Wasserdost-Rosa

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Zur Zeit ist Krabbenspinnen-Pause im Garten, aber in der schon vor einigen Tagen > hier vorgestellten, langbeinigen Kugelspinne Enoplognatha ovata oder Enoplognatha latimanahaben sie offenbar eine würdige Vertretung:

 

Hier habe ich die kugelige Spinne mit dem rosa Muster auf dem Hinterleib auf den Blüten vom Gewöhnlichen Wasserdost Eupatorium cannabinum dabei beobachtet, wie sie sich eine Mondfleckschwebfliege Eupeodes lapponicus geschnappt hat. – Foto vom 12. Juli 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wegwartenblau

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Erstaunlich ist es, wie extrem sich in diesem Sommer Hitze unter blauem Himmel mit Kälte unter grauen Wolken abwechseln, und wie schnell die Stimmung von der Abkühlungs-Erleichterung nach spätestens zwei Tagen wieder in Sehnsucht nach dem Himmelblau zurückschnurrt. Gerade haben wir hier im Wendland eine Grau- und Kälteperiode, die schon seit einigen Tagen anhält, mit Tagestemperaturen um vierzehn und Nachttemperaturen bei acht Grad Celsius, statt der kürzlich noch um zwanzig Grad höheren Tagestemperaturen – im Schatten, versteht sich.

Die Wegwarten Cichorium intybus sind auch heute gerade wieder das einzig Himmelblaue. Wenn es so kalt und bedeckt ist, bleiben sie den ganzen Tag weitgeöffnet, statt die himmelblauen Blüten am Vormittag bereits zu schliessen, wie sie es an an heissen Sonnentagen tun:

Immerhin ist die blaue Ganztags-Wegwartenblüte ein kleiner Grund zur Freude, auch für Schwebfliegen, Sandbienen und Hosenbienen, die immer besonders gern die Blüten der Wegwarten besuchen. Wie in einem anderen Wegwarten-Beitrag > hier schon einmal gezeigt, drängeln sie sich sogar höchst energisch und geschickt noch in die bereits halbgeschlossenen Blüten einer Wegwarte hinein, um an Nektar und Blütenstaub heranzukommen. Heute Vormittag sah ich, eher eine Ausnahme, sogar eine Dunkle Erdhummel, die sich an den wegen Kühle und Lichtmangel fast etwas ins Violette spielenden blauen Blüten mit Pollen bedeckt an der Nektarquelle gütlich tat.

Die Fotos in der Galerie sind gemischt von sonnigen und grauwolkigen, leider fast ebenso trockenen Tagen, vom 30. Juni und vom 4., 7. und dem heutigen grauwolkigen und kühlen Vormittag am 8. Juli 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Zeit für den Wasserdost

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature, Umwelt | Environment

Im späten Juni, Anfang Juli beginnt gewöhnlich der heimische Wasserdost Eupatorium cannabinum zu blühen, und wird von Insekten sehr gern besucht, obwohl das blasse Rosa unscheinbar und ein Duft kaum wahrnehmbar ist. Die Schweb- und anderen Fliegen entdecken die Blüten immer als erste, dann folgen Wespen, Hummeln und Bienen und schliesslich die Falter – wenn in diesem Jahr bisher auch nicht viele.

Die Fotos sind vom 28. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.
Gestern schrieb ich in einem Kommentar-Wechsel mit Werner, dem Vogelknipser unter dem Artikel zum blühenden Wilden Dost bzw. Oregano > hier über Pflanzen unter den sich ändernden klimatischen Bedingungen mit den heisseren und trockeneren Sommern:

puzzleblume (2019/07/03 um 21:23): Ja, das wird immer wichtiger, solche Pflanzen zu finden, und so nach und nach gilt es wohl, im Garten das eine oder andere austzutauschen. Manches ist einfach von der heissen und trockenen Klimasituation dauerhaft überfordert, was früher üblich war.

Werner (2019/07/03 um 21:27): Ich gestallten zZt meinen Garten genau aus diesem Grund etwas um. Wobei ich hier besonders auf insektenfreundlich Gewächse achte.

puzzleblume (2019/07/03 um 21:43): Ja, ich wühle auch gerade herum. Wegen der Trockenheit hängen einige der insektenfreundlichen Blütenpflanzen ganz erbärmlich, und häufiges Wässern sollte auf Dauer nicht das Mittel der Wahl sein. Mein geliebter Kandelaber-Ehrenpreis, den die Hummeln so schätzen, ist wasserabhängiger und hitzeempfindlicher als angenommen, sogar empfindlicher als Wasserdost.

Letzteres erstaunte mich schon voriges Jahr, dass der heimische Wasserdost Eupatorium cannabinum, dem man ein durstiges Wesen unterstellt, dem heissen und monatelang trockenen Klima besser zu trotzen vermag, als der schlapp herunterhängende Kandelaber-Ehrenpreis Veronicastrum virginicum mit seiner Herkunft aus dem nordamerikanischen Osten vorkommt, und es gern etwas feucht hat, so dass ich annahm, die beiden wären in ihren Ansprüchen gleich. Nebeneinander kann man sie > hier ansehen. Und nun sieht es so aus, als müsste ich ihn gegen etwas Trockenheitsverträglicheres austauschen, während der Wasserdost sich gleich daneben behaupten kann.

Die Klimaveränderung stellt einen gärtnerisch wirklich vor ganz unerwartete Herausforderungen, denn auch die Ratgeber- und Pflanztipp-Literatur ist dem noch nicht angepasst, ist doch nicht nur die Trockenheit von Boden und Luft, sondern nun auch die Hitze mit Temperaturen von um die +40°C ein Faktor, und das ist, wie man gerade an vielen trockenheitsverträglichen Pflanzen, auch Bäumen beobachten kann, neu bei uns.

Wieder die Wiesen-Flockenblume

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Alle guten Dinge sind drei und dies ist heute zum dritten Mal ein Beitrag mit Fotos von der > zuvor schon erwähnten, üppigen Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea auf der Wieseninsel:


Die kleine dunkle Wildbiene vertrug sich gut mit der Mondfleckschwebfliege Eupeodes lapponicus – bei so kleinen Insekten ist genug Platz für mehr als eines. Ich kann die kleine Biene nicht bezeichnen, fand aber ihre Methode bemerkenswert, sich an den Röhrenblüten aufzurichten, um den Nektar zu erreichen.

Das unterstreicht den Grössenunterschied zur Dunklen Erdummel Bombus terrestris um so deutlicher, die über allem drübersitzt. Sie wurde diesmal auch nicht rabiat durch futterneidisches > Geschubse gestört, wie beim letzten Mal und widmete sich in aller Ruhe und mit Gründlichkeit der von ihr besetzten Blüte:

 

Fotos von derselben Wiesen-Skabiosenpflanze und der Wieseninsel im Garten wie in den beiden vorigen Beiträgen, sie sind vom 29. Juni und vom 1. Juli 2019, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Wegwarte und Wildbienen

Allgemein, Garten | Garden, Natur | Nature

Üppig blühende Wegwarten oder auch Zichorien Cichorium intybus am Morgen im Garten, ungefähr um 8 Uhr, mit weitgeöffneten himmelblauen Blüten:

… vielfach besucht von verschiedenen Wildbienen und Schwebfliegen, die zwischen den Blüten hin und her eilten:

Nicht bei allen konnte ich genau erkennen, um welche Art es sich handelte, aber Gelbbindige Furchenbienen Halictus scabiosae wie auf den Bildern 1 + 4 der Galerie und Hosenbienen ohne Bild, weil so irrsinnig schnell kreiselnd und von Blüte zu Blüte entwischend, dass ich keine erkennbar erwischen konnte, sammelten sich weisse Pollenpakete an. Auf Bild 2 ist eine Mondfleckschwebfliege Eupeodes lapponicus allein zu sehen und auf Bild 3 eine Gemeine Feldschwebfliege Eupeodes corollae gemeinsam mit vermutlich einer Mauerbiene Osmia spec. zu sehen, die kopfüber an den Staubgefässen vorbei in die blauen Blüte taucht. Auf dem fünften Bild schliesslich brummt eine Grosse Wollbiene Anthidium manicatum vernehmlich zwischen den anvisierten Zielen umher und peilte dabei auch mich niedlich-bedrohlich an, in dem sie in der Luft vor mir stehen blieb, als wollte sie mir klarmachen, dass all der Nektar für sie reserviert sei – die tun das, sie haben ein ausgeprägtes Revierverhalten!
Eine Stunde später am selben heutigen Morgen, ungefähr um 9 Uhr zogen sich bereits die blaue Farbe aus den sich langsam schliessenden Blüten der Wegwarte zurück, an ausbleichende Jeans erinnernd und im nächsten Beitrag zu sehen. – Diese Fotos sind von heute Morgen um acht Uhr, am 26. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.