Flieder Mitte April ’21

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Am Gartenflieder Syringa vulgaris sind Mitte April ’21 die Knospen zwar dabei, sich zu öffnen und man kann junge, hellgrüne Blätter und violette Blütenknospen erkennen, aber er ist noch weit davon entfernt, wie im vorigen Jahr um dieselbe Zeit aufzublühen > hier. Es war bisher zu kalt, die erste Knospengarnitur wurde vom Frost vernichtet.

2021-04-14 LüchowSss Garten Gewöhnlicher Flieder (Syringa vulgaris)

Auch heute ist er wegen der niedrigen Temperaturen kaum weiter gekommen als auf dem ein paar Tage zuvor aufgenommenen Foto vom 14. April 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Auf Steinen

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Gestern Mittag habe ich mal wieder die Nahlinse auf das Kameraobjektv geschraubt und ging damit die Ansammlungen von Feldsteinen im Garten ab,  wegen der Flechten und Moose, aber auch, weil ich am Vortag die ersten Spinne darauf entdeckt hatte, und hatte sogar diesmal noch mehr Glück:

Ich fand bewimperte Schwielenflechten Physcia, Polster-Kissenmoos Grimmia pulvinata mit weisslichen Spitzen und grünen Hütchen, Kuchenflechten der Gattung Lecanora, „Näpfchen“ auf den Steinen, verschiedene Krustenflechten und Gelbflechten Xanthoria. Sie alle hatte ich auch im Januar schon fotografiert, aber diesmal krabbelten von der Wärme erwachte, kleine und noch kleinere sechs- und achtbeinige Tierchen dazwischen umher, wie Kugelspringer Collembolen in verschiedenen Grössen zwischen winzig und kaum erkennbar, Schwarze Wegameisen Lasius niger, auch einige andere, wie Fliegen und Feuerwanzen ohne Fotos, aber dafür bekam ich Bilder von je einer schönen Listspinne Pisaura mirabilis und eine putzigen Zebraspringspinne Salticus scenicus, die dreinschaute, als überlegte sie, ab wann Beute zu gross sei, um es zu versuchen. Vielleicht spiegelte sie sich auch selbst in der Linse.
Die Fotos sind vom Mittag des 21. Februar 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Flechten, etwas Moos und ein geheimnisvoller Pilz

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder mit der Nahlinse auf der Kamera die Flechten und Moose auf Ästen und Steinen besucht. Das Wetter war aber nicht besonders und das Licht nicht gut, daher sind bei der Bildauswahl fünf Bilder mit Steinen und nur eines mit Ast übrig geblieben:

  • Bild 1 zeigt den einzigen Ast, vom Goldregen Laburnum, dafür aber mit farbenprächtig gerüschten und mittig mit Näpfchen besetzten, bis 10 cm grossflächigen Flechten mit Gelb, Hellgrün und Kupferoxidgrün. Genau so habe ich sie nirgends sonst im Garten.
  • Das niedliche, weiche Polster-Kissenmoos Grimmia pulvinata mit den weisslichen Spitzen am grünen Flausch und grünen Hütchen dazwischen mag ich besonders gern. Es besiedelt verschiedene Steine im Garten und wächst sehr langsam.
  • Die bewimperte hell-blaugrüne Laubflechten auf den Bildern 2 + 5 gehören zur Gattung der Schwielenflechten Physcia, sind entweder Helm-Schwielenflechten Physcia ascendens oder Wimpern-Schwielenflechte Physcia tenella.
  • Insbesondere auf den Bildern 4 + 6 sieht man sogenannte Kuchenflechten der Gattung Lecanora, die ich aber schwer auseinander zu halten finde, darum lasse ich es dabei und freue mich einfach über die hübschen hell-grünlichen „Näpfchen“ auf den Steinen.
  • Bei den leuchtendgelben Flechten von Bild 2 und Bild 6 handelt es sich vielleicht um zwei aus der Gattung der Gelbflechten Xanthoria, ich vermute nur, dass es auf Bild zwei wegen der kleinen gelben Näpchen die Gewöhnliche Gelbflechte Xanthoria parietina sei, auf Bild 6 dagegen die Blatt-Gelbflechte Xanthoria fallax.
  • Bei Bild 5 fällt es schwer, all das Flechtengewusel zu untescheiden, auch ohne Namen zu kennen, und dann kommt auch noch dieser braunkrustige Pilz dazu, der es sich oben rechts einfach auf den Flechten gemütlich eingerichtet hat!
  • Die Fotos sind vom Mittag des 20. Januar 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

    Die spanischen Weinreben, Ende September

    Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

    Die alten spanischen Weinreben Vitis vinifera subsp. vinifera beobachte ich nahezu täglich mit Spannung, denn sie reifen spät. Die Trauben sind in diesem Jahr zahlreich wie nie zuvor und entwickeln sich bisher sehr erfreulich, sind aber noch sauer, obwohl das Laub schon herbstelt. Die wenigen Wespen, die überhaupt noch fliegen, interessieren sich noch nicht dafür, die ahnen es anscheinend, ohne zu probieren.

    Fliegen sonnen sich gern auf dem Weinlaub, Schwebfliegen und auch andere. Bei dem seltsamen kleinen, hellgrünen Insektchen handelt es sich um die Larve einer Gemeinen Strauchzirpe, einer Zwergzikadenart.- Fotos vom 22. bis 29. September 2020, Südostseite des Gartens, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die kleinen Bilder der Galerie bitte zum Vergrössern anklicken.

    Septemberrot

    Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

    Das herbstliche Rot von Blättern, Beeren und späten Hibiskus- und Mohnblüten, im späten September, dazwischen eine Blaumeise, alle bei Sonnen- oder Regenwetter im Garten fotografiert:

     

    Es fällt mir gerade schwer, den Beitrag jetzt zu veröffentlichen, denn draussen scheint die Sonne, der Himmel ist blau und wolkenlos und bestimmt sehe ich draussen gleich noch mehr schöne rote Motive …
    Fotos vom 22. bis 28. September 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

    Gelbes und Grünes

    Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

    Gelbes und Grünes, Blüten, Früchte und Blätter auf Gartenbildern aus der vergangenen Woche:

    1. Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca, gelblich-weisse Blüte und einer der hübschen Fruchtstände; 2. hellgelbe Blüten und samtige gelbgrüne Früchte der Virginischen Zaubernuss Hamamelis virginiana; 3. noch unreife, grüne Trauben an einer der spanischen Weinreben Vitis vinifera ssp. vinifera; 4. leuchtend gelbblühende Gewöhnliche Nachtkerze Oenothera biennis; 5. sich verfärbende Blätter der spanischen Weinrebe Vitis vinifera ssp. vinifera mit brauner Keilfleck-Schwebfliege Eristalis spec.; 6. kleine, erst spät aus vorjährigem Vogelfutter herangewachsene Sonnenblume Helianthus annuus; 7. der Feinstrahl Erigeron annuus, auch Weisses oder Einjähriges Berufkraut genannt, von Frühling bis in den Herbst so eine Art Komparse im Garten, nie in der Hauptrolle, aber immer dabei; 8. es gibt noch weiterhin immer wieder neue gelbe Blüten an den Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum.

    Die Fotos der Galerie sind zwischen dem 22. und 28. September 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

    Die Zaubernuss zaubert

    Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

    Am 13. März 2020 habe ich die fast verblühte Zaubernuss Hamamelis x intermedia gepflanzt > hier. Einige ihrer fransigen roten Blüten trug sie noch, die Knospen, aus denen sich die Blätter entwickeln würden, waren Mitte März noch fest verschlossen. Den Sommer über waren die Blätter von sattem, gleichmässigem Grün, haselähnlich und unspektakulär, so dass ich sie im Blog nur nebenbei auf einem Foto habe, > hier, als Randerscheinung.

    Inzwischen ist der Strauch bunt: Hell- und Gelbgrün, Scharlachrot und Braunrot. An manchen Zweigen sitzen nussartige Früchte und viele kleine Knospen, die sich neuerdingszu hellgelben Fransen-Blüten öffnen. Von den Zaubernuss-Züchtungen Hamamelis x intermedia, Kreuzungen der Chinesischen Zaubernuss Hamamelis mollis mit der Japanischen Zaubernuss Hamamelis japonica, ist jedoch nur eine Winter- bzw. Frühjahrsblüte zu erwarten.

    Von den fünf Zaubernussarten (2 asiatischen, 3 von der nordamerikanischen Ostküste) gilt einzig die gelb blühende Virginischen Zaubernuss Hamamelis virginiana als Herbstblüherin: deren zitrusähnlich duftenden Blüten erscheinen, bevor die Blätter fallen – wie diese hier. Die in ihrer Heimat Common witch-hazel genannte Art blüht allgemein von Oktober bis Dezember, was sich hier noch zeigen wird.

    Die hellgrünen und rötlichen Blätter sitzen nie an denselben Zweigen, gelbe Blüten sitzen neben grün- bzw. gelblichen Blättern und diesjährigen Früchten, während an Zweigen mit aktuell braunroten Blättern nur festgeschlossene Knospen sitzen, die aussehen, als hätten sie bis zum Frühjahr noch nichts vor. Sie haben jeder ein passendes rotes bzw. hellgrünes Bändchen bekommen, damit ich sie auch nach dem Laubfall unterscheiden kann:

    Womöglich handelt es sich nämlich nicht um eine, sondern zwei verschiedene Arten, und wie bei anderen veredelten Gehölzen ist die Unterlage schon vor langem zutage gekommen. Es wird sich herausstellen, zu welchen Zweigen Früchte und Blüten gehören, und ob es sich bei der so besonderen Zaubernuss in Wirklichkeit um einen „Zaubertrick“ handelt, weil sich zwei Arten in scheinbar einem Strauch verbergen.

    Fotos vom 15. bis 18. September 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Pärchen zum Vergrössern anklicken.