3x ABC am Freitag (18.06.’21)

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Es ist schon wieder Freitag, sogar einer mit immer extrem sommerlichen +35°C im Schatten, und das am Abend!
Obwohl es inzwischen schon 18 Uhr 30 ist, zeigt die Sonne immernoch, was sie kann. Das Gras raschelte gerade trocken unter meinen Füssen, als ich im Garten umherging und die pipiwarmen Wasserstellen der Vögel leerte und wieder frisch auffüllte.
Da ist Erfrischung gefragt, kühle Getränke, kaltes Obst oder ein Eis am Stiel, was man so mit einer Hand beim Lesen managen kann, denn hier ist wieder das aktuelle „3x ABC am Freitag“:

Zur 6. Zimmerreise-Runde 06/2021 mit L + M

… gibt es seit letzten Freitag wieder 4 neue Zimmerreisen:

8. Zimmerreise : L wie Lampen von gkazakou ‚Gerda Kazakou‘, 2021/06/13
9. Zimmerreise 6/2021: L wie Lautsprecher von Anhora ‚Anhora – Gedanken und Denkanstöße, Reisen und Fotografie‘, 2021/06/13
10. Zimmerreisen 6: M wie Misi von frauholle52 ‚Regenbogen und Freudentränen‘, 2021/06/15
11. Messenger – eine Zimmerreise von KOMMUNIKATZ, 2021/06/18

Um die Beiträge auf den jeweiligen Blogs zu lesen, bitte die Links anklicken. – Die Einladung und die Regeln zu dieser Schreibanregung findet sich > hier oder über den Bildlink.


Zu Christianes Schreibeinladung für die Textwoche 23.24.21

… habe ich zwei miteinander verkrachte Freundinnen aus einer früheren ABC-Etüde auf ein Picknick geschickt:

https://2puzzle4.wordpress.com/2021/06/15/freundinnen-ii-zur-schreibeinladung-fuer-die-textwochen-23-24-21-wortspende-von-nellindreams/

Wie immer findet sich der Link zu Christianes Einladung im Text.


Zum Projekt ABC vom Wortman

… gilt es bis zum 27. Juni 2021 Fotos zum Buchstaben L zu finden, und mein 1. L ist ein L wie Löwe

https://2puzzle4.wordpress.com/2021/06/16/zum-projekt-abc-mit-l-loewe/

Auch hier ist das Foto-Projekt zum aktuellen L-Auftrag vom Wortman im Text verlinkt.

Auf jeden Fall wünsche ich allen, die diese Freitagsbeiträge verfolgen, wieder ein angenehmes Wochenende und dass keiner schmilzt und davonfliesst!

Über Töpfer- bzw. Pillenwespen und die letzten Sommer

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In Deutschland kommen sieben Arten der zu den Solitären Faltenwespe gehörenden Gattung Eumenes vor. Ihre deutschsprachige Sammelbezeichnung als Töpferwespe oder Pillenwespe begründet sich durch die „Töpfchen“ aus Lehmgemisch, auch Urnen genannt, die sie als Brutzellen für ihre Nachkommen an hölzerne oder steinerne Untergründe kleben.
In diesem Sommer sah ich bisher kaum Töpferwespen im Garten, und wenn, ‚Murphy’s Law‘ gemäss ausser Reichweite und hoffnungslos gegenlichtig an den höchstgelegenen Blüten des Fenchels. Das jüngste und einzige gelungene Foto konnte ich am 25. August 2020 beim Anflug an den Schmetterlingsflieder Buddleja davidii erwischen:

2020-08-25 LüchowSss Garten Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) + Töpferwespe bzw. Pillenwespe (Eumenes spec.)

Das schwarzgelbe Insekt ist auf dem aktuellen Bild 1 aus einer anderen Perspektive zu sehen, doch glich es Eumenes coronatus auf dem Foto > vom 6. September 2019. Diese Art fliegt von Mai bis September in sonnigem, offenem Gelände und versorgt ihre Brut mit Raupen, vor allem von Spannern. Die Raupen werden mit einem Stich gelähmt und dem Ei in der ca. 10 mm durchmessenden Urne beigegeben, dann wird diese verschlossen und sich selbst überlassen. Ab dem Schlüpfen werden die Vorräte während etwa einer Woche aufgezehrt. Das unverpuppte Larvenstadium endet jedoch erst, wenn es nach dem Winter wieder wärmer wird, dann folgt die Puppenphase.

2019-09-06 LüchowSss Garten Töpferwespe (Eumenes coronatus) auf Schmetterlingsflieder

Im vorigen Jahr hatte ich, genau wie diesen Sommer, nur ein einziges Mal Gelegenheit zu einem erkennbaren Foto, die Wespen von der skurrilen Gestalt waren einfach nicht so häufig zu beobachten, wie im Jahr zuvor.
Im Sommer vor zwei Jahren, im späten Juli 2018, fand ich sie allerdings häufig im Garten. Vor allem an den bei verschiedenen Wespenarten so beliebten Blüten vom Fenchel und der Kanadischer Goldrute Solidago canadensis war sie täglich zu beobachten. Hier ist ein Foto vom 25. Juli 2018 aus dem Beitrag > vom 28. Jui 2018.
Ich denke, es handelt sich dabei ebenfalls um die Töpferwespen-Art Eumenes coronatus:

2018-07-25 Lüchow, Garten, Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) + Töpferwespe (Eumenes) | Veröffentlicht am 2018/07/28 in 'Töpferwespen' von puzzleblume

Als ich noch ein Jahr vorher, im Juli 2017 eine Töpfer- bzw. Pillenwespe zum allerersten Mal hier im Garten beobachtete und – leider weniger deutlich – fotografierte, fand ich sie auf der grossen Wieseninsel, an den Blüten vom Feinstrahl Erigeron annuus. Das gezoomte Bild vom 23. Juli 2017 aus dem Beitrag > Mal wieder einen Blick in den Garten werfen nehme ich wegen des Zeitverlaufs und des plötzlichen Knicks in der Häufigkeit ihres Vorkommens hier trotzdem auch noch einmal auf, damit alle Beiträge in einem Blogartikel zusammen erwähnt und bei einer hoffentlich zukünftigen Gelegenheit im Sommer 2021 leichter wiederzufinden sind:

2017-07-23 LüchowSss Garten (47) Pillenwespe (Eumenes coronatus) | Veröffentlicht 2017/08/29 in 'Mal wieder einen Blick in den Garten werfen' von puzzleblume

Vermutlich haben sich die Bedingungen schon seit 2018 verschlechtert, angefangen beim Mangel an Schmetterlingen bzw. Nachtfaltern und deren Raupen, nicht nur durch landwirtschaftliche Gifte und Tätigkeiten, sondern auch durch Dürre und gesteigerte Hitze. In diesem Sommer fand ich z.B. Tagpfauenaugenraupen nach extrem heissen Tagen mitsamt ihren Nahrungspflanzen, den Brennesseln, ausgetrocknet und tot – sicher kein Einzelereignis.

So können sich auch in ungünstig angebrachten Eumenes-„Töpfchen“ tödliche Hitzeunfälle ereignen, wie ich in einem Link > über die Wärmeeinwirkung auf die Brutzellen von Töpferwespen aus dem Jahr 2018 auf der Webseite des POLLICHIA e.V. Naturkunde- und Naturschutzvereins beschrieben fand.
Ähnliches kann ich mir auch für unseren niedrigen Walmdachboden oder die besonnten Rolladenkästen vorstellen, wo ich die meisten „Töpfchen“ vermute. An Tagen mit Höchsttemperaturen von mehr als +35°C im Schatten, wie sie dieses Jahr sogar tagelang überschritten wurden, kann darin wie in aufgeheizten Autos mindestens die doppelte Hitze entstanden sein, was die Wespenlarven mitsamt ihren Lebendvorräten kaum durchstehen können.

Das war zwar alles in allem eine schwere Ladung, z.T. auch nur spekulativ, aber die Verkettung von Umständen und dominoeffekthaften Folgen beschäftigt mich im Zusammenhang mit den Veränderungen, die selbst innerhalb des Gartenzauns zu beobachten sind. – Die Fotos sind, wie im Text schon erwähnt, Bild 1 vom 25. August 2020, Bild 2 vom 6. September 2019, Bild 3 vom 25. Juli 2018 und Bild 4 vom 23. Juli 2017, alle von mir im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

An Sommertagen wie diesem

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An Sommertagen wie diesem, bei starker Sonneneinstrahlung und Hitze sollte man dem Kreislauf zuliebe viel trinken, um einen Sonnenstich abzuwenden, die Kopfbedeckung nicht vergessen, und möglichst oft den Schatten aufsuchen!

2020-06-07 LüchowSss Garten Weisse Taubnessel (Lamium album) + Ackerhummel (Bombus pascuorum)

Die Ackerhummel Bombus pascuorum verhält sich in dieser Hinsicht vorbildlich. – Foto von Hummel und Weisser Taubnessel Lamium album vom 7. Juni 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Spätaugusthitze

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Spätaugusthitze-Spaziergangsfotos vom frühen Nachmittag des vergangenen Donnerstag: Bongo hatte ich zuhause im Schatten gelassen, denn wenn es um die dreissig Hitzegrade hat, will er nicht weiter gehen als unbedingt notwendig, aber ich wollte eine kleine Runde durch die abgeerntet auf bizarre Weise ungewohnt und zugleich faszinierend wirkenden, pudrig-ausgetrocknet daliegenden Felder gehen.

 

Nur wenige Schwalben durchkreuzten ab und zu den Raum oberhalb und in manchen der Baumkronen konnte ich, von den teilweise braun vertrockneten Blättern verdeckt, einige Finken hören, aber nicht sehen. In der Luft lag ein braungelblicher Schimmer vom darin schwebenden Staub, an den Wegrändern regte sich nichts.
Die Fotos sind vom frühen Nachmittag des 22. August 2019 in der Feldmark zwischen Lüchow und Wustrow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Mehr im Garten als im Blog

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Während der vergangenen Woche war ich noch mehr im Garten aktiv als im Blog als in den Wochen zuvor, in denen ich dennoch täglich für mindestens einen kleinen Artikel Zeit und Lust gefunden hatte, aber der Abschnitt der vergangenen Woche hat mich zu sehr geschafft, und ich bin froh, dass ich den hinter mir habe:

2019-08-11 LüchowSss Garten neues Beet vor der südlichen Hauswand

Vorher hatte ich schon mal angedeutet, dass Kandelaber-Ehrenpreis und Wasserdost unter der Hitze des Sommers 2018 und 2019 deutlich zeigten, wo im Garten sie am falschen Platz standen, und so hatte ich mir nach deren Abblühen vorgenommen, diese Stauden von ihrem Standorten im Beet vor der südlichen Hauswand an halbschattigere Plätze zu versetzen, und darum hatte ich das so nahezu frei werdende Beet neu zu gestalten, denn auch die Taglilien wirkten in diesen beiden heissen Sommer dort suboptimal untergebracht, obwohl sie schon, genau wie Wasserdost und Kandelaber-Ehrehpreis, mehrere Jahren lang diese Plätze inne hatten. Sie sind also auch umgezogen.

2019-08-11 LüchowSss Garten neues Beet vor der südlichen Hauswand (2)

Statt der oben genannten Stauden kamen weitere Garten-Eibischsträucher Hibiscus syriacus, Blauraute Perovskia atriplicifolia und Eselsohren Stachys byzantina ins Beet, Silberblatt-Salbei Salvia argentea, ausserdem Sämlingsrosetten der Kleinblütigen Königskerze Verbascum thapsus und Kronenlichtnelken Silene coronaria und einige Storchenschnabel-Pflanzen Geranium deren Sortennamen mir entfallen ist, die aber vorher so trockene Plätze inne hatten, dass ihnen der Umzug einige Meter weiter kaum schaden wird, und, als grösstes Wagnis, habe ich auch meine beiden grossen Rosmarine Rosmarinus officinalis umgesetzt, die viel zu beengt gestanden hatten.

In den nächsten Tagen werde ich mich erstmal vorwiegend auf das tägliche Giessen und Gut-Zureden beschränken, denn ich bin zugegebenermassen erstmal fix und foxi von „den paar Metern“ mit Pflanzen und Feldsteinen.
Fotos vom Nachmittag des 11. August 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Hitze

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2019-07-24 Apo3D A7X Heiss im Wald

Auch unter Bäumen sind die Mittagsschatten so klein, dass man kaum einen kühleren Unterschied zu spüren bekommt. Bongo möchte höchstens bis zum nächsten Baum gehen und überhaupt bleibt man besser drinnen.
Das brachte auch die „Apophysische Sphinx“ vorhin ganz passend so zum Ausdruck.

Zeit für den Wasserdost

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Im späten Juni, Anfang Juli beginnt gewöhnlich der heimische Wasserdost Eupatorium cannabinum zu blühen, und wird von Insekten sehr gern besucht, obwohl das blasse Rosa unscheinbar und ein Duft kaum wahrnehmbar ist. Die Schweb- und anderen Fliegen entdecken die Blüten immer als erste, dann folgen Wespen, Hummeln und Bienen und schliesslich die Falter – wenn in diesem Jahr bisher auch nicht viele.

Die Fotos sind vom 28. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.
Gestern schrieb ich in einem Kommentar-Wechsel mit Werner, dem Vogelknipser unter dem Artikel zum blühenden Wilden Dost bzw. Oregano > hier über Pflanzen unter den sich ändernden klimatischen Bedingungen mit den heisseren und trockeneren Sommern:

puzzleblume (2019/07/03 um 21:23): Ja, das wird immer wichtiger, solche Pflanzen zu finden, und so nach und nach gilt es wohl, im Garten das eine oder andere austzutauschen. Manches ist einfach von der heissen und trockenen Klimasituation dauerhaft überfordert, was früher üblich war.

Werner (2019/07/03 um 21:27): Ich gestallten zZt meinen Garten genau aus diesem Grund etwas um. Wobei ich hier besonders auf insektenfreundlich Gewächse achte.

puzzleblume (2019/07/03 um 21:43): Ja, ich wühle auch gerade herum. Wegen der Trockenheit hängen einige der insektenfreundlichen Blütenpflanzen ganz erbärmlich, und häufiges Wässern sollte auf Dauer nicht das Mittel der Wahl sein. Mein geliebter Kandelaber-Ehrenpreis, den die Hummeln so schätzen, ist wasserabhängiger und hitzeempfindlicher als angenommen, sogar empfindlicher als Wasserdost.

Letzteres erstaunte mich schon voriges Jahr, dass der heimische Wasserdost Eupatorium cannabinum, dem man ein durstiges Wesen unterstellt, dem heissen und monatelang trockenen Klima besser zu trotzen vermag, als der schlapp herunterhängende Kandelaber-Ehrenpreis Veronicastrum virginicum mit seiner Herkunft aus dem nordamerikanischen Osten vorkommt, und es gern etwas feucht hat, so dass ich annahm, die beiden wären in ihren Ansprüchen gleich. Nebeneinander kann man sie > hier ansehen. Und nun sieht es so aus, als müsste ich ihn gegen etwas Trockenheitsverträglicheres austauschen, während der Wasserdost sich gleich daneben behaupten kann.

Die Klimaveränderung stellt einen gärtnerisch wirklich vor ganz unerwartete Herausforderungen, denn auch die Ratgeber- und Pflanztipp-Literatur ist dem noch nicht angepasst, ist doch nicht nur die Trockenheit von Boden und Luft, sondern nun auch die Hitze mit Temperaturen von um die +40°C ein Faktor, und das ist, wie man gerade an vielen trockenheitsverträglichen Pflanzen, auch Bäumen beobachten kann, neu bei uns.

Abkühlung

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Heiss ist es heute, da ist es schön, wenn man sich ein wenig abkühlen und etwas trinken kann, auch für Wespen:

2019-06-25 LüchowSss Garten Strehla Keramik Wasserschale (5) Wespe beim Wassertrinken

Wie > hier als Wunsch-Zweck zum Ausdruck gebracht, erweist sich die alte Strehla-Keramikschale vom letzten sonntäglichen Flohmarktbesuch als bestens geeignet, dass auch Insekten am Rand sicher landen, trinken und wieder abfliegen können, und mir Bildgelegenheiten zu bescheren. Dieses mit Königskerzenblüten ist von heute Mittag.

Foto vom 25. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.