Mit fremder Feder

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Unter dem grauen Vormittagshimmel wurde ich vorhin nur aus dem Augenwinkelö heraus auf diesen grau-beigen, weiblichen Haussperling Passer domesticus aufmerksam, weil er eine leuchtend weisse Feder im Schnabel trug, um sie irgendwo unter dem grauen Dach unseres Hauses in sein Nest zu bringen:

2021-04-10 LüchowSss Garten bzw. auf dem Hausdach - weibl. Haussperling (Passer domesticus) m. Feder im Schnabel

Die Spatzen sind weiterhin unverzagt mit dem Nestbau beschäftigt, auch wenn ansonsten der Frühling bei uns wegen der kühlen Temperaturen ins Stocken geraten ist. – Das Foto ist vom Vormittag des 10. April 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Vögel an der Totholzhecke

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Verschiedene Vogelarten finden die Totholzhecke = Benjeshecke gut, die ich seit 2018 entlang des feldseitigen Zauns aufgehäuft habe, ganz gleich, ob es dabei um Futtersuche oder Nestbau geht. Es gibt ja nicht nur tote Zweige dort, sondern auch viele abgeschnittene, trockene Stauden. Es ist leichter, sie dabei zufällig zu beobachten, als Fotos von ihnen zu bekommen, daher habe ich nur weit durch das Fenster herangeholte Bilder:

 

Und das sind noch längst nicht alle Vogelarten, die ich dort herumhüpfen und -klettern sehe. Ausser Blaumeisen Zaunkönig, Haussperling, Bluthänfling und Rotkehlchen suchen auch Kohlmeisen, Feldsperlinge und Amseln regelmässig die Totholzhecke ab – letztere suchen allerdings eher daran entlang, am Boden zwischen dem Totholz- und Gründbereich davor. – Fotos vom 6.+7. April 2021, durch das Fenster quer durch den Garten gezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern ggfs. die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Nass- und Trockenbaden

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Spatzen mögen beides, Nass- und Trockenbaden. Auf den ersten beiden Bildern ist ein Haussperling Passer domesticus zu sehen, der so begeistert in einem der gusseisernen Vogelbäder im Garten geplantscht hat, bis er komplett durchnässt war. Erst dann war er zufrieden und sehr lustig anzusehen:

Auf dem 3. Bild sieht man die Staubbadekuhlen unter dem Bauernjasmin ohne Badegäste. Vor einigen Tagen zeigte ich einen sandbadendem Feldsperling Passer montanus > hier, die Bildtafel habe ich als 4. Bild noch einmal zugefügt.

Das neuere Foto zeigt eine weitere Trockenbadestelle, und wie so etwas nach einigen Tagen aussieht. – Die Fotos sind vom 24, 29. und 30. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Kaum ist es ein wenig wärmer …

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Kaum ist es ein wenig wärmer, die Nächte frostfrei und sogar ein wenig sonnig, zupfen die Haussperlinge Passer domesticus überall im Garten emsig, beinahe aufgeregt, an den trockenen, weichen Vorjahresgräsern herum:

Links sieht man ein Männchen, rechts ein Weibchen beim Sammeln von Nistmaterial, so dass sie aussehen, als hätten sie borstige Schnurrbärte. – Die Fotos sind vom 23. und 24. März 2021, durch Fenster hindurch gezoomt und aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken. Ohne Bild: auch die Amselweibchen sind heute fleissig in Sachen Nestbau unterwegs.

Kleine Fortschritte Richtung „richtiger Frühling“

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Manche sind der ganzen Frühjahrsblüher-Fotos vielleicht schon überdrüssig, aber bei uns draussen auf dem Lande zieht es sich noch hin mit dem ersehnten frühlingsbunten Anblick in Natur und Garten. Ich feiere noch jeden noch so kleinen frisch-grünen Trieb auf den Wieseninseln, jedes einzelne Schneeglöckchen im Rasen und begrüsse jede Mini-Narzissenblüte persönlich, sogar Grüppchen von Feuerwanzen zu sehen erfreut mich noch – das sagt doch alles!

Auf Bild 1 ist ein gefülltes Schneeglöckchen Galanthus nivalis ‚Flore pleno‘ zu sehen. – Bild 2 zeigt die hellgrünen Blätter einer Gelbrote Taglilie bzw. Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva auf der ihnen eigens gewidmeten Wieseninsel.

Den grössten Farbfleck, die leuchtendsten Blüten im Garten haben derzeit die gelben Mini-Narzissen Narcissus von Bild 3 zu bieten, der Keramikfrosch von Bild 4 hat den Frost heil überstanden und kommt später nochmal dran.

Die Haussperlinge Passer domesticus von Bild 5 besuchen noch die Futterstellen, auch der Buntspecht Dendrocopos major auf Bild 6, mit den Knospen der Blutpflaume Prunus cerasifera ‚Nigra‘ im Vordergrund.

Die Feuerwanzen Pyrrhocoris apterus auf Bild 5 drängen sich um Samen vom Garteneibisch Hibiscus syriacus. Auf Bild 8 schlüpft gerade ein „Rhabarbertierchen“ und wird hoffentlich ein grosser starker Rhabarber Rheum rhabarbarum.

Die Fotos sind alle vom 22. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Märzkälte

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Die seit dem letzten Vollmond herrschende Märzkälte hält noch immer an. Auch die vergangene Nacht hatten wir wieder Frost und trotz Sonnenschein und blauem Himmel war es auch mittags im Garten noch ungemütlich kalt. Etwas zu finden, was ich nicht schon Tage zuvor fotografiert hätte, war nicht einfach.

An der Eiche entdeckte ich aber neu herausgekommene Austernseitlinge Pleurotus ostreatus und ein sehr kleines, mückenähnliches Insekt. Überhaupt fand ich heute keine anderen Insekten als Mücken aktiv – allen war es zu kalt.

An einer der von der Sonne aufgetauten Vogeltränken zeigte sich eine durstige Blaumeise Cyanistes caeruleus sehr vorsichtig, ein Haussperling Passer domesticus hingegen fand sie geeignet zum Baden und Herumplanschen.

Es geht auch sonst frühlingwärts: die ersten roten Rhabarber- Rheum rhabarbarum-Köpfchen zeigen sich zwischen altem, braunem Laub und frischen, grünen Blättchen vom Gundermann.

Die Fotos sind sämtlich von heute Mittag gegen zwölf, vom 8. März 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Ein Sperlings-Schwibbogen

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Einen Sperlings-Schwibbogen mit sieben aufgereihten Haussperlingen und einem Feldsperling dazwischen sah ich mittags durchs Fenster in den Zweigen des Pfeifenstrauchs aufgereiht in der Sonne sitzen. Der umfangreiche Strauch mit den überhängenden Zweigen, auch Bauernjasmin genannt, ist der erklärte Lieblingsplatz beider Sperlingsarten.

2021-01-30 LüchowSss Garten 7 Haussperlinge und 1 Feldsperling

Von rechts nach links sieht man 3 Haussperlings-Männchen Passer domesticus mit grauem Scheitel, dann 3 hellbraune Weibchen derselben Art, dann einen Feldsperling Passer montanus mit kastanienbraunem Kopfgefieder und dunklen Wangenflecken und ganz links unten wieder ein Haussperlingsweibchen.
Das Foto ist von heute Mittag, 30. Januar 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Das gerade erahnbare weisse Häufchen im Strauch ist Schnee.

Feld- und Haussperlinge

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Feld- und Haussperlinge – trotz Winterfütterung hatte ich beide Arten in diesem Jahr noch nicht gemeinsam auf einem Foto, obwohl auch Feldsperlinge ständig im Garten sind. Auf diesem Bild sind nun ausser dezent braun-gemusterten, weiblichen Haussperlingen Passer domesticus auch endlich Feldsperlinge Passer montanus zu sehen, das sind die mit dem kastanienbraunen Kopf und den schwarzen Bäckchen, ohne dass sich Männchen und Weibchen unterscheiden. Diesmal ist das Mengenverhältnis offenbar gleich, oft wechseln sich die beiden Arten am Futterplatz gruppenweise ab.

2021-01-18 LüchowSss Feldsperlinge (Passer montanus) + Haussperlinge (P. domesticus) am Futterplatz

Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ zählte ich am 9. Januar 2021 im Garten innerhalb der Stunde, anders als in früheren Wintern, ein ungleiches Verhältnis, nämlich 23 Haussperlinge Passer domesticus und 8 Feldsperlinge Passer montanus, soweit ich das deutlich genug erkennen und somit zählen konnte. Letztere bevorzugen die feldseitigen Gebüsche, hüpfen kaum in Hausnähe am Boden umher wie die Haussperlinge, die „normalen Spatzen“.
Das Foto ist vom 18. Januar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Noch etwas grösser sehen kann man das Bild, wenn man es anklickt.

Bei den Feldsperlingen zeigt die NABU-Zählung auf, dass es dieser Art oberhalb der Elbe und im Osten Deutschlands inklusive Bayern besser geht, siehe > hier, als dies in den westlicher gelegenen Bundesländern der Fall ist. Anders als eine durchschmittlich 2-prozentige Steigerung der Haussperlings-Anzahl haben die Feldsperlinge bei der Zählung 8% Verlust zu verzeichnen. Mag sein, dass in einem kälteren Winter mehr gezählt worden wären, denn in Gärten kommen sie normalerweise nur wegen der Winterfütterung. Bei unseren gilt wegen der Ortsrandlage eine Ausnahme, da brüten sie auch alljährlich in den Nistkästen an der abgestorbenen Eiche, die ebenfalls nah beim Feldrand steht.