Die ersten Bartiris-, Taglilien- und Sumpfschwertlilien-Triebe

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Für mein Garten-Tagebuch muss ich festhalten: Die ersten grünen Triebe von Bartiris, Taglilien und Sumpfschwertlilien zeigen sich bereits zum Wachstum motiviert, besonders, wo die Sonne den Boden wärmt, den frostigen oder zumindest kalten Nächten und kühlen Tagen zwischen den Sonnentagen zum Trotz.

 

Bild 1: Spitzen der Bahnwärter-Taglilie bzw. Gelbroten oder Braunroten Taglilie Hemerocallis fulva spitzen unter einer Decke aus Altgras und -kräutern der jüngsten Wieseninsel im Garten hervor, die ich im vergangenen Jahr versuchshalber überhaupt nicht gemäht habe – sie können es also, und so geht mein Plan für eine natürliche, besser die Feuchtigkeit bewahrende Insel für sie auf.

Bild 2: die Bulken der Gelbe Taglilien bilden kleine Hügel und bringen schon seit einigen Wochen wieder zahlreiche kleine grüne Spitzen hervor. Kleine Einschränkung bei der Bestimmung: ob es sich bei der Taglilie mit den schweissig riechenden, gelben Blüten um die Wildform Hemerocallis lilioasphodelus oder eine ähnliche Hemerocallis-Hybride handelt, weiss ich nicht.

Bild 3: im Sumpf-Bottich zeigen sich ein paar junge Triebe der Gelben Sumpfschwertlilie Iris pseudacorus, denen man allerdings ansieht, dass sie nicht frisch sind, sondern genau so den Winter überdauert haben. Trotzdem werden die Blüten der Bauerngarteniris im Mai vor ihren erscheinen.

Bild 4: an einer sonnigen, windgeschützten Stelle kommen Triebe der später lilablühenden Bauerngarten-Bartiris Iris x germanica hervor. Sie sind nicht kuschelig von anderer Vegetation umgeben, weil darüber ein vielbesuchtes Meisenknödelkörbchen in der Blutpflaume hängt, unter dem die Vögeln sehr gründlich Nachlese halten.

Die Fotos sind von gestern und heute Vormittag, dem 3. und dem 4. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Schnaken im September-Garten

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Es sind mehr Schnaken im Garten zu sehen, je mehr Tage im September vergehen. Sie auseinanderzuhalten ist nicht so leicht und darum entsprechen die Namen zu den Bildern nur Wahrscheinlichkeiten:

2020-09-04 LüchowSss Garten weibl. Kohlschnake (Tipula oleracea) + Sumpfschwertlilienblatt

Auf Bild 1 ist wahrscheinlich eine weibliche Kohlschnake Tipula oleracea zu sehen; sie sitzt auf einem Sumpf-Schwertlilienblatt Iris pseudacorus am Sumpfbottich, der inzwischen Teil einer grösseren Wieseninsel geworden ist.

2020-09-04 LüchowSss Garten männl. Schnake + Wiesenschafgarbe

Bild 2 zeigt eine Schnake inmitten von frischem Wiesenschafgarben-Grün Achillea millefolium auf einer anderen Wieseninsel, ich denke, eine männliche Wiesenschnake Tipula paludosa.

2020-09-11 LüchowSss Garten Kohlschnake (Tipula oleracea) am Buchsbaum

Auf Bild 3 ist eine weibliche Kohlschnake Tipula oleracea zu sehen, mit feinsten morgendlichen Wassertröpfchen auf den Flügeln; der gewölbten Leib lässt darauf schliessen, auch wenn das hintere Ende nicht zu sehen ist.

2020-09-14 LüchowSss Garten männl. Schnake - evtl Wiesen.Schnake (Tipula paludosa) (1)

Bei den Bildern 4 + 5 vermute ich, dass es sich wieder um Wiesen-Schnaken Tipula paludosa handelt, und wenn nicht, sind die Insektenfresser im Garten sicher trotzdem zufrieden. Das Hausrotschwänzchen sehe ich regelmässig jagen.

2020-09-14 LüchowSss Garten Schnaken-Paar - evtl Wiesen.Schnake (Tipula paludosa) (2)

Aber die Schnaken sorgen auch schon für Nachwuchs. Zur Zeit sehe ich ständig solche aneinanderhängenden Pärchen. – Die Fotos vom 4. bis 14. September 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ende Juli – Wieseninseln

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Es sind zwar noch nicht alle Fotos von den letzten Julitagen gesichtet, aber die für den Monat lezten Blicken über die Wieseninseln im Garten kann ich nach den vorigen vom 22. Juli für mein Garten-Tagebuch schon zeigen.
Zuerst kommen 3 Fotos vom 30. Juli 2020, auf denen zuerst die westliche Feldseite mit dem Bauernjasmin und dem Rest der abgestorbenen Eiche zu sehen ist, dann daran entlang, Richtung Birken, und als Drittes ein Teil der Südseite, nach Westen gesehen, wieder zu den Birken hin:

Auf Bild 1 lässt sich der übliche Wind erkennen, vor allem an den Zweigen der jungen Kopfweide, und die gewisse, immer-trockene Stelle diesseits des Zwetschenbaums, wo nichts so recht wachsen will, aber er hält sich wacker. Es blühen, so dass man zumindest die Farben sehen kann, Wilder Dost rosa, Rainfarn, Johanniskaut und Ferkelkraut gelb, Schafgarbe und Wilde Möhre weiss. Auf dem Bild nicht erkennbar aber vorhanden sind Heidenelken, Feldthymian, Glockenblumen und ein paar all zu vereinzelte Kleinigkeiten, um sie auch noch aufzuzählen. In dieser Wieseninsel zirpen die meisten Grashüpfer.

Auf Bild 2 geht der Blick über drei Wieseninseln an dieser Seite entlang, bis zu den von der dürregeplagten Birken. An der Seite gibt es noch ein paar rote Mohnblumenpünktchen, obwohl die Zeit des Mohns jetzt vorbei ist. Gelb sind hier Rainfarn und Nachtkerzen, weiss Schafgarben, Wilde Möhren und der weisse Schmetterlingsflieder am Rand der Terrasse, der in diesem Jahr berauschend duftet. Vom Natternkopf lässt sich nichts Blaues mehr auf dem Foto erkennen, obwohl er sogar im Vordergrund des Fotos steht; die Blütezeit ist weitgehend vorüber.

Auf Bild 3 von der halben Südseite bis zu den Birken blühen blaue Wegwarten, Wilder Dost, Schafgarben, Wilde Möhre, etwas Ferkelkraut und, unmittelbar vor dem Haus, das man nicht sieht, ein purpurvioletter Schmetterlingsflieder. In der linken Bildhälfte des Hochformats fehlt die Grüne Rose. Von der habe ich mich nach knapp 10 Jahren verabschieden müssen, denn leider hat sie der Sternrusstau so heftig erwischt und entblättert, dass es ohne Chemie nicht mehr gegangen wäre. Da ich mich entscheiden musste, sei ihr Verschwinden Anfang Juli deshalb hier erwähnt.

Die nächsten drei Fotos sind vom 31. Juli 2020, von den Seiten, die oben noch nicht mit dabei waren.
Bild 4 zeigt einen Blick von der Nord- über die Westseite, mit den Weiss-Variationen von Gelb-Skabiosen, Graukresse, Wilder Möhre und Schafgarbe, Gelb von Ferkelkraut und kriechendes Fingerkraut vorn, ausserdem Echtes Labkraut seitlich und Nachtkerzen und Rainfarn hinten, sowie rosa Flecken vom Wildem Dost überall. Den kann man gar nicht genug haben, wenn es nach den Insekten geht, aber die Blüte lässt allmählich nach.

Bild 5 zeigt die Ostseite, vorn in der Wieseninsel der Mörtelbottich mit den alten Gelben Sumpfschwertlilien, daneben versucht ein kleiner Weissdorn, gross zu werden. Die Braunroten Taglilien sind nach Ende ihrer Blütezeit im hohen Gras nicht mehr auszumachen. Links blühen ein purpurner Schmetterlingsflieder und der grünlichgelbe Fenchel, rechts ein weisser Schmetterlingsflieder und die Rispenhortensie ‚Vanille-Fraise‘. Kaum erkennbar steht in der Mitte der voriges Jahr gepflanzte Feldahorn, trotz Wassergaben mit vorzeitigen „Herbstblättern“.

Bei Bild 6 geht es und noch einmal zurück auf die Nordseite, mit dem alten Süsskirschbaum ganz hinten und viel Wildem Dost, ausserdem Rainfarn, Johanniskraut und Schafgarbe. Voriges Jahr war der Sommer für den 1970 gepflanzen alten Kirschbaum gnadenloser, da hingen die Blätter nicht nur, sondern vielen in grosser Menge. Obwohl in unseren Region die Regenfälle immer noch gering und zuwenig waren, ist er diesen Sommer besser dran.

Die Fotos sind vom 30. u. 31. Juli 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in den Galerien zum Vergrössern anklicken.

Bunte Käfer-Vielfalt im Garten

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Eine bunte Bildersammlung von der Käfer-Vielfalt auf verschiedenen Blüten und Blättern im Garten:

 

Alles, was zählt, sind dabei die Angebote von Pollen und eine schöne Auswahl potentieller Beuteinsekten, für diejenigen unter ihnen, die so etwas mögen, z.B. die Marienkäfer. – Foto vom 30. Mai bis zum 9. Juni 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken, sie sind mit ausführlicheren Untertiteln versehen als in der Galerie angezeigt.

Nach dem Regen

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Nach dem Gewitterregen am Spätnachmittag – ja, endlich! – bin ich mit der Kamera hinausgegangen:

Während der Hitze der vergangenen Tage hatten sich die Insekten ab mittags mehr verkrochen als nun, wo noch gelegentliche Tropfen fielen. Besonders schön fand ich die hellblaue Kornblume Centaurea cyanus, die von der zarten Mondfleck-Feldschwebfliege Eupeodes luniger geradezu begeistert umschwirrt wurde, die von der Nässe glasig wirkende Gelbe Sumpfschwertlilien Iris pseudacorus neben Gräsern.

Auf dem Blütenrand einer Gelben Taglilie Hemerocallis lilioasphodelus sass eine weibliche Veränderliche Krabbenspinne Misumena vatia , zartgelb ihrem Aufenthaltsort angepasst. Der Rote Fingerhut Digitalis purpurea sah nach dem heftigen Regenguss wie gestrafft aus. Erstaunlich, wie schnell die wohltuende Wirkung des Wassers sichtbar wird.

Fotos vom 3. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.