Ungewöhnlich hübsch, die Gewöhnliche Goldwespe

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Manchmal werden die verbraunenden Blütenköpfe der verblühten Wiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare auf den Wieseninseln im Garten noch von Insekten als Landeplätze aufgesucht, wie hier von der hübschen, kleinen Gemeinen Goldwespe Chrysis ignita:

2021-06-21 LüchowSss Garten Gemeine Goldwespe (Chrysis ignita) auf verblühter Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) (1x3)

Die ungewöhnlich bunte, nämlich blaugrün, grün und rot metallisch-schimmernde Goldwespe ist ein Brutschmarotzer, indem sie für ihre Larven die Nester Solitärer Faltenwespen Ancistrocerus, Mauerbienen Osmia und Pelzbienen Anthophora nutzt. – Die Fotos sind vom 21. Juni 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Grau auf Graubraun

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Die Magerwiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare  sind verblüht, das bedeutet aber nicht, dass man keine Insekten mehr an den Blütenköpfen entdecken kann, aber es wird schwieriger auf dem Graubraun; diese flügellose, graugemusterte Wanze hätte ich beinahe übersehen:

2021-06-30 LüchowSss Garten Wanzen-Nymphe auf Margerite

Wanzen zu bestimmen ist bei manchen ähnlichen Arten schon herausfordernd, aber bei Wanzen im Nymphenstadium, wofür ich dieses Tierchen halte, muss ich passen.
Das Foto ist vom 30. Juni 2021, aufgenommen auf der sogenannten Margeriteninsel, einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Margeriten plus

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Seit die  Magerwiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare auf der Wieseninsel im Garten Mitte Mai zu blühen begonnen haben, umrunde ich sie täglich mit der Kamera, meistens hat eine der Blüten einen interessanten sechs- oder achtbeinigen Besuch:

2021-06-07 LüchowSss Garten Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) + Honigbiene (Apis mellifera)

Auf Bild 1 ist es eine Honigbiene Apis mellifera, obwohl von den Bienen sonst eher kleinere Wildbienen an Margeritenblüten interessiert ind, auf Bild 2 wartet eine weisse Veränderliche Krabbenspinne Misumena vatia darauf, dass die Blüte von einem geeigneten Insekt aufgesucht wird.

2021-06-07 LüchowSss Garten Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) + Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) weibl.

Honigbienen, die grösser sind, als die Spinne selbst, sah ich sie schon erbeuten, aber so grosse und gut gepanzerte Brocken wie der Goldglänzende Rosenkäfer Cetonia aurata auf Bild 3 wäre ihr sicherlich zu gross. Er brachte auch die Margeritenblüte durch sein Gewicht sehr stark ins Schwanken.

2021-06-10 LüchowSss Garten Goldglänzender Rosenkäfer (Cetonia aurata) auf Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)

Man könnte bei diesem ungewöhnlichen Margeriten-Besucher meinen, er hätte sich verirrt, denn seine Vorliebe gilt blühenden Rosengewächsen, aber es kommt anscheinend weniger drauf an, als man dem Namen „Rosenkäfer“ zufolge vermuten möchte.

2021-06-11 LüchowSss Garten Magerwiesen-Margeriten (Leucanthemum vulgare) + Gew. Maskenbiene (Hylaeus communis)

Solche kleinen Gewöhnlichen Maskenbienen Hylaeus communis wie auf Bild 4 wären für die Belange der Veränderlichen Krabbenspinne schon sehr viel passender und leichter zu bewältigen. Normalerweise müsste es von ihnen viele geben, dem ist aber in diesem Sommer nicht so.

2021-06-15 LüchowSss Garten Wiesen-Margeriten + Echte Grabwespe (Crabronidae)

Vor fünf Tagen war diese Echte Grabwespe Crabronidae von Bild 5 die erste diesjährige Sichtung einer Grabwespe überhaupt, was angesichts des allgenmeinen Insektenmangels nicht überraschen kann, denn sie geben bei der Eiablage in die jeweilige Bruthöhle ein Insekt als Larvennahrung bei.

2021-06-18 LüchowSss Garten Echter Schenkelkäfer (Oedemera podagrariae) w. + Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)

Der weibliche Echte Schenkelkäfer Oedemera podagrariae von Bild 6 ist der erst seiner Art, den ich bisher im Garten bemerkte. Die wärmeliebende Art zählt zur Familie der Scheinbockkäfer Oedemeridae, ein Männchen hätte als Schenkelkäfer die gewisse „Kraftprotz-Optik“ am hinteren Beinpaar.

Mittlerweile sind die meisten Margeriten im Verblühen und entwickeln ihren typischen, unangenehmen Uringeruch, vor allem, wenn sie feucht werden, wie heute beim ersehnten Gewitterregen. Vielleicht heissen sie deshalb auf Englisch „dog daisy“? Man muss an erwünschtes Versäen und die schöne Blütezeit denken, um nicht mit der Sichel beizugehen, damit das aufhört.

Die Fotos sind im Zeitraum zwischen dem 7. und dem 15. Juni 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Weisse Blüten

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Es ist erstaunlich, wieviele weisse oder fast-weisse Blüten es in im Garten gibt; ob Wildkräuter, Wiesenstauden, Sträucher oder Bäume. So ist die Galerie, von der ich anfangs meinte, sie wäre bald fertig, immer weiter gewachsen.

  1. Weisse Taubnesseln Lamium album
  2. Stechpalme Ilex aquifolium
  3. Schwarze Apfelbeere Aronia melanocarpa ‚Viking‘ mit Zweifleckigem Zipfelkäfer Malachius bipustulatus
  4. Weisse Lichtnelke Silene latifolia
  5. Maiglöckchen Convallaria majalis, als sie noch frisch waren, inzwischen sind sie verblüht
  6. Dolden-Milchstern Ornithogalum umbellatum agg. mit einer Ameise + und einer kleinen Wildbiene
  7. Hundspetersilie Aethusa cynapium mit einer Garten-Haarmücke Bibio hortulanus
  8. blühender Spitzwegerich Plantago lanceolata auf ein der Wieseninseln
  9. Knöllchen-Steinbrech Saxifraga granulata mit Zierlichem Prachtkäfer Anthaxia nitidula
  10. Gänseblümchen Bellis perennis mit einem weiblichen Graugrünen Schenkelkäfer Oedemera virescens
  11. Rauhaarige Wicke Vicia hirsuta, hübsch aber sehr ausbreitungsfreudig
  12. eine fast-weisse Akelei Aquilegia
  13. Wiesenmargerite Leucanthemum vulgare mit ebenfalls weisser Veränderlicher Krabbenspinne Misumena vatia
  14. Gewöhnlicher Schneeball Viburnum opulus mit Furchenbiene Lasioglossum
  15. Gras-Sternmiere Stellaria graminea
  16. Birne Pyrus communis ‚Vereinsdechatsbirne‘ mit Nachblüten
  17. Hahnendorn bzw. Hahnensporn-Weissdorn Crataegus crus-galli
  18. Wald- bzw. Monatserdbeere Fragaria vesca
  19. Weissklee Trifolium repens mit Acker-Hornkraut Cerastium arvense
  20. Einjähriges Berufkraut bzw. Feinstrahl Erigeron annuus
  21. Schwarzer Holunder Sambucus nigra mit einem Pinselkäfer Trichius spec.
  22. Klatschmohn Papaver rhoeas in weiss, sehr klein
  23. weisse Kornblume Centaurea cyaneus
  24. Kleines Mädesüss Filipendula vulgaris Var. ‚Plena‘
  25. Rispenrose bzw. Büschelrose Rosa multiflora, nicht ganz weiss, aber auch nicht richtig rosa
  26. Acker-Hornkraut Cerastium arvense

Fotos vom 19. Mai bis 8. Juni 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Zierliche bzw. Glänzende Blütenprachtkäfer

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Im Garten sehe ich sie häufiger, aber  die Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula stehen unter Naturschutz, weil sie wegen Pestizideinsatz, der Beseitigung von Totholz bei Obstbäumen und dem häufige Schneiden von Schlehenhecken in der Feldflur kaum noch Lebensraum finden, in dem die Larven bis zur Verpuppung unter der Rinde frisch abgestorbener Äste mehrere Jahre lang heranwachsen können. Manchmal wird der Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula auch Kleiner Kirschbaum-Prachtkäfer genannt.

Seit Ende Mai finde ich die hübschen, metallisch schimmernden Käferchen auf den Blüten der Wiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare und dem Hohen bzw. Aufrechten Fingerkraut Potentilla recta (Bilder 1 + 2 oben), sowie denen vom Scharfen Hahnenfuss Ranunculus acris (Bilder 3 + 4 unten).

Die Käfer sind zwischen etwas mehr als 5 und weniger als 8 mm gross, dabei die Männchen an Kopf, Halsschild und Flügeldecken gänzlich grün bzw- erzfarbig s.o., bei den Weibchen können Kopf und Halsschild rot, goldgrün oder messingfarben sein, sind die Flügeldecken hingewgen immer blaugrün. Bei den grünen Exemplaren auf meinen Bildern denke ich, dass es sich um Männchen handelt.
Die Fotos sind aus dem Zeitraum vom 24. Mai bis 2. Juni 2021, aufgenommen auf den Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Der erste Goldglänzender Rosenkäfer ’21 im Garten

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Heute Morgen sah ich diesen Goldglänzenden Rosenkäfer Cetonia aurata auf einer Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare auf der Margeriten-Wieseninsel, ein wenig Ruchgras Anthoxanthum odoratum ist auch mit aufs Bild geraten.

2021-05-31 LüchowSss Garten Wiesen-Margeriten + Goldglänzender Rosenkäfer (Cetonia aurata)

Für den Rosenkäfer ist die Margerite wahrscheinlich eine Notlösung, denn in diesem Jahr blühen bisher hier weit und breit noch keine Rosen, höchsten Weissdorn. – Das Foto ist vom Morgen des 31. Mai 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Margerite mit Vierzehnpunkt

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Um die gleiche Zeit wie im vorigen Jahr, nämlich im späten Mai, begegnen mir nun Vierzehnpunkt-Marienkäfer Propylea quatuordecimpunctata, und das auch hauptsächlich wieder an etwa der gleichen Stelle im Garten, diesmal in der Blüte einer Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare, in der er bereits zwei regnerische Tage verbracht hat.

2021-05-28 LüchowSss Garten Wiesen-Margeriten (Leucanthemum vulgare) + Schachbrett- bzw. Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Propylea quatuordecimpunctata)

Totenkopf-, Schachbrett-, Vierzehnpunkt-Marienkäfer oder Schwarzgefleckte Marienkäfer Propylea quatuordecimpunctata gibt es beigefarben und schwarz gemustert, aber auch auch gelb-schwarz bzw. schwarz-gelb, in hellen und dunklen Varianten. Sie zählen zu den häufigsten Marienkäferarten Mitteleuropas, was sich im Garten allerdings noch nie so widergespiegelt hat. – Das Foto habe ich auf einer der Wieseninseln im Garten aufgenommen, am 28. Mai 2021, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die ersten Margeriten 2021 im Garten

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Seit gestern blühen die ersten Magerwiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare auf der früheren „Margeriteninsel“, der ältesten meiner Wieseninseln im Garten, die sich seit dem Sommer 2012 aus einem vom Mähen ausgesparten,  nur suppentellergrossen Tuff Margeriten zu einer arten- und umfangreichen Fläche entwickelt hat.

2021-05-23 LüchowSss Garten Wiesen-Margeriten (Leucanthemum vulgare)

Mit einem durschschnittlichen Blühbeginn zwischen der 2. und 3. Maiwoche, zumindest an ihrem Platz im Garten, sind sie gar nicht so spät dran, und dank der viel üppigeren Regenfälle als in den letzten vier Jahren stehen ausser den Blüten auf dem Foto so viele Stängel in Knospen blühbereit wie noch nie, während ich im vorigen Jahr dachte, ausgerechnet die „Inselgründerinnen“ verschwinden.
Foto vom Morgen des 23. Mai 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.