Eine Foto-Runde durch die Felder

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Vorige Woche, als die Sonne schien, ging ich eine Runde durch die Feldmark zwischen Lüchow und Wustrow im Wendland, nur mit der Kamera, ohne Bongo, denn den liess ich wegen der längeren Wegstrecke zuhause.
Der endlich mal wieder blaue Himmel war von vielen Flugzeug-Kondensstreifen durchzogen, die zum Teil sogar Schatten warfen. Richtung Nachmittagssonne war der Himmel dunstiggelb gefärbt, typisch für einen Winternachmittag im Januar zwischen drei und vier Uhr.

Mit Hopfenranken behängte Bäume wie die Schwarzerle finde ich auch im Winter schön und ich besuchte auch wieder die mit Pflaumen-Feuerschwamm und Moos besetzte alte Schlehe mit ihrer Hopfengardine, und die abgestorbene Eberesche mit den mutmasslichen, hellbraunen Austern-Seitlingen und gelbgrünen Flechten.
Als rote Farbtupfer mussten Hundsrosen-Hagebutten dabei sein, die zartfarben verschleierten Nachmittagssonne, verschiedenen Wegverläufe, Baumreihen und der Königshorster Kanal. Bilder von Rehen, Höckerschwänen, Tundra-Saatgänsen und Kranichen, die ich traf, zeigte ich schon im Laufe der letzten Tage, heute sind einige davon an den richtigen Stellen ergänzend eingefügt. – Fotografiert habe ich all dies am 21. Januar 2021 zwischen Lüchow und Wustrow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken!

Ex Eberesche

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Dieser Beitrag widmet sich noch einmal der Eberesche Sorbus aucuparia, die ich im Artikel über den jüngsten Spaziergang mit Bongo schon zeigte, siehe > Kleine Veränderungen . Ihre Verwandlung vom gesunden Baum in Totholz hat sich schnell vollzogen, geschädigt war er vielleicht schon seit 2018. Auch die Eberesche in unserem Garten wurde in dem Jahr krank und stand grösstenteil kahl, 2019 haben wir sie gefällt: Ebereschen sind hitzeempfindlich.

2013-07-21 LüchowSss 087 Eberesche | Veröffentlicht 2013/09/01 in'Wenn Hasen und Kühe sich „Guten Abend“ sagen', zu finden auf dem Puzzle❀-Blog

Zum Vergleich habe ich ein älteres, sommerliches Foto herausgesucht, auf dem sich die Position des Baumes gleicht. Es ist vom Juli 2013 und findet sich im Beitrag >Wenn Hasen und Kühe sich „Guten Abend“ sagen auf dem Puzzle❀-Blog. Der damals glatte, braune Stamm ist nun von einem Flechtenkleid in verschiedenen Grüntönen übezogen und von oben bis unten drängen sich immer wieder neue, hellbraune Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus aus dem toten Holz.

Zumindest glaube ich, dass es sich um solche oder Angehörige der Gattung Seitlinge Pleurotus handelt, nicht alle haben genau dieselbe Farbe, wenn sie aus dem Holz erscheinen, wie man auch auf den anderen Fotos mit kleinen und grossen Exemplaren erkennen kann, die zwischen den Flechten hervor ans Licht kommen: das macht die Bestimmung der saprobiontisch lebenden Baumpilze nicht einfacher. > Saprobiont | Wikipedia

Unter den Flechten, die auf der Obefläche siedeln, nimmt die Gewöhnliche Gelblechte Xanthoria parietina den grössten Anteil ein, eine stickstoffliebende Laubflechte, die man hier auf dem gutgedüngten Lande besonders häufig sieht. Die anderen Flechten sind meist grüne und silbrig-blaugraue Blatt- oder Laubflechten, auch etwas olivgrünes Krustiges, ohne Lupe schwer Erkennbares sah ich hier und da.

Obwohl nur mit der kleinen Taschenkamera, fotografierte ich viel, denn womöglich verschwindet der Baum bald. Wir haben immerhin schon fast Mitte Januar, und Ende Januar / Februar fahren normalerweise die „Landschaftsaufräumer“ vom Strassenbau mit schwerem Gerät herum, die einen solchen Baum mit Sicherheit beseitigen werden. Beim nächsten Spaziergang mit Bongo dort entlang treffe ich ihn vielleicht nicht mehr an.

Ausserdem lag unterhalb der abgestorbenen Eberesche ein grosser, heruntergefallener „Platschari“, mit der Oberseite zuunterst, die helle Unterseite mit den Lamellen nach oben gekehrt, mit kleinen Eisbröckchen überzogen.
Die Fotos sind vom 10. Januar 2021, aufgenommen in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Kleine Veränderungen

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Seit Wochen fast täglich unter einer grauen Wolkendecke im Dämmerlicht dahinzuwandern, oft mit Regenschirm oder einfach nassgenieselt, kürzlich auch noch mit nassem Schneeregen vermischt, und mit den Füssen in Pfützen und Matsch. Heute musste der Schirm nicht mit und es bestand auch keine Gefahr, Nieselregentropfen auf das Objektiv zu bekommen, darum nahm ich die Taschenkamera mit und fand selbst die Gräben voller Wasser schön genug:

Beim Spazieren mit Bongo gehen wir nicht mehr so weit  wie früher, kommen an manchem nicht mehr so häufig vorüber. So staunte ich über die Verwandlung einer weiteren im Sommer abgestorbenen Eberesche Sorbus aucuparia zu lebendigem Totholz im Flechtengewand und von hellbraunen Austern-Seitlingen Pleurotus ostreatus besetzt. Den Stamm einer altersschwachen Schlehe Prunus spinosa besiedeln Moos, Flechten und Pflaumen-Feuerschwamm Phellinus tuberculosus, dahinter hängt eine Vorhang aus trockenen Hopfenranken Humulus lupulus zu Boden.

Auch Arbeitsergebnisse eines Spechts konnte ich bewundern. Er hatte sich eine abgestorbene Schwarzerle Alnus glutinosa vorgenommen und von verschiedenen Seiten mehrere Löcher hineingemeisselt. Oder heisst das dann „heraus?“ – Auch wenn das Bild von Bongo schon weiter oben zu sehen ist, hat er den verlorenen Anblick heute häufiger geboten, es ist einer dieser Tage. Weder Schwäne noch Gänse konnten ihn zum Weitergehen motivieren, daher begnügte ich mich notgedrungen mit Zoomaufnahmen aus mehreren hundert Metern Enfernung:

Man kann bei einigen der Feldgänse dunkle Köpfe und Hälse mit kurzen Schnäbeln ausmachen, es könnten demnach Tundrasaatgänse Anser fabalis rossicus sein, in Gesellschaft orangeschnabeliger, ganz gewöhnlicher Graugänse Anser anser, die typische Wintermischung. Bei den Schwänen, die einige Meter entfernt von den Gänsen ruhten, handelt es sich diesmal um Höckerschwäne Cygnus olor. Sie halten sich dort auch schon seit ein paar Tagen auf, ihr Weiss leuchtet weit. Beide Gruppen waren zwei- bis dreimal so gross, wie sie auf den Bildern zu sehen sind.

Die Fotos sind vom 10. Januar 2021, in der Feldmark zwischen Lüchow und Wustrow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Frühjanuarsvormittag

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Die blasse Sonne hat in diesen frühen Januartagen nur wenig Durchsetzungsvermögen. Auch am Vormittag des 2. Januar schaffte sie es kaum, aus dem Wolkenbett und in die Höhe zu kommen, als auf den Bildern zu sehen ist:

Trotzdem habe ich die Taschenkamera auf den Einmal-um-den-Acker-Spaziergang mit Bongo mitgenommen, um ein paar Bilder vom ruhigen Jahresbeginn aus der müdfarbigen Feldmark mit nach Hause zu bringen.

Am lautesten waren Saatkrähen zu hören, die den hellbrüstigen Mäusebussard beschimpften, der sie vom Weidepfahl aus beobachtete und gelegentlich versuchte, ihnen Futter streitig zu machen.

Wir kamen auch an der vom Specht gezeichneten Eberesche vorüber, an der ich zuletzt kurz vor Weihnachten die Arbeiten des Vogels und die Orangeroten Kammpilze genauer fotografiert hatte, vergleiche > hier.

Diese Fotos sind vom Vormittag des 2. Januar 2021, aufgenommen in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Man kann die kleinen Bilder durch Anklicken auf ihr hochgeladenes Mass vergrössern.

2020-12-18 bei LüchowSss Spaziergang Eberesche m. Orangerotem Kammpilz (Phlebia radiata) + Gelbflechten

Spechtarbeiten und Orangerote Kammpilze

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Nicht nur an meiner abgestorbenen Eiche im Garten arbeitet ein Specht, dass die Fetzen fliegen. Auch auf einem Spaziergang durch die Feldmark „riss es mich“ geradezu, als ich nur wenige Tage, nachdem ich zulezt an einer im vorigen Sommer abgestorbenen Eberesche Sorbus aucuparia vorbeikam, diese nun wild zerfetzt vorfand …

… und ausserdem von verschiedenen Pilzen besetzt, die zusammen mit den vorher schon vorhanden gewesenen Flechten auf dem Stamm der Eberesche nun ein buntes Bild abgeben, und zusammen mit dem vom Specht verwüsteten Holz wirkt das, zusammen mit der Geschwindigkeit der Erscheinungen, frappierend.

Die seitlich aus dem Stamm spriessenden, hellbraunen Stammpilze erinnern mit ihrem Wuchs zwar an Austern- oder andere Seitlinge, sind aber nicht so kahl; es könnte sich um eine Knäuelings-Art Panus spec. handeln, Laubholz-Knäuelinge vielleicht. Der sonstige Bewuchs ist auch spannend, Bekanntes und Unbekanntes bunt miteinander:

Die grünlichgelben Farbtöne von Gelbflechten (s.o.) und blaugrünen Blattflechten (s.u.) kontrastieren mit dem Orangeroten Kammpilz Phlebia radiata. Der saprobiontische Krustenpilz erscheint an der Oberfläche in verschiedenen Grössen und Formen, die sich kleinteilig den Löchern und Rissen anpassen, aus denen sie hervorkommen:

Es wird spannend sein, die Entwicklungen an diesem Baum weiter zu beobachten, denn der Stammdurchmesser ist mit 30 cm recht gering, und dem Specht bietet das weiche und pilzmürbe Holz einer Eberesche wahrscheinlich weniger Widerstand als eine zwei- bis dreimal so dicke Eiche. Ich hoffe, er fällt nicht so schnell der Aufräumwut zum Opfer.

Die Fotos sind diesmal vom 18. Dezember 2020, aufgenommen am Wegrand in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Bunter Herbstspaziergang mit Bongo

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Vorgestern war es windig und dem sonnig-blau und grauwolkig wechselhaftem Himmel war nicht anzusehen, dass es nieselte und woher der feine Nieselregen kam. Bongo und ich gingen spazieren und fanden es schön.

Das Laub verfärbte sich bunt, Hagebutten und Vogelbeeren wetteiferten um das beste Rot, Purpurmützchen über orangefarbenen Pfaffenhütchen-Früchten verlockten, wie die braunen Eicheln am Boden, zum Gruppenfoto.

Wildgänsegruppen sind in letzter Zeit immer häufiger zu beobachten und über die Fliegenpilze unter einer alten Birke habe ich mich sehr gefreut, nachdem ich schon annahm, die Dürresommer hätte das Mycel dahingerafft.

An dieser speziellen Stelle beobachte sie schon seit 2012. Die oben schon aus der Nähe gezeigten braunen Eicheln bedecken den Feldweg unter ihren Bäumen, noch bevor die Blätter fallen – die Eichen nehmen sich noch Zeit dafür.

Die Fotos sind vom Mittag des 24. Oktober 2020, in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder-Pärchen zum Vergrössern anklicken.

Kleiner Mittagsspaziergang mit Bongo

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Ein kleiner Mittagsspaziergang mit Bongo, heute, bei grauem Regenwolkenhimmel, und jeder Menge roter Hundsrosen-Hagebutten und Vogelbeeren. Es war kühl mit leichtem Wind und das hat ihm gut gefallen:

2020-10-06 LüchowSss Spaziergang mit Bongo (1x4)

Sogar eine kleine Blödel-Einlage mit Herumhoppsen war heute drin, die sind inzwischen sehr selten geworden.
Mittlerweile ist Bongo 11 Jahre bei uns, seit > Ende September 2009. – Die Fotos sind von heute Mittag, 6. Oktober 2020, in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.