2018-06-26 LüchowSss Garten Junge Kohlmeise (Parus major) am Fenster

1. Zimmerreise 05/2021: J wie Jalousie

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2021-04-10 Einladung f. Zimmerreise 05-2021 J+K Die > 5. Runde der Zimmerreisen mit den Buchstaben-Vorgaben J und K hat begonnen und dies ist meine  1. Zimmerreise dazu, und zwar mit J wie Jalousie.
„Jalousie“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „Eifersucht“, was Bezug nimmt auf den Schutz vor fremden Blicken.
Während meiner Jahre im sommerlich heissen und sonnigen österreichischen Burgenland habe ich sie aber vor allem als Blend- und Hitzeschutz schätzen gelernt. Wobei ich nicht die grauen Kunststoff-Rollläden meine oder die Innenjalousien aus dünnen Kunststoffstreifen, sondern Aussenjalousien mit breiten, verstellbaren Lamellen aus Metall.

Im Sommer

2019-08-11 LüchowSss Garten neues Beet vor der südlichen Hauswand (2)Man sieht besagte Jalousien auf dem ersten Foto hier im Beitrag, einer Aussenaufnahme mit Fenstern von unserem jetzigen Haus vom August 2019: das war auch schon einer von den heissen Sommern.
Ich hoffe, die Rosmarinsträucher werden bald wieder so schön grün, sie haben vergangenen Winter etwas zuviel Frost abbekommen.
Die Schattierung ist so gut, dass ich im Zimmer auf der Südseite bisher keine Klimaanlage gebraucht habe, glücklicherweise, denn abgesehen vom Stromverbrauch mag ich Wind nur draussen, aber keinen Luftzug drinnen und brummende Geräte im Raum auch nicht.
Klimageräte, Kühlschränke, Badlüftungen … – darin bin ich wirklich eigen, auch beim Verreisen.

Im Winter

Kein Wetter zum Vögelzählen* | Veröffentlicht am 2015/01/11 von puzzleblumeVon der Sommerhitze zum zweiten Bild, einem Winterfoto mit Schnee und Eis, die an den Lamellen der Jalousie hängen, vom 11. Januar 2015 von innen aus dem Fenster gesehen. Es war ein stürmisches Wochenende mit Sturmböen um die 120 km/h, Hagelschauer und Schnee.
Weil das Haus in Ortsrandlage steht und damit in erster Reihe jedes Wind- und Regengeschehen ungebremst abbekommt, halten die Jalousien also ausser Sonne auch Regen, Schnee und Hagel ab, die gegen die Fenster prasseln. Dann schliessen wir sie allerdings auch oft.
Es war übrigens ein Tag der Wintervögelzählung. Klickt man auf das Bild, kommt man zum betreffenden Artikel im PUZZLE ❀-Blog.

Und sonst so: … Enten

An anderen Tagen lassen sich durch die waagerecht gestellten Lamellen der Jalousien die verschiedensten Vögel unbemerkt durch die Fenster im Garten fotografieren, wie Anfang April 2021 die beiden Stockenten vor dem Fenster, auf dem 3. Foto, was ich „in gross“ zeige, damit man die beiden auch wirklich erkennen kann:

2021-04-08 LüchowSss Garten Stockenten-Paar (Anas platyrhynchos) Erpel grün + Ente braun v.d. Fenster

Auf diese Weise habe ich z.B. Spatzen, Spechte und Sperber fotografiert und meistens versuche ich, wenigstens hinterher die störenden grauen Lamellenstreifen im Bild wegzuscheiden, aber bei diesem Enten-Foto und einigen anderen gelingt das nicht, denn hin und wieder sitzt auch jemand direkt dazwischen:

… Kohlmeise

2018-06-26 LüchowSss Garten Junge Kohlmeise (Parus major) am FensterDa war zum Beispiel die junge Kohlmeise Parus major, die sich Ende Juni 2018 dort vor dem Regenwetter versteckte und dabei herausfand, dass sich in den Fugen leckere Insekten und Spinnen erbeuten lassen.
Viele Meisen nutzen diese Gelegenheit, kommen auch bei schönem Wetter absichtsvoll herangeflogen, um zwischen den Jalousie-Lamellen nach Futter zu suchen. Das sieht immer so niedlich aus wie auf diesem Foto, aber will ich dann nach der Kamera greifen, bemerken sie das natürlich und so ist dieses fotografisch bisher ein Einzelfall geblieben. Dabei kommen nicht nur Meisen, sondern auch Haussperlinge und sitzen lärmend auf den Metallstreifen: sie haben es nicht weit von der Dachrinne darüber.

… Grünes Heupferd

Heuschrecke am Küchenfenster | Veröffentlicht am 2011/08/27 von puzzle ❀Aber nicht nur kleine Insekten und Spinnen lassen sich dort finden, auch andere Sechs-bis Achtbeinige kommen zuweilen auf die Idee, es könnte sich um einen guten Schlupfwinkel handeln, wie diese Heuschrecke am Küchenfenster auf dem 5. Foto: ein Grünes Heupferd Tettigonia viridissima im August 2011.
Fliegen, Käfer und Wespen sitzen oft gleich auf dem Fliegengitter dahinter – zählt das auch?
Wie nützlich Fliegengitter sind, haben wir ebenfalls am Neusiedler See gelernt, denn die dort „Gelsen“ genannten Stechmücken sind 3x so gross wie unsere Plagegeister in Norddeutschland, und die sind schon schlimm genug … aber ich schweife ab, das F wie Fliegengitter ist doch bei den Zimmerreisen schon längst Geschichte.

… und überhaupt:

Die Kombination von beidem, Fliegengitter und Jalousien, schätze ich sehr, weil sie mir das Gewurschtel mit den Gardinen ersparen, wie ich das aus meiner Kindheit in Erinnerung habe, mit Stores, Übergardine und der sogenannten Schleuderstange, an der man abends die Übergardine zu- und am Morgen wieder aufzog, wenn man nicht wollte, dass einem jemand im beleuchteten Zimmer beim Wohnen zuschaut oder irgendein Blutsauger oder sonstwie durch Umherfliegen lästiger Insektenbesuch durch das offene Fenster hineinkommt. Fliegenklatschen sind fies.
Habe ich jetzt tatsache eine Liebeserklärung an Jalousien und Fliegengitter geschrieben – echt jetzt?

Morgenüberraschung im Garten

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Als ich heute Morgen vor dem Fenster eine fremde Vogelstimme hörte, von der ich nur dachte, es höre sich „wie ein Klopfen“ an, aber ich war nicht in der Lage, die vertrauten Stimmen zu erkennen, es war einfach zu fernab aller Erwartungen, denn bei den ungewöhlichen Gartengästen handelte es sich um ein Stockenten-Pärchen:

2021-04-08 LüchowSss Garten Stockenten-Paar (Anas platyrhynchos) Erpel grün + Ente braun v.d. Fenster

Die beiden waren wohl auf Hochzeitsreise bzw. der Suche nach einem geeigneten Revier zum Brüten, und haben den Garten besichtigt! Nur bei diesem hastigen Schnappschuss konnte ich den Erpel (grün) und die weibliche Ente (braun) gemeinsam in einem Bild erwischen, danach verschwand das Weibchen hinter einem Strauch aus meiner Sicht.

Nur das Stockenten-Männchen mit seinem schönen metallisch-grünen Kopf blieb für mich sichtbar und machte es sich in der Morgensonne auf feuchtem Gras und Moos bequem, so dass ich ihn aus einem anderen Fenster immerhin noch fotografieren konnte. Sie blieben eine ganze Zeitlang, spazierten herum und wären bestimmt noch länger geblieben, aber dann erschreckten sie durch irgendein Geräusch und flogen eilig davon. – Fotos vom Morgen des 8. April 2021 im Garten, Lüchow, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.

3x ABC am Freitag (19.03.’21)

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Ein „3x ABC am Freitag“ ist seit einigen Wochen ein regelmässiger Freitagsbeitrag, zu allem, was in meinem Blog zur Zeit unter dem Motto des Alphabets passiert, die aktuellen Nachrichten zum Zimmerreisen-Projekt einschliesslich:

Zimmerreisen 03/2021

2021-03-11 Zimmerreise 03-2021 F+G

Die 1. Woche der 3. Runde mit der Aufgabe, in seiner ge- und bewohnten Umgebung Gegenstände mit den mit den Buchstaben F + G zu finden, und darüber zu schreiben, hat bisher ein Dutzend Geschichten hervorgebracht.

Hier sind die ersten 12:

  1. Die Familienchronik (Zimmerreise VI) von emhaeu ‚Rumgekritzelt‘, 2021/03/12
  2. Zimmerreisen 3: F wie Fotoalben von frauholle52 ‚Regenbogen und Freudentränen‘, 2021/03/13
  3. Das Gewächshaus – eine Zimmerreise von Lea ‚kommunikatz‘, 2021/03/13
  4. F wie Fliegenpilze (Zimmerreisen 03/2021) von puzzleblume ‚Puzzleblume ❀‘, 2021/03/13
  5. Fell – eine Zimmerreise von Lea ‚kommunikatz‘, 2021/03/14
  6. Zimmerreise. Mit G wie Gärtnerbohne. von Fjonka, 2021/03/15
  7. Zimmerreisen 3: G wie Glitzerschal und Gemeinschaft von frauholle52 ‚Regenbogen und Freudentränen‘, 2021/03/16
  8. Zimmerreise mit Will.ie: G wie Granathülse von gkazakou ‚Gerda Kazakou‘, 2021/03/16
  9. Fische von Friebe (Zimmerreise 03/2021) von puzzleblume ‚Puzzleblume ❀‘, 2021/03/17
  10. Zimmerreise März F/G *Girlande* von Eva Zimmer ‚Waldfeldgarten‘, 2021/03/17
  11. Lockdown 2, Tag 134, F – Flint = Feuerstein. von bibo59 ‚Bibos kleine Fluchten‘, 2021/03/18
  12. 18.3.2021 Zimmerreise mit Will.ie: G wie Gertruidas Gemälde von gkazakou ‚Gerda Kazakou, 2021/03/18

Ausserdem hat Bibo59 zu ihrer F-lintgeschichte noch einen super als Motto geeigneten Spruch hervorgebracht :

„Ist das Wetter richtig Sch… , machst Du halt ne Zimmerreise.“

Das Foto-Projekt ABC

Im Rahmen des Foto-Projekt ABC vom Wortman gibt es drei neue Beiträge zum Buchstaben E im PUZZLE ❀-Blog:

ABC-Projekt: E wie Enten

ABC-Projekt: E wie Erdbeeren

Bitte die Überschriften oder die kleinen Bilder anklicken! Auch in diesen Artikeln findet ihr sowohl den Link zum Projekt beim Wortman. Und damit wünsche ich allen einen schönen Freitagnachmittags-Start in ein schönes Wochenende!

2021-03-04 LüchowSss zuhause Enten f. Zimmerreise 6 Enten (bearb.)

Mein Enten-E (Zimmerreise 02/2021)

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Einladung zu den Zimmerreisen 02/2021 | Veröffentlicht am 2021/02/12 von puzzleblume Ein Enten-E habe ich mir für meine 5. > Zimmerreise 02/2021 vorgenommen, denn: „Hinter jeder Ente steckt eine Geschichte“.

Damit meine ich jedoch nicht die Wasservögel draussen in der Natur, sondern die vielen Entenarten, die sich in menschlichen Wohnungen einnisten, sobald man ihnen die Gelegenheit dazu gibt.
Es gab sogar eine Zeit im vorigen Jahrhundert, etwa zwischen den 70er und 90er Jahren, da hatte die Entenhaftigkeit von Gegenständen eine besonders grosse Macht, eine geradezu magische Anziehungskraft für viele, meistens weibliche Menschen, und ich war eine von diesen.

Es kostete mich einige Jahre, dem einen mentalen Riegel vorzuschieben und wirklich keine Entendinge mehr den Haushalt unterwandern zu lassen, doch mich vollständig zu „ententen“, ist mir noch nicht gelungen.
Immernoch treiben sich einige letzte Exemplare in der Wohnung herum. Für das Bild habe ich sie hinter dem Vitrinenglas aus dem Wohnzimmerschrank und aus dem Geschirrschrank in der Küche hervorgeholt, sie zusammen fotografiert und anschliessend das Bild wegen der Gesamtwirkung noch ein bisschen programmbehübscht:

2021-03-04 LüchowSss zuhause Enten f. Zimmerreise 6 Enten (bearb.)

Beginnend vorne links sind dies zwar sechs Entenvögel, aber sie stellen nur noch vier Positionen dar:

1. Die kleine Ente aus braunem, unglasiertem Ton finde ich wegen ihrer naturalistischen Form noch immer sehr hübsch. Vor nicht ganz zwanzig Jahren, bei einem Sommerurlaub im niedersächsischen Otterndorf, Kreis Cuxhafen, zu dem wir nicht etwa nur von Lüchow anreisten, sondern damals über 1.200 km weit vom Neusiedler See kommend, schien sie mir in einem kleinen Krimskramsladen seinerzeit unwiderstehlich.

2. Diese mundgeblasene, bunte Glasente in den Farben Weinrot, Blaugrün und Klarweiss gehörte meiner verstorbenen Mutter. In den 80ern oder frühen 90ern hat sie sich das Tier aus der Glasbläserei von Alpirsbach, Nähe Freudenstadt im Nordschwarzwald mitgebracht, von einer der vielen Deutschlandurlaubsreisen mit meinem Vater, für mich also Erinnerung an beide und an die Zeit, in der sie den Ruhestand unbeschwert genossen haben.

3. Das grün-und braunglasierte Entenpärchen mit kleinen Löchern im Rücken ist von all meinen Enten am ältesten. Die kleinen Pfeffer- und Salzstreuer habe ich mir vor vielen Jahrzehnten im Lüchower ‚Kaufhaus Hettig‘ – mittlerweile leider auch schon seit einigen Jahren geschlossen – selbst gekauft, kurz bevor ich bei den Eltern aus- und in meine erste eigene Wohnung zog: sie waren der Beginn meiner späteren Entenansammlung.

4. Bleibt noch in der hinteren Reihe das Entenpaar aus weissem Biskuitporzellan zu erwähnen. Ich entdeckte es in den 90er Jahren im Schaufenster des Ladengeschäfts der Porzellan-Manufaktur Nymphenburg, in der Brienner Strasse in München-Schwabing. Es „rief“ danach, mir zum Geburtstag geschenkt zu werden, und zugleich waren es die letzten und schönsten Enten, die ich mir selbst ausgesucht habe.

Früher gab es mehr Enten bei mir, selbstausgesuchte und geschenkte Figuren oder mit Entenmotiven geschmückte Dinge – wie immer, wenn Freunde, Bekannte und Verwandte Wind davon bekommen, dass man eine Tierart besonders nett findet: ich bekam und kaufte Giesskannen, Kissen, Dosen mit Entendeckel, Glas- und Keramiktierchen u.s.w. …

Über die Jahre ist manches zu Bruch gegangen oder wurde wegen Geschmackswandel offen entsorgt, wenn ich selbst die Dinge gekauft hatte, und nicht auf einen früheren Spender Rücksicht nehmen musste. Anderes wurde bei einem der Umzüge vergessen, in den richtigen Karton zu packen – jö!

Die kleinen grünen Enten kommen, gemeinsam mit anderen Salzstreuer-Tierchen, zu Ostern auf den Frühstückstisch, ansonsten stehen sie alle miteinander hinter Glas und vermehren sich zum Glück nicht mehr.

Ein kleines Trüppchen putziger Indischer Laufenten hätte mich noch einmal in Versuchung führen können, wenigstens mal zum Ausleihen, was man tatsächlich zur Nacktschneckenbekämpfung im Garten über Kleinanzeigen angeboten findet, aber seit der Dürre haben wir keine Nacktschnecken mehr und so bleibt auch diese Versuchung ohne Konsequenzen – Ente Ende gut, alles gut.