Mal wieder ein Blick auf die Birken im Garten

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Die beiden von den Dürresommern geschädigten Birken Betula pendula im Garten überraschen mich gerade durch unerwartete Vitalität. Der im Vergleich zu den letzten vier Vorjahren regenreiche Frühling tut ihnen offensichtlich wohl.

Die links stehende Birke hat schon zahlreiche vertrocknete Äste eingebüsst und weist inzwischen auch Pilzbefall auf, aber ihre Stammausschläge wandern inzwischen von unten bis in die verkahlten Bereiche zum noch immer grünen Wipfel hinauf: es bleibt spannend. Bei der zweiten, immer schon grösseren und breiteren Birke zeigen sich set dem letzten Jahr keine weiteren vertrockneten Zweige und Äste, und das empfinde ich als vorläufig beruhigend.
Fotos vom 23. Mai 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Fliegen mit Frühlingsgefühlen

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In der vergangenen, mittags sonnenwarmen Woche fielen mir besonders die vielen Fliegen auf, an Feldsteinen, Hauswand, Holz, trockenen Blättern am Boden oder an der rotblühenden Zaubernuss:

Bei der kleinen Fliege rechts am blühenden Zweig der roten Zaubernuss-Sorte Hamamelis x intermedia wage ich gar keine Bestimmung, die grössere mag zur selben Art gehören, wie die auf dem trockenen Efeublatt Versammelten: Grauschwarze Hausfliegen Polietes lardarius sind gerade besonders häufig, wobei ich auch das nur annehme.
Die Fotos sind vom Mittag des 25. Februar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Gartenrunde „mit Cladonia und Moos“

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Hier ist noch eine gemischte Gartenrunde, diesmal „mit Cladonia und Moos“ mit Zwinker-😉-Smilie an Almuth – und noch einige weitere Bilder von gestern, von Efeu mit schwarzen Beeren, einem braunen, zotteligen Pilz auf Holz, einer immernoch dem Frost Widerstand leistenden Gelb-Skabiose und dem in meinem Blog berüchtigten, aus dem Schnee wieder freigetauten Nörgel-Zwerg, der offenbar wegen des Wetters gute Laune hatte:

Bild 1: von unten herauffotografiert sieht es aus, als habe der mit schwarzen Beeren besetzte Efeu Hedera helix die gesamte Birke umschlossen, dem ist aber nicht so. Von den vielleicht knapp zwanzig Metern Gesamthöhe trägt nur etwa ein Drittel einen Efeupullover. Nachdem der Efeu schon etliche Jahrzehnte als ist und die neuen Triebe in der Altersform erscheinen, bleibt es wahrscheinlich auch dabei.

Bild 2: der hellbraune, etwas zottelige Pilz auf Holz könnte vielleicht zu den Schüpplingen Pholiota spec. gehören, normalerweise sind das saprobiontische Holzbewohner. Der Klotz, aus dem er hervorgekommen ist, müsste von der vor zwei Jahren, im Sommer 2019 abgestorbenen Eberesche stammen, eine Baumart, die neben Apfelbäumen gern vom Sparrigen Schüppling Pholiota squarrosa genommen wird. Vielleicht ist er’s ja.

Bild 3: trotz des Schnees und der zweiwöchigen, wirklich strengen Fröste ist es einer Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca mit Standort in Hausnähe gelungen, zwar malträtierte, aber immerhin erhaltene Blüten und Knospen zu bewahren. Vielleicht hat das Moosbett aus Sparrigem Runzelpeter Rhytidiadelphus squarrosus um ihren Wurzelbereich herum ihr dabei geholfen?

Bild 4: die silbriggrüne Becherflechte Cladonia pyxidata mit Moos beobachte ich schon viele Jahre auf einem alten Baumstumpf. Zwei Moosarten schmiegen sich um die Flechtentrompeten, nämlich Zypressenschlafmoos Hypnum cupressiforme (in der linken Bildseite) und ein, wie ich meine, Drehzahnmoos Tortula, mit langgestreckten Kapselstielen, ebenfalls ein Laubmoos.

Bild 5: Der Gartenzwerg ist aus dem Schnee wieder freigetaut, vielleicht hatte er sich solange mit Blättern der grünen Blattrosetten vom Fingerhut Digitais purpurea zugedeckt, bis er wieder ans Licht kam. Er wird öfters in meinen Blogs erwähnt, er hat sich schon im Mai 2013 an mich drangehängt. Mehr lesen über > Nörgel, den Gartenzwerg.

Die Foto sind sämtlich von gestern Vormittag, vom 20. Februar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galereie zum Vergrössern anklicken.

Mal wieder die Birken im Garten

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Als ich vor ein paar Tagen Fotos > hier von einem Mäusebussard Buteo buteo zeigte, der auf einer der beiden Birken sass, die bei uns im Garten stehen, bemerkte Almuth ‚Pflanzwas‘ mit ihrem mittlerweile ganz besonders geschärften Pilzblick: „Sind das da Rindenpilze, rechts an der Birke ;-) ? Ich glaube, ich werde langsam pilzverrückt…“

2021-01-12 LüchowSss Garten Mäusebussard (Buteo buteo) auf Birke (1)

Deshalb habe ich sie heute nocheinmal fotografiert, die beiden Birken Betula pendula, zumindest Teile davon, und zuerst den Teil mit den mutmasslichen Baumpilzen an der absterbenden Birke, über deren Entwicklung ich im Blog schon mehrfach geschrieben habe, zum Beispiel im Juli-Beitrag > Die Sache mit den Birken.

2021-01-14 LüchowSss Garten Birke + Baumpilze

Den dürregeschädigten Baum haben anscheinend tatsächlich bereits die ersten Baumpilze in Besitz genommen. In so einem frühen Stadium weiss ich noch nicht, welche Art da zum Vorschein kommt, irgendwelche Porlinge, wahrscheinlich. Auch die Krone der daneben stehenden Birke fing im Sommer 2020 an, lichter zu werden.

2021-01-14 LüchowSss Garten Birke +Efeu

Bisher ist aber noch nicht zu erkennen, ob und in wie weit sie dauerhaften Schaden genommen hat wie ihre Nachbarin, d.h. ob sie auch schon pilzbefallene Stellen hat. Der grünen Pullover aus Efeu Hedera helix, der grosse Teile vom Stamm bedeckt, verbirgt die Sicht. – Das Foto vom Mäusebussard ist vom Mittag des 12., die anderen beiden sind vom 14. Januar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Blütezeit des Efeu ist vorüber

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Die Altersform des Efeus Hedera helix, der sich an einer der Birken im Garten festhält, blühte bis in den November. Nun bilden sich auf den befruchteten Blütenständen zunächst lustige kleine Hütchen, später schwellen darunter dunkelgrüne Kugelfrüchte, und die Hütchen werden zu bräunlichen Deckelchen, wie man sie auf dem Foto sieht:

2020-11-29 LüchowSss Garten Efeu (Hedera helix)

Die grünen Früchte färben sich im Zuge ihres Reifens im Laufe des Winters zu blauschwarzen Beeren, sind im Spätwinter ausgereift und dann bei grösseren Vögeln wie den Amseln sehr beliebt, während kleinere Vögel einfach im Efeugrün Schutz finden. Meisen wissen ausserdem das ganze Jahr über darin Insekten zu finden.
Foto vom 29. November 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ein vorsichtiger Ringeltauben-Blick von oben

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Bei meinem Gartenrundgang gestern Morgen folgte mir der Blick der Ringeltaube aus der mittleren Birkenhöhe:

Die sanften Farben der Ringeltauben Columba palumbus mag ich sehr, und ich glaube, hier handelt es sich um ein Männchen, das die Birke mit ihrem dichten Efeu um den Stamm auch in diesem Jahr gern wieder seinem Weibchen als Nistplatz vorschlagen möchte, wie im vorigen Jahr, etwa um dieselbe Zeit > hier.
– Foto vom Morgen des 14. März 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Dezemberliche Grünbuntschwelgerei

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Wenn die Sonne scheint, beginnen sie zu leuchten; das Moosgrün und Ringelblumenorange, Rainfarngelb und Purpurrosa von Taubnesselblüten und Winterheide …

 

Dazwischen fliegen Mücken und krabbelt kleines Getier, als könnten sie jetzt in und über dem feuchten Boden endlich nachholen, was während der trockenen Sommerwochen so mühsam war.
Foto vom 18. Dezember 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Alles im grünen Bereich

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Drinnen im Dämmerlicht zu sitzen und nur aus dem Fenster zu sehen, macht zur Zeit zwar trübsinnig, aber sobald ich draussen bin, wirkt alles gleich viel erfreulicher. Abgesehen von den gefallenen Blättern sieht der Garten derzeit, trotz der frostigen Phase um den Vollmond herum, so wunderbar grün aus wie den ganzen Sommer über nicht.

 

Gerade im November tut es mir gut, zu sehen, dass die Natur auch einiges an Zufunkftsweisendem zu bieten hat.
Aus solchen runden, braunen Sporenpäckchen von den Unterseiten der Wurmfarnwedel (1) hat sich hier und da auch schon einmal eine Jungpflanze entwickelt; auch wenn der vergangene, sehr trockene Sommer es den jungen wie den alten Farnen sehr schwer gemacht hat, sind sie noch da.
Ob der zarte Kokon zwischen den Rosmarinzweigen (2) noch bewohnt oder schon verlassen ist, konnte ich nicht erkennen, aber dass sich bereits Blütenknospen für das kommende Frühjahr zeigen.
Auch die männlichen Kätzchen und weiblichen Blütenknospen an der Hasel (3) zu entdecken macht mir Freude, gerade wegen des rigorosen Rückschnitts im zurückliegenden Frühling. Nur Nüsse gibt es deshalb in diesem Herbst keine, das tut mir für die Vögel und für Bongo gleichermassen leid.
Den Beeren des Efeus (4) steht sehr wahrscheinlich gegen Ende des Winters bzw. zu Frühjahrsbeginn eine Zukunft als Vogelfutter bevor, denn obwohl die Altersform des Efeu an der Birke im Garten schon seit einigen Jahren blüht, finden sich so gut wie nie Efeusämlinge.
Die Fotos sind vom 19. November 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.