Rundblättrige Glockenblumen im Garten (3. Jahr)

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Inzwischen blühen die Rundblättrige Glockenblumen Campanula rotundifolia wiederholt das 3. Jahr im Garten: es war im Juni 2019, als ich sie beim Staudenversender gekauft und an einige nur niedrig bewachsene, magere Stellen auf einer der Wieseninseln gepflanzt habe, denn so ist es ihnen recht.
Auf dem Foto kann man eine schwarzbräunliche Wildbiene, wahrscheinlich eine Glockenblumen-Scherenbiene Chelostoma rapunculi und einen Grünen Schenkelkäfer erkennen.

2021-06-08 LüchowSss Garten Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) + kl. Wildbiene + Grüner Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis)

In der häufig überdüngten Agrarlandschaft verschwindet die ehemals häufige Sommerblume langsam aber sicher, selbst Ränder von Autostrassen sind ihnen zu nährstoffreich. Ein Pflanzenportrait findet sich auf der Webseite des NABU  > hier. – Das Foto ist vom 8. Juni 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Es ist schwer, die Glöckchen deutlich aufs Bild zu bringen, denn sobald ein leichter Wind weht, gehen sie mit. Inzwischen sind die Blüten in der Hitze vergangen, mit etwas Glück beginnen sie im Spätsommer / Herbst noch einmal eine zweite Blütezeit.

Noch späteres Glockenblumenblau

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Gleich zwei verschiedene Campanula-Arten fühlten sich durch die erfreuliche herbstliche Feuchtigkeit zusammen mit relativ milden Temperaturen auch im November noch zu weiteren Blüten motiviert: die Rundblättrigen Glockenblumen Campanula rotundifolia auf der grossen Wiesen-Insel und die Pfirsichblättrigen Glockenblumen Campanula persicifolia an ihrem geschützten Standort im Zweigbereich eines Apfelbeerenstrauches.

Ihre Blüten haben sogar schon leichtem Frost getrotzt, bei dem sie auch etwas Schaden genommen haben, aber auch gegen Ende November ist bei ihnen noch „Durchhalten!“ die Devise. Ich glaube, die kühle Witterung hält die Blüten einfach länger frisch, als es bei mehr Wärme der Fall wäre. Die Fotos sind vom 15. und 18. November 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Blaublütig

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Blaublütig, aber nicht adelig, nicht veredelt zur Gartenpflanze, sondern auch wild schön, selbst spät noch im November blühen sie in den Wieseninseln – Wegwarten, Natternkopf und Glockenblumen.

 

Die Wegwarte oder Zichorie Cichorium intybus lehnt sich geschickt an schützende Zweige, wie hier die vom Rotholz-Hartriegel Cornus alba ‚Sibirica‘ und macht die Blüten nicht mehr ganz so gross. Auch der Gewöhnliche oder Blaue Natternkopf Echium vulgare kann es doch nicht ganz lassen, die vergrauten Stängel tragen nach wie vor kleine blaue Lichter an den Enden. Statt im September aufzuhören, blühen die Rundblättrigen Glockenblumen Campanula rotundifolia weiter; wegen ihrer kleinen rundlichen Grundblätter unmittelbar am Boden heissen sie so, die oberen Blätter an den Stängeln sind lang und schmal.

Fotos sind vom 3., 7. und 11. November 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Spätes Glockenblumenblau

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Im Juni 2019 hatte ich insgesamt fünf Jungpflanzen der Rundblättrigen Glockenblume Campanula rotundifolia in den Garten geholt und auf einer besonders mageren und trockenen Stelle der Wiesen-Insel ausgesetzt, wie sie es eben besonders mögen. Auch Ende Oktober findet sich dort noch immer Glockenblumenblau:

Der herbstliche Regen hat nämlich die Glockenblumen auf der grossen Wiesen-Insel auch in diesem Jahr noch einmal zu einer zweiten, späten Blüte erweckt, genau wie im vorigen Herbst. Sie haben schon leichtem Frost widerstanden, genau wie voriges Jahr > hier, und ich bin gespannt, wie es diesmal kommt.
Die beiden Fotos sind vom 24. und 25. Oktober 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Minzeblattkäfer, spät noch unterwegs

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Minzeblattkäfer Chrysolina herbacea seien in Deutschland etwa zwischen Mai und September anzutreffen, hiess es früher, die neue Generation ab August, und dieser gehört wer vermutlich an, der beharrliche, einzelne Minzeblattkäfer Chrysolina herbacea auf der noch immer blasspurpurn blühenden Grünen Minze Mentha spicata. Seine metallische Schönheit wirkt auf den dunkelgrünen Blättern wie ein geheimnisvolles Schmuckstück.

Man müsste den Zeitraum anpassen und nachbessern, zu „anzutreffend während der weitgehend frostfreien Zeit des Jahres“, denn ich sah „meine“ goldgrünen Minzeliebhaber auch schon vorige Weihnachten an geschützt stehender Minze im Garten unterwegs. Sie machen es sich offenbar passend. Die Fotos sind vom 9. Oktober 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Von A wie Aspirin bis Z wie Zichorie

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Septemberblüten im Garten, von A wie Aspirin bis Z wie Zichorie, zwischen Rosa und Himmelblau:

Fotos vom 22. bis 28. September 2020 aus dem Garten, zum Teil regennass, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Ende Juli – Wieseninseln

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Es sind zwar noch nicht alle Fotos von den letzten Julitagen gesichtet, aber die für den Monat lezten Blicken über die Wieseninseln im Garten kann ich nach den vorigen vom 22. Juli für mein Garten-Tagebuch schon zeigen.
Zuerst kommen 3 Fotos vom 30. Juli 2020, auf denen zuerst die westliche Feldseite mit dem Bauernjasmin und dem Rest der abgestorbenen Eiche zu sehen ist, dann daran entlang, Richtung Birken, und als Drittes ein Teil der Südseite, nach Westen gesehen, wieder zu den Birken hin:

Auf Bild 1 lässt sich der übliche Wind erkennen, vor allem an den Zweigen der jungen Kopfweide, und die gewisse, immer-trockene Stelle diesseits des Zwetschenbaums, wo nichts so recht wachsen will, aber er hält sich wacker. Es blühen, so dass man zumindest die Farben sehen kann, Wilder Dost rosa, Rainfarn, Johanniskaut und Ferkelkraut gelb, Schafgarbe und Wilde Möhre weiss. Auf dem Bild nicht erkennbar aber vorhanden sind Heidenelken, Feldthymian, Glockenblumen und ein paar all zu vereinzelte Kleinigkeiten, um sie auch noch aufzuzählen. In dieser Wieseninsel zirpen die meisten Grashüpfer.

Auf Bild 2 geht der Blick über drei Wieseninseln an dieser Seite entlang, bis zu den von der dürregeplagten Birken. An der Seite gibt es noch ein paar rote Mohnblumenpünktchen, obwohl die Zeit des Mohns jetzt vorbei ist. Gelb sind hier Rainfarn und Nachtkerzen, weiss Schafgarben, Wilde Möhren und der weisse Schmetterlingsflieder am Rand der Terrasse, der in diesem Jahr berauschend duftet. Vom Natternkopf lässt sich nichts Blaues mehr auf dem Foto erkennen, obwohl er sogar im Vordergrund des Fotos steht; die Blütezeit ist weitgehend vorüber.

Auf Bild 3 von der halben Südseite bis zu den Birken blühen blaue Wegwarten, Wilder Dost, Schafgarben, Wilde Möhre, etwas Ferkelkraut und, unmittelbar vor dem Haus, das man nicht sieht, ein purpurvioletter Schmetterlingsflieder. In der linken Bildhälfte des Hochformats fehlt die Grüne Rose. Von der habe ich mich nach knapp 10 Jahren verabschieden müssen, denn leider hat sie der Sternrusstau so heftig erwischt und entblättert, dass es ohne Chemie nicht mehr gegangen wäre. Da ich mich entscheiden musste, sei ihr Verschwinden Anfang Juli deshalb hier erwähnt.

Die nächsten drei Fotos sind vom 31. Juli 2020, von den Seiten, die oben noch nicht mit dabei waren.
Bild 4 zeigt einen Blick von der Nord- über die Westseite, mit den Weiss-Variationen von Gelb-Skabiosen, Graukresse, Wilder Möhre und Schafgarbe, Gelb von Ferkelkraut und kriechendes Fingerkraut vorn, ausserdem Echtes Labkraut seitlich und Nachtkerzen und Rainfarn hinten, sowie rosa Flecken vom Wildem Dost überall. Den kann man gar nicht genug haben, wenn es nach den Insekten geht, aber die Blüte lässt allmählich nach.

Bild 5 zeigt die Ostseite, vorn in der Wieseninsel der Mörtelbottich mit den alten Gelben Sumpfschwertlilien, daneben versucht ein kleiner Weissdorn, gross zu werden. Die Braunroten Taglilien sind nach Ende ihrer Blütezeit im hohen Gras nicht mehr auszumachen. Links blühen ein purpurner Schmetterlingsflieder und der grünlichgelbe Fenchel, rechts ein weisser Schmetterlingsflieder und die Rispenhortensie ‚Vanille-Fraise‘. Kaum erkennbar steht in der Mitte der voriges Jahr gepflanzte Feldahorn, trotz Wassergaben mit vorzeitigen „Herbstblättern“.

Bei Bild 6 geht es und noch einmal zurück auf die Nordseite, mit dem alten Süsskirschbaum ganz hinten und viel Wildem Dost, ausserdem Rainfarn, Johanniskraut und Schafgarbe. Voriges Jahr war der Sommer für den 1970 gepflanzen alten Kirschbaum gnadenloser, da hingen die Blätter nicht nur, sondern vielen in grosser Menge. Obwohl in unseren Region die Regenfälle immer noch gering und zuwenig waren, ist er diesen Sommer besser dran.

Die Fotos sind vom 30. u. 31. Juli 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in den Galerien zum Vergrössern anklicken.

Glockenblumen und ihre Gäste

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Die Glockenblumenzeit im Garten hat Anfang Juni begonnen, zuerst bei den grossen Pfirsichblättrigen Glockenblumen Campanula persicifolia, wenig später auch bei den kleinen Rundblättrigen Glockenblume Campanula rotundifolia.

Die grösseren Glocken werden durch viele Insekten genutzt, ob als Wetterschutz bei Regenwetter, wie bei der kleinen Fliege, oder zum Warten auf Beute, wie der Gemeine Bienenkäfer Trichodes apiarius es tut, oder zur vegetarischen Nahrungssuche, wie die Kleine Schwebfliege Syrphus vitripennis:

Zwei spezialisierte Wildbienen-Arten tummeln sich regelmässig und eilig um die Blüten: die Grossen Glockenblumen-Scherenbienen Chelostoma rapunculi, die Kleinen Glockenblumen-Scherenbienen Chelostoma campanularum, die kleine dunkle Minibiene auf dem hochformatigen Bild bleibt bis auf weiteres unbestimmt.

Das Bild mit den Kleinen Scherenbienen ist ersatzweise vom vorigen Jahr, mir ist bisher kein aktuelles Foto gelungenen, ich möchte aber nicht darauf warten, denn der besondere Gast von heute Mittag begeistert mich zu sehr: die Blaue Holzbiene Xylocopa violacea, durch die orangefarbenen Ringe an den Fühlerspitzen als Männchen zu erkennen.

Hier in Niedersachsen waren sie in den zurückliegenden Jahren noch nicht verbreitet, erst im August 2019 sah ich ein einziges Mal ein Exemplar. Seit dem Frühling 2020 häufen sich die Besuche der Blauen Holzbiene im Garten, und mit den in diesem Jahr sehr grossen Glockenblüten zeigte sich der XXL-Gast hoch zufrieden.

Die aktuellen Fotos sind vom 9. bis 17. Juni 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.