Nochmals die Sandbiene

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Hier ist nochmals dieselbe Sandbiene Andrena spec. zu sehen wie im Beitrag vorher, ergänzt durch ein zweites Foto, auf dem der Kopf besser zu sehen ist und der Hinterleib weniger im Schatten liegt. Oben ist sie wieder auf den Blüten des Perlmuttstrauches Kolkwitzia amabilis zu sehen, darunter auf einem Blatt vom Klatschmohn unterhalb des Strauches.

2020-05-26 LüchowSss Garten Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis) + Sandbiene (Andrena spec.)

Wegen der Grösse von mehr als 10 mm lässt sich manches ausschliessen und die Pollensammlung beweist, dass es sich um ein Sandbienen-Weibchen handelt, wahrscheinlich ein altes, das in vielen Flugtagen und Nesterbauten einen grossen Teil seiner ursprünglichen Behaarung abgerieben hat.

2020-05-26 LüchowSss Garten Sandbiene (Andrena spec.) auf Mohnblatt

Unter den Sandbienen-Arten auf der bevorzugten Wildbienen-Seite > Wildbienen.de, konnte ich mich nicht entscheiden. Sie müsste sehr unspezialisiert sein, bzw. Geissblattgewächse dürften in der Aufzählung der bevorzugten Pflanzenfamilien nicht fehlen. Sogar eine alte Gewöhnliche Sandbiene Andrena flavipes wäre denkbar .
Die Fotos sind beide vom 26. Mai 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Am Perlmuttstrauch

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Die Blütezeit des Perlmuttstrauches Kolkwitzia amabilis ist in diesem Jahr üppig und wundervoll duftend ausgefallen, wie schon lange nicht mehr. Sie hält zwar noch an, aber inzwischen fallen täglich mehr Blüten zu Boden. Noch stehen sie aber bei den kleinen Gartenmitbewohnern hoch in Kurs:

2020-05-26 LüchowSss Garten Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis) + unbestimmte dunkle Hummel, vermut. Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)

Die Hummel ist bemerkenswert dunkelgelb gestreift, mag trotzdem eine Dunkle Erdhummel Bombus terrestris sein, auch wenn hier das Hinterteil nicht so hell wirkt. Seit Jahren beobachte ich eine sehr dunkle Spielart im Garten.

2020-05-26 LüchowSss Garten Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis) + Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) + Wildbiene

Die weisse Veränderlicher Krabbenspinne Misumena vatia ist als solche und als Weibchen unverkennbar. Sie hatte bereits eine Wildbiene erbeutet und ignorierte deshalb alle weiteren, auch die relativ grosse Sandbiene:

2020-05-26 LüchowSss Garten Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis) + Sandbiene (Andrena spec.)

Obwohl die Sandbiene Andrena spec. sich als solche gut erkennen lässt, bleibt die nähere Bestimmung offen, genau wie bei den kleinen wespenartigen Tierchen mit den langen Fühlern von denen sich dort etliche tummelten.
Die Fotos sind vom 26. Mai 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Kolkwitzie alias Perlmuttstrauch ein Jahr später

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Am 21. Mai 2019 schrieb ich über meine kümmernde Kolkwitzie, auch Perlmuttstrauch, Kolkwitzia amabilis, > Die Kolkwitzie und der ständige Wind | puzzle ❀, denn ihr und den anderen Bäumen und Sträuchern entlang des feldseitigen Zauns machten die ständigen, an Intensität zunehmenden und austrocknenden Winden zu schaffen. Inzwischen gibt es gute Nachrichten: dem Strauch und seinen Nachbarn geht es wieder prächtig!

Die bereits 2017 begonnene Benjeshecke aus Astschnitt und anderen Gartebabfällen ist inzwischen auf über einen Meter Höhe angewachsen und wirkt positiv auf den nun gegen das Wetter besser geschützten Streifen dahinter. Der Boden hält die Feuchtigkeit länger, das vergehende Material liefert Nährstoffe und die Pflanzen gedeihen nun gut.

Verschiedene Tiere halten sich gern dort auf, wie die Schwarzen Köhler-Sandbiene Andrena pilipes und die weisse Veränderlicher Krabbenspinne Misumena vatia. Die Sandbiene konnte übrigens einem vagen Versuch der Krabbenspinne entkommen und unbehelligt davonfliegen. Die Fotos sind beide vom 21. Mai 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Mal an einer Ulme nagen

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Mal an einer Ulme zu nagen ist sicher keine Option für mich, aber ich entdeckte vorgestern zum ersten Mal, dass es eine Dunkle Erdhummel tat, um Nistmaterial für ihre Hummelnest zu gewinnen:

 

Dunkle Erdhummel Bombus terrestris -Königin in der Morgensonne, fotografiert am 17. März 2020 in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.
Auf der Webseite Wildbienen.de fand ich eine erstaunliche Auflistung von Nistmaterialien, die Hummeln gern verwenden > hier. Diese kann man ihnen anbieten, wenn man im Garten einen Hummelkasten aufstellen will und die Umgebung an solchen Materialien weniger reich ist.

Die besonders dunkle Dunklen Erdhummeln im Garten

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Die besonders dunkle Dunklen Erdhummeln Bombus terrestris bleiben auch in diesem neuen Hummeljahr dem im Garten treu; auch dieses Jahr gibt es wieder eine Königin dieser auffallenden Färbung, wobei der obere, über den Thorax verlaufende Streifen nur schwach angedeutet erkennbar ist:

Fotos vom Nachmittag des 14. März 2020, an der Winterheide Erica carneaim Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder anklicken.

Natürlich auch etwa zu den Austern-Seitlingen

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Wenn ich in den vergangenen Tagen schon so viel über die Pilz-Erscheinungen an der Eiche veröffentlicht habe, z.B. über die Eichen-Wirrlinge Daedalea quercina und die Zweifel zwischen Eichen-Feuerschwamm Phellinus robustus oder Echtem Zunderschwamm Fomes fomentarius > hier, oder den rüschenhaften Pilzansammlungen, die ich bis auf Weiteres für Angebrannte Rauchporlinge Bjerkandera adusta halte > dort, gibt es natürlich auch etwas Neues zu den Austern-Seitlingen Pleurotus ostreatus zu berichten. Das erste Bild der folgenden Dreiergalerie zeigt Austern-Seitlinge neben Rauchporlingen, klar, aber die Austern-Seitlinge selbst sind heller und weit über meiner Kopfhöhe aus dem Stamm getreten, und beides ist neu und zeigt sich erst seit etwa zwei Wochen.

Vermutlich liegt es daran, dass ich vor Jahren, sogar schon bevor die Eiche wegen des allzu grossen Sturmschadens Ende Januar 2017 entkront wurde > hier und abstarb, dort hoffnungsvoll ‚Austernpilze‘ deponiert hatte, indem ich einmal aus einem Erlenwäldchen in der Nähe einen toten Ast mit dunklen Austern-Seitlingen mitgebracht und dort hingestellt hatte und, nachdem ich nun wusste, dass sie hier bei uns in der Gegend im Freien gedeihen, zudem mehrmals helle Austernpilzabfälle aus dem Handel an der Eiche verstreut hatte.
Im vorigen Jahr zeigten sich zunächst auf der südöstlich gewandten Seite des abgestorbenen Baumrumpfes um unteren Bereich bis etwa 1,7 m Höhe Austern-Seitlinge mit dunklen Oberseiten, seit einigen Tagen finden sich rund um den Stamm herum und sogar bis oben hin neue Stellen, aus denen Austern-Seitlinge mit auffallend helleren Oberseiten spriessen, wie auf dem zweiten Bild der unteren Galerie noch einmal zu sehen ist:

Ich vermute deshalb, dass beide hoffnungsvollen Methoden letztendlich erfolgreich waren, und die dunklen Exemplare von den aus der Natur mitgebrachten Exemplaren abstammen und die hellen aus den gezüchteten Handels-Austernpilzen. Erfahren werde ich das wohl nie, aber weil ich vor zwei Wochen gefragt wurde, ob ich die Austernsaitlinge „geimpft“ hätte, oder ob die „so wachsen‟, und ich zu dem Zeitpunkt Ende November von den hellen Exemplaren noch keine gesehen hatte, möchte ich dies natürlich auch deshalb nachreichen, weil es so einfach scheint – falls es sich nicht nur um lauter glückliche Zufälle handelt.
Falls also jemand in seinem Garten einen maroden Baum hat, ist es einen Versuch wert, es auf diese schlichte Weise zu probieren, ohne irgendwo Pilzbrut zu kaufen. Geduld muss man allerdings aufbringen, denn bis sich überhaupt erstmal ein weisslicher Belag wie auf dem letzten Foto zeigt, sind bei mir mehrere Jahre vergangen, genau weiss ich es nicht mehr, aber es waren wohl mindestens drei.
Fotos vom Mittag des 9. Dezember 2019, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in den beiden Galerien anklicken.

Herbstastern zum September

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Im Vergleich zum vorigen Jahr, als ihnen die anhaltende Dürre bis zur Blütezeit nur trockene Stängel gelassen hatte, stehen die Herbstastern in diesem Sommer bzw. Spätsommer recht gut da und öffnen zum September einige Blüten mehr als in der langsamen Anlaufphase, und so werden auch mehr Insekten darauf aufmerksam.

Auf dem ersten Foto sieht man die lila Herbstastern mit der gelben Mitte, genauer: Belgische Glattblatt-Astern Aster novi-belgii mit einer grauen Raubfliege, einem Gemeinen Strauchdieb Neoitamus cyanurus, der auf Beute wartet. Ein Grosser Kohlweissling Pieris brassicae ist auf dem zweiten Bild zu Besuch:

Auf dem dritten Foto handelt es sich bei der Fliege mit den dunkel-gesprenkelten Augen um die Schwarze Augenfleck-Schwebfliege Eristalinus sepulchralis, auch Fleckaugen-Schwebfliege oder Matte Faulschlammschwebfliege.

Fotos vom 30. August 2019, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern die Bilder anklicken.