Gartenrunde „mit Cladonia und Moos“

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Hier ist noch eine gemischte Gartenrunde, diesmal „mit Cladonia und Moos“ mit Zwinker-😉-Smilie an Almuth – und noch einige weitere Bilder von gestern, von Efeu mit schwarzen Beeren, einem braunen, zotteligen Pilz auf Holz, einer immernoch dem Frost Widerstand leistenden Gelb-Skabiose und dem in meinem Blog berüchtigten, aus dem Schnee wieder freigetauten Nörgel-Zwerg, der offenbar wegen des Wetters gute Laune hatte:

Bild 1: von unten herauffotografiert sieht es aus, als habe der mit schwarzen Beeren besetzte Efeu Hedera helix die gesamte Birke umschlossen, dem ist aber nicht so. Von den vielleicht knapp zwanzig Metern Gesamthöhe trägt nur etwa ein Drittel einen Efeupullover. Nachdem der Efeu schon etliche Jahrzehnte als ist und die neuen Triebe in der Altersform erscheinen, bleibt es wahrscheinlich auch dabei.

Bild 2: der hellbraune, etwas zottelige Pilz auf Holz könnte vielleicht zu den Schüpplingen Pholiota spec. gehören, normalerweise sind das saprobiontische Holzbewohner. Der Klotz, aus dem er hervorgekommen ist, müsste von der vor zwei Jahren, im Sommer 2019 abgestorbenen Eberesche stammen, eine Baumart, die neben Apfelbäumen gern vom Sparrigen Schüppling Pholiota squarrosa genommen wird. Vielleicht ist er’s ja.

Bild 3: trotz des Schnees und der zweiwöchigen, wirklich strengen Fröste ist es einer Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca mit Standort in Hausnähe gelungen, zwar malträtierte, aber immerhin erhaltene Blüten und Knospen zu bewahren. Vielleicht hat das Moosbett aus Sparrigem Runzelpeter Rhytidiadelphus squarrosus um ihren Wurzelbereich herum ihr dabei geholfen?

Bild 4: die silbriggrüne Becherflechte Cladonia pyxidata mit Moos beobachte ich schon viele Jahre auf einem alten Baumstumpf. Zwei Moosarten schmiegen sich um die Flechtentrompeten, nämlich Zypressenschlafmoos Hypnum cupressiforme (in der linken Bildseite) und ein, wie ich meine, Drehzahnmoos Tortula, mit langgestreckten Kapselstielen, ebenfalls ein Laubmoos.

Bild 5: Der Gartenzwerg ist aus dem Schnee wieder freigetaut, vielleicht hatte er sich solange mit Blättern der grünen Blattrosetten vom Fingerhut Digitais purpurea zugedeckt, bis er wieder ans Licht kam. Er wird öfters in meinen Blogs erwähnt, er hat sich schon im Mai 2013 an mich drangehängt. Mehr lesen über > Nörgel, den Gartenzwerg.

Die Foto sind sämtlich von gestern Vormittag, vom 20. Februar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galereie zum Vergrössern anklicken.

Wolkenohrenpilze, von vorn und hinten

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Sie sehen aus wie Ohren, vor allem, wenn sie schon etwas älter und grösser sind, wirken sie pelzig und stärker geädert als in ihrer Jugend, und sie haben viele Namen, in denen das Ohrenhafte zum Ausdruck kommt: Holunderpilze, weil sie besonders gern auf Holunder wachsen, Wolkenohrenpilze, Ohrlappenpilze bzw. Judasohren, lateinisch Auricularia auricula-judae und weitere. Es lohnt sich immer, alte Holundersträucher daraufhin anzusehen. Sie gedeihen wohl auch auf anderen Gehölzen, aber ich fand sie hier bisher nur auf Schwarzem Holunder Sambucus nigra.

2021-01-22 LüchowSss Holunderpilz (Auricularia auricula-judae) auch Judasohr mit Zypressenschlafmoos (Hypnum cupressiforme) auf Schwarzem Holunder (Sambucus nigra)

Auf dem Foto sieht man einen Teil von einem inzwischen auch bemoosten, schon Jahrzehnte alten Schwarzen Holunders, den ich auf meinen Spaziergängen ab und zu aufsuche um nachzusehen, wie es den Wolkenohren darauf gerade geht. Bei trockener Witterung werden sie schlaff und dauert die Trockenheit an, schrumpfen sie so stark zusammen, dass man sie dann leicht übersieht. Aber diese schon älteren „Ohren“ fallen trotz ihrer unauffällig graubraunen Farbe durch das umgebende kräftige Grün vom Zypressenschlafmoos Hypnum cupressiforme gut ins Auge. – Das Foto ist vom 21. Januar 2021, aufgenommen bei einem Spaziergang in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Kleine Pilze und Pflänzchen

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Um den unteren Bereich der Eiche herum breitet sich im von der Vegetation beschatteten Bereich immer mehr Moos auf der Eichenrinde aus, und es sammelt sich geeigneter Nährboden für Würzelchen, so dass immer mehr Moos, kleine Pflänzchen und Pilze aus dem Rasenbereich in den Rindenklüften auch ein Plätzchen weiter oben finden, bisher ungefähr bis etwa kniehoch über der normalen Erdbodenhöhe im Wurzelbereich der Eiche:

Auf dem ersten der beiden Fotos hat sich eine kleine Gesellschaft zusammengefunden, mit Zypressenschlafmoos Hypnum cupressiforme, kleinen beigefarbenen Pilzchen, die ich bis auf weiteres als eine Art aus der Gattung der Helmlinge Mycena spec. ansehe und kleine Wildkräuter-Sämlinge, die ich auch noch nicht bestimmen kann, aber ich bin gespannt darauf, was sich entwickelt. Bei den rundlichen Blättchen auf dem zweiten Foto handelt es sich um die Jungpflanze einer Geranium-Art, und von diesem Wildkraut hat sich eine ganze Reihe solcher Pflänzchen rund um den Baumstamm in der Rinde eingenistet, wie auch einige junge Gräser auf der gleichen Höhe.

Die beiden Fotos sind auch wieder vom Mittag des 23. Dezember 2019, aufgenommen am Fuss der abgestorbenen Eiche, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern anklicken.