Eine grüne Bläulingsraupe

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Als ich vor ein paar Tagen auf einer der Wiesen-Inseln einem Grashüpfer nachspürte, der sich zwischen verblühtem Kleinen Ampfer und Hasenklee meinem Blick zu entziehen versuchte, entdeckte ich statt seiner diese grüne, etwas borstige Raupe mit schwarzem Kopf: es müsste sich dabei auf jeden Fall um die Raupe eines Bläulings handeln.

2020-08-25 LüchowSss Garten Bläulings-Raupe (evtl. Gemeiner Bläuling Polyommatus icarus) an Hasenklee (Trifolium arvense) neben Kleinem Ampfer (Rumex acetosella)

Es ist möglich, dass es sich um die Raupe des recht häufigen Gemeinen bzw. Hauhechel-Bläulings Polyommatus icarus handelt, der Klee auf dem Speiseplan hat, womit er unter den Bläulingen Lycaenidae nicht der einzige wäre.
Wegen des Kleinen Ampfer Rumex acetosella unmittelbar daneben käme jedoch auch der Kleine Feuerfalter Lycaena phlaeas in Frage, denn von der Art treiben immer wieder welche in diesem Teil des Gartens herum, auch heute wieder.

Was ich jetzt aber ganz sicher weiss: ich werde die Herbstmahd auf den Wieseninseln ausfallen lassen, den Raupen zuliebe, von denen ich darin mehr als nur diese eine erhoffe.
Das Foto ist vom 25. August 2020, aufgenommen auf einer der Wieseninseln, auf der besonders viel Hasenklee und Kleiner Ampfer wachsen, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Weitere mehr oder weniger weisse Blüten

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In dieser Galerie sind noch weitere mehr oder weniger weisse Blüten im Garten zu sehen. Manche sind eher winzig, wie die von Brennnessel, Wein und Hasen-Klee, ziemlich klein, wie von Olive, Graukresse oder Gewöhnlichem Hornkraut, und natürlich die grösseren, die man als „Blumen“ empfindet, wie beim Vexiernelken, Margeriten, Seidenmohn und Rosen. Das Weiss changiert dabei zwischen Reinweiss und Gelblichem zu Blassrosa, wobei der Rosenzüchter der ‚Aspirin‘ sie als „weisse Rose“ definiert hat, und ich andererseits die Gelb-Skabiose als cremeweiss empfinde.

 

Es sind Schwebfliegen, Wildbienen und Käfer zu sehen, auch Fliegen und, als Vertreter der Falter eine einzige Langhornmotte sind dabei. Mehr, vorwiegend kleine, Insekten sind im weissblütigen Schafgarben-Beitrag zuvor zu sehen > hier.
Grössere Bienenarten wie Honigbienen, Hummeln und Seidenbienen bevorzugen momentan nicht Weiss, sondern gelbes Ferkelkraut und Johannsikraut, blaue Wegwarten und Natternkopf, sowie die rosafarbene Bunte Kronwicke und neuerdings den gerade erblühenden Oregano. Allein die Weisse Taubnessel ist normalerweise von Ackerhummeln gut besucht, nur stammt das Bild vom heutigen Regentag, sie wären also da.
Mit den Schmetterlingen verhält es sich leider anders. Bis auf vereinzelte Weisslinge und einige kleine Spanner und Motten fehlen sie, auch auf farbigen Blüten. Für den Beobachtungszeitraum von insgesamt 10 Tagen. inklusive des heutigen Nieselregenmorgens, ist das kein gutes Ergebnis.
Die Fotos sind vom 21.-29. Juni und vom Morgen des 1. Juli 2020 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Es ist ein Kommen und Gehen – und Wiederkommen

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Es ist ein Kommen und Gehen mit dem Hasenklee Trifolium arvense, denn er ist nur eine einjährige Art und fällt im Wildkräuterrasen erst dann ins Auge, wenn er seine weichen, Hasenschwänzchen ähnelnden Blütenstände bekommen hat, wegen denen ich mich für ihn immer wieder begeistere:

2019-06-19 LüchowSss Garten Hasenklee (Trifolium arvense)

Er ist ein Mageranzeiger und ein grossartiger Lückenfüller im von der Trockenheit ausgedünnten Rasen, was meinen Wünschen nach Dominanz trockenheitsgeeigneter und blühender Wildkräuter statt typischer Rasengräsern sehr entgegenkommt. Die kleinen Blüten werden trotz ihrer Winzigkeit von Hummeln besucht.
Überraschenderweise war ausgerechnet das vergangene Dürrejahr dem Wunsch sehr förderlich: meine Wieseninseln im Garten waren noch nie so vielfältig, und ausgerechnet die trockenste, lückigsten Stelle sieht in diesem Sommer geradezu prächtig bunt und dichter bewachsen als je zuvor. Ich hoffe, den Sandbienen gefällt es weiterhin. Das zart zirpende Konzert der kleinen grünen und braunen Grashüpfer ist jedenfalls sensationell.

Foto vom 19. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.