Der Buntspecht kommt noch immer gern

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Der Buntspecht Dendrocopos major kommt noch immer gern an einen der Futterplätze, hier er von hinten gut als Männchen erkennbar, wegen des roten Flecks auf seinem Hinterkopf:

2021-04-01 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major)

Die Vögel suchen zwar inzwischen auch abseits der Futterplätze Nahrung, aber so viel, dass ich ganz aussetzen würde, scheint es bei der kühlen Witterung noch nicht zu geben. – Das Foto ist vom 1. April 2021, wieder einmal durch das Fenster in den Garten fotografiert, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Echter Frühling

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Inzwischen zeigen sich auch weitere, hoffnungsvolle Anzeichen echten Frühlingsgeschehens. Nicht nur bei den Pflanzen, auch bei Vögeln und Insekten sind neue Aktivitäten zu beobachten. Die Vögel wissen nach wie vor die Futterstellen sehr zu schätzen, wie der Buntspecht Dendrocopos major und der Haussperling Passer domesticus, denn üppig ist das Nahrungsangebot in der feldwirtschaftlich geprägten Umgebung noch längst nicht.

 

Dabei beschäftigen sie aber schon seit einigen Tagen intensiv mit dem Sammeln von Nistmaterialien, wie die braune, weibliche Amsel Turdus merula mit dem dicken Büschel trockenen Nistmaterials im Schnabel.
Der Bedarf an trockenen Hälmchen, Stängeln, alten Blättern und Moos ist gross; in allzu sauber geharkten und gepflegten Umgebungen sammeln die Vögel ersatzweise herumliegenden Zivilisationsmüll wie Kunststofffetzen, Fäden und auch längere Garnstücke, in denen sich ihre Nestlinge später tödlich verfangen können.

 

Es sind endlich auch wieder Gemeine Sandbienen Andrena flavipes auf den Blüten der Gänseblümchen Bellis perennis zugange, oder sitzen auf den behaarten Blättern des Balkan-Storchenschnabel Geranium macrorrhizum. Was sie dort tun, weiss ich nicht, daran habe ich schon vergangenen Frühling herumgerätselt, siehe > Sandbiene bei … was?
Die Geschlechter sind auffällig verschieden gross – irgendwie glaube ich inzwischen, dass es sich stets um die kleineren Männchen der Art handelt, die auf den stark aromatischen Blättern in der Sonne sitzen.

 

Ebenfalls an Gänseblümchenblüten fand ich eine noch ziemlich träge wirkende Dunkle Erdhummel Bombus terrestris, die so wirkte, als müsse sie erstmal Sonne und Nektar tanken um in Gang zu kommen.
Kaum dass die insekten nach der frostigen Phase des März wieder hervorgekommen sind, erscheinen schon die ersten Grossen Wollschweber Bombylius major, deren Larven sich parasitoid von den Larven anderer Insekten ernähren, bevor sie später als Imagos auch so putzig aussehen und nur noch von Nektar leben.
Die Fotos sind, bis auf das erste von Specht und Spatz, vom 24. und 25. März 2021, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Haupt- und Hintergrund: ein Buntspecht

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Er ist nicht regelmässig, aber wiederholt zu Gast an einer der Futterstellen im Garten:  ein Buntspecht Dendrocopos major, hier als Männchen erkennbar wegen des roten Flecks auf seinem Hinterkopf:

2021-03-22 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major) + Blutpflaume (Prunus cerasifera 'Nigra') (2).JPG

Die Sicht aus dem Fenster war nicht optimal; zunächst bedauerte ich, dass sich die Zweige der Blutpflaume Prunus cerasifera ‚Nigra‘ vor dem Specht in den Vordergrund drängten, dann bemerkte ich die rosig gewordenen Knospen:

2021-03-22 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major) + Blutpflaume (Prunus cerasifera 'Nigra') (1)

… und freute mich, ein interessanteres Foto von ihnen zu bekommen, als ohne den Specht im Hintergrund. – Am 22. März 2021 durch das Fenster in den Garten fotografiert, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Am 21. März vorigen Jahres sah es ganz anders aus, da standen dieselben Blutpflaumenbäume schon in voller Blüte, zum Vergleichen habe ich den Artikel > hier verlinkt, und blühten seit der zweiten Märzwoche.

Feld- und Haussperlinge

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Feld- und Haussperlinge – trotz Winterfütterung hatte ich beide Arten in diesem Jahr noch nicht gemeinsam auf einem Foto, obwohl auch Feldsperlinge ständig im Garten sind. Auf diesem Bild sind nun ausser dezent braun-gemusterten, weiblichen Haussperlingen Passer domesticus auch endlich Feldsperlinge Passer montanus zu sehen, das sind die mit dem kastanienbraunen Kopf und den schwarzen Bäckchen, ohne dass sich Männchen und Weibchen unterscheiden. Diesmal ist das Mengenverhältnis offenbar gleich, oft wechseln sich die beiden Arten am Futterplatz gruppenweise ab.

2021-01-18 LüchowSss Feldsperlinge (Passer montanus) + Haussperlinge (P. domesticus) am Futterplatz

Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ zählte ich am 9. Januar 2021 im Garten innerhalb der Stunde, anders als in früheren Wintern, ein ungleiches Verhältnis, nämlich 23 Haussperlinge Passer domesticus und 8 Feldsperlinge Passer montanus, soweit ich das deutlich genug erkennen und somit zählen konnte. Letztere bevorzugen die feldseitigen Gebüsche, hüpfen kaum in Hausnähe am Boden umher wie die Haussperlinge, die „normalen Spatzen“.
Das Foto ist vom 18. Januar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Noch etwas grösser sehen kann man das Bild, wenn man es anklickt.

Bei den Feldsperlingen zeigt die NABU-Zählung auf, dass es dieser Art oberhalb der Elbe und im Osten Deutschlands inklusive Bayern besser geht, siehe > hier, als dies in den westlicher gelegenen Bundesländern der Fall ist. Anders als eine durchschmittlich 2-prozentige Steigerung der Haussperlings-Anzahl haben die Feldsperlinge bei der Zählung 8% Verlust zu verzeichnen. Mag sein, dass in einem kälteren Winter mehr gezählt worden wären, denn in Gärten kommen sie normalerweise nur wegen der Winterfütterung. Bei unseren gilt wegen der Ortsrandlage eine Ausnahme, da brüten sie auch alljährlich in den Nistkästen an der abgestorbenen Eiche, die ebenfalls nah beim Feldrand steht.

Blaumeisenfotos gehen immer

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Blaumeisenfotos könnte ich immer machen, da ist es vielleicht ganz gut, dass sie oft nicht so lange am Platz bleiben und still halten. Diese eine Blaumeise Cyanistes caeruleus verweilte lange genug an der Kokosschale mit Meisenknödelresten, so dass ich die Kamera holen und sie fotografieren konnte:

2021-01-18 LüchowSss Blaumeise (Cyanistes caeruleus) an Kokosschale

In der Kokosnuss verfüttere ich die kleinen Brocken, die in den Knödelhaltern so klein werden, dass sie herunterfallen oder beim Auffüllen durch frische Fettballen ersetzt werden.
Am Boden kann ich sie nicht liegenlassen, denn Bongo „die Pelzmeise“ frisst Meisenknödel leidenschaftlich gern und schnappt sie den Vögeln weg. Ausgestreute Erdnüsse hatte er sich auch schneller genehmigt, als die Vögel sie bemerken konnten. Fütterung auf Hundenasenhöhe geht bei uns eben nicht.

Das Meisenfoto ist vom 18. Januar 2021, da habe ich es durchs Küchenfenster im Garten gezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Heute wird es kaum zu Fotos kommen, denn es ist plötzlich wärmer geworden und regnet stark, die Vögel haben sich verkrochen.

Haussperlinge beim Frühstück

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Die kleine Gruppe von weiblichen und männlichen Spatzen bzw. Haussperlingen Passer domesticus habe ich beim Knödel-Frühstück unterhalb des Bogens mit kahlen, rotbraunen Weinranken, durch ein Fenster herangezoomt.

In den umstehenden kleinen und grossen Sträuchern treibt sich stets ein weit grösserer Teil der lärmenden Bande herum. Die Zweige und das Hin und Her erschweren das Zählen, aber es dürften meistens zwischen zwanzig und dreissig Haussperlingen sein.

Ganz oben sitzt ein Männchen mit grauem Scheitel, darunter zwei braungemusterte Weibchen, nur bei dem vierten Vogel, der nichts zeigt als etwas Bauch und Schwanz, kann man sich dazu nicht festlegen.

2021-01-16 LüchowSss Garten Vögel - Haussperlinge (Passer domesticus)

Beim Vergleich mit der Ergebnis-Karte der jüngsten „Stunde der Wintervögel“-Zählung des NABU > hier ist das eine grosse Zahl, und anders als bei den Amseln, gehört der nordöstliche Zipfel Niedersachsens damit zum besseren Spatzengebiet als der grösste Teil Niedersachsen.

Bei den Haussperlingen verhält es sich offenbar umkehrt wie bei den Amseln: die Zahlen liegen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt im Vergleich zu den anderen Gebieten besonders hoch, und Lüchow-Dannenberg, zwischen den beiden gelegen, bildet mit ebenfalls höheren Zahlen zusammen mit ihnen einen richtigen „Spatzen-Korridor“, mit Unterbrechung bis zum Kyffhäuserkreis reichend, der wie eine Insel in Thüringen auch besonders gute Zahlen gemeldet hat und sich so vom Rest unterscheidet. Die Gründe zu wissen wäre sicherlich interessant.

Das Foto ist vom Morgen des 16. Januar 2021, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Stunde der Wintervögel 2021 – NABU

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Die „Stunde der Wintervögel“ wird bereits zum elften Mal vom NABU organisiert, und vom 8. bis zum 10. Januar zählt man in ganz Deutschland wieder Vögel, siehe Ankündigung zur Stunde der Wintervögel 2021 – NABU. Eine Stunde lang versucht man dabei, von Wohnung, Haus oder Garten aus alle Vögel zu erfassen und sein Ergebnis > hier zu melden.

2021-01-09 LüchowSss Garten Vögel 1x5+1 ZählMitNABUVogelzählung

Wie jeden Winter in den vergangenen Jahren, seit ich mitzähle, spielt bei uns das Wetter an diesen speziellen Tagen nicht mit, sondern ist dunkel, grau und nass, so dass der Schnee- oder einfach nur unleidliche Regen die Vögel in den Sträuchern Schutz suchen lässt, statt sich zu zeigen.
Ihr eiliges Hin und Her zwischen Wetterschutz und Futterstellen forderte heute Vormittag meine Blitzmerkerfähigkeiten beim Zählen schon sehr heraus, und das Warten darauf, dass sie endlich wieder erscheinen, die Geduld. Mein Ergebnis überraschte mich nicht, es waren die üblichen Hauptverdächtigen und einige davon, wie Rotkehlchen, Rabenkrähen, Ringeltauben und Spechte, liessen sich ausgerechnet heute natürlich nicht blicken. Auch das ist jedes Jahr ähnlich.
Heute zählte ich innerhalb der Stunde zwischen 10 und 11 Uhr im Garten nur 23 Haussperlinge (Passer domesticus) und 8 Feldsperlinge (Passer montanus), 5 Kohlmeisen (Parus major), 2 Blaumeisen (Cyanistes caeruleus), 2 Amseln (Turdus merula) und 1 Elster (Pica pica), die ich bestimmbar deutlich sah, von denen ich aber nicht alle Arten fotografieren konnte.
Die Fotos sind von heute Vormittag, dem 9. Januar 2021, durch verschiedene Fenster aus dem Haus in den Garten gezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die Bildtafel bitte zum Vergrössern anklicken. Die Grafik mit Dompfaff zur Vogelzählung stammt vom NABU – die Vogelart habe ich hier im Garten noch nie gesehen.

Haussperlingsgetümmel

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Der Mäusebussard ist davongeflogen, aber auch die lärmende Spatzenbande am Knödelkörbchen zu beobachten reizt immer wieder, das Geflatter und Getue diese weniger spektakulären, kleinen Vögel zu fotografieren:

Auch diese Haussperlinge Passer domesticus habe ich hinter dem Fenster stehend von drinnen nach draussen im Garten fotografiert, am 1. Januar 2021, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.