Die Birken retten sich anscheinend noch weiterhin

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Die beiden Birken Betula im Garten sind in den drei vorangegangenen, trockenen Sommern in den Kronen kahler geworden, vor allem die schmalere der beiden, weniger schwarzweiss gezeichnete, eher weiss-graue hat viele bedeutende Äste, nicht nur Zweige, eingebüsst. Darüber schrieb ich schon früher in: > Schneiden, bitte, aber nicht zu kurz | veröffentlicht 2019/05/20, und im Dürresommer 2019 kam es noch schlimmer. Im Juni 2019 machte ich zunächst nur besorgte Fotos:

Im Juli 2019 ergriff ich Massnahmen, um die Birken-Ecke besser mit Wasser zu versorgen, denn es zeigten sich ein paar winzige Zweig-Ausschläge direkt am Stamm der linken Birke. So bearbeitete ich die trockene Ecke mit dem „Sauzahn“ / Kultivator und entfernte einen grossen Teil des Unterwuchses, und bepflanzte die Ecke neu mit robusten Stauden, siehe Link > hier, damit sie nur ja nicht beim gelegentlichen Wässern vergessen wurde.

Im Frühling 2020 war der Stamm der „Sorgenbirke“ gut besetzt mit Stammausschlägen, zuerst auf der wetterabgewandten Schattenseite, dann auch, sogar dicht bei dicht, auf der sonnigen, dem Wetter härter ausgesetzten Seite des Birkenstammes, auf der viele grosse Äste im oberen Kronenbereich abgestorben sind. Diese kleinen Hoffnungsträger haben sich seitdem gut weiterentwickelt, weil durch das dürre, trockene Birkengeäst tatsächlich mehr Licht und Regen bis zum Boden gelangt.

Im Sommer / Herbst 2020 pflanzte ich am Rande der Wieseninsel unterhalb der Sorgen-Birken junge Sträucher, die beim drohenden Verlust der Birken schon bereitstehen sollen. Ihnen gab ich einen Wall aus Ästen, Zweigen sowie grob und lang belassenem Schnittgut bei, um ihren Wurzelbereich gegen Austrocknung zu schützen, ähnlich meiner grossen „Nicht-ganz-richtigen Benjeshecke“, die sich schon beim Erhalten und Fördern der anderen wetterseitigen Gehölze sehr bewährt hat. Die beiden Fotos, auf denen man diesen Wall sieht, sind jeweils von Ende Oktober 2020 und März 2021:

Davon und von der Versorgung der jungen Gehölze mit Wasser zum Anwachsen profitieren die Birken mit Sicherheit ebenfalls. Ausserdem habe ich die Wieseninsel unterhalb der Birken im Herbst nicht gemäht, und so wurde der Boden grossflächig vor Austrocknung durch Sonne, Wind und Frost geschützt. Die Birken sehen in diesem Jahr bis jetzt, Anfang Juli 2021, erfreulicher aus, als ich es während der blattlosen Jahreszeit bange befürchtete. Zum Glück ist dieses Jahr bisher weniger trocken, die Regenfälle häufig genug, so dass ich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden bin.

Den abgestorbenen Birkenteilen verdanke ich ausserdem seit 2020 die ziemlich regelmässigen Besuche von Buntspechten Dendrocopos major im Garten – auf dem Foto war es im April ’21 – und seit diesem Frühsommer neuerdings auch die Anwesenheit von Pinselkäfern im Garten, auf dem Foto ist es wahrscheinlich ein Glattschieniger Pinselkäfer Trichius gallicus, der am Feinstrahl Pollen frisst, aber jeden Abend zu den Birken zurückkehrt, wo die Larven im weissfaulen Holz heranwachsen. Man kann es positiv sehen, dass verfallende Bäume nur ein anderer Lebensraum werden.

Auch sind schon genug Sturmböen aufgetreten, um die Bruchgefahr zu testen, die sich aber zum Glück nur auf einzelne Teile beschränkt. Es fallen bei jedem stärkeren Wind oder Regen zwar immer wieder trockene Zweige und Aststücken herunter, auch ist die Krone der rechts stehenden, weniger beeinträchtigten Birke lichter geworden. Was wirklich abgestorben ist, belebt sich nicht wieder und die Lebensdauer der Bäume wird dadurch sicher beschränkt sein, aber im Grossen und Ganzen scheint es, als liessen sich die beiden Bäume doch noch eine Zeitlang erhalten:

Alle Fotos sind zwischen Juni 2019 und Anfang Juli 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die letzten beiden Birken-Bilder mit dem Anblick der Birken über die Wieseninseln hinweg und mit der blühenden Ecke, die weiter oben auf Bild 3 + 4 von Ende Juli 2019 frisch bepflanzt zu sehen war, sind von gestern, dem 5. Juli 2021, der Zeitraum umfasst also zwei Jahre. Bilder bitte zum Vergrössern anklicken.

Mal wieder ein Blick auf die Birken im Garten

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Die beiden von den Dürresommern geschädigten Birken Betula pendula im Garten überraschen mich gerade durch unerwartete Vitalität. Der im Vergleich zu den letzten vier Vorjahren regenreiche Frühling tut ihnen offensichtlich wohl.

Die links stehende Birke hat schon zahlreiche vertrocknete Äste eingebüsst und weist inzwischen auch Pilzbefall auf, aber ihre Stammausschläge wandern inzwischen von unten bis in die verkahlten Bereiche zum noch immer grünen Wipfel hinauf: es bleibt spannend. Bei der zweiten, immer schon grösseren und breiteren Birke zeigen sich set dem letzten Jahr keine weiteren vertrockneten Zweige und Äste, und das empfinde ich als vorläufig beruhigend.
Fotos vom 23. Mai 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Mal wieder die Birken im Garten

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Als ich vor ein paar Tagen Fotos > hier von einem Mäusebussard Buteo buteo zeigte, der auf einer der beiden Birken sass, die bei uns im Garten stehen, bemerkte Almuth ‚Pflanzwas‘ mit ihrem mittlerweile ganz besonders geschärften Pilzblick: „Sind das da Rindenpilze, rechts an der Birke ;-) ? Ich glaube, ich werde langsam pilzverrückt…“

2021-01-12 LüchowSss Garten Mäusebussard (Buteo buteo) auf Birke (1)

Deshalb habe ich sie heute nocheinmal fotografiert, die beiden Birken Betula pendula, zumindest Teile davon, und zuerst den Teil mit den mutmasslichen Baumpilzen an der absterbenden Birke, über deren Entwicklung ich im Blog schon mehrfach geschrieben habe, zum Beispiel im Juli-Beitrag > Die Sache mit den Birken.

2021-01-14 LüchowSss Garten Birke + Baumpilze

Den dürregeschädigten Baum haben anscheinend tatsächlich bereits die ersten Baumpilze in Besitz genommen. In so einem frühen Stadium weiss ich noch nicht, welche Art da zum Vorschein kommt, irgendwelche Porlinge, wahrscheinlich. Auch die Krone der daneben stehenden Birke fing im Sommer 2020 an, lichter zu werden.

2021-01-14 LüchowSss Garten Birke +Efeu

Bisher ist aber noch nicht zu erkennen, ob und in wie weit sie dauerhaften Schaden genommen hat wie ihre Nachbarin, d.h. ob sie auch schon pilzbefallene Stellen hat. Der grünen Pullover aus Efeu Hedera helix, der grosse Teile vom Stamm bedeckt, verbirgt die Sicht. – Das Foto vom Mäusebussard ist vom Mittag des 12., die anderen beiden sind vom 14. Januar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ein Buntspecht hat die Birken für sich entdeckt

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Klonk-Klonkklonk-Klonk … tönte es von irgendwo und zuerst kam ich nicht einmal darauf, woher genau und ob es nicht doch ein Mensch im Nachbargarten verursachte, so laut und nah, dass ich meinte, kein Tier liesse mich so nah heran. Aber oben? Es dauerte eine Weile, bis ich den Buntspecht Dendrocopos major bzw. Picoides major entdeckte, der über mir an der Birke arbeitete, denn er verschwand immer wieder hinter dem Stamm oder einem der dicken Äste:

2020-09-25 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major, Syn. Picoides major) + Birke

Es müsste sich um ein Weibchen der Art handeln, denn bei einem Männchen wäre ein roter Nackenfleck zu entdecken. Diese am wenigsten spezialisierte heimische Spechtart kommt am häufigsten vor, denn sie fühlt sich nicht nur in Wäldern, sondern auch in Parks, Alleen, Windschutzstreifen oder kleinen Baumgruppen wohl.

2020-09-25 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major, Syn. Picoides major) + Birke

Hauptsache, es ist nicht zu aufgeräumt, denn nur wo es viel Alt- und Totholz gibt, sind für ihn geeignete Lebensräume. Daher besuchen sie Gärten während der warmen Jahreszeit eher selten, während sie im Winter auch mal von Futterhäuschen und Meisenknödel anlocken lassen. Aber solange die Menschen immer jeden toten Ast ab-, und jeden abgestorbenen Baum umsägen und wegschaffen, finden sie dort ansonsten keine Nahrung.

2020-09-25 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major, Syn. Picoides major) + Birke

Den Bedürfnissen der Buntspechte kommen die dürregeschädigten Bäume in der Landschaft sehr entgegen, und wer solche Bäume im Garten hat, sollte sich überlegen, ob sie wirklich vollständig entfernt werden müssen, oder ob es nicht eine Möglichkeit gibt, nur das Gefahrenpotential zu minimieren, sie aber in grossen Teilen zu erhalten. Man kann immernoch jede beliebige Menge Nistkästen daran hängen und etwas Begrünendes daran hochklettern lassen.

2020-09-25 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major, Syn. Picoides major) + Birke

In unserem Garten scheint ihm die Birke Betula lieber zu sein als die abgestorbene Eiche; vielleicht ist es weniger mühsam, denn die Löcher, die er in die dünnere und weichere, auch viel glattere Rinde gehackt hat, wie auf Bild 4 zu sehen, sind ihm schnell gelungen. – Die vier Fotos sind vom Vormittag des 25. September 2020, aufgenommen an einer der Birken im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Birken im September

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Die Birken haben schon im Spätsommer, Wochen vor dem September, zahlreiche Blätter gelassen, vor allem im Vergleich mit anderen Bäumen auffallend viele. Sie sehen schon lange „durchsichtig“ aus. Nun fallen die Blätter weiter, aber weil sich auch andere Gehölze herbstlich färben, stehen sie damit nicht mehr allein.

Die Bachstelze Motacilla alba wird auch bald in den Süden abreisen, aber momentan findet sie noch recht gut Insektennahrung. Die Ringeltaube Columba palumbus bleibt hier. – Fotos vom 21. und 22. September 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Über Töpfer- bzw. Pillenwespen und die letzten Sommer

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In Deutschland kommen sieben Arten der zu den Solitären Faltenwespe gehörenden Gattung Eumenes vor. Ihre deutschsprachige Sammelbezeichnung als Töpferwespe oder Pillenwespe begründet sich durch die „Töpfchen“ aus Lehmgemisch, auch Urnen genannt, die sie als Brutzellen für ihre Nachkommen an hölzerne oder steinerne Untergründe kleben.
In diesem Sommer sah ich bisher kaum Töpferwespen im Garten, und wenn, ‚Murphy’s Law‘ gemäss ausser Reichweite und hoffnungslos gegenlichtig an den höchstgelegenen Blüten des Fenchels. Das jüngste und einzige gelungene Foto konnte ich am 25. August 2020 beim Anflug an den Schmetterlingsflieder Buddleja davidii erwischen:

2020-08-25 LüchowSss Garten Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) + Töpferwespe bzw. Pillenwespe (Eumenes spec.)

Das schwarzgelbe Insekt ist auf dem aktuellen Bild 1 aus einer anderen Perspektive zu sehen, doch glich es Eumenes coronatus auf dem Foto > vom 6. September 2019. Diese Art fliegt von Mai bis September in sonnigem, offenem Gelände und versorgt ihre Brut mit Raupen, vor allem von Spannern. Die Raupen werden mit einem Stich gelähmt und dem Ei in der ca. 10 mm durchmessenden Urne beigegeben, dann wird diese verschlossen und sich selbst überlassen. Ab dem Schlüpfen werden die Vorräte während etwa einer Woche aufgezehrt. Das unverpuppte Larvenstadium endet jedoch erst, wenn es nach dem Winter wieder wärmer wird, dann folgt die Puppenphase.

2019-09-06 LüchowSss Garten Töpferwespe (Eumenes coronatus) auf Schmetterlingsflieder

Im vorigen Jahr hatte ich, genau wie diesen Sommer, nur ein einziges Mal Gelegenheit zu einem erkennbaren Foto, die Wespen von der skurrilen Gestalt waren einfach nicht so häufig zu beobachten, wie im Jahr zuvor.
Im Sommer vor zwei Jahren, im späten Juli 2018, fand ich sie allerdings häufig im Garten. Vor allem an den bei verschiedenen Wespenarten so beliebten Blüten vom Fenchel und der Kanadischer Goldrute Solidago canadensis war sie täglich zu beobachten. Hier ist ein Foto vom 25. Juli 2018 aus dem Beitrag > vom 28. Jui 2018.
Ich denke, es handelt sich dabei ebenfalls um die Töpferwespen-Art Eumenes coronatus:

2018-07-25 Lüchow, Garten, Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) + Töpferwespe (Eumenes) | Veröffentlicht am 2018/07/28 in 'Töpferwespen' von puzzleblume

Als ich noch ein Jahr vorher, im Juli 2017 eine Töpfer- bzw. Pillenwespe zum allerersten Mal hier im Garten beobachtete und – leider weniger deutlich – fotografierte, fand ich sie auf der grossen Wieseninsel, an den Blüten vom Feinstrahl Erigeron annuus. Das gezoomte Bild vom 23. Juli 2017 aus dem Beitrag > Mal wieder einen Blick in den Garten werfen nehme ich wegen des Zeitverlaufs und des plötzlichen Knicks in der Häufigkeit ihres Vorkommens hier trotzdem auch noch einmal auf, damit alle Beiträge in einem Blogartikel zusammen erwähnt und bei einer hoffentlich zukünftigen Gelegenheit im Sommer 2021 leichter wiederzufinden sind:

2017-07-23 LüchowSss Garten (47) Pillenwespe (Eumenes coronatus) | Veröffentlicht 2017/08/29 in 'Mal wieder einen Blick in den Garten werfen' von puzzleblume

Vermutlich haben sich die Bedingungen schon seit 2018 verschlechtert, angefangen beim Mangel an Schmetterlingen bzw. Nachtfaltern und deren Raupen, nicht nur durch landwirtschaftliche Gifte und Tätigkeiten, sondern auch durch Dürre und gesteigerte Hitze. In diesem Sommer fand ich z.B. Tagpfauenaugenraupen nach extrem heissen Tagen mitsamt ihren Nahrungspflanzen, den Brennesseln, ausgetrocknet und tot – sicher kein Einzelereignis.

So können sich auch in ungünstig angebrachten Eumenes-„Töpfchen“ tödliche Hitzeunfälle ereignen, wie ich in einem Link > über die Wärmeeinwirkung auf die Brutzellen von Töpferwespen aus dem Jahr 2018 auf der Webseite des POLLICHIA e.V. Naturkunde- und Naturschutzvereins beschrieben fand.
Ähnliches kann ich mir auch für unseren niedrigen Walmdachboden oder die besonnten Rolladenkästen vorstellen, wo ich die meisten „Töpfchen“ vermute. An Tagen mit Höchsttemperaturen von mehr als +35°C im Schatten, wie sie dieses Jahr sogar tagelang überschritten wurden, kann darin wie in aufgeheizten Autos mindestens die doppelte Hitze entstanden sein, was die Wespenlarven mitsamt ihren Lebendvorräten kaum durchstehen können.

Das war zwar alles in allem eine schwere Ladung, z.T. auch nur spekulativ, aber die Verkettung von Umständen und dominoeffekthaften Folgen beschäftigt mich im Zusammenhang mit den Veränderungen, die selbst innerhalb des Gartenzauns zu beobachten sind. – Die Fotos sind, wie im Text schon erwähnt, Bild 1 vom 25. August 2020, Bild 2 vom 6. September 2019, Bild 3 vom 25. Juli 2018 und Bild 4 vom 23. Juli 2017, alle von mir im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wieder mal ein Blick auf die Birken

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Die stärker dürregeschädigte Birke zeigt zwar Stockausschläge aus dem Stamm, also kurze Zweige mit Blättern und viel Hoffnung daran, aber die Über-30°C-Hitzetage haben beide Bäume viel Kraft, Laub und Zweige und mich wieder ein Gutteil meines Optimismus gekostet – es sieht nicht gut aus für nun beide „Sorgenbirken“:

Auch an der breiter gewachsenen Nachbarin zur Rechten zeichnen sich die Schäden ab, die Krone wird immer durchsichtiger, auch wenn es die Vögel in der Morgensonne momentan noch nicht zu stören scheint.
Die Fotos sind vom 15. und 16. August 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Die Sache mit den Birken

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Es ist ein Jahr vergangen, seit ich im späten Juli 2019 der trockenen „Birken-Ecke“ im Garten mehr Aufmerksamkeit und Wasser schenkte. Das war nicht vergebens, denn im unteren Bereich grünt es seitdem wieder mehr. Die stärker dürregeschädigte Birke zeigte alsbald sogenannte Stockausschläge aus dem Stamm, kurze Zweige mit Blättern daran. Diese nahm ich als Hoffnungszeichen, bedeutet es doch, dass der Baum weniger schnell stirbt, als zunächst befürchtet – eine gute und eine schlechte Nachricht in einem Satz. Die Bilder 1 und 2 sind vom > 21. Juli 2019:

Die Bilder 3 und 4 zeigen, was aktuell daraus geworden ist, und das sieht nicht gut aus, denn inzwischen wird deutlich, dass es sich nicht nur um eine „Sorgenbirke“ handelt, sondern um beide! Auch an der efeuumwachsenen, grösseren Nachbarin hat der Verfall eingesetzt und er schreitet gnadenlos an beiden Birken voran. Es sind so wenige Blätter, dass es darunter nur noch für lichten Schatten reicht, es gibt zusehends mehr tote Zweige und Äste zu sehen.

Die Verluste sind an beiden Bäumen zu erkennen. An der linken Birke, die näher am Weg steht, haben wir die dürren Äste, soweit erreichbar, entfernt. Teilweise genügte blosses Dagegenschlagen mit einem Gerätestiel. So dürr und porös ausgetrocknet wie sie waren, fielen sie einfach herunter.
Ich werde während der laubtragenden Periode einen Sachverständigen draufschauen lassen, um zu erfahren, ob beide Bäume noch in ihrer vollen Höhe stehen bleiben können, oder ob ich eine oder beide bis oberhalb der Höhe des Efeus einkürzen lassen sollte, um sie noch möglichst lange für die Vögel zu erhalten.
Die ersten beiden Fotos im Beitrag sind ein Jahr alt, vom 21. Juli 2019, die anderen sind vom 17. Juli 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.