Feinstrahl mit Insekten im Juli

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Die Blüten des Feinstrahls bzw. des Weissen oder Einjährigen Berufkrauts Erigeron annuus ziehen selten grössere Insekten an, wie Bienen, Hummeln und  Tagfalter. Der Rapsweissling von Bild 1 ist eine Ausnahme. Kleine Bienen, Fliegen, Käfer und Wespen sind die Hauptbesucher der kleinen Blüten:

Seit fast einem Dutzend Jahren lasse ich den Feinstrahl im Garten weitgehend freie Platzwahl. Er erscheint durch Selbstaussaat auf Wieseninseln, zwischen Sträuchern oder Stauden in den Beeten, bevorzugt auf offenem Boden. Deshalb kommt er in den Wieseninseln nur vereinzelt hoch. Aber wenn er einmal blüht, begleiten die weissgelben Blüten das Gartenjahr vom Frühsommer bis in den Spätherbst bzw. zum ersten ernstzunehmenden Frost, wenn der spät eintritt, blüht der Feinstrahl auch bis Weihnachten – ist alles schon vorgekommen.
Die Fotos sind zwischen dem 2. und 24. Juli 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern und besseren Lesen der Untertitel anklicken.

5 Schwebfliegen

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Hauptdarsteller dieses Beitrags sind Schwebfliegen. Bisher sind sie noch nicht häufig im Garten vertreten, nicht einmal die sonst so üblichen. Erst seit Ende Mai sehe ich „häufiger“ verschiedene Schwebfliegen:

1. Eine Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege Eristalis tenax sitzt gemeinsam mit zwei dunklen Tanzfliegen auf Blättern vom Hahnendorn Crataegus crus-galli, der seit einigen Tagen zahlreiche Insekten anzieht.
2. Eine männliche Stift-Schwebfliege Sphaerophoria scripta besucht eine Blüte des Scharfen Hahnenfuss Ranunculum acris auf einer der Wieseninseln.
3. An den Blüten vom Rosmarin Salvia rosmarinus gesehen: eine Hain-Schwebfliege Episyrphus balteatus, auf der warmen Südseite des Hauses.
4. + 5. sehe ich neuerdings ab und zu Wespen-Schwebfliegen Chrysotoxum cautum an verschiedenen Stellen im Garten, hier am Flachs Linum usitatissimum.
6. Die Hummel-Waldschwebfliege Volucella bombylans var. bombylans tarnt sich mit schwarzem Körper und rötlichem Hinterteil als Steinhummel Bombus lapidarius, aber weil ich auch denen hinterhersehe, habe ich mithilfe des Kamerazooms den Unterschied bemerkt, als sie auf einem Gänseblümchen Bellis perennis landete.

Die Fotos sind zwischen dem 24. Mai und dem 5. Juni 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wieder bei den Fenchelblüten

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Das Insektentreiben an den gelbgrünen Blütendolden des Fenchels Foeniculum vulgare im Garten zieht mich immer wieder zu Beobachtungen an. Ein Bienenwolf Philanthus triangulum ist immer dabei, diesmal von der Seite, wobei man den für die Grabwespen-Gattung Philanthus charakteristischen Rand um das Auge gut erkennen kann:

2020-07-21 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Bienenwolf (Philanthus triangulum)

Und auch diese Totenkopfschwebfliegen Myathropa florea sah ich dort, die von Schwarzen Gartenameisen Lasius niger umkreist wurde – wollten die Ameisem sie womöglich erbeuten und abschleppen? Zumindest wirkte das Ameisenquartett auf mich wie ein absichtsvolles, miteinander agierendes Team mit Kurs auf ein Opfer.

2020-07-23 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Totenkopfschwebfliege (Myathropa florea) + Schwarze Gartenameisen (Lasius niger)

Eine ähnlich grosse Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege Eristalis tenax sah ich von Ameisen unbehelligt. Die Larven beider Arten entwickeln sich in schlammigem Wasser und Pfützen und werden von Ameisen behüteten Blattläusen nicht gefährlich. Aber vielleicht interessiert sie deren Honigtau-Ausscheidungen ebenso wie der Fenchelblütennektar?

2020-07-24 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege (Eristalis tenax)

Dunkle Erdhummeln Bombus terrestris sah ich schon Blätter von Obstbäumen mit Blattlausbefall anfliegen und „ablecken“. Ich weiss deshalb nicht, was in diesem Sommer – nach den vorigen Jahren als überraschendes Novum – die Erdhummeln an den Fenchelblüten besonders lockt, aber sie haben kürzlich den Fenchel für sich entdeckt.

2020-07-24 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)

Die zum Drohn passenden Erdhummel-Jungköniginnen brummeln unterhalb des Fenchels am Immergrünen Gamander herum, wo sie anscheinend besseren Halt finden. – Die Ameise vom nächsten Bild scherte sich nicht um Blattläuse und deren Ausscheidungen oder potentielle Diebe, sondern nahm anscheinend Blütennektar zu sich.

2020-07-26 LüchowSss Garten Fenchel (Foeniculum vulgare) + Ameise

Aufgrund der Höhe der Fenchelstängel findet leider inzwischen ein beträchtlicher Teil des Geschehens für mich unerreichbar über Kopfhöhe statt, aber ich kann doch feststellen, dass in diesem Jahr mehr Wildbienen, also: Hummeln, Sandbienen und kleinere Arten, den Fenchel besuchen, dafür viel weniger Wespen. Die Fotos sind im Zeitraum vom 21. bis 26. Juli 2020 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Dreierlei Weiss

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Dreierlei Weiss im Garten, mal als Hintergrund und mal als Hauptdarsteller :

1. Der rot-schwarze Bienenkäfer Trichodes apiarius ist auf dem Weiss der Wiesenschafgarbe Achillea millefolium gut auszumachen; inzwischen sind diese Käfer weniger häufig zu sehen als noch vor einigen Wochen, und auch die Blüten der Schafgarben sind am Höhepunkt angekommen. Vor einer Woche standen noch alle, heute habe ich einen Teil davon zurückgeschnitten, damit sie noch einmal blühen.
2. Die weissen, rosa schimmernden Trichterblüten der Ackerwinden Convolvulus arvensis lenken fast ab davon, dass auf dem grossen Stein eine Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege Eristalis tenax sitzt. Im gegensatz zu den Bienenkäfern sind sie nun etwas häufiger zu sehen.
3. Überrascht hat mich der Anblick der bereits reifen und sich schwärzlich-tintig verfärbenden Schopf-Tintlinge Coprinus comatus in einer etwas schattigeren Ecke; die müssen ihre Chance turbomässig schnell ergriffen haben, denn zuvor sind sie mir nicht aufgefallen, obwohl ich doch eigentlich täglich die Runde mache.

Die Fotos sind von drei verschiedenen Stellen im Garten vom 21. Juli 2019, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.