Maxi forscht

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Maxi erforscht immer mehr Teile des Gartens, hat aber bisher eine bestimmte bevorzugte „Komfortzone“ im hinteren Teil, in der sie um die Wieseninseln herumflitzt oder darin pirscht und stöbert, wie auf  diesem Suchbild:

2021-07-28 LüchowSss Garten MAXI Wieseninsel-Suchbild

Die ersten beiden Bilder sind vom Samstag, könnten aber auch von heute sein, wo wir sie mitlockten, uns bei der Gartenarbeit in den vorderen, strassenseitigen und weniger buschigen Teil des Gartens zu folgen, bisher noch nicht ihr Revier.

2021-07-28 LüchowSss Garten MAXI wagt sich vor

Zur rumpelden Schubkarre hält Maxi grossen Abstand, auch wenn sie stillsteht, und ich muss auch meine Gartenhandschuhe ausziehen und ein gutes Stück beiseite legen, damit sie sich dann näher herantraut und streicheln lässt.

2021-08-01 LüchowSss Garten MAXI im Gras liegend (1)

Andererseits fühlt sie sich inzwischen in dem ihr vertrauteren Gartenteil so wohl, dass sie sich zum Ausruhen nicht mehr irgendeine verborgene Ecke sucht, sondern in unserer Nähe im Umkreis des Tisches ein Plätzchen findet.

Die Fotos sind vom 28. Juli und vom 1. August 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Gestern noch gewünscht und gehofft – heute: tadaa!

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Gestern schrieb ich noch vom bisher unerfüllten Wunsch, dass Maxima auch im Garten nicht nur stöbern, sonder auch unsere Nähe suchen käme – heute: tadaa!

2021-07-29 LüchowSss Garten MAXI bei uns am Gartentisch liegend

Als wir heute Nachmittag am Tisch auf dem Rasen sassen und uns unterhielten, kam Maxi langsam näher, setzte sich erst ein Stück entfernt hin und liess sich dann, unterstützt durch bereitgehaltene Pansenhäppchen, davon überzeugen, dass es dort bei uns doch ganz gemütlich sein kann.
Sie blieb längere Zeit liegen und toppte später das Ganze, indem sie nach einem Spaziergang mit meinem Mann gleich nach der Rückkehr in den Garten zu mir gerannt kam. Das hatten wir bis dahin nur im Haus. Aber das war noch nicht alles.
Bald darauf kam eine Nachbarin, die wir zuvor erst einmal auf der Strasse getroffen hatten, auf einen kurzen Besuch in den Garten. Maxi bellte nur kurz, seit 2 Wochen das erste Mal, dann setzte sie sich in gewissem Abstand zum Tisch ins Gras und beobachtete unsere kleine Gruppe, statt irgendwohin in den Tiefen des Gartengestrüpps zu verschwinden, wie eigentlich erwartet. Was für ein Riesen-Fortschritt! ❤

Foto vom Nachmittag des 29. Juli 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Etwas vergrössern kann man das Bild noch, wenn man es anklickt.

Maxi – nach zwei Wochen

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Das ungestörte Wohlleben der Wühlmäuse im Garten hat ein Ende! Seit ein paar Tagen gibt ein rotbraunes, schlappohriges Buddelmonster, das wie stichprobenartig ins Gebüsch hineinstösst, um die faule Bande in Schwung zu bringen: Maxi. Sie untersucht das Gelände, als hätte sie bereits alles in Planquadrate eingeteilt, die aufgesucht und abgearbeitet werden. Man sieht sie nicht immer, aber hört bei ihrer Arbeit Zweige knacken und das Geräusch klatschender Schlappohren, den sie schüttelt gelegentlich alles von sich, was hängengeblieben ist, wie auf dem Foto.

2021-07-25 LüchowSss Garten Buddelmonster MAXI

„Buddelmonster“ Maxi

Dass Maxi ein Hund mit Leidenschaft für Stöbern und Graben ist, hatte ich erwartet. Wer sich einen dackelähnlichen Hund holt, muss darauf gefasst sein. In einem Garten wie unserem ist das kein Drama, da gibt es nur wenige Stellen, wo ich einschreiten würde.
Auch auf Spaziergängen schüttelt sie sich instinktiv, wenn sie nach dem Schnüffeln aus höherer Vegetation wieder herauskommt, und so ist sie geradezu „selbstreinigend“, habe ich beim Bürsten mit der Gummibürste und dem Reinigen der Schlappohren mit einem lauwarm-feuchten Waschlappen festgestellt. Viel bleibt nicht hängen in ihrem eng anliegenden, kurzen Fell.
Maxi geniesst Bürsten und sanftes Auswischen der Ohren-Innenseiten mit deutlicher Wohligkeit. Dass ihr dies offenbar schon beigebracht wurde, erleichtert die Tätigkeiten sehr.

Überhaupt schmust sie immer mehr, nicht nur mit meinem Mann und mir, sondern zuletzt auch mit unserem zweiten Sohn, den sie vorgestern kennengelernt und sehr schnell als „Guten“ adaptiert hat.
Vermutlich gibt es etwas wie einen Familiengeruch im Haus, weshalb die Neuankömmlinge ihr trotzdem nicht allzu fremd vorkommen.
Wenn ich daran denke, wie sie uns am 12. Juni verbellt und gemieden hat, als wir sie auf der Pflegestelle kennenlernten, und dass sie erst sei 14 Tagen bei uns im Haus lebt, ist der Unterschied gigantisch.
Hier hat sie noch niemanden angebellt und sich bei unseren Söhnen bereits gleich nach deren Ankunft eher vorsichtig-neugierig in deren bzw. unserer gemeinsamen Nähe aufgehalten, statt in ihr Körbchen im anderen Raum zu verschwinden.

Natürlich gibt es auch noch alle möglichen „Baustellen“.

Draussen im Garten klappt es mit dem Kommen im statistischen Mittel „geht so“, denn ruft und winkt man mit der Leine zum Spaziergang, kommt sie vorbildlich und unverzüglich zum Gartentor geeilt.
Ruft man, weil sie „bloss so“ kommen soll, lockt sie dies lediglich aus dem Gebüsch heraus, um mal zu gucken, was es gibt.
Je näher man sie heranlocken möchte, desto zögerlicher wird die Annäherung, und bis zum Tisch auf der Terrasse möchte sie nicht kommen, aber auch nicht, wenn wir am Tisch auf dem Rasen sitzen – also hat es wohl weniger mit dem gepflasterten Bereich zu tun als mit der Idee, dass wir sie sonst schnappen und sie von ihren wichtigen Gartenaufgaben abziehen könnten.

Im Ranking der Vergnügungen stehen wir im Garten noch hintenan. Weil Maxima auf Spielzeug oder Futterbeutel bisher mit Schrecken reagiert, kann man damit noch keine positive Wirkung erreichen.

Andererseits hat sie nichts gegen Leckereien. Üben müssen wir nämlich, dass Maxi ihre Aufmerksamkeit für unser Essen zurückhaltender zeigt. Nicht, dass sie während der Mahlzeit bei Tisch oder am Sofa aufdringlich bettelt, aber anfangs, wenn der Tisch gedeckt und das Essen aufgetragen wird, tut sie, als erwarte sie, das etwas „vom Tisch fällt“, und wenn ich etwas auf dem Beistelltisch neben dem Sofa abstelle, ist sie für ihr sonst so vorsichtiges Wesen erstaunlich forsch. Sie dreht allerdings sofort ab, wenn ich etwas sage, und legt sich ruhig hin.

Dafür ist sie, abgesehen von wenigen sturen Momenten, in denen sie lieber woanders hingehen will, ein Traum an Leinenführigkeit, und reagiert auf kleine Veränderungen der Leinenhaltung mit einer Wendung in die richtige Richtung, z.B um die nächste Wegbiegung herum, zieht nicht, wenn sie merkt, dass man nicht nachgeben wird, und geht fast immer auf Kniehöhe. Fasziniert hat mich vor ein paar Tagen, dass sie bei einer Begegnung mit zwei mir bekannten grossen Hunden, die von ihrer Besitzerin an der Leine geführt wurden, mit ihnen ein Stück Weg gemeinsam ging und dabei so entspannt war, als gäbe es ihr ein gutes Gefühl, statt ängstlich zu sein.

Die Ängstlichkeit ist auch noch ein Thema, denn eigentlich ist Maxi eher schreckhaft bei unerwarteten Geräuschen, als tatsächlich vor allem möglichen richtig Angst zu haben.
Für von vorn oder hinten kommende Autos, Radfahrer oderJogger können wir ganz normal an die Seite gehen – was sie auch schon versteht – und stehenbleiben, ohne dass es sie enerviert.
Trete ich beim Gehen auf Stöckchen oder trockene Blätter, wirkt das nur noch selten so erschreckend wie anfangs, wo sie anscheinend eine Bedrohung erwartete.
Auch beim Taubenflügelklatschen oder unerwarteten Rumpelgeräuschen macht sie nur noch eine mässige Ausweichbewegung, aber vollführt weder einen gewaltigen Satz in die Leine, noch ein erschrockenes und verwirrtes „Einfrieren“. Die Zeit, dann stehenzubleiben, zu schnuppern und zu lauschen, soll sie gerne haben.

Stimmen von noch recht kleinen Kindern lösen bei ihr auch nicht die angekündigten Ängste und Erinnerungen an weniger gute Zeiten aus, wenn sie nur am Gartenzaun oder auf dem Weg an uns vorbeigehen oder auf Kinderfahrrädern fahren – diese Erfahrung haben wir inzwischen auch schon gemacht, genau wie mit Personen unterwegs stehenzubleiben und eine Unterhaltung anzufangen, ohne dass Maxi etwas anderes versucht, als hinter meinen Beinen zu stehen oder zu sitzen, bis sie sich von der Harmlosigkeit überzeugt hat.
Alles in allem ist das unterm Strich nicht schlecht für die ersten 2 Wochen, und es gab bislang noch keine Situation, die ich als echtes Problem empfunden hätte.

Das Foto ist vom 25. Juli 2021 im Garten, Lüchow  im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Es zu vergrössern lohnt sich allerdings nicht, denn in Wirklichkeit war es dort wesentlich schattiger und mein einfaches Handy gehört nicht zu den Modellen, die auch noch bei Dunkelheit gute Bilder liefern.


p.s. – 2 Stunden später
Zu den kleinen Kindern ein Nachtrag: den Anblick einer stehenden Sportkarre und dem Kind neben der Mutter, obwohl bestimmt 8-10 Meter entfernt und mit Pferden beschäftigt, fand sie beim Spaziergang eben aber doch erschreckend. So hätte ich es nach ihrer Gleichmut bei den 4-5jährigen auf den hin- und herwackelnden Kinderrädern nicht erwartet.
Immerhin: es ist jemand, die man immer wieder mal von weitem sehen wird, und sicher bekommen wir Gelegenheit, über einige Meter Distanz das mal zu kommunizieren und den Sicherheitsabstand zu üben. Jemand besseren als eine Mutter und Reiterin, die ihrem Kleinkind frühzeitig die Ruhe bei den Pferden vermittelt, kann ich mir gar nicht denken.

Maxima auf Schnupperkurs (im Garten, ohne Leine)

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20. Juli 2021:
Endlich war es soweit: Maxima durfte nachmittags erstmals im Garten auch ohne Leine auf Schnupperkurs gehen, während ich mit der Kamera nach Insekten Ausschau hielt. Anfangs hatte sie es unheimlich eilig, flitzte umher und suchte hauptsächlich dunkle, zum Verstecken geeignete Ecken auf. Ich achtete nur unauffällig auf sie und freute mich riesig, als sie wieder hervorkam und in meine Nähe, aber nach einmal Ansprechen und Streicheln liess ich sie wieder weiterstrolchen.

Als sie mehrmals zum Gartentor lief, und wieder fort, holte ich die Leine, forderte sie zum Spaziergang auf und staunte nicht schlecht, dass sie sofort kam, um sich anhängen zu lassen und mit mir aus dem Tor hinaus zu ihrem mittlerweile sehr freudig aufgesuchten Stoppelfeld und drumherum zu gehen.

21. Juli 2021:
Weil das so gut ging, haben wir heute Mittag auch wieder über eine Stunde Gartenfreiheit geübt, mit Lob und kleinen Belohnungen, wenn sie zwischendurch zu mir kam und wieder einem Spaziergang draussen im Anschluss. Diesmal suchte sie keine Verstecke für sich, sondern stöberte in Gartenregionen, in die sonst keiner kommt, der grösser ist als sie. Manchmal kam sie mit etwas Grün an sich hängend wieder heraus (Bild 6), liess es sich von mir abnehmen, und dann ging es wieder weiter.

Ausserdem hat sie sich von gestern gemerkt, dass es in dem von ihr bisher untersuchten Gartenteil eine eiserne Vogeltränke in der für sie richtigen Höhe gibt und sucht diese auf, um zu trinken (Bild 7). So fängt wohl Gewöhnen und Wohnen an: wenn man weiss, wo überall die Näpfe stehen.
Auch nach dieser guten Gartenstunde liess sie sich wieder zum Spazierengehen rufen und verblüffte mich mit ihrem Lerntempo in dieser Hinsicht, und mit ihrer Kondition, mit der sie auf unserer 2-km-Runde durch die Feldmark trabte – oder wie nennt man diesen eiligen Gang?

Die ersten drei Fotos oben sind vom Nachmittag des 20. Juli und die unteren acht Bilder von heute Mittag, dem 21. Juli 2021 im Garten, Lüchow  im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder in den Galerien anklicken.

Wieder mal Maxi

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Es ist klar, dass ich Fotos von Maxi zeigen muss, von einer ausgedehnten Runde durch die Feldmark, den wir heute Morgen gemacht haben. Sie geht wirklich toll an der Leine, und das ist gut so, denn so begeistert, wie sie heute auf einen Hasen reagiert hat, wäre sie vermutlich pfeilschnell auf und davon. Dass sie unheimlich schnell flitzen kann, konnten wir schon im grossen Garten der Pflegestelle bewundern. Dann besser so. Zum Glück bin ich eine schnelle Fussgängerin und liebe es, in sportlichem Tempo zu gehen, wie Maxi auch.

Stoppelfelder findet sie ganz toll, und wo es besonders nach Mäusen riecht, geht sie dem Duft gerne nach, so dass wir auch ab und zu mal das Tempo gedrosselt haben. Ich möchte nicht, dass sie sich übernimmt, die Runde hat immerhin 4,5 Kilometer. Heute war der Himmel zum Glück bedeckt und es war nicht so heiss. Sie hat nur wenig gehechelt und nicht sofort geschlafen, aber hungrig war sie. So kann sie das Nachhausekommen gleich mit zwei Goodies verbinden: Entspannung und Futtern. Das geht unsereinem ja nicht anders – nach dem Mittagessen haben wir alle beide geschlafen.

Danach kam der „Rasenmähertest“, das heisst: ich ging hinaus zum fälligen Rasenmähen, auf das ich zuletzt Bongo zuliebe verzichtet hatte, damit er ungestört im Garten liegen konnte.
Maxi blieb im Haus, bei meinem Mann, der sie notfalls beruhigen konnte, falls sie der Motor beunruhigen sollte. Sie ist nämlich schon ab und zu „ein Zapferl“ und schrickt bei Geräuschen zusammen, über die ich sonst nicht einmal nachdenken würde, wie das klatschende Geräusch von Taubenflügeln, ein auf dem Weg raschelndes, trockenes Maisblatt, auf das sie selbst draufgetreten ist oder ein heruntergefallener Schlüsselbund; einen nah am Weg auf dem Feld vorbeifahrenden Traktor fand sie dagegen gar nicht beunruhigend. Es ist für mich bisher noch unklar, womit man rechnen muss.
Mein Mann meinte später, das Herumfahren mit dem Mäher sei nicht schlimm gewesen, sie hätte anfangs nur durch die Fenster nach mir geschaut, bevor sie sich zum Schlafen ins Körbchen zurückzog.

Die Fotos sind von einem grossen Spaziergang, heute, also am 19. Juli 2021, zwischen Lüchow und Wustrow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder anklicken. Das letzte Foto ist mein heutiges Lieblingsbild. Bei Bildern von Maxi muss ich anscheinend versuchen, nun mehr an die Breite zu denken.😀

Maxi macht Fortschritte

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Maxi macht erfreuliche Fortschritte, nur sind sie nicht leicht zu bebildern: entweder habe ich keine Hand für eine Kamera frei, oder wenn, dann sieht man Maxima eben nur irgendwie von oben und mit Brustgeschirr und Leinen, oder es käme eine weitere Person mit aufs Foto und Familienbilder lasse ich im Blog weg. Dann müssen eben zusätzliche Worte her.

Fangen wir mit dem Leinen- und Geschirrgedöns an: sie lässt es sich freiwillig anlegen und hat schon verstanden, dass es dafür eine bestimmte Stelle in der Diele gibt, zu der sie sogar aktiv hinläuft, vor allem, wenn sie signalisieren will, dass sie hinausmuss – nach nur drei Tagen! Ohne darf sie bisher nur im Haus herumlaufen, vielleicht macht ihr diese Befreiung aber auch das Nachhausekommen attraktiver, nicht nur Lob und leckere Belohnung.
Das Problem mit den Türen scheint nämlich seit heute erledigt; jedenfalls ging es mehrfach hintereinander sehr gut, sowohl an den Gartenpforten, der Haustür und der Terrassentür, die ihr anfangs wegen des lauten Schnappers an der Fliegengittertür nicht recht geheuer war.

2021-07-18 LüchowSss zuhause MAXI chilltGestern Nachmittag hat sie auch den ersten Besucher kennengelernt: einen unserer beiden erwachsenen Söhne, die bereits nicht mehr zuhause wohnen.
Weil ich besonders diesen schon seit dem Kindergartenalter als Naturbegabung im Fremde-Katzen-und-Hundeflüstern kenne, und Maxi wahrscheinlich aus seinem Zimmer mit seinem Geruch schon etwas vertraut war, erwartete ich zwar, dass sie sich nicht ängstigen würde, aber ich war doch angenehm überrascht, als sie ihn weder anbellte, wie meinen Mann und mich, als wir bei der Pflegefamilie auftauchten und auch noch beim Abholen, oder sich in einen anderen Raum zurückzog. Sie wollte ihn beobachten und kennenlernen und hielt sich fast die ganze Zeit im Wohnzimmer auf.

Als wir miteinander Abendessen hatten, ging sie in die Küche und frass und trank selbst – auch ein Zeichen der Entspannung. Dass unser Sohn nur zwei Stunden nach der Ankunft im Haus schon neben Maxi auf dem Teppich sitzen und sie streicheln durfte, war deshalb kaum noch überraschend. Sie hat die Nacht gut verschlafen, und am Morgen immernoch gewusst, dass der junge Mann hier hingehört.

Die Spaziergänge heute hatten auch eine neue, noch entspanntere Qualität: es gab keine Gelegenheiten, bei denen sie nicht nach kurzem Innehalten von selbst wieder weitergegangen wäre, und die Radfahrer, die uns begegneten, nahm sie zwar mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis, ging aber ohne Aufregung neben mir weiter. Ausserdem hat sie gelernt, dass es am Stoppelfeld nach Mäusen riecht, die sie erschnuppern und angraben kann, ohne dauernd die Umgebung zu sichern: ich denke, sie delegiert nun das Aufpassen an mich und so soll das sein.

Ab und zu hört sie schon recht gut auf ihren Namen, aber um sie im Garten draussen unangeleint bzw. nur mit Schleppleine laufen zu lassen, warten wir lieber noch ein, zwei Tage, bis sie wirklich kommt, denn ich möchte sie nicht aus irgendeinem Busch herausholen zu müssen, in den sie sich verschanzt hat, weil sie eben doch nicht jede Minute unbedingtes Vertrauen hat. An Bewegung und anregenden Erlebnissen hat es für den kleinen Hund mit den kurzen Beinen sowieso keinen Mangel, sie ist nach jedem Spaziergang stundenlang fix und foxi.

Die Fotos sind vom gestrigen Mittagsspaziergang und vom gemütlichen Chillen im Anschluss an das Schläfchen nach dem heutigen Mittagsspaziergang, also vom 17. und 18. Juli 2021, unterwegs und zuhause bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Guten Morgen, Maxima

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Das 2jährige Tierschutzhundemädchen „Maxi“ aus Zypern, das kürzlich bei uns eingezogen ist, hat nun schon seine 3. Nacht  hier verbracht, und davon die erste in perfekter Ruhe in ihrem Körbchen bzw. kuscheligen Hundebett, ohne Mucksen und bis morgens um 6 Uhr, wenn ich sowieso aufstehe.
Zum ersten Mal hat sie ihr Körbchen freiwillig aufgesucht und die ganze Nacht darin verbracht.

2021-07-17 LüchowSss morgens zuhause Maxi im Körbchen (3)

Allerdings haben wir es auch aus der Wohnzimmerecke in mein Zimmer verlegt, weil sie offenbar zu den Hunden gehört, die Geräusche aus dem TV-Programm nicht ignorieren können. Andere können weghören und dabei schlafen, aber das geht mir selbst auch nicht anders. Den Abend hat sie zwar auf dem Teppich neben meinem Sofaplatz verbracht, und sich genussvoll streicheln lassen, aber sobald ein Fernsehereignis wie Tierstimmen zu hören waren, wurde die Entspannung unterbrochen, und das ist dann wirklich nicht die Vorraussetzung für einen gemütlichen Schlafplatz.
Heute Morgen war die Freude nach dem Wachwerden gross, mich zu sehen, sie forderte zum Streicheln auf und schnupperte am Gesicht, was nach der anfänglichen Scheu beides gute Fortschritte bedeutet

2021-07-17 LüchowSss morgens zuhause Maxi im Körbchen (1)

Ihre Aufregung im fremden Haus hat sich gelegt. Am Nachmittag liess sie sich von mir nicht mehr nur streicheln, ich konnte sie auch mit einer weichen Gummibürste vertraut machen, wobei sie Köpfchen und Hals wohlig reckte und bald das Bürsten dermassen genoss, dass sie sich auf die Seite legte und mit geschlossenen Augen entspannte.
Kurz darauf hatte Maxi zum ersten Mal richtig Hunger, und verstand, dass die Wasser- und Futterschalen in der Küche für sie da stehen. Von Ankunft bis gestern Nachmittag musste man ihr Futter noch aus der Hand anbieten, um ihr zu versichern, dass sie damit gemeint sei und es nehmen durfte.
Am Abend machte Maxi ihren ersten Spaziergang mit meinem Mann, den sie bisher noch skeptischer betrachtet als mich, aber am zweiten Tag hat sie sich auch ihm zum Streicheln angenähert.

2021-07-17 LüchowSss morgens zuhause Maxi im Körbchen (6)

Die Spaziergänge sind noch recht unterschiedlich, was die Kooperationsbereitschaft angeht: mal nahezu perfekt, dann wieder mit kleinen Einlagen, wo sie entweder plötzlich nicht vom Fleck will, nicht in dieselbe Richtung, oder nicht zur Haustür hin und hinein. Es braucht oft nur eine gewisse Wartezeit, dann setzt sie sich von allein wieder in die gewünschte Richtung in Bewegung, manchmal aber auch nicht. Wenn alle Geduld nichts nützt, hilft es für den Moment, sie wie einen Zug der Modelleisenbahn kurz anzuheben und ein Stück weiter wieder in die Spur zu setzen. Aber dann denke ich wieder an den Fernsehkrimi-Inspektor Columbo und seinen Basset ohne Namen, und dass dessen resignierte Methode, den Hund herumzutragen nicht die Lösung der Wahl ist. In Anbetracht der kurzen Zeit finde ich aber, dass es wirklich gut läuft. Sie muss halt noch begreifen, dass es immer da maximal lecker, interessant oder entspannend ist, wo wir sie hinführen wollen. Das müsste doch hinzukriegen sein, wie es aussieht. Die Kommode ist übrigens 95 cm breit – nur wegen des Masstabs – und die Fotos sind alle von heute Morgen, am 17. Juli 2021 zuhause aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Maximal süsse Maxima

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Bongo war unvergleichlich und bleibt auch so in Erinnerung. Einen Unvergleichlichen kann man nicht ersetzen, aber schon während Bongos Leidensphase war uns klar, dass es einen anderen Hund in unserem Leben geben musste. Allerdings hatten wir mit einer längeren Zeit der Suche und des Wartens gerechnet, nicht mit diesem hinreissenden Tempo, in dem wir unter besten Bedingungen die maximal süsse Maxima kennenlernen und schon gestern Nachmittag mit nachhause nehmen konnten:

Wie es der Zufall wollte, hielt sich das 2jährige Tierschutzhundemädchen „Maxi“ aus Zypern seit einigen Wochen auf einer Pflegestelle ganz in der Nähe auf, so dass wir sie schnell kennenlernen konnten, kaum dass wir uns auf dem Webportal darum beworben hatten. Mein Mann und ich waren uns beim Anblick der Fotos und nach dem Lesen der Beschreibung sofort einig: wir passen ideal zusammen.
Nach dem ersten Besuch mit gemeinsamem Spaziergang, Gesprächen und einigen Telefonaten wurden auch wir für passend befunden und deshalb zog „Maxi“ gestern bei uns ein.
Zunächst war sie noch scheu, aber selbst beim ersten, angeleinten Gartenspaziergang hatten wir schon spürbar gemeinsame Momente, wenn auch noch nicht durchgehend. Danach zog sie es vor, sich in einem anderen Zimmer in einer Art Höhle zu verstecken, statt ins Körbchen zurückzukehren. Weil wir aber im Laufe des Abends trotzdem über Käsebröckchen kommunizieren konnten, und sie dafür auch hervorkam, haben wir ihr den Rückzugsort für die Nacht gelassen.
Heute früh um halb sechs liess sich nach Ansprache mit Käse die zaghafte Verbindung wieder wecken, und nachdem sie den Käse erneut aus der Hand nahm, fand ich sie bereit genug, sich anleinen und (auf dem Arm) mit hinaus nehmen zu lassen, zum ersten Morgenspaziergang.
Es dauerte nicht lange, da fand sie Gefallen daran und sie eilte nicht nur voran wie zuvor. Erstmals, seit ich sie kennenlernte, nahm sie sich Zeit zum Erschnüffeln fremder Gerüche. Als sie dann mit waagerechter Rute flott über das Stoppelfeld spazierte, hatte ich das Gefühl, dass etwas Wichtiges mit ihrem Empfinden der Situation geschehen war.
Faszinierender Weise schien sie auf Bongos alten Spuren zu laufen, nachdem sie seinen Geruch aus Haus und Garten kannte, sie wusste nämlich zielsicher den gesamten Rundweg auf derselben Wegseite zu gehen, bis wir wieder am Garten ankamen. Diesmal gab es auch, anders als gestern, wo ich sie noch hineintragen musste, kein nennenswertes Zögern und sie begleitete mich auf ihren eigenen Pfötchen hinein, und blieb zu meinem Erstaunen auch nach dem Ableinen in meiner Nähe, bzw. kam nach einer kurzen Abwesenheit wieder zurück in die Küche. Natürlich holte ich da schnell wieder den Käse aus dem Kühlschrank, als kleine Belohnung. Da kam es aber anscheinend gar nicht mehr drauf an, sie blieb da, bis ich meinen Kaffee fertig hatte und damit in mein Zimmer an den PC ging. Ich hätte ihr überlassen, wo sie hinwill, aber sie folgte mir, erforschte kurz den Raum und legte sich dann, mit etwas Abstand zu meinem Schreibtisch, auf den Teppich, den man auf den beiden Fotos sieht:

Das war morgens um 6 Uhr. Inzwischen ist es fast halb zehn Uhr, und Maxi liegt seit Viertel nach sechs an meinen Füssen unter dem Tisch und schläft. Meistens zumindest, sie hebt nur den Kopf, wenn ich mich mit meinem Mann unterhalte. Ich darf meine Füsse unmittelbar neben ihr bewegen und muss auch sonst nicht stillsitzen. Die Trainigsarbeit und die Auskünfte der Pflegefamilie, die das scheue und ängstliche Wesen so gut vorbereitet hat, kann man gar nicht hoch genug schätzen.
Sobald ich diesen Beitrag freigeschaltet und einige Blogbesuche gemacht habe, verlasse ich den Schreibtisch und bin gespannt, ob Maxi in der „Höhle“ unter dem Tisch bleiben oder mir hinterherdackeln wird. Mit ihren kurzen Beinen, dem langen Rücken und den Schlappohren erinnert sie auf den ersten Blick an einen Dackel, aber dafür sind knapp 40 cm zu hoch, etwa 17 kg zu schwer und die kurzen Beine zu lang. Sanft und süss, das ist Maxima.