Blaublütig

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Blaublütig, aber nicht adelig, nicht veredelt zur Gartenpflanze, sondern auch wild schön, selbst spät noch im November blühen sie in den Wieseninseln – Wegwarten, Natternkopf und Glockenblumen.

 

Die Wegwarte oder Zichorie Cichorium intybus lehnt sich geschickt an schützende Zweige, wie hier die vom Rotholz-Hartriegel Cornus alba ‚Sibirica‘ und macht die Blüten nicht mehr ganz so gross. Auch der Gewöhnliche oder Blaue Natternkopf Echium vulgare kann es doch nicht ganz lassen, die vergrauten Stängel tragen nach wie vor kleine blaue Lichter an den Enden. Statt im September aufzuhören, blühen die Rundblättrigen Glockenblumen Campanula rotundifolia weiter; wegen ihrer kleinen rundlichen Grundblätter unmittelbar am Boden heissen sie so, die oberen Blätter an den Stängeln sind lang und schmal.

Fotos sind vom 3., 7. und 11. November 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Am Ende – Gewöhnlicher Natternkopf

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Im späten Juni hatte er seine üppigste Zeit, wie > hier zu sehen. Auch Mitte Oktober zeigen sich noch vereinzelte Rachenblüten, doch fällt das Blau schon seit Wochen kaum noch auf, die Blütezeit des Gewöhnlichen oder auch Blauen Natternkopfes Echium vulgare geht langsam zuende; kaum noch, dass sich Insekten daran einfinden.

2020-10-13 LüchowSss Garten Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)

Die grauborstigen, gewundenen Verzweigungen seitlich des beständig wachsenden Hauptstängels werden ebenfalls immer länger, während sich daran Samen bilden, erscheinen immer noch letzte blaue Pünktchen an den äusseren, grünen Spitzen. Man muss nun schon nah davor stehen, um die Blüten zu sehen:

2020-10-13 LüchowSss Garten Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)

Weil Natternkopf hier unmittelbar nicht wächst, kaufte ich vorigen Herbst Jungpflanzen. Er gilt als zwei- bis mehrjährig, so dass ich gespannt bin, ob und wie ich ihn im kommenden Jahr wiedersehe. Ich hoffe auch auf Sämlinge, denn vor allem Ackerhummeln haben die Blüten des Borretschgewächses oft genug besucht.
Fotos vom 13. Oktober 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ende Juli – Wieseninseln

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Es sind zwar noch nicht alle Fotos von den letzten Julitagen gesichtet, aber die für den Monat lezten Blicken über die Wieseninseln im Garten kann ich nach den vorigen vom 22. Juli für mein Garten-Tagebuch schon zeigen.
Zuerst kommen 3 Fotos vom 30. Juli 2020, auf denen zuerst die westliche Feldseite mit dem Bauernjasmin und dem Rest der abgestorbenen Eiche zu sehen ist, dann daran entlang, Richtung Birken, und als Drittes ein Teil der Südseite, nach Westen gesehen, wieder zu den Birken hin:

Auf Bild 1 lässt sich der übliche Wind erkennen, vor allem an den Zweigen der jungen Kopfweide, und die gewisse, immer-trockene Stelle diesseits des Zwetschenbaums, wo nichts so recht wachsen will, aber er hält sich wacker. Es blühen, so dass man zumindest die Farben sehen kann, Wilder Dost rosa, Rainfarn, Johanniskaut und Ferkelkraut gelb, Schafgarbe und Wilde Möhre weiss. Auf dem Bild nicht erkennbar aber vorhanden sind Heidenelken, Feldthymian, Glockenblumen und ein paar all zu vereinzelte Kleinigkeiten, um sie auch noch aufzuzählen. In dieser Wieseninsel zirpen die meisten Grashüpfer.

Auf Bild 2 geht der Blick über drei Wieseninseln an dieser Seite entlang, bis zu den von der dürregeplagten Birken. An der Seite gibt es noch ein paar rote Mohnblumenpünktchen, obwohl die Zeit des Mohns jetzt vorbei ist. Gelb sind hier Rainfarn und Nachtkerzen, weiss Schafgarben, Wilde Möhren und der weisse Schmetterlingsflieder am Rand der Terrasse, der in diesem Jahr berauschend duftet. Vom Natternkopf lässt sich nichts Blaues mehr auf dem Foto erkennen, obwohl er sogar im Vordergrund des Fotos steht; die Blütezeit ist weitgehend vorüber.

Auf Bild 3 von der halben Südseite bis zu den Birken blühen blaue Wegwarten, Wilder Dost, Schafgarben, Wilde Möhre, etwas Ferkelkraut und, unmittelbar vor dem Haus, das man nicht sieht, ein purpurvioletter Schmetterlingsflieder. In der linken Bildhälfte des Hochformats fehlt die Grüne Rose. Von der habe ich mich nach knapp 10 Jahren verabschieden müssen, denn leider hat sie der Sternrusstau so heftig erwischt und entblättert, dass es ohne Chemie nicht mehr gegangen wäre. Da ich mich entscheiden musste, sei ihr Verschwinden Anfang Juli deshalb hier erwähnt.

Die nächsten drei Fotos sind vom 31. Juli 2020, von den Seiten, die oben noch nicht mit dabei waren.
Bild 4 zeigt einen Blick von der Nord- über die Westseite, mit den Weiss-Variationen von Gelb-Skabiosen, Graukresse, Wilder Möhre und Schafgarbe, Gelb von Ferkelkraut und kriechendes Fingerkraut vorn, ausserdem Echtes Labkraut seitlich und Nachtkerzen und Rainfarn hinten, sowie rosa Flecken vom Wildem Dost überall. Den kann man gar nicht genug haben, wenn es nach den Insekten geht, aber die Blüte lässt allmählich nach.

Bild 5 zeigt die Ostseite, vorn in der Wieseninsel der Mörtelbottich mit den alten Gelben Sumpfschwertlilien, daneben versucht ein kleiner Weissdorn, gross zu werden. Die Braunroten Taglilien sind nach Ende ihrer Blütezeit im hohen Gras nicht mehr auszumachen. Links blühen ein purpurner Schmetterlingsflieder und der grünlichgelbe Fenchel, rechts ein weisser Schmetterlingsflieder und die Rispenhortensie ‚Vanille-Fraise‘. Kaum erkennbar steht in der Mitte der voriges Jahr gepflanzte Feldahorn, trotz Wassergaben mit vorzeitigen „Herbstblättern“.

Bei Bild 6 geht es und noch einmal zurück auf die Nordseite, mit dem alten Süsskirschbaum ganz hinten und viel Wildem Dost, ausserdem Rainfarn, Johanniskraut und Schafgarbe. Voriges Jahr war der Sommer für den 1970 gepflanzen alten Kirschbaum gnadenloser, da hingen die Blätter nicht nur, sondern vielen in grosser Menge. Obwohl in unseren Region die Regenfälle immer noch gering und zuwenig waren, ist er diesen Sommer besser dran.

Die Fotos sind vom 30. u. 31. Juli 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in den Galerien zum Vergrössern anklicken.

Einfach auch mal Blau machen

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Ich sollte einfach auch mal Blau machen. Schön blau: borretschblau, kornblumenblau, natternkopfblau, wegwartenblau und triteleienblau auch …

Fotos vom 21. bis 29. Juni 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken. Über die sternhyazinthenähnliche Blaue Triteleie in der Wieseninsel habe ich vorigen Sommer > hier schon einmal geschrieben.

Gewöhnlicher Natternkopf Echium vulgare

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Dieses besondere fast ein wenig violettschimmernde Blau gefällt mir ebenso gut wie den Insekten, und endlich blüht der Gewöhnlichen oder auch Blaue Natternkopf Echium vulgare auch bei mir im Garten:

 

Hierherum wächst er nicht in der Feldmark, anderswo breitet sich das Rauhblattgewächs an Feldrändern und auf Brachen aus, und ich verknüpfe sentimentale Erinnerungen an meine > Zeit am Neusiedler See mit dem blauen Wegbegleiter meiner Spaziergänge im österreichischen Burgenland.

 

Um ihn in den Garten zu bekommen, kaufte ich vorigen Herbst nach vergeblichen Aussaatversuchen Wildpflanzen beim Lieblingsstaudenhändler und habe sie auf meiner magersten Wieseninsel ausgesetzt, und endlich zeigen sie sich in voller Pracht. Vor allem die Hummeln sind begeistert und tauchen gern in die blauen Rachenblüten ein.

Die Fotos von Ackerhummeln, Steinhummel und Wildbiene sind vom 14. und 18. Juni 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.