen dem 7. bis 14. Mai 2021 einige bei sonnigen Wetter, die jüngsten bei Regenwetter kreuz und quer im Garten aufgenommen, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Ende März / Anfang April: Quer durch den Garten

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Blauer Himmel und Sonnenschein wechseln sich zur Zeit ab mit finsteren Wolken, Sturmböen, Schneestürmen und Graupelschauern, und die Blüten müssen dem und auch noch nächtliche Frosttemperaturen überstehen. Trotzdem sehe ich täglich kleine Fortschritte. Dies ist eine Galerie aus den vergangenen 7 Tagen:

 

Durch die frostigen Nächte und kalten Tage des Osterwochenendes haben sich die zwischenzeitlich fliegenden Insekten erstmal wieder zurückgezogen, aber die Blüten können sich nicht verstecken, und ich hoffe, alle kommen gut über diese unangenehm kalte Phase hinweg! – Die Fotos sind vom 31. März und vom 2.-6. April 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern und Lesen der ausführlicheren Bild-Beschriftungen bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Mitten im Dezember

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Mitten im Dezember im Garten – es nieselt oder ist einfach nur grau, und wird nur selten für ein Viertelstünchen heller, das man dann gerade nutzen kann, oder auch nicht. Dies sind die heutigen Vormittagsbilder:

1. Der Fenchel Foeniculum vulgare nahe der Hauswand treibt trotz zwischenzeitlicher Frostgrade unbeirrt sein frisches Grün aus den alten Blattachseln und dem Boden.
2. Austernseitlinge Pleurotus ostreatus mögen es kühl und feucht, darum passt diesen sogenannten Winterpilzen die Witterung sehr gut, und der Purpurroten Taubnessel Lamium purpurea daneben ist es einfach egal, sie blüht eben.
3. + 5. Zu den Weintrauben an den späten spanischen Reben Vitis vinifera ssp. vinifera schrieb ich bereits, dass sie den Amseln überlassen bleiben.
3. + 10. Die Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum sehen von weitem obenherum braun aus, aber solange nicht alles Grün aus den Pflanzen gewichen ist, bringen sie immernoch Blüten hervor.
4. Es gibt noch immmer blühende Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca, wenn auch nicht alle Blüten so frisch aussehen, wie diese.
5. ⇔ 3.
6. Die weiter- und weiterblühende Beetrose ‚Aspirin‘ darf natürlich nicht fehlen, die zwar bei Frost etwas lädiert wurde, sich aber davon noch immer nicht aufhalten lässt.
7. + 8. Spatzenfotos dürfen auch heute nicht fehlen, allerdings sind es diesmal keine Fensterfotos, sondern welche, bei denen ich nur wenige Meter entfernt von den Haussperlingen Passer domesticus im Garten stand.
9. Manche Pflanzen vom Einjährigen Berufkraut Erigeron annuus wirken inzwischen ziemlich zerpliesert, aber einige sehen so frisch aus, als könne ihnen weder Kälte noch Witterung etwas anhaben.
10. ⇔ 3.
11. Der Rosmarin Salvia rosmarinus zeigt immernoch seine einzelne blasslila Blüte, während sich seine Knospen schon wieder etwas weiter entwickelt haben.
12. Eine Ringelblume Calendula officinalis darf natürlich nicht fehlen. Die Blüte wurde vom Frost gezaust, aber nicht entmutigt, und neben ihr stehen noch weitere Ringelblumen, die ganz ähnlich aussehen.

Die Fotos sind alle von heute Vormittag, am 15. Dezember 2020 aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.