Nun der 3. Sommer im Garten: Immergrüner Gamander

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2018-07-07 LüchowSss Garten Immergrüner Gamander (Teucrium x lucidrys) Beet halbfertig umrandet

7. Juli 2018 im Garten, Immergrüner Gamander, Beet halbfertig umrandet

Immergrüner Gamander Teucrium x lucidrys ging aus der Kreuzung zweier südeuropäischer Wildarten hervor, dem Edel-Gamander Teucrium chamaedrys mit Glänzendem Gamander Teucrium lucidum. Wegen seines formbaren Dauergrüns ist der Halbstrauch mit den nektarspendenden Lippenblüten eine insektenfreundliche Alternative zu Beeteinfassungen mit Buchsbaum, und wurde von Hummeln schon beim Pflanzen im Juli 2018 euphorisch begrüsst.

Das erste Bild stammt aus dem 1. Beitrag dazu > Immergrüner Gamander (Teucrium x lucidrys) | puzzle ❀ im Juli 2018. Seitdem ist seine Blütezeit von Juli bis in den November eine Freude für Hummeln, Honig- und Wildbienen sowie Schmetterlinge. Auf den Bilder von diesem Juli sind die häufigsten Besucher der Blüten zu sehen :

1. Ackerhummel Bombus pascuorum, 2. verschiedene Erdhummeln, hier wohl eine Dunkle Erdhummel Bombus terrestris und 3. die Grosse Wollbiene oder Garten-Wollbiene Anthidium manicatum, die wahrscheinlich den Immergrünen Gamander nicht nur wegen seines Nektars, sondern auch seiner Härchen schätzt, die sie für den Nestbau sammelt.

Mich begeistert der Immergrünen Gamander: er ist insektenfreundlich, trockenheits- und hitzeresistent, anpassungsfähig, gleichmässig im Wachstum und bisher hat ihn noch keiner angefressen. Ich habe ihn bisher nur 1x pro Jahr nach der Blüte etwas zurück- und in Form geschnitten. Keine einzige der vor drei Jahren gesetzten 5o Pflanzen ist eingegangen, alle haben sich super entwickelt.

Die drei neuen Fotos sind vom 11. Juli 2020 im Garten – an der oben abgebildeten Stelle, nur inzwischen 3x so üppig – Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Grosse oder Garten-Wollbiene

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Zuerst beobachtete ich die Grossen bzw. Garten-Wollbienen Anthidium manicatum im Sommer 2018 an Immergrünem Gamander und Rotem Fingerhut im Garten > hier im Blog nebenan zu finden. Anfang Juni diesen Jahres sah ich zuerst Weibchen an Rotem Fingerhut, Knotiger Braunwurz und Wegwarte, ein Pärchen später an der Bunten Kronwicke Securigera varia > hier. Kaum später beobachtete ich diese am Rosa Leinkraut Linaria purpurea ‚Canon J. Went‘, einem weiteren Braunwurzgewächs. Weibchen sind anscheinend weniger festlegt als Männchen, bevorzugt werden aber Schmetterlingsblütler Fabaceae, Lippenblütler Lamiaceae sowie einige Braunwurzgewächse Scrophulariaceae, was mit meinen Beobachtungen übereinstimmt. Bleibt noch die Vorliebe für die Farbe Rosa zu erwähnen.

 

Anders als Hummeln warten sie auch nicht darauf, bis es von einer Blütenart viele gibt, sonst hätte die hier viermal abgebildete Garten-Wollbiene das Rosa Leinkraut wohl ignoriert. Es gibt nur diese eine Pflanze davon, und die zwischen all dem Echten Labkraut Galium verum aufzusuchen, zeugt schon von einem klaren Vorhaben. Männchen erscheinen etwas nach den Weibchen und haben dennoch eine kürzere Flugzeit, nur bis September, während die Weibchen der Grossen Wollbiene von Mitte Juni bis Mitte Oktober Zeit haben, bei passender Witterung sogar für eine zweite Generation. – Die Fotos sind vom 26. Juni 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Insekten rund um die Bunten Kronwicken

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Bunte Kronwicken Securigera varia sollte man immer mit Kamera aufsuchen, es gibt immer Insekten dort anzutreffen. Die Pflanze hat sich mit den Jahren ein ziemlich grosses Areal gesichert und bedeckt zur Zeit ca. 1,5 m².

2020-06-23 LüchowSss Garten Bunte Kronwicke (Securigera varia) + Langbauch-Schwebfliege (Sphaerophoria scripta)

Auf dem ersten Bild ist gerade mal ein kleiner Teil davon zu sehen und ausserdem eine Langbauchschwebfliege Sphaerophoria scripta im Vordergrund. Die erste Galerie zeigt eine beigegraue Pelzbiene Anthophora plumipes. Pelzbienen sind dort Stammgäste, vor allem die Männchen, denn sie fliegen feste Routen.

Ganz ähnlich verhält es sich mit den Männchen der Grossen bzw. Garten-Wollbiene Anthidium manicatum, die einerseits damit ein Revier gegen konkurrierende Männchen verteidigen und andererseits kein Weibchen zu verpassen hoffen, zu sehen ist so eine blitzschnell zustande kommende Paarung in der zweiten Galerie und 2x das kleinere Weibchen:

Ackerhummeln Bombus pascuorum und Steinhummeln Bombus lapidarius gehören ebenfalls zu den häufigen Blütengästen, siehe Galerie Nr. 3. Diese beiden Hummelarten besuchen aber zur Zeit auch viele andere Blütenpflanzen im Garten, während die Pelz- und Wollbienen sich bevorzugt an den Bunten Kronwicken aufhalten.

Hier im Beitrag kann man die graubeige Pelzbiene mit der hellbraunen Ackerhummel ganz gut vergleichen.
Die Fotos im Artikel sind zwischen dem 17. und 23. Juni 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in den Galerien anklicken.

Wegwarte und Wildbienen

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Üppig blühende Wegwarten oder auch Zichorien Cichorium intybus am Morgen im Garten, ungefähr um 8 Uhr, mit weitgeöffneten himmelblauen Blüten:

… vielfach besucht von verschiedenen Wildbienen und Schwebfliegen, die zwischen den Blüten hin und her eilten:

Nicht bei allen konnte ich genau erkennen, um welche Art es sich handelte, aber Gelbbindige Furchenbienen Halictus scabiosae wie auf den Bildern 1 + 4 der Galerie und Hosenbienen ohne Bild, weil so irrsinnig schnell kreiselnd und von Blüte zu Blüte entwischend, dass ich keine erkennbar erwischen konnte, sammelten sich weisse Pollenpakete an. Auf Bild 2 ist eine Mondfleckschwebfliege Eupeodes lapponicus allein zu sehen und auf Bild 3 eine Gemeine Feldschwebfliege Eupeodes corollae gemeinsam mit vermutlich einer Mauerbiene Osmia spec. zu sehen, die kopfüber an den Staubgefässen vorbei in die blauen Blüte taucht. Auf dem fünften Bild schliesslich brummt eine Grosse Wollbiene Anthidium manicatum vernehmlich zwischen den anvisierten Zielen umher und peilte dabei auch mich niedlich-bedrohlich an, in dem sie in der Luft vor mir stehen blieb, als wollte sie mir klarmachen, dass all der Nektar für sie reserviert sei – die tun das, sie haben ein ausgeprägtes Revierverhalten!
Eine Stunde später am selben heutigen Morgen, ungefähr um 9 Uhr zogen sich bereits die blaue Farbe aus den sich langsam schliessenden Blüten der Wegwarte zurück, an ausbleichende Jeans erinnernd und im nächsten Beitrag zu sehen. – Diese Fotos sind von heute Morgen um acht Uhr, am 26. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.