Das Blühen und Verblühen der Büschelrose bzw. Vielblütigen Rose Rosa multiflora

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Die üppigen, über blassrosa zu elfenbeinweiss und hitzeblass erbleichenden Blütenrispen der Büschelrose bzw. Vielblütigen Rose Rosa multiflora haben am grossen Strauch im Garten in den ersten Juniwochen wunderbar üppig geblüht und die ihn umgebende Duftwolke war herrlich.

Zahlenmässige Hauptbesucher waren anfangs noch Honigbienen, bis der Imker sie abgeholt hat, weil die Kästen eigentlich für die Rapsblüte aufgestellt worden waren, von ihnen habe ich kein Foto, aber andere Bilder von den häufigsten Arten sind über die Tage doch zusammengekommen:

Nachdem die Honigbienen fort waren, übernahmen die kleinen Baumhummeln Bombus hypnorum mit dem braunen Thorax und dem weisslichen Hinterteil den ersten Platz in der höchsten Besucheranzahl zu allen anderen Arten. Sie sind ausserdem Frühaufsteher und Spätschlafengeher.

Es gab auch ein paar Wiesenhummeln Bombus pratorum, niedliche kleine Hummeln mit dem orangefarbenen Hinterteil und dem gelben Streifen hinter dem Kopf. Die Pollenpakete, die sie an den Beinen gesammelt hatten, waren oft riesig. Wo sie herkommen und wieder hinfliegen, weiss ich leider bei keinen meiner Hummelbesucher.

Ab und zu kamen auch Dunkle und Helle Erdhummeln vorbei – ob es sich bei der Besucherin auf diesen beiden Fotos um eine helle Dunkle Erdhummel Bombus terrestris oder um eine Helle Erdhummel Bombus lucorum handelt, bin ich nicht sicher, der Bombus lucorum-terrestris-Komplex macht es einem nicht leicht. Die Dunklen Erdhummeln sind die zweithäufigsten im Garten.

Ich konnte auch verschiedene Wildbienen an den kleinen Rosenblüten beobachten. Auf dem ersten der Bilder ist eine Pelzbiene Anthophora plumipes zu sehen, auf dem zweiten eine Gebänderte Furchenbiene Halictus tumulorum und auf dem dritten könnte es wohl eine der Mauerbienen Osmia sein, denn sie war relativ gross und sammelte die Pollen am Bauch.

Es kamen auch Schwebfliegen an die Rosenblüten, mehr als ich anderswo im Garten sah. Mehrfach sah ich sowohl Gemeine Keilfleckschwebfliegen Eristalis pertinax und Totenkopf-Schwebfliegen bzw. Gemeine Dolden-Schwebfliege Myathropa florea, sie waren aber meisten zu unruhig, um sie zu erwischen.

Käfer sind in der Hinsicht zum Glück weniger hektisch. Der Grüne Scheinbockkäfer Oedemera nobilis ist an seinen aufgepumpten Schenkeln leicht als männliches Exemplar zu erkennen, der Goldglänzende Rosenkäfer Cetonia aurata lässt sich das so leicht nicht ansehen, ihn müsste man fangen und umdrehen, um auf dem Bauch eine Längsfurche zu entdecken, um ihn als Männchen zu identifizieren, aber so wichtig ist mir das nicht, dass ich ihn deshalb belästigen wollte.

Es könnte eine Skabiosen-Langhornmotte Nemophora metallica sein, die sich zufällig auf einem der Blätter niedergelassen hat, in der Nähe „tollte“ eine ganz Schar Artgenossen umher, die Wieseninsel mit den Acker-Witwenblumen in der Nähe. Wegen einer der kleinen schwarzen Fliegen, die seit dem Gewitterregen in grosser Zahl erschienen sind, hätte man früher kein Foto gemacht. Jetzt denke ich, dass die Insektenfresser unter den Vögeln sich freuen werden.

Die letzten drei Bilder im Beitrag zeigen den Strauch nach dem Gewittersturm. Die Hitze hat die Blüten zum grossen Teil schon vor dem Gewittersturm vergrauen lassen, und Sturm und Regen haben den Strauch so stark gezaust und beutelt, dass Äste niedergebogen und Blüten richtiggehend zerschlagen wurden – die Blüte war danach bis auf kleine Reste vorbei.

Die Fotos sind vom 12. bis 25. Juni 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Gelbe und BraunroteTaglilien

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Die Gelben Taglilien sind zum Junibeginn aufgeblüht, wie seit 50 Jahren in diesem Garten. Sie kamen per Schubkarre 1970 aus einem Bauerngarten in der Nachbarschaft in den  Garten meiner Eltern. Ich habe sie noch einmal in einem Mörteleimer über die Baustellenzeit 2009 gerettet, sie später geteilt und an verschiedene Stellen im neuangelegten Garten ausgepflanzt.

Sie sind kein starker Insektenmagnet, haben aber immer wieder Gäste: 1. eine Gebänderte Furchenbiene Halictus tumulorum, 2. eine männliche Veränderliche Krabbenspinne Misumena vatia, 3. war, glaube ich, eine Sandbiene, ihr Pelz ist aber schon sehr abgeschubbert.
Die Hitze bekommt den Gelben Taglilien schlecht: ihre früher mehr als den halben Sommer dauernden Blütezeit haben sie in weniger als zwei Wochen beendet, sind schnell verwelkt und vertrocknet.

Ausgerupfte Jungpflanzen der Gelbroten bzw. Braunroten od. Bahnwärter-Taglilien Hemerocallis fulva fand ich im Frühjahr 2015 in der Feldmark und pflanzte sie in den Garten; Mitte Juni 2015 haben sie erstmals geblüht und seitdem immer, wenn die Gelben fast fertig sind. Gestern öffnete sich die erste Blüte ’21, nachdem die Grundblätter der Pflanzen schon seit Beginn der Sommerhitze gelblich werden. Nach dem heissen und trockenen Sommer 2019 versetzte ich sie nach der Blüte von der heissen Südseite des Hauses in eine Wieseninsel, so dass der Boden vor dem Austrocknen geschützt ist. Das tut ihnen wohler und ausserdem stehen ihnen die hohen Gräser gut.

Die Fotos sind der Gelben Taglilien sind zwischen dem 8. und 13. Juni 2021, die von den Braunroten Taglilien am 20. und 21. Juni 2021 aufgenommen, alle im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Das blasse Lila vom Rosmarin

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Der Lippenblütler Rosmarin Salvia rosmarinus, bis vor Kurzem noch als Rosmarinus officinalis bezeichnet, zählt trotz seiner nadelähnlichen Laubblätter, zur Gattung Salvia, also zur Verwandtschaft des Salbei. Die Rosmarinsträucher im Garten haben in diesem Jahr erst spät zu blühen begonnen und anfangs war auch das hinsichtlich der Insekten nahezu vergeblich. Erst ab Mitte Mai lohnte es sich, ab und zu mit der Kamera auf Besucher zu warten:

Die vier abgebildeten Wildbienen kann ich nur vage 1. den Sandbienen Andrena, 2. den Mauerbienen Osmia, 3. den Furchenbienen Lasioglossum und 4. den Europäischen Honigbienen Apis mellifera zuordnen, ich sah aber auch kleinere Hummeln um die Blüten turnen, wobei ich von Hummeln am Rosmarin in diesem Jahr bisher kein Foto erwischt habe.
Die Fotos habe ich zwischen dem 23. und 30. Mai sowie am 2. Juni 2021 im Garten aufgenommen, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Kleine Wildbiene an Rosmarinblüten

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Diese kleine Wildbiene entdeckte ich kürzlich an einem der Rosmarin-Sträucher Salvia rosmarinus im Garten:

2021-05-24 LüchowSss Garten Rosmarin + kl. Wildbiene evtl. Furchenbiene (Lasioglossum)

Worum es sich bei der flinken und mit orange-rötlichen Pollen an Beinen und Bauch beladenen Wildbiene handelt, vermute ich nur: es könnte vielleicht eine Furchenbiene Lasioglossum sein.
Foto vom 24. Mai 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Gelb-Skabiosen zum Augustende und Septemberanfang

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

2020-08-30 LüchowSss Garten Wieseninseln - vorn: Wilder Dost + Gelb-Skabiosen

Während andere Wiesenblumen sich im Laufe des August in ihrer Blüte erschöpft haben, kommen die Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca im Garten in Hochform: sie blühen und versäen sich, Sämlinge keimen unter der willkommenen Feuchtigkeit und gedeihen zügig, während die Blüten verschiedenen Insekten Nahrung bieten.

 

Vor allem fallen seit einigen Tagen zwei Schmetterlingsarten dadurch auf, dass sie ihre Aufmerksamkeit zwischen Gelb-Skabiosen und Schmetterlingsflieder teilen: Grosse Kohlweisslinge Pieris brassicae und Tagpfauenaugen Aglais io.
Ich freue mich auch, noch weiterhin Ackerhummeln Bombus pascuorum und Gelbbindige Furchenbienen Halictus scabiosae und eine bunte Gesellschaft verschiedener Fliegen und Schwebfliegen dort anzutreffen.
Auch habe ich mich gestern gefreut, aus der krautigen Schicht um die Gelb-Skabiosen herum gleich mehrere Gammaeulen Autographa gamma herausfliegen zu sehen, denn diese früher im Garten so zahlreichen und selbstverständlichen Nachtfalter sind in den letzten drei Sommern sehr rar geworden. Sie und ihre Raupen sind allerdings nicht nahrungsspezialisiert, ihnen hat anscheinend nur der geschützte Platz auf der Wieseninsel zugesagt.

Fotos vom 27. August bis zum 5. September 2020, auf Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Gelb-Skabiose mit Gelbbindiger Furchenbiene Halictus scabiosae (Männchen)

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Am 22. August 2020 zeigte ich eine weibliche, fast bis zur Unkenntlichkeit abgeriebene Gelbbindige Furchenbiene Halictus scabiosae > hier. In diesem Beitrag ist ein Männchen derselben Art beim Besuch der Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca im Garten zu sehen:

2020-08-21 LüchowSss Garten Gelbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) männlich + Gelb-Skabiose (Scabiosa ochroleuca) (3)

Zum Glück ist dieses Männchen eindeutig, denn Gelbbindigen Furchenbiene Halictus scabiosae beobachte ich zwar bereits seit 2018 regelmässig im Garten, aber sie gelten in Norddeutschland immer noch als unüblich und darum hätte man bei den Bildern des Weibchens unsicher sein können.

2020-08-21 LüchowSss Garten Gelbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) männlich + Gelb-Skabiose (Scabiosa ochroleuca) (1A)

Die Männchen sind kleiner als die Weibchen der Art, sehen sogar anders aus, dass man meinen könnte, sie hätten nichts miteinander zu tun. Aber man kann sie nicht nur wegen der Musterung auf dem Hinterleib von anderen, ähnlichen Arten unterscheiden, sondern auch anhand der Färbung ihrer Beine.

2020-08-21 LüchowSss Garten Gelbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) männlich + Gelb-Skabiose (Scabiosa ochroleuca) (2A)

Gelbbindige Furchenbienen Halictus scabiosae fliegen mit mehreren Generationen im Jahr, wobei die überwinterten und somit langlebigeren Weibchen zwischen Anfang April und bis Oktober antzutreffen sind, die Männchen erst mit der neuen Sommergeneration im Juli erscheinen. – Fotos vom 21. August 2020, aufgenommen auf derselben Wieseninsel wie das Weibchen zuvor, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Gelb-Skabiose mit Gelbbindiger Furchenbiene Halictus scabiosae (Weibchen)

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Die Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca blüht unermüdlich, jede Pflanze bringt ständig neue Blüten hervor. Auf einer den Blüten begegnete mir diese Wildbiene, die offenbar schon ein langes Leben hinter sich hat:

Auch wenn die Behaarung des alten Weibchen abgerieben ist, müsste es sich um eine Gelbbindigen Furchenbiene Halictus scabiosae handeln, denn die Art beobachte ich seit 2018 regelmässig im Garten, obwohl sie in Norddeutschland immer noch als unüblich gelten.
Die Fotos sind vom 14. August 2020, auf einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Wildbiene und Winzling auf Löwenzahn

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Bienen fliegen auf die Nektar- und Pollenagebote der gelben Löwenzahnblüten, auch wenn sich der grösste Teil davon gerade in Pusteblumen auflöst. Auf diesem Bild sitzt, glaube ich zumindest, eine Furchenbiene auf der Blüte:

Der Winzling rechts von ihr ist zu klein, um Beinchen zu zählen oder überhaupt Genaueres zu erkennen, aber mich fasziniert, wieviel kleine Lebewesen einem ohne näheres Hinsehen unbemerkt begegnen, ohne dass man es sich bewusst macht. – Foto vom 14. Mai 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.